Abenteuer WG: Autist und Neurotypischer

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Iana
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Abenteuer WG: Autist und Neurotypischer

Beitragvon Iana » 22.07.2017, 20:33

Hallo zusammen,

recht lange habe ich mich hier nicht mehr wirklich gemeldet.

Aktuell steht der Plan, dass ich mit einer Freundin zusammen in eine WG ziehe. Ich wohne aktuell alleine in einer Wohnung aus der ich aus verschiedenen Gründen ausziehen möchte.

Die Freundin weiß um meine Erkrankung und dennoch kann ich mir vorstellen, dass es eine Klippen und Herausforderungen geben wird :lol:
Wir haben schon besprochen, dass es viele Pläne geben soll an denen ich mich orientieren kann. Auch ist es für mich wichtig, dass ich meinen Rückzug habe, sprich wenn die Zimmertür zu ist wird das auch respektiert.

Hat jemand von euch Ideen was man noch beachten sollte? Tipps und Tricks? Oder vielleicht ist jemand schon mal selber bzw mit seinem Kind in so einer Situation gewesen?

Viele Grüße und Danke! :)
Iana
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Asperger Autismus

lisa08
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Beitragvon lisa08 » 22.07.2017, 22:42

Hallo Iana,

Ich habe selbst (Studenten-)WG-Erfahrung (aus Wohnungsnot, ich bin kein WG-Mensch) und kann dir aus Erfahrung berichten, dass man Menschen, wenn man mit diesen zusammen lebt, noch einmal ganz anders kennen lernt als wenn man "nur" befreundet ist. Mir halfen klare Absprachen bzgl. den WG-typischen Reibepunkten (Lautstärke, Hygiene/Sauberkeit/Putzplan, "Badstau" morgens ;)) und auch grundsätzlich zu klären, was man für einen Rhythmus hat. All das kann eine Freundschaft noch enger werden lassen, ich kenne aber auch Fälle, in denen es nicht geklappt hat ... aber ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und Spaß für dein "WG-Abenteuer!" :)

LG,
Lisa
Selbstbetroffen: Faktor VII-Mangel, heterozygote Faktor V-Leiden-Mutation, von-Willebrand-Syndrom (Typ 1), strukturelle Epilepsie, Autismus, SBA 80 GdB

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 23.07.2017, 09:19

Hallo Iana,
ihr solltet auch vorher besprechen, ob ihr bestimmte Zeiten gemeinsam verbringen wollt (wöchentlicher WG-Abend oder so), nicht dass sich da eine viel mehr erwartet als die andere.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

Josephine_M
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Beitragvon Josephine_M » 23.07.2017, 17:21

Hallo Iana,

Pläne und Absprachen sind wichtig, in jeder WG. Signale, wie eine geschlossene Zimmertür wenn man seine Ruhe haben möchte, auch.
Falls es sich so entwickeln sollte, dass dich deine Freundin im Alltag etwas unterstützt wäre es gut, wenn du dir faire Gegenleistungen überlegst. Damit bleibst du auf Augenhöhe.

Liebe Grüße!
verschiedene Menschen mit Behinderung im näheren Umfeld

Iana
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Beitragvon Iana » 27.07.2017, 22:55

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

Eure Anregungen waren auf jeden Fall schon mal hilfreich!
Wir haben uns jetzt schon mal einfach ausgesprochen was man vom anderen so erwartet, auch im Bezug auf gemeinsame Zeit etc.

Unterstützung im Alltag brauche ich denke ich nicht, ich wohne ja jetzt auch alleine ohne Unterstützung. Es geht mehr um Toleranz und Akzeptanz meiner Andersartigkeit und den Schwierigkeiten, die daraus schon mal entstehen können.

Viele Grüße
Iana
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Asperger Autismus

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Beitragvon Iana » 02.11.2017, 22:21

Hallo zusammen,

ich wollte mal berichten wie es sich so entwickelt hat.

Wir wohnen jetzt seit einigen Wochen zusammen. Insgesamt würde ich schon sagen, dass es gut klappt. :)
Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten mich umzugewöhnen mit neuer Umgebung, Umfeld und Wohnsituation. Mittlerweile geht das eigentlich schon ganz gut.
Erst durch einen NT als Mitbewohner merke ich jedoch auch so wirklich wo "ganz normale Dinge" ab und zu haken. Manchmal natürlich frustrierend aber auch lehrreich. Ich brauche ab und zu mal Unterstützung im Sinne von Anstößen oder Hilfen um z.B. aus Overloads wieder rauszukommen.
So Dinge wie Putzen, Bad etc funktionieren eigentlich sehr problemlos. :lol:

Es ist also möglich, eine WG mit Autist und NT :) :)

Viele Grüße
Iana
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Asperger Autismus

Caki
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Beitragvon Caki » 15.07.2018, 20:02

Hallo Iana,

ich habe das gerade gefunden. Wohnst du noch in der Wg? Wie klappt Ees? Hast du rückblickend Tipos für mich?

Ich ziehe auch bald in eine Wg. Aber mit Autistin und Betreuung.
Sebehindert/blind und Frühkindliche Autistin Hfa

Iana
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Beitragvon Iana » 18.07.2018, 21:50

Hallo Caki,

ja, ich wohne noch in der WG. Es klappt wechselnd würde ich sagen. Ich bereue es aber nicht.

Wenn du möchtest kannst Du mir gerne eine PN schreiben, dann berichte ich dir auch gerne etwas genauer.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg in deiner WG!

Viele Grüße
Iana
Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
Asperger Autismus

Caki
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Beitragvon Caki » 22.07.2018, 15:45

Hallo Iana,

Hast ne pn.
Sebehindert/blind und Frühkindliche Autistin Hfa


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