Grundsicherung und Mehrbedarf

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 12.09.2017, 17:16

Senem hat geschrieben:Ich könnte mir gut vorstellen, das mir der Mehrbedarf zusteht, da ich zb allergiefreie Kost benötige usw


Hallo Senem,

in der Einrichtung bekommst Du doch bestimmt schon allergiefreie Kost, oder? Solche Dinge werden glaube ich anders berechnet, da Du nicht zu Hause lebst und selbst kochst. Oder bereitest Du Dir die Lebensmittel selbst zu? Von dem Mehrbedarf (Geld) wird meines Erachtens nur die Einrichtung profitieren.
Viele Grüße,
Mellie

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Annileinchen
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Beitragvon Annileinchen » 12.09.2017, 17:31

Ich habe leider gar keine Ahnung momentan davon, wie "Mehrbedarf" und "Einrichtung" sich vertragen. Allerdings - wenn sich der Mehrbedarf auf den nicht von der Versorgung der Einrichtung umfassten Bereich auswirkt, z.B. Bedarf an höherpreisiger Kleidung aufgrund von Allergien, müsste einem nach dem gesunden Menschenverstand dieser Teil zustehen. Aber das wäre nun eine Frage für Experten.

Liebe Grüße

Annileinchen

Senem
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Beitragvon Senem » 12.09.2017, 19:45

Hallo,

danke für eure Antworten!

Eine kurze Frage, wofür genau kann man den Mehrbedarf verwenden? Wäre nett wenn ihr mir die Frage einfach beantwortet und keine Links schickt!

Ich habe mich bereits in meinem Fall erkundigt und die Sache geklärt
Gruß

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Erica
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Beitragvon Erica » 12.09.2017, 20:41

Hallo Senem,

Wenn Du Dich in Deinem Fall erkundigt hast und es für Dich geklärt ist, wozu dann die Frage??
Dann weißt Du doch offenbar, was Du brauchst.

Also uns muss man hier nicht extra beschäftigen, wir haben mit unseren Kindern genug um die Ohren...uns wird nicht langweilig.

VG
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Mama von Lena (18 Jahre), Frühchen, occipitale Partialepilepsie/ Panayiotopoulos-Syndrom, Herzrhythmusstörungen, Z.n. Schädelbasisfraktur/ SHT/subduralem Hämatom/ Hämatotympanon im April 2006, räuml.-konstruktive Wahrnehmungsstörung, Gesichtsfelddefekte, etc

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Beitragvon Senem » 12.09.2017, 20:56

Erica hat geschrieben:

Also uns muss man hier nicht extra beschäftigen, wir haben mit unseren Kindern genug um die Ohren...uns wird nicht langweilig.



Das ist mir schon klar.

Ich hatte nur gefragt.....
Gruß



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Christiane81
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Beitragvon Christiane81 » 13.09.2017, 07:18

Hallo Senem,

Meiner Meinung nach hast Du mit Deinem vorletzten Post den Bogen deutlich überspannt. Du möchtest Informationen, obwohl Du diese für Deinen speziellen Fall schon hast- allein das ist doch schon sinnlos. Wenn Deine Fragen doch an anderer Stelle schon beantwortet wurden, warum fragst Du dann hier nochmal? Und als sei das nicht genug, bittest Du auch noch darum dass Dir keine Links geschickt werden- die Informationen sollen also bereits auf Dich zugeschnitten präsentiert werden?
Abgesehen davon, dass ich persönlich diese Erwartungshaltung absolut überzogen finde, macht es oft Sinn, z.B Gesetzestexte oder behördliche/institutionelle Informationen direkt selber zu lesen und für sich zu bewerten. Wenn jemand diese Informationen weitergibt, kannst Du nie sicher sein, ob nicht ein für Dich wichtiger Aspekt nicht genannt wurde. Klar, sich Informationen selber zu erarbeiten ist oft mühsam, gerade Gesetzestexte oder behördliche Informationen muss man oft zig mal lesen, um sie zu verstehen. Aber die Mühe muss man sich schon machen! Und es ist dann sicher einfacher, Deine konkreten Fragen zu beantworten, wenn Du diese Vorarbeit leistet. Abgesehen davon würde das auch den Antwortenden ein gewisses Maß der Wertschätzung und des Respekts entgegenbringen.

Einige hatten es ja schon geschrieben- Du bist Betroffene, nicht Mutter. Dadurch hast Du eine andere Perspektive, benötigst ggf. auch andere bzw anders aufbereitete Informationen als die meisten hier. Da macht es vermutlich wirklich Sinn, die Fragen anderen Betroffenen zu stellen. Wobei auch dabei natürlich zur Beantwortung ein gewisses Engagement/Vorarbeit nötig und wertschätzend ist.
Ja, es war nur eine Frage- aber was es "nur" ist, ist egal, denn auch "nur eine Frage" sagt etwas aus.

Viele Grüße
Christiane

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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 13.09.2017, 07:41

Hallo, und wie ist es nun geregelt? Für die User die hier die Suche bedienen mit Mehrbedarf + Grundsicherung + Wohnheim

?
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

MiriamP
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Beitragvon MiriamP » 13.09.2017, 08:14

Hallo,

ich kann zum Thema Mehrbedarf bei Grundsicherung nicht viel beitragen, da ich selbst keine Grundsicherung erhalte und mich mit dem Thema nicht intensiv auseinander gesetzt habe.
Aber eines möchte ich doch sagen: Senem ist Betroffene und schreibt selbst, dass sie oft den Inhalt von Links etc nicht versteht. Diese Aussage und die Fragen generell, die sie hier im Forum stellt als auch wie sie darauf reagiert, lassen mich stark vermuten, dass eine kognitive Beeinträchtigung vorliegt.
Da ich beruflich mit der Personengruppe der kognitiv Beeinträchtigten zu tun habe, weiss ich aus Erfahrung, dass diese auch nach zigmaligem Lesen von zB Gesetzestexten nichts verstehen. Gerade bei komplexeren Dingen wie zB Grundsicherung bedarf es da Informationen in leichter Sprache.
Auch Fragen wie "wofür kann man den Mehrbedarf verwenden?" passt hierzu, auch wenn wir (als nicht kognitiv Beeinträchtigte) diese Frage absolut banal finden und mit den Augen rollen, wenn wir sie lesen.

In letzter Zeit "eckt" Senem mit ihrer Art an -- kann ich absolut nach vollziehen, da es mir mit ihr oft nicht anders geht. Da bekommt sie Antworten und ständig kommt dann ein "danke, hat wer noch weitere Kommentare/ Anmerkungen / Tipps".
Ich für mich sehe Senem eindeutig als kognitiv Beeinträchtigt an, zudem hat sie Depressionen, und ich vermute, dass sie nicht viele Freunde etc vor Ort hat.
Senem versucht ihre Fragen (und Probleme) hier los zu werden und dabei höflich zu sein, merkt es aber wahrscheinlich gar nicht, wann sie damit nervt. Sie schreibt dann, wenn sie es merkt, immer etwas im Sinne von "ihr kennt mich nicht", "ich hab doch nur gefragt" etc. Damit das nicht ausartet kann es schon mal sein, dass Senem dann noch schreibt "ich hab mich erkundigt" etc, was jedoch nicht stimmt - oder warum schreibt man dann die gleiche Frage im Nachbarschaftsforum??

Stellt euch vor, Senem ist kognitiv auf dem Stand eines 10-jährigen Kindes (so schätze ich sie zumindest in Teilgebieten ein!). Würdet ihr einem 10- jährigen Kind die von Senem gestellten Fragen so beantworten, zB mit Links zu Gesetzestexten?
Ich selbst mache es immer so: wenn ich Zeit und Lust habe, dann antworte ich. Ansonsten lasse ich es bleiben. Wenn senem solche rhethorischen Fragen stellt, dann rufe ich mir in Erinnerung, wie ich sie einschätze. Vielleicht ist das auch für diejenigen, die sich beschwert haben, eine Option?

Auch wenn sich senem nun angegriffen fühlen mag, weil ich ihr eine kognitive Beeinträchtigung unterstelle, dann mag ich nur sagen: wenn du, senem, keine hast, dann benehm dich nicht so, als hättest du eine und hör auf dämliche Fragen zu stellen!
Dämlich sind die Fragen wie "wozu verwendet man den Mehrbedarf?" - denn wenn jemand einen Mehrbedarf für etwas hat (in dem Fall benötigt er wegen iwas mehr Geld), dann dient die Leistung dazu, eben diesen Mehrbedarf zu decken!!
Beispiel: du stellst den Antrag auf Mehrbedarf, da du allergisch auf viele Lebensmittel bist und eine spezielle Ernährung brauchst, die aber insgesamt teurer ist als für eine Person, die diese Allergien nicht hat. Das Amt sieht den Mehrbedarf und genehmigt ihn, dh du bekommst mehr Geld, um deine höheren Ausgaben durch spezielle Nahrungsmittel zu decken.
Kurzum: der Mehrbedarf ist dafür da, die zusätzlichen Kosten, die dir entstehen (und weswegen du den Mehrbedarf beantragt hast) zu decken.

Wo und warum du einen Mehrbedarf hast (ggü einem, der "deine" Probleme nicht hat) kannst nur du bzw jemand sehen, der dich sehr gut kennt. Mehrbedarf heisst, dass du mehr Geld benötigst, um so zu leben wie jemand in deiner Situation ohne die entsprechende Einschränkung.

Grüße,
Miriam

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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 13.09.2017, 08:25

Danke Miriam :)


Ps: meine Rückfrage sollte übrigens nett formuliert sek , liest sich aber irgendwie "pissig" das war nicht meine Absicht :)
Sandra mit Zirkusfamilie

Sondervorstellung 84.5



Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H

Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H

Tochter (10)

Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

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Senem
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Beitragvon Senem » 13.09.2017, 08:45

Hallo MiriamP,

vielen Dank!

Genauso ist es!!!

Ich verstelle mich nicht!

Zu dem anderen schreibe ich nichts :evil:
Gruß



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