ab 2018 sollen HH-Beamte zwischen GKV und PKV wählen dürfen!

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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JohannaG
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Beitragvon JohannaG » 20.08.2017, 21:26

ach ja, mir fällt noch das Privileg ein, sich zwar privat kankenversichern zu müssen, aufgrund von Vorerkrankungen aber massive Aufschläge zahlen zu müssen oder auch Leistungsausschlüsse zu bekommen.
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

Birgit257
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Beitragvon Birgit257 » 20.08.2017, 21:26

Hallo,

In Schleswig-Holstein ist es wohl auch eine Überlegung....

https://www.shz.de/deutschland-welt/pol ... 86851.html

Gruß
Birgit
Mama mit 3 Kids
2 fitte Mädels und Sohnemann (06) frühkindlicher Autist (mit SBA und PS)

Naniol
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Beitragvon Naniol » 20.08.2017, 21:50

Hallo
Es ist nachweislich so, das man keine Möglchkeit hat seine Kinder in der gesetzlichen Kk zu versichern, wenn der Ehemann in der PKV ist und die Kinder einmal dort versichert waren.
Die Steuerbelastung bei Beamten ist deutlich niedriger weil die Arbeitslosen und Rentenversicherungsbeiträge wegfallen.
Mir geht es um die Ungerechtigkeit, das Beamte einfach so von der PKV in die GKV wechseln könnten. Das werden wir nicht können. Das sehe ich als ungerecht an.
Auch wir zahlen im Voraus Rechnungen und warten auf Erstattungen das ist also kein Problem welches nur Beamte betrifft.
Gruß Nicole
Nadja 07/2000 kerngesund phil 04/2011 ARHGEF9 Mutation fokale
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Beitragvon Naniol » 20.08.2017, 21:53

Johanna G der Ausschluß bzw. Aufschlag bei Vorerkrankungen ist gängige Methode nicht nur bei Beamten.
Nadja 07/2000 kerngesund phil 04/2011 ARHGEF9 Mutation fokale
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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 20.08.2017, 22:31

Hallo Nicole,

man sollte vielleicht mal etwas vorsichtig mit den Begriffen sein, gelle ... Die Brutto-Netto-Abzüge bei Beamten sind geringer, weil sie keine Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssen (Beiträge für die GKV auch nicht) - das hat aber mal gar nichts mit den Steuern zu tun! Die STEUERbelastung ist bei Beamten genausogroß wie bei allen anderen auch!

Beamte, die aufgrund von Vorerkrankungen nicht in die PKV können, müssen sich komplett selber gesetzlich versichern ... und bekommt dafür KEINE Arbeitgeberbeiträge. Sie zahlen alles selber.
Ansonsten - privat Versicherte haben auch, man glaubt es kaum, Nachteile ... sie müssen zB alle Rechnungen selber bezahlen und dann sehen, dass sie das Geld wieder bekommen. Wie lustig das ist, die Rechnungen alle erstmal selber bezahlen zu dürfen, wenn im Jahr Rechnungssummen von 20.000,- bis 30.000,- Euro anfallen, kann sich jeder vorstellen (der es schon mal machen durfte). Wenn dann mal eine Krankenhausrechnung über 50.000,- Euro kommt und die PKV plötzlich nicht erstattet, sondern noch Nachfragen hat - dann hat man schnell mal schlaflose Nächte ...

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Beitragvon Isigirl » 20.08.2017, 22:32

Hi,

wir zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, haben dafür aber auch keinen Anspruch auf diese Leistungen. Was die Beiträge für die Beamtenpension betrifft bin ich mir sicher zahlen wir diese auch nur ohne dass wir hiervon was mitbekommen. Es ist halt einfach das Ausgangsgehalt (Brutto) niedriger so dass diese schon generell abgezogen werden.

Ebenso müssen wir zum Teil für Stundenlöhne (die Netto bedingt durch "freiwillige" GKV sehr schrumpfen) Leistung der gehobenen Art erbringen (es erfolgt keine leistungsorientierte Besoldung) für die hier keiner diese Leistung erbringen würde.

Das einzige Privileg, welches wir haben ist die Unkündbarkeit sobald man auf Lebenszeit verbeamtet ist. Aber auch hier gibt es Wege den Beamten "los zu kriegen" wenn er nicht mehr gewünscht ist.
Liebe Grüße Kerstin :D
* 1985 spastische Tetraparese und Autistin
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Trainerin von inklusiven Rollisportgruppen
selbständige Tier- und Reittherapeutin

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Beitragvon Naniol » 20.08.2017, 23:16

Gut Jörg dann nenne ich die Steuerbelastung mal Abgabenbelastung ... gelle :roll:
Und die Begleichung von Rechnungen betrifft nicht nur die Beamten auch " normale" PKV Versicherte kennen das Problem der verspäteten Erstattung von Rechnungen seitens der PKV.
Mir geht es, wie schon erwähnt nur um die Bevorzugung, was den Wechsel von der PKV in die GKV angeht. Das Halte ich für keine gerechte Entscheidung, da es anderen PKV Versicherten nicht ermöglicht werden wird zu wechseln.
Aufschläge bei Vorerkrankungen zahlen auch Menschen, die nicht verbeamtet sind.
Es soll jetzt keine Grundsatzdiskussion über den Sinn bzw. Unsinn von Verbeamtung entstehen. Wobei ich schon der Meinung bin das wir zuviele Beamte haben. Dies stellt aber nur meine Meinung dar.
Wenn schon dann gleiches Recht für alle denn auch als frei arbeitender Mensch trage ich durch meine Abgaben zum Wohl des Staates bei.
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Beitragvon *Janne* » 21.08.2017, 02:26

Hallo
Super noch mehr Privilegien für Beamte. Das ist nicht gerecht. Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache mit dem Kommentar.
Warum sollte es Beamten erlaubt sein aber gut verdienenden, die eh schon erheblich mehr an Steuern zahlen wird es verweigert zu wechseln.
Das ist soziale Ungerechtigkeit in Reinkultur .
welche "Privilegien" meinst du jetzt genau?
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Beitragvon Annileinchen » 21.08.2017, 06:18

Oh nein, Leute! Nicht schon wieder eine Neiddebatte!

Gönnt doch den paar Hamburger Beamten, die sich für die GKV entscheiden werden, diese Möglichkeit. Unter denen werden eben einige mit behinderten Kindern sein.

Mag sein, dass nicht-verbeamtete Privatversicherte dies als ungerecht empfinden, da sie diese Möglichkeit nicht haben. Aber wenn die Welt für einige schon einmal ein Stückchen gerechter wird, ändert sich doch immerhin schon mal etwas. Alles braucht seinen Anfang.

Außerdem: Der Staat will den Beamten damit wohl eher nichts Gutes tun, sondern wahrscheinlich Geld sparen. Die Beihilfe für chronisch kranke Beamte bzw. deren Angehörigen frisst schließlich jede Menge Geld. Schön für den Staat, wenn man solche Patientengruppen in die GKV auslagern kann...

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Beitragvon Anja mit Tristan » 21.08.2017, 08:02

Hallo zusammen,

also für Hessen würde ich die Möglichkeit begrüßen.

Wir zahlen seit letztem Jahr schon monatlich einen Betrag für die Inanspruchnahme der Beihilfe für Wahlleistungen, wird von der Bezügestelle direkt einbehalten. Wer diesen Betrag nicht zahlen möchte, bekommt von der Beihilfe die Wahlleistungen im Krankenhaus nicht mehr erstattet. Somit ist man da schon einmal der GKV gleichgestellt.

Mich belastet der Papierkram enorm. Ich könnte glatt eine Halbtagskraft beschäftigen, nur für Schreibarbeiten, Ablage, Fristen usw.
Wenn man einfach seine Versichertenkarte vorlegen würde und fertig, das wäre toll!

Liebe Grüße
Anja
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