Alter Begleitperson in einem Cinestar-Kino

Mit einem besonderen Kind in den Urlaub zu fahren ist gar nicht so einfach - schließlich müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Welcher Urlaubsort ist besonders behindertenfreundlich?
Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Eure Infos sind für so manche Familie mit einem besonderen Kind sicherlich Gold wert!

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Nina94
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Beitragvon Nina94 » 31.07.2017, 07:32

Hallo,

auch ich war schon in ähnlichen Situationen, klar ist man da erstmal sauer, aber wenn man sich die Gründe für die Altersbeschränkung erklären lässt finde ich es doch verständlich.
Im Schwimmbad bei uns ist die Beschränkung auch auf 18 Jahre festgelegt, da dort immer die Gefahr ist, dass dem Menschen etwas im Wasser passiert und die Begleitperson dort eine sehr große Verantwortung hat, welche man einer minderjährigen Person nicht geben möchte.
Auch bei anderen Veranstaltungen oder Orten hat das Alter meist einen Sinn. Wenn man sich jetzt mal den schlimmsten Fall ausdenkt, Evakuierung des Kinos vllt auch noch ein Feuer wäre die Sicherheit beider Kinder dann noch gegeben oder wären sie über das normale Maß hinaus auf Hilfe angewiesen? Dieses Beispiel bekommt man bei mir in der Region oft, da es diesen Fall hier schon gab und sich dann niemand verantwortlich gefühlt hat

LG

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chrissibaer
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Beitragvon chrissibaer » 31.07.2017, 08:28

Er hätte rein gedurft, wenn er bezahlt hätte. Ob den Kindern das dann bei einem Feuer geholfen hätte? Da muss man grundsätzlich fordern, dass immer ein Erwachsener dabei ist.

Und dass eine Erwachsene Begleitperson nun einen ertrinkenden Behinderten retten kann, wage ich zu bezweifeln. Soll ja auch schwergewichtige geben, dafür sind die Bademeister zuständig.

Ins Freibad würde ich die 2 nun ganz bestimmt nicht allein gehen lassen.

Anjali
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Beitragvon Anjali » 31.07.2017, 08:48

Ich kann nachvollziehen, dass du sauer darüber bist, dass die Jungs unverrichteter Dinge das Kino verlassen mussten. Die Jungs waren sicher sehr enttäuscht.
Was ich aber nicht nachvollziehen kann, dass deine Kinder nun nie mehr in Cinestar-Kinos gehen "dürfen".
Letztendlich ist der große Bruder auch Kind und nicht "nur" Begleitperson seines behinderten Bruders.
Vielleicht möchte er auch einmal mit Freunden ins Cinestar?
Viele Grüße
Anja

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Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 31.07.2017, 09:18

Hallo,
ich kann deine Erwartungen nicht nachvollziehen.
Ein 10jähriges Kind ist in der Regel noch genug damit beschäftigt auf sich selbst aufzupassen. Gerade in einem Kino ist die größte Gefahr, dass ein Feuer ausbricht - ein Kind hat in so einem Fall mit sich selbst genug zu tun und kann sich nicht noch um ein Geschwisterkind kümmern. Damit ist man in dem Alter überfordert.
Ich verstehe das Kino, dass sie das so nicht zulassen.
Auf die Idee, dass sie Begleitperson sein könnte, wäre ich bei meiner - extrem vernünftigen und reifen - 16jährigen Tochter bis vor ca. 2 Jahren nicht gekommen.
Es hat schon einen Grund, warum offizielle Stellen Babysitter (bzw. in dem Fall "Kinder"sitter) nicht unter 14 Jahren vermitteln!
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Jaqueline
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Beitragvon Jaqueline » 31.07.2017, 09:43

Hallo chrissibaer,

ich glaube, es geht dem Kino rein um die Haftung.
Kaufen beide ein Ticket, trägt das Kino keine Verantwortung.
Lassen sie ihn als offizielle Begleitperson rein, dann schon.

Wenn was ist, könntest du die Kinobetreiber anzeigen.
Im Falle der getrennten Tickets eben nicht.

Das mag für einen persönlich vielleicht wenig Sinn ergeben, ist rechtlich aber so.
Falsch gelaufen, ist natürlich, dass man euch nicht gleich gesagt hat, dass es nicht geht.
LG Jaqueline
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Beitragvon Chantal-Marie » 31.07.2017, 11:27

Es braucht doch gar kein Feuer ausbrechen oder irgend andere Katastrophen eintreten. Fakt ist dass ein 10-jähriges Kind einfach nicht geeignet ist als Aufsichtsperson zu fungieren.

Unser Nachbarjunge ist 10 Jahre alt und ich käme nie auf den Gedanken ihn mit unserer Tochter allein ins Kino zu schicken. Dabei ist unser Mädel mit ihren 21 Jahren vernünftiger als so mancher "normale" Teenager. Ich hätte keine Sekunde Ruhe wenn die allein unterwegs wären. Dabei bin ich alles andere als eine Gluckenmutter, ich hab immer sehr viel Wert darauf gelegt dass die Kinder selbständig werden, positive wie negative Erfahrungen machen durften und dann auch mit den Konsequenzen leben. Das gestehe ich auch unserer behinderten Tochter zu, natürlich in ihren Grenzen.

Ich kann nicht nachvollziehen wieso man sich das nicht denken kann dass ein minderjähriges nicht Strafmündiges Kind keine Betreuungsperson sein darf. Das geht in meinen Kopf nicht rein. Sorry!
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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Beitragvon Ullaskids » 31.07.2017, 13:27

@Chantal-Marie,
ich meinte auch nur, dass das mit dem Feuer die größte Gefahr aus Sicht des Kinobetreibers ist. Alle möglichen kleineren, viel häufigeren Gefahren oder "Unwägbarkeiten" natürlich inklusive :)
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Beitragvon Sanne in München » 31.07.2017, 14:10

Ich denke, die Begleitperson muss vor allem in der Lage sein, die begleitete Person zu unterstützen, dies ist bei einem RolliKind sicher anders als bei einem gehörlosen Kind. Da ich nicht weiß, wie der Hilfebedarf im Fall der AP ausgesehen hätte, ist das so schwer zu beurteilen. CineStar hatte diesen Sonderfall bisher vielleicht noch nie und wird jetzt u. U. gar keine Ermäßigung mehr anbieten. :!: Ich hätte da vollsten Verständnis für, denn private Unternehmen müssen gar keine Ermäßigungen gewähren - sollte man immer im Hinterkopf behalten. Macht das Leben entspannter, davon abgesehen, ob es eine gute Idee war, die Kids offensichtlich ohne Handy und Bargeld loszuschicken....... :shock:
Viele Grüsse

Sanne

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und Klein-Sohn (2005) GM-Epilepsie - nicht mehr ketogen

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Beitragvon Biancamit2 » 31.07.2017, 14:15

Ich versteh überhaupt nicht, wie man verlangen kann, dass bei zwei Jungs, die zusammen Spaß haben wollen, einer das ganze umsonst bekommen soll. Und was ich noch weniger verstehe: Wieso war dann der Sonntag versaut? Dann Kauf ich meinem zweiten Kind halt auch ein Ticket und gut ist. Ich versteh nicht warum manche immer und überall nur haben wollen... Es entsteht euch doch, wenn ihr ins Kino geht, kein behinderungsbedingter Nachteil. Wieso solltet ihr dann einen Vorteil denen gegenüber haben, die auch 2 Kinder ins Kino schicken?
Grüße Bianca
Bianca mit Sohn (2004, Skoliose, LRS) und Tochter (02.2009 Frühchen 29+0, ICP, PVL, spastische Diparese, und manch anderes) und zwei Sternchen *2003 *2008 fest im Herzen

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Beitragvon Jaqueline » 31.07.2017, 14:49

Hallo,

so wie ich es verstanden habe, wurde vorher angefragt, ob die Konstellation mit der Begleitperson so möglich (seitens des Kinos) ist und dies wurde zugesichert. Dann ging es doch nicht und daher rührt der Ärger. Ich verstehe, dass das Kino das so nicht macht mit dem Einlass aber ich verstehe nicht, warum es dann diese Auskunft gab. In DEM Punkt kann ich den Ärger nachvollziehen. Wenn ich mich vorher informiere und es läuft dann doch anders, ärgere ich mich auch.
LG Jaqueline
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