keine Grundsicherung ab 01.07.2017?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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keine Grundsicherung ab 01.07.2017?

Beitragvon goss » 19.09.2017, 14:19

Hallo an alle,
ich habe so ein Problem
Unsere Tochter Darja ist am 04.07 18 Jahre geworden.Antrag auf GS habe ich ende Mai gestellt. Dann mehr mals angerufen wo mir gesagt wurde das den Antrag zur Prüfung bei der RV vorgelegt wurde.
Vor eine Woche kam die Ablehnung....
Neue Gesetz ab 01.07.2017
Die dauerhafte Erwerbsminderung muss durch Gutachten der RV festgestellt werden. Ein Ersuchen erfolgt nicht gem.§45 Satz 3 Nummer 3 SGBXII nicht,wenn Personen in einer Werkstatt für behinderte Menschen den Eingangs-und Berufsbildungsbereich durchlaufen.
Darja geht ab 01.09 in den Werkstatt.
Sie hat keinen Anspruch auf GS und wird durch uns als Eltern ins SGBII übergeleitet. Jetzt sollen wir ein Antrag für Bedarfsgemeinschaft auf Hartz 4 stellen wo geprüft wird ob unser Einkommen ausreicht.
Ich verstehen das ganze überhautp nicht
Vielleicht hat einer von Ihnen das gleiche Problem?
Melden Sie sich bitte!
Was soll ich weiter machen?
Danke im Voraus
Liebe Grüße
svetlana

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Beitragvon Inge » 19.09.2017, 19:28

Hallo Svetlana,
hab leider wenig Zeit, deshalb nur ein Link (auch die nachfolgenden Beiträge dort sind wichtig!): http://www.intakt.info/forum/forum/them ... #post90514

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

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Viele Grüße
Inge

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Beitragvon goss » 19.09.2017, 21:36

Hallo Inge,
vielen Dank für den Link
wie kann man es erfahren dass bei meiner Tochter noch in der Schulzeit eine Erwerbsminderung festgestellt worden ist oder nicht?
VG
svetlana

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Beitragvon Inge » 20.09.2017, 08:20

Hallo Svetlana,

es geht vor allem darum, dass deine Tochter nicht ins SGB II verwiesen werden darf. Sollten die Voraussetzungen der Dauerhaftigkeit noch nicht festgestellt sein, müssten - wie ebenfalls bereits beschrieben - Leistungen nach dem Dritten Kapitel SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt) gezahlt werden.
Es geht einzig und allein um SGB XII - entweder Drittes Kapitel (Hilfe zum Lebensunterhalt) oder Viertes Kapitel (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung).

Aber wende dich mit deinen Fragen doch mal an Ulla Schmidt von der Lebenshilfe oder eine der anderen Abgeordneten, die in den Beiträgen bei Intakt stehen.
Denn schon in der Bundestags-Drucksache 16/10457 von 2008 wird das Problem unter der laufenden Nr. 31 bereits thematisiert. Seit mehr als neun Jahren werden die Eltern also in die bürokratische Warteschleife geschickt, um berechtigte(!) Leistungen zu verzögern oder zu verhindern.
So lange die Eltern sich nicht direkt an die Politiker wenden, wird sich da nichts ändern.

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
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Inge


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