Anja mit Lennart (Hemiparese, Epil., Z.n. Hemisphärektomie)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

Moderator: Moderatorengruppe

AnjaSp
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 5
Registriert: 10.09.2017, 16:49
Wohnort: Niedersachsen

Anja mit Lennart (Hemiparese, Epil., Z.n. Hemisphärektomie)

Beitragvon AnjaSp » 16.09.2017, 21:42

Hallo,

ich wollte uns mal kurz vorstellen.

L. ist 2001 geboren. Er entwickelte eine rechtsseitige Hemiparese durch einen vorgeburtlichen Schlaganfall. mit ca. 3 Jahren kam dann die Epilepsie hinzu :( . Da sie nur schwer einstellbar war, haben wir uns zu einer Hemisphärotomie in Vogtareuth im Jahr 2010 entschieden. Die Anfälle wurden weniger, aber sind leider nicht ganz verschwunden. Allerdings hatten wir ab da ein komplett anderes Kind. Friedlich, zuvorkommend, fröhlich und ausgeglichen. Nach einigen Nachuntersuchungen und neuen Untersuchungen haben wir mit L. gemeinsam entschieden, seinen Schläfenlappen entfernen zu lassen. Dort saß noch ein großer Epilepsieherd. Die Zeit nach der OP war sehr hart. Postoperatives Fieber, erbrechen usw. Aber es hat sich gelohnt. Er ist nun anfallsfrei :D .
Er besucht als Inklusionskind eine Oberschule. Die Lehrer trauen ihm sogar zu, nach seinem Förderschulabschluss noch den Hauptschulabschluss zu erlangen. Was danach kommt ... ??? Wir sind dran und werden mal sehen was so kommt.
Aber das wichtigste ist: Er hat riesengroßen Spaß am Leben. Er steht auf und ist einfach gut drauf. Er hadert nur selten mit seiner Behinderung. Ein richtiger Sonnenschein
Viele Grüße
Anja

Werbung
 
Benutzeravatar
Yvonne 76
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1916
Registriert: 14.09.2006, 11:36
Wohnort: NRW

Beitragvon Yvonne 76 » 28.09.2017, 10:09

Liebe Anja,

Deine Vorstellung könnte in vielen Dingen auch die Meine sein. :wink:

Auch ich habe einen in 2001 geborenen Sohn mit einer Hemiparese (bei ihm allerdings ausgelöst durch ein geplatztes Aneurysma mit anschließendem Schlaganfall im Alter von 9 Monaten). Er entwickelte mit 1,5 Jahren eine therapieresistende Epilepsie und wurde in 2008 funktionell hemispärektomiert. Auch wir kennen die schwere Zeit nach der OP mit Fieber, Übelkeit etc. So schwer uns die Entscheidung zur OP gefallen ist, im Nachhinein betrachtet war es die beste Entscheidung überhaupt. Sohnemann kann sich ganz anders entwickeln, jetzt wo die Anfälle sein Leben nicht mehr dominieren.

Er besucht eine Förderschule mit Schwerpunkt KME und hat dort nun die letzten 2 Jahre begonnen. Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung. Aber die Vorbereitungen auf das spätere Arbeitsleben laufen jetzt in der Schule an und wir versuchen einen Job zu finden, der ihm Spaß macht und der trotz seiner Einschränkungen machbar ist.

Er hadert nur selten mit seiner Behinderung. Ein richtiger Sonnenschein


Das kann ich genau so unterschreiben. :wink:

Falls Du noch Fragen hast, immer her damit. Gerne können wir uns auch per PN weiter austauschen.

Liebe Grüße
Yvonne
[center]Sohnemann (2001)
Hemiparese (rechts) nach Aneurysmablutung und Mediainfarkt
komplette Hemianopsie nach rechts, Optikusatrophie links
Epilepsie, funktionelle Hemisphärektomie[/center]

Benutzeravatar
Isigirl
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 5044
Registriert: 21.01.2006, 11:40

Beitragvon Isigirl » 19.10.2017, 07:13

Hi Anja,

herzlich Willkommen bei REHAkids :hand:

Ich bin ein ehemaliges extremes Frühchen der 28. SSW mit Sauerstoffmangel durch Pneumotorax.
Entwickelt hat sich eine ICP in Form der spastischen Tetraparese und ein atypischer Autismus.
Liebe Grüße Kerstin :D
* 1985 spastische Tetraparese und Autistin
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Trainerin von inklusiven Rollisportgruppen
selbständige Tier- und Reittherapeutin


Zurück zu „Vorstellungsrunde“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste