Frühgeborene fertig mit Schule - und jetzt?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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milenakatze
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Beitragvon milenakatze » 04.02.2018, 14:14

Hallo Lucky und Hallo Silke.....
Wenn das alles so einfach wäre......Milena hat sich auch für duale aAusbildungsplätze beworben, aber sie fällt in den Tests immer durch.......Nachteilsausgleiche zählen nicht.......bei diesen Tests.....bzw. bekommt keine Rückmeldung......die haben Angst, das man sich den Platz einklagt. Ja wir haben einen sehr klugen jungen Mann kennen gelernt, der hat Jura studiert und wusste nicht, ob er das Examen bestanden hatte und hat sich deshalb vorsorglich auch bei den Ämtern beworben........selbst der hat Absagen bekommen, bei den Stellen, wo auch Milena sich beworben hatte. So viel dazu, dass Menschen mit Behinderung bevorzugt eingestellt werden. Genau heißt es......bei gleicher fachlicher Eignung! Bei uns im Norden sind die wohl noch nicht soweit.
Ja....melde Dich gerne.....Silke......war mit Milena 2016 in Staufen in Breisgau......super Gegend zur Kur in Münstertal....Da hätten wir uns treffen können...... :wink: Was bedeutet FH und BW.......da weiß ich nicht was Du genau meinst.....Gruß Doris

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milenakatze
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Beitragvon milenakatze » 04.02.2018, 14:14

Hallo Lucky und Hallo Silke.....
Wenn das alles so einfach wäre......Milena hat sich auch für duale aAusbildungsplätze beworben, aber sie fällt in den Tests immer durch.......Nachteilsausgleiche zählen nicht.......bei diesen Tests.....bzw. bekommt keine Rückmeldung......die haben Angst, das man sich den Platz einklagt. Ja wir haben einen sehr klugen jungen Mann kennen gelernt, der hat Jura studiert und wusste nicht, ob er das Examen bestanden hatte und hat sich deshalb vorsorglich auch bei den Ämtern beworben........selbst der hat Absagen bekommen, bei den Stellen, wo auch Milena sich beworben hatte. So viel dazu, dass Menschen mit Behinderung bevorzugt eingestellt werden. Genau heißt es......bei gleicher fachlicher Eignung! Bei uns im Norden sind die wohl noch nicht soweit.
Ja....melde Dich gerne.....Silke......war mit Milena 2016 in Staufen in Breisgau......super Gegend zur Kur in Münstertal....Da hätten wir uns treffen können...... :wink: Was bedeutet FH und BW.......da weiß ich nicht was Du genau meinst.....Gruß Doris

milenakatze
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Beitragvon milenakatze » 04.02.2018, 14:24

Hallo....leider doppelt gepostet.....Milena ist im BBW in husum .....finanziert von der Agentur für Arbeit....wollte ich noch mal mitteilen....hart erkämpft.
Viele meinten sie sei überqualifiziert, aber eine Alternative hatten die nicht für uns.....und Milena fühlt sicht dort bis jetzt sauwohl.......sie ist endlich mit Menschen zusammen die auch alle nicht ganz gesund sind. Endlich ist sie mal unter Gleichgesinnte......sagt sie......und muss sich nicht immer in der Welt der "Gesunden" behaupten.......
Nur ab Sommer ist dort auch wieder Schluss......
Gruß DorisW.

rosalie08
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Beitragvon rosalie08 » 04.02.2018, 14:44

Hallo,

Oh Mann leider sehe ich da so genau meine Tochter. 27. SSW. Ist einfach nicht vergleichbar mit einer Frühgeburt 4 Wochen...
Schnelligkeit und Organisation ist immer ein Thema. *Seufz*
Unsere wird wohl weiter zur Schule gehen bis wir eine Lösung haben.
Am besten sind Tätigkeiten die klar Strukturiert und ohne Zeitdruck sind. Öffentlicher Dienst ist je nach Ausbildung Recht gut.
Wie sieht es mit leichtem Handwerksberuf aus? Z.B. Goldschmied oder etwas im sozialen Bereich? Evtl. Logopädie, Ergotherapeuten Ausbildung? Da sitzt doch niemand so im Nacken, oder? Oft haben die Kinder genau für diese Bedürfnisse von Anderen ein Gespür. - Ist nur so eine Idee...

Liebe Grüße

milenakatze
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Beitragvon milenakatze » 04.02.2018, 15:22

Hallo.......genau kein Druck.....und strukturiert muss es sein......ja etwas soziales, da sehe ich sie auch eher und sie sich auch......sie wollte soziale Arbeit studieren,leider keinen Platz bekommen. Danach wollte sie nun erst eine Ausbildung in der Verwaltung und da kann man ja auch weiter gehen z.B. ins Jugendamt......Erzieherin geht körperlich nicht.....handwerklich geht auch nicht ....Motirik....
Was war jetzt FH.....bei uns ist es eine Fachhochschule wo man studieren kann.....z.B. soziale Arbeit....ich finde das sich manchmal autistische Züge bei ihr zeigen.....oder das Gehirn eines Frühchen ist so wie das von Autisten.....
Gruß DorisW.

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Beitragvon LenaMaxi » 04.02.2018, 15:52

Hallo ihr,

vielleicht sollten sich eure Kinder nicht "unter Wert verkaufen ". Gerade im öffentlichen Dienst gibt es genaue Vorgaben bzgl Schulabschluss. Ich wusste das leider damals auch nicht und habe es nur durch Zufall erfahren.

Ich habe mich mit durchschnittlichem Abi immer auf Stellen im mittleren Dienst bewrben, weil ich dachte, dass ich im gehobenen keine Chance habe und habe nur Absagen bekommen. Und warum? Im mittleren Dienst werden nur/bevorzugt Realschüler eingestellt. Abiturienten werden direkt aussortiert, die sind überqualifiziert und den Realschülern sollen diese Stellen gegeben werden.

Vielleicht ist das auch das Problem als Abiturient Verwaltungsfachangestellter zu werden. Da würde sich eher eine Bewerbung auf eine Stelle als Verwaltungsfachwirt anbieten.

LG Lena
Lena *1989 Tagträumerin
Maxi *08/2015 pränatater Schlaganfall (ICP), Krampfanfälle kurz nach der Geburt; dezente Hemi links, armbetont - ein kleiner Clown, der ohne Pause quasselt und alle verzaubert *sooo stolz*

Unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120949.html

Elisabeth97
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Beitragvon Elisabeth97 » 04.02.2018, 19:12

Hallo Doris,

hat Deine Tochter kein Interesse, ein Studium anzufangen? Sie kann dafür einen Studienhelfer und Fahrdienst beantragen und Nachteilsausgleiche gibt es auch. Es wurde ja schon gesagt: je höher der Abschluss, desto besser die Chancen. Und im Öffentlichen Dienst sind die Chancen für Leute mit Handicap in der Tat besser als in der freien Wirtschaft. Ich habe eine Reihe behinderter Kolleg*innen.

Viele Grüße
Elisabeth

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T.Sophie
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Beitragvon T.Sophie » 05.02.2018, 08:38

Hallo!

Wenn sie soziale Arbeit studieren wollte und keinen Platz an der FH bekommen habt. Habt ihr es mal mit einem Härtefall Antrag probiert?
Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob das auch für eine FH gilt. Ich wollte damals unbedingt ins sozialwissenschaftliche Gymnasium einer Berufsschule. Über eine normale Anmeldung wäre ich gar nicht erst rein gekommen, aber über den Härtefall Antrag hatte ich direkt den Schulplatz (nach einem Gespräch mit Direktion und so).


LG T.Sophie
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

ein.ZIG.Artig

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Beitragvon milenakatze » 05.02.2018, 10:20

Hallo.....
Ja das wollen wir jetzt probieren, mit dem Härtefall.....wollten wir in 2017 schon in der FH.....hatten alles mit ....Zeugnisse und Behindertenausweis und sie saß im Rolli.....nur wir hatten kein Attest mit . Uns passieren immer die skurilsten Sachen......es war an einem Freitag und Samstag war Bewerbungsschluss......der 15.7.17
Sie hatte sich auch für das duale Studium bei der Agentur für Arbeit beworben und auch bei verschiedenen Ämtern für die dualen Studiengänge......auch bei der AOK......alles absagen. Wir sind sogar nach Dortmund gefahren AOK Testung für duales Studdium....Absage.......Bei der TK in Kiel war es so, das der Herr ihr den Beruf sogar ausreden wollte......er meinte , das wäre eines der schwierigsten Beufe und im letzen Jahr hätten dort 4 Azubis wieder aufgehört......usw. Ich bekam vom Aktionsbündnis zu hören, dass es immernoch Betriebe gibt, die glatt sagen, was soll ich mit jemanden im Rollstuhl.......Jetzt ist sie so weit unten, dass sie sich nirgends mehr vorstellen will.....Der Knaller ist die Agentur für Arbeit........14 Tage vor Ausbildungsbeginn.......die Absage......Der Grund für die Absage.....bis heute ...keine Antwort.......obwohl sie ständig angerufen....und gemailt hat.....So kann man doch nicht mit jungen motivierten Menschen umgehen. Von der AOK kam auch erst nach gefühlten 100x Nachfragen eine Mail.....Die Agentur für Arbeit hatte vorgeschlagen, sie sollte sich eine Ausbildung suchen, wo ein guter Realschulabschluss verlangt wird. Wir hatten geäußert, das sie evtl. eine Teilzeitausbildung anstrebt.......wegen der körperlichen Belastbarkeit/Behinderung....
Viele Grüße DorisW..

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silkemausk
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Beitragvon silkemausk » 05.02.2018, 12:33

Die "Ausbildung" für die gehobene Verwaltungslaufbahn (Beamter) ist ja wenn man so will eine duale. In S-H ist die Fachhochschule dafür in Altenholz. Die müsste natürlich für die Dauer der jeweils mehrere Monate dauernden Studienabschnitte erreicht werden können, bzw. vor Ort ein Zimmer angemietet werden, was aber bei der Behinderung deiner Tochter schwierig sein könnte.
Sie müsste aber eine Verwaltung finden, die Sie als Beamten-Anwärterin nimmt und wo sie den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren kann.
Die Chancen, hinterher auch in das weitere Beamtenverhältnis übernommen zu werden kann ich nicht einschätzen. Grundsätzlich werden aber auch in den Verwaltungen qualifizierte Fachkräfte gesucht.

Verstehe nicht, warum die Verwaltungen sich da so schwer tun....
Aber als Abiturientin wird sie für den Bereich Verwaltungsfachangestellte (entspricht dem mittleren Dienst bei Beamten) wirklich als überqualifiziert eingestuft. Könnte nur sein, dass manche Verwaltungen dann gleich alternativ anbieten, sich für den gehobenen Dienst zu bewerben.

wie gut die einzelne Kommunalverwaltung sich beim Bewerbungsauswahlverfahren dann aber mit Nachteilsausgleich etc. auskennt?????

ich wünsch deiner Tochter jedenfalls, dass sich bis zum Sommer noch etwas Geeignetes für sie findet. Ggf. der Studienplatz

LG
Silke


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