Stuhl- und Harninkontinenz

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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lisuhu
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Stuhl- und Harninkontinenz

Beitrag von lisuhu »

Hallo zusammen,
Ich weiß nicht, ob hier die richtige Rubrik ist, es geht wieder mal um meine Tochter.
Lena, 6 Jahre, hat noch immer nicht gelernt aus eigenem Antrieb auf Toilette zu gehen. Wenn ich sie nicht daran erinnere, geht sie nur sehr, sehr selten auf Klo. 1-8 Mal in der Woche hat sie die Hose voll, Harn oder Stuhl. Und wenn ich sie an die Toilette erinnere wird sie bockig, sagt nein, sie muss nicht - 5 Minuten später ist eine große Pipipfütze im Kinderzimmer.
Da wir schon so viele andere Probleme mit ihr haben, möchte ich nicht noch ein Fass aufmachen. Wir versuchen nun seit 1,5 Jahren, seitdem sie 5 ist, Lena an die Toilette zu gewöhnen. Wenn ich es vergleiche mit der Anfangszeit ist es wirklich schon besser geworden, aber ich habe das Gefühl, dass sie es wirklich nicht kann. Ich möchte sie untersuchen lassen, ob organische Probleme bei ihr vorliegen und auch wissen, wie ich weiter damit umgehen soll. Ich glaube, dass sie selber sehr unzufrieden ist, es nicht selber zu spüren. An wen soll ich mich wenden?
Bitte gibt mir einen Rat!

Simone
Simone 1974
Lena 24.12.2010 Genmutation IQSEC2, sprachentwicklungsverzögert, allg. entwicklungsverzögert
Tamara 20.10.2012 links hochgradig schwerhörig, seit 08.2013 mit HG versorgt

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Simone,

wenn sie es selber noch nicht spürt, dann helfen Untersuchungen da auch nicht. Dann kann man höchstens allgemein die Wahrnehmung fördern (Stichwort sensorische Integration; viel Schaukeln Hängematte, Einwickeln, Wasser, Massagen, sowas ...). Und viel Geduld, kein Druck. Und auswärts vielleicht Hochziehwindelhöschen.

Natürlich kannst Du trotzdem abklären lassen, ob andere organische Ursachen vorliegen beim Kinderurologen.

Es gibt eine Menge alter Threads zu dem Thema, grabe mal nach. :wink:

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

mama123
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Beitrag von mama123 »

Hallo,
mein Sohn war aufgrund einer Rückenmarkserkrankung harn- und Stuhlinkontinent. Die Diagnose bekamen wir, als er 6 Jahre alt war. Das hat zwar an der Tatsache nichts geändert, aber auf jeden Fall wussten wir, dass er es wirklich nicht kann und haben mit Toilettentraining u.ä. aufgehört. Das hat das Familienleben doch dann sehr entspannt. Von daher kann eine Ursachenforschung schon ganz nützlich sein, weil man dann vielleicht erfährt, was der Grund für die Inkontinenz ist.

Viele Grüße
Dagmar
Dagmar mit Ehemann M., S. (5/94), B. (09/97, Syringomyelie), M.(01/2000, Absencen-Epilepsie)

Senem
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Beitrag von Senem »

Hallo lisuhu,

ich kann dir die Neuro-Urologie in Herne empfehlen!
Die Ärzte dort leisten sehr gute Arbeit!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

sophied
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Beitrag von sophied »

Hallo,

Sagt sie denn dass sie es nicht spürt?
Dann ist unter anderem ein Neurologe zuständig.
Wenn es um iranische Ursachen des Harntrackts geht, dann wäre ein Urologe zuständig.

Bei mir (neurogene Blasenentleerungsstörrung mit Restharn und v.a. Nierenreflux) arbeitet mein Neurologe mit einem Urologen zusammen.

Wenn ihr natürlich einen Neuro-Urologen in der Nähe habt, wäre das natürlich perfekt.


Auch wenn du deiner Tochter Untersuchungen ersparen willst, mit 6 Jahren wird sie es schon merken, dass es bei ihr nicht ganz normal geht und das frustriert. Sollte dann herauskommen dass man die Ursache behandeln kann, spitze! Wenn aber gesagt wird, sie wird es nie können, kann man wirklich den Druck rausnehmen.
(Ich war irgendwie froh, als meine Ärzte den Druck rausgenommen haben indem sie sagten, ich muss weiterhin Kathetern, ich brauche nicht immer Reatharn messen, probieren wir es vielleicht in einem Jahr, die ganzen Blasen- und Nierenentzündungen sind nicht der Sinn davon. Der Arzt davor meinte wenn ich 3 Tage immer unter 100ml bleibe brauche ich nicht Kathetern und dass kann ich gut lernen - hat nie geklappt, ich war frustriert und gestresst)

Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

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