Wachstumsbedingte Neuversorgung Pflegebett

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Britta70
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Wachstumsbedingte Neuversorgung Pflegebett

Beitragvon Britta70 » 28.07.2017, 20:04

Hallo,

Amelie wächst und wächst... und braucht ein größeres Pflegebett - sie hat eins mit 170 cm Länge und wir möchten nun für sie eins mit 200 cm Länge. Das "alte" Bett ist 10 Jahre alt.

Nun sagt die PKV "Eine wachstumsbedingte Neuversorgung ist nicht erstattungsfähig." Sie sagt, wir hätten gleich ein großes Bett nehmen sollen -damals war Amelie 2 Jahre alt und wir hatten für das größere Bett keinen Platz.

Wer kennt sich aus oder hat ein zweites Pflegebett genehmigt bekommen?
Die Beihilfe zahlt nur, wenn die PKV zahlt.

LG
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

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Beitragvon Britta70 » 29.07.2017, 11:32

Hallo,

ich weiß, das war wieder eine spezielle rechtliche Frage - gibt es denn niemanden hier, der für sein Kleinkind ein kleines Kinderpflegebett und später ein großes genehmigt bekommen hat?

Wenn das nicht möglich wäre, dürfte es doch gar keine kleinen Kinderpflegebetten geben?! Sonst stehen doch alle Familien, deren Kinder weiterhin pflegebedürftig sind und das Erwachsenenalter erreichen vor demselben Problem.

LG
Britta
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Katja_S
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Beitragvon Katja_S » 29.07.2017, 11:41

Hallo Britta,
Pflegebetten stehen doch als Hilfsmittel in der Beihilfeverordnung (ich nehme mal an, bei euch ist das LBV B.-W. zuständig)? Zählen Kinderpflegebetten nicht als "Pflegebett"?
Wieso zahlt dann die Beihilfe dann nicht? Der BE Tarif würde bei einem Pflegehilfsmittel wohl nicht greifen...
Eigene Erfahrung habe ich allerdings nicht, da E. noch nie ein Pflegebett hatte.
Ich drücke die Daumen, dass es mit dem neuen Pflegebett noch klappt!
Gruß
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung

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Beitragvon Annileinchen » 29.07.2017, 11:58

Irgendwie ist das ziemlicher Müll, wenn die Beihilfe ihre Leistung von der PKV abhängig machen will. Du stellst einen Antrag und sie sollen gefälligst entscheiden, ob sie übernehmen.

Mit einem Beihilfeergänzungstarif müsste dann doch auch die PKV leisten?

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Beitragvon Katja_S » 29.07.2017, 12:30

Hallo,
Mit einem Beihilfeergänzungstarif müsste dann doch auch die PKV leisten?
Der BE-Tarif gilt nur bei Hilfsmitteln, die über die Krankenversicherung laufen (also z.B. Aktiv-Rollstuhl, Rollatoren usw.). Ein Pflegebett zählt, glaube ich, zu den Hilfsmitteln der Pflegeversicherung und da gibt der BE-Tarif nicht. Bin mir aber nicht 100% sicher..
Gruß
Katja
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Beitragvon Annileinchen » 29.07.2017, 12:35

Hallo,
Mit einem Beihilfeergänzungstarif müsste dann doch auch die PKV leisten?
Der BE-Tarif gilt nur bei Hilfsmitteln, die über die Krankenversicherung laufen (also z.B. Aktiv-Rollstuhl, Rollatoren usw.). Ein Pflegebett zählt, glaube ich, zu den Hilfsmitteln der Pflegeversicherung und da gibt der BE-Tarif nicht. Bin mir aber nicht 100% sicher..
Gruß
Katja
Das könnte leider gut sein. Schade. Trotzdem muss erstmal die Beihilfe entscheiden. Ggf. mit Untätigkeitsklage drohen.

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Beitragvon Ellert » 29.07.2017, 12:53

HUHU

leider ist das wirklich so, auch meine Beihilfe lässt sich zur Entscheidung den Bescheid der Kasse vorlegen da sie nicht selbst entscheiden darf und sich an die Entscheidung ranhängt.
Wenn die Debeka sagt "zahlen wir nicht" dann zahlt es auch die Beihilfe nicht
anders ist es bei Sachen die die Krankenkasse betrifft
zB Rollstuhl etc

Was würde denn passieren wenn das Pflegebett kaputt ist ?
Das habe ich nämlich gerade dass der Motor hinüber ist
allerdings leben wir halbwegs gut auch ohne.
Reparaturen werden ja bezahlt
ich würde mal den Beratungsdienst anrufen den die Kassen haben
ob man ggf den Gutachter holen könnte und der dann feststellt dass das Bett nichtmehr geht.
Wobei 1,70 is halt auch schon groß
so groß wird meiner nie werden, der ist ausgewachsen mit ca 1,50 m
DAGMAR mit
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www.mini-ellert.de

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Beitragvon Britta70 » 29.07.2017, 14:04

Hallo,

danke für eure Antworten. Ja, bei der Pflegeversicherung ist es tatsächlich immer so, dass die Beihilfe sich an die Entscheidungen der PKV dranhängt. Das hat auch Vorteile, z. B. nur ein MDK-Besuch (man stelle sich nur vor: zwei Besuche mit unterschiedlichen Pflegegradeinschätzungen...).

Bei dem Pflegebett ist es nun ärgerlich. Wir hatten damals ein 170er-Bett angeschafft und kein "Babybett", damit wir nicht so schnell ein neues brauchen. Uns hatte keiner gesagt, dass es dann kein größeres mehr gibt. Wir waren einfach davon ausgegangen, ähnlich wie bei Rollis, dass es eine wachstumsbedingte Neuversorgung gibt.

LG
Britta
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Beitragvon Britta70 » 29.07.2017, 14:11

Hallo Ellert,

ich habe bei Kayserbetten angerufen und gefragt, ob es eine Frist gibt, nach der die Sicherheit nicht mehr garantiert werden kann (z. B. nach 10 Jahren). Gibt es nicht. Reparaturen würde die Kasse wohl zahlen - dadurch wird das Bett aber nicht größer.

LG
Britta
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Beitragvon Ellert » 29.07.2017, 14:13

MIST -
aber was mir einfällt bei uns
wir hatten auch ein Neues bekommen damals aber weil wir beim ersten mal eine Art umgebautes GitterHochbett umgerüstet bezahlt bekamen das aber keine elektische Verstellung hatte.
Als wir die dann brauchten kam der Gutachter und wir bekamen das dann -
evtl braucht Ihr ja was nun was das jetzige Bett nicht hat ?
DAGMAR mit
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