Alter Begleitperson in einem Cinestar-Kino

Mit einem besonderen Kind in den Urlaub zu fahren ist gar nicht so einfach - schließlich müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Welcher Urlaubsort ist besonders behindertenfreundlich?
Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Eure Infos sind für so manche Familie mit einem besonderen Kind sicherlich Gold wert!

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chrissibaer
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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 14:55

Ich denke, die Begleitperson muss vor allem in der Lage sein, die begleitete Person zu unterstützen, dies ist bei einem RolliKind sicher anders als bei einem gehörlosen Kind. Da ich nicht weiß, wie der Hilfebedarf im Fall der AP ausgesehen hätte, ist das so schwer zu beurteilen.
Der Hilfebedarf beschränkt sich im Wesentlichen darauf, ihm den Weg zu zeigen oder halt den Sitzplatz im Kino. Laufen und auf's Klo gehen kann er schon allein. Und da beide sehr folgsam sind und sich gut verstehen, klappt das auch und der Kleine vertraut, insbesondere in solchen Situationen, auf den Bruder. Da sind die absolut verlässlich. Er wollte den Film auch gar nicht sehen, nur seinem Bruder helfen.

Klar hatten sie ein Handy dabei, darüber habe ich mit den Kassenmitarbeitern telefoniert. Mit googlemaps kann ich sie darüber sogar tracken.

Und mit dem Feuer: Hmm, kommt wohl nicht so häufig vor, da muss man auch einstürzende Dächer beachten, durchgeknallte Dschihadisten, Busunfall (was der Große schon erlebt und überlebt hatte). Kids lieber im Bett lassen, ach halt, da könnten sie rausfallen.

Was ist eigentlich in der Schule bei Ausbruch eines Feuers? Die 2 Unterrichtskräfte können wohl kaum 4 Rollstühle schieben und nebenbei noch 10 andere sowohl kognitiv als auch motorisch eingeschränkte Kinder evakuieren. Aus der Schule rausnehmen???

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 31.07.2017, 14:59

Für durchgeknallte Dschihadisten, Busunfälle und Betten ist aber das Kino nicht verantwortlich oder haftbar.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

chrissibaer
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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 15:09

Für durchgeknallte Dschihadisten, Busunfälle und Betten ist aber das Kino nicht verantwortlich oder haftbar.
Nein, sicherlich nicht. Aber wenn die "Begleitperson" bezahlt hätte, wäre es kein Problem gewesen, DAS ist der springende Punkt!

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Jaqueline
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Beitragvon Jaqueline » 31.07.2017, 15:37

Hallo chrissibaer,

ja, weil das Kino dann nicht haftet.
Denen geht es doch nur darum.

Ich denke, es ist so:

Wenn dein Sohn zahlt, bist DU für den Eintritt verantwortlich.
Wenn er die Begleitperson ist, hat das KINO es erlaubt.
LG Jaqueline
Spastische Tetraparese, Kyphose
Mann: Epilepsie (VNS seit 2008)
Tochter: * 01/2015 und Tochter ET 2020

Für immer im Herzen.

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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 15:47

Wieso sollte der Betreiber nicht in der Haftung sein, wenn 2 Kinder Tickets haben?

Selbstverständlich haftet im Fall der Fälle der Betreiber, wenn ihm Unzulänglichkeiten beim Katastrophenmanagement nachgewiesen werden.

Biancamit2
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Beitragvon Biancamit2 » 31.07.2017, 16:09

Er wollte den Film auch gar nicht sehen, nur seinem Bruder helfen.
Im Eingangspost hattest du geschrieben, beide Jungs hätten sich so sehr auf den Film gefreut.
Fakt ist einfach folgender: Du hättest gerne einen Vorteil statt eines Nachteilsausgleiches gehabt, und das Kino wollte den Vorteil nicht gewähren.
Und das hat dich sauer gemacht, aber dafür kann das Kino nix.
Und ich glaube nicht dass es an der Haftung liegt. Die haben zwei Kinder gesehen die miteinander ins Kino wollten und nicht eingesehen einen der beiden kostenlos reinzulassen. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so.
Du hast selbst geschrieben, der Kleine hätte dem großen nix helfen müssen was ein 10 jähriger nicht kann, also braucht der große in der Sitution auch keine Begleitung.

Du hättest einfach dem zweiten Sohnemann auch ein Ticket kaufen können und alles wäre gut gewesen (und hättest du unbedingt den Nachteilsausgleich wollen hättest ja selbst als Begleitperson noch mit rein können).

Viele Grüße
Bianca
Bianca mit Sohn (2004, Skoliose, LRS) und Tochter (02.2009 Frühchen 29+0, ICP, PVL, spastische Diparese, und manch anderes) und zwei Sternchen *2003 *2008 fest im Herzen

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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 16:27

Er wollte den Film auch gar nicht sehen, nur seinem Bruder helfen.
Im Eingangspost hattest du geschrieben, beide Jungs hätten sich so sehr auf den Film gefreut.
Nö, hab ich nicht, der eine freute sich auf den Film, der andere darauf, seinem jüngeren Bruder helfen zu können, da er sich dort ganz gut auskennt. Er hätte sich einen anderen Film ausgesucht.

Anjali
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Beitragvon Anjali » 31.07.2017, 19:03

Vielleicht siehst du es in ein paar Tagen, wenn die Wut verraucht ist, schon wieder etwas anders. Es wäre doch schade, wenn dein Großer nicht mehr in das Kino könnte, in dem er vorher offenbar schon öfters (und wahrscheinlich gerne) war.
Wäre dein Kleiner nicht behindert, würde er wahrscheinlich trotzdem noch nicht ganz alleine ins Kino gehen, oder? Insofern "müssten" da eh immer der Bruder oder andere Familienmitglieder mit.
Und der Kleine möchte vielleicht auch mal "ganz normal" mit seinem Bruder ins Kino gehen, ohne irgendeinen "Sonderstatus" (= mit Bruder als Behindertenbegleitung).
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

Nina94
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Beitragvon Nina94 » 31.07.2017, 19:10

sollte der Betreiber nicht in der Haftung sein, wenn 2 Kinder Tickets haben?

Selbstverständlich haftet im Fall der Fälle der Betreiber, wenn ihm Unzulänglichkeiten beim Katastrophenmanagement nachgewiesen werden
In den meisten für solche Gebäude notwendigen Evakuierungskonzepten wird im Falle einer Begleitperson diese zur Hilfe mit herangezogen oder mindestens berücksichtigt, in diesem Fall wäre für den Kinobetreiber die versicherunstechnische Situation eine andere. In dem Moment, wo das 2, Kind auch eine Karte kauft tritt es nicht mehr offiziell als "Begleitperson" auf und die Haftungsbedingungen sind andere

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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 20:41

Vielleicht siehst du es in ein paar Tagen, wenn die Wut verraucht ist, schon wieder etwas anders. Es wäre doch schade, wenn dein Großer nicht mehr in das Kino könnte, in dem er vorher offenbar schon öfters (und wahrscheinlich gerne) war.
Denke ich eher nicht, bin da sehr konsequent. Für die nächsten 7 1/2 Jahre geht er nicht mehr hin, gibt noch andere Kinos. Mit 18 kann er selbst entscheiden, was wahrscheinlich von meinem Portmonee abhängt.


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