Meinungen - Kleinkind Sprachentwicklung

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

Moderator: Moderatorengruppe

michie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 311
Registriert: 08.04.2016, 20:24
Wohnort: Niederösterreich

Beitragvon michie » 07.07.2017, 21:32

Hi Sheila,

der kleine Prinz ist auch ein lebhaftes Kind und trotzdem Autist. Er wächst auch zweisprachig auf, allerdings hat er schon mit 9 Monaten zu sprechen begonnen, in beiden Sprachen. Kommunikation macht er allerdings auf seine eigene Art und Weise und ist da doch recht auffällig.

Natürlich kann man nicht alles auf einmal abklären lassen, und das Thema Hören bzw. VED ist jetzt für dich vorrangig. Trotzdem wäre es meiner Meinung nach auch eine Überlegung, in Richtung Autismus zu recherchieren und das ggf. abklären zu lassen (nicht im SPZ, sondern bei einem KJP mit Erfahrung auf dem Gebiet), und sei es nur, um es ausschließen zu können.

LG
michie mit kleinem prinzen (11/2012; ASS) und kleiner fee (02/2015)
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic122077.html

Werbung
 
Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 08.07.2017, 09:06

Lisaneu hat geschrieben:
So Aussagen wie "ein Kind muss mit 2 Jahren soundsoviele Worte sprechen können" halte ich für sehr gefährlich, weil sie einerseits die Eltern unter Druck setzen, aber andererseits kein Zauberspruch dabei ist, mit dem man das Kind dazu bringt, das zu schaffen.

Mir hat in der Hinsicht das Buch "Kinderjahre" von Remo H. Largo sehr geholfen. Da ist auch ein großes Kapitel (über 50 Seiten) zum Thema "Sprachentwicklung" drin. Dort ist alles wissenschaftlich einwandfrei aufgearbeitet, verständlich erklärt und stressfrei rübergebracht.


Korrektur: es war das Buch "Babyjahre" von Remo H. Largo ("Kinderjahre" ist auch sehr gut, aber das Thema Sprachentwicklung ist in "Babyjahre" mMn besser beschrieben)
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 792
Registriert: 02.03.2017, 11:22

Beitragvon Sheila0505 » 10.07.2017, 22:33

Ich danke euch allen für eure Antworten und dem vielen Input :)

(und: danke Ursula für den Link)

Ich hätte da noch eine letzte Frage: Kann mir jemand Bücher mit sprachbegleitenden Gebärden empfehlen? Die logopädin meinte, es gäbe da ganz tolle Liederbücher und Praxisbücher. Leider ging das dann im Gespräch unter und ich habe mir keine Buchtips aufschreiben lassen.

Liebe Grüße Sheila

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13690
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 11.07.2017, 01:14

Hallo Sheila,

da würde ich an Deiner Stelle nochmal bei der Logo nachfragen, die kennt Dein Kind und dann ist der Tipp maßgeschneidert.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 11.07.2017, 10:04

Sheila0505 hat geschrieben:Ich danke euch allen für eure Antworten und dem vielen Input :)

(und: danke Ursula für den Link)

Ich hätte da noch eine letzte Frage: Kann mir jemand Bücher mit sprachbegleitenden Gebärden empfehlen? Die logopädin meinte, es gäbe da ganz tolle Liederbücher und Praxisbücher. Leider ging das dann im Gespräch unter und ich habe mir keine Buchtips aufschreiben lassen.

Liebe Grüße Sheila


Ein gutes Gebärdenbuch ist "Tommys Gebärdenwelt", aber das ist kein LBG sondern DGS. Lieder lernt man am besten in Kinder-Gebärdensprachkursen. Da hast du die Wahl zwischen Baby-Signs (von der amerikanischen Gebärdensprache "abgekupfert") oder DGS.

LBG ist eigentlich ein künstliches Konstrukt aus Gebärden der DGS und der Grammatik der deutschen Lautsprache. Da kann man fast gar keine Lieder gebärden weil das mit den vielen Füllwörtern zu kompliziert wird. Vielleicht kann dir die Logopädin auch sagen was sie genau mit "sprachbegleitenden Gebärden" meint.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13690
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 11.07.2017, 11:31

... vielleicht meint sie GuK (Gebärdenunterstützte Kommunikation), aber frag lieber nach. Dann kann übrigens über Verordnung auch die Krankenkasse zur Kasse gebeten werden für etwaige dazugehörige Käufe ...


Übrigens hat mein Sohn zwar keine verbale Dyspraxie, aber eine motorische, d.h, zum Beispiel, er tut sich sehr schwer mit dem Abschauen, Nachahmen und sich Vergegenwärtigen von Handlungen. Das gibt es durchaus auch in Kombi mit VED. In so einem Fall sind Gebärden natürlich keine sinnvolle Alternative, da wäre dann an Talker und Bildkarten usw zu denken. Wenn Dein Sohn sich also nicht für Gebärden interessiert, müsstest Du in die Richtung weiter machen. (sowieso ist UK, wie schon geraten, ja auf verschiedenen Wegen segensreich wenn die Verbalsprache noch nicht da ist).
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 11.07.2017, 17:46

Engrid hat geschrieben:Wenn Dein Sohn sich also nicht für Gebärden interessiert, müsstest Du in die Richtung weiter machen. (sowieso ist UK, wie schon geraten, ja auf verschiedenen Wegen segensreich wenn die Verbalsprache noch nicht da ist).


Na, wenn ich vom "Interesse" ausgegangen wäre, als mein Sohn 3 Jahre alt war, hätten wir nie Gebärdensprache gelernt. Da kann man genauso gut sagen "wenn sich das Kind für (Laut)Sprache nicht interessiert macht es eh keinen Sinn, mit ihm zu sprechen".

Es sind alles einfach verschiedene MÖGLICHKEITEN (DGS, LBG, GUK, Talker, andere Möglichkeiten der UK,...). Welche langfristig die passendste ist kann man nicht immer vom momentanen Interesse oder Deinteresse des Kindes ableiten. Genauso wenig kann man in dem Alter sagen ob nicht doch noch eine normale Lautsprachentwicklung bevorsteht.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13690
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 11.07.2017, 18:37

Hallo,

okay, ich hab mich unklar ausgedrückt. Nochmal, klarer: Wenn hinter dem nachhaltigen Desinteresse an Gebärden eine motorische Dyspraxie stecken könnte, dann muss man genau gucken und andere Wege der UK prüfen.

Übrigens ist ein guter Ansatz, Kommunikation zu modeln, das heißt, nicht in einer künstlichen Situation dem Kind etwas vorzuführen ("Schau mal ..." oder "mach mal ..."), sondern einfach ganz "normal" zu sprechen, nur halt mit Gebärden, oder Talker, oder was auch immer. Und wie beim Entwickeln von Lautsprache braucht es da manchmal hunderte, tausende Wiederholungen - so wie man ja mit einem Baby auch unermüdlich spricht, obwohl da lange lange Zeit nix "Vernünftiges" zurückkommt.
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 792
Registriert: 02.03.2017, 11:22

Beitragvon Sheila0505 » 11.07.2017, 21:11

Hi Danke erstmal. Ich muss aber zugeben das mir diese ganzen Kürzel inhaltlich nicht wirklich was sagen. Also was die Logo meinte war, das man mit bestimmten Gebärden/Gesten/Bewegungen das Gesagte begleitet. Sie gab mir ein paar Beispiele bei Themengebiete die ihn interessieren oder bzgl Vorlieben die er hat.
Autofahren => symbolisch das Lenkrad halten und lenken
Banane => Banane halten und mit der anderen Hand schälen
Musik => schwingen mit den Armen in 2 Bögen - ähnlich wie beim Dirigieren
usw. Wenn ich also mit ihm spreche, z.B. "das ist ein Auto" oder "Magst du eine Banane?", dann soll ich das pantomimisch begleiten.

Da ich nur wenige Gebärden von ihr gezeigt bekommen habe, sollte ich ihr ein paar Themengebiete nennen für die er sich interessiert. Sie wollte mir dann entsprechende Gebärden raussuchen und über die SPZ-Heilpädagogin (Termin steht noch an) später zukommen lassen.

Wenn sich seine Sprache nicht verbessern sollte, sein Wortschatz nicht größer wird dann könnte ich Ende des Jahres an einem mehrwöchigem Kurs bzgl Gebärden (genaue Bezeichnung weiß ich nicht mehr)im SPZ teilnehmen.
Aber bisher nutzen wir nur diese 3 von oben und er schaut nie hin, interessiert sich nicht dafür. Wenn ich ihn motiviere mich anzusehen klappt das auch nur für einen winzigen Moment.
Aber Lieder klappen sehr gut. Da ich in der Kita arbeite kenne ich viele Lieder mit gebärdenähnlicher Begleitung (hoffe ich darf es gebärdenähnlich nennen) und da hat er sich ein paar rausgesucht die er liebt und die Bewegungen von sich aus mitmacht. Sein absolutes Lieblingslied ist: "Die Räder von dem Bus" => da klappt es also hervorragend. Daher dachte ich, ich könnte da anknüpfen und mit guten Praxisbüchern (mit korrekten Gebärden und angeleiteter Umsetzung) anknüpfen.

Die Logopädin werde ich wohl erst in einigen, vielen Wochen Wiedersehen - insofern sich nichts tut. Aber E-Mail werde ich schreiben.
Hörtest ist Ende des Monats. Habe nun aber (nach euren Antworten) sicherheitshalber einen Termin bei unserer Kinderärztin ausgemacht um mit ihr über eine logopädische Zweitmeinung zu sprechen die sich z.B. mit Sprechdyspraxie auskennt.

Aber bis zum 2. Geburtstag hatte ich immer ein gutes Bauchgefühl obwohl er nie wirklich mit Lallmonologen experimentierte (er lallte immer nur die selben paar Silben, bis heute kann ich sie an einer Hand abzählen). Aber umso mehr Zeit vergeht und er älter wird, sich nichts oder kaum was tut, er bemüht ist und die Wörter nicht rausbekommt (nicht in Babysprache) und er sich dann abwendet (er merkt es glaube ich) mache ich mir zunehmend Gedanken. Ich glaube es wäre wirklich das Beste ich lasse nochmal von anderer Stelle draufschauen. So mache ich mir nur Sorgen und frage mich die ganze Zeit ob ich das tun soll oder nicht, ob er nur Zeit braucht oder nicht.
Bestenfalls gibt sich das von selbst und er braucht einfach Zeit, wenn aber nicht, dann werde ich froh sein das ich am Ball geblieben bin.

Liebe Grüße
PS: Danke für den Buchtip. Ich werde zusätzlich noch eine E-Mail schreiben und sie explizit nach Lektüre fragen :)

Werbung
 
Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1876
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 13.07.2017, 08:56

Sheila0505 hat geschrieben:Hi Danke erstmal. Ich muss aber zugeben das mir diese ganzen Kürzel inhaltlich nicht wirklich was sagen. Also was die Logo meinte war, das man mit bestimmten Gebärden/Gesten/Bewegungen das Gesagte begleitet. Sie gab mir ein paar Beispiele bei Themengebiete die ihn interessieren oder bzgl Vorlieben die er hat.
Autofahren => symbolisch das Lenkrad halten und lenken
Banane => Banane halten und mit der anderen Hand schälen
Musik => schwingen mit den Armen in 2 Bögen - ähnlich wie beim Dirigieren
usw. Wenn ich also mit ihm spreche, z.B. "das ist ein Auto" oder "Magst du eine Banane?", dann soll ich das pantomimisch begleiten.

Da ich nur wenige Gebärden von ihr gezeigt bekommen habe, sollte ich ihr ein paar Themengebiete nennen für die er sich interessiert. Sie wollte mir dann entsprechende Gebärden raussuchen und über die SPZ-Heilpädagogin (Termin steht noch an) später zukommen lassen.


Sorry, mit der Zeit werde ich wohl betriebsblind :oops:. Ich versuche mal die Unterschiede zu erklären, denn aus dem, was du da schreibst, werde ich immer noch nicht ganz schlau was die Logopädin meint.

Hier ist ein Link, der die Kürzel mal grob erklärt:
http://www.down-syndrom.at/themen/forde ... erung.html

Gesten oder Pantomime ist noch mal was anderes. Viele echte Gebärden, vor allem von Zeitwörtern, sind eigentlich abgewandelte Gesten. Ich kann dich bitten, die Gesten zu folgenden Wörtern instinktiv darzustellen:

essen, trinken, schlafen, schneiden, schreiben, gehen, laufen, schwimmen, kommen, (zu)sperrren,...

Du wirst beim Großteil, wenn nicht bei allen Wörtern, instinktiv die korrekte Gebärde zeigen. So gesehen "kannst" du schon viel mehr, als nur 3 Gebärden :wink: .

Genauso ist es bei vielen Hauptwörtern. Umstandswörtern und Fürwörtern:

Ball, Auto, Elefant, Haus, Schüssel, hinauf, hinunter, stopp, ich, du, ...

Zusätzlich spielt noch die Mimik eine Rolle. "DU-SCHWIMMEN" kann - je nach Mimik - in Gebärdensprache eine Frage (Willst du schwimmen?") oder eine Aufforderung ("Geh jetzt schwimmen!") sein.

Gerade bei Kindern mit normalen Hörvermögen entscheiden sich Eltern oft gegen Gebärdensprache, weil "das Kind versteht ja eh alles". Ja, das stimmt (vermutlich), aber das Kind kann selbst nur sehr rudimentär (also mit am-Fingern-hinziehen, zeigen, Gesten) seine EIGENEN Bedürfnisse kundtun. Genau DAS ist aber schon für kleine Kinder wichtig! Wenn die Mama sagt "Wir fahren heute die Oma besuchen" kann ein nonverbales Kind zwar vor Freude hüpfen, nicken oder sonst zeigen, dass es einverstanden ist. Es kann auch umgekehrt den Kopf schütteln, weinen oder weglaufen, wenn ihm der Vorschlag nicht gefällt. Aber es kann NICHT sagen "Eigentlich würde ich heute lieber ins Bad gehen".

Bei UK (unterstützter Kommunikation) kann man auch mit Bildkarten viel ausdrücken. Das gibt´s auch auf dem I-pad, wo sogenannte "Talker-Programme" sogar für ein nonverbales Kind sprechen. Kleinere Kinder suchen sich aus Symbolen heraus, was sie ausdrücken wollen. Größere Kinder, die schon schreiben können, lassen dass das Geschriebene vom Gerät vorsprechen. Man kann auch eigenes Material hochladen (Fotos, eigene Symbole) und die Programme ergänzen. Nachteil ist halt, dass man immer entweder ein Gerät oder die Bildkarten dabei haben muss.

Dagegen funktioniert Gebärdensprache auch, wenn das Kind im Schimmbecken ist oder auf dem Klettergerüst rumturnt. Und selbst wenn mal Gebärden "fehlen" sind Kinder einfallsreich. Ich habe z.B. immer auf Ausflügen eine Wasserflasche mit und die Kinder kommen zu mir, wenn sie Durst haben. Neulich durfte sich jedes Kind in einem kleinen Geschäft was aussuchen. Mein älterer Sohn suchte was zu naschen aus, mein jüngerer (gehörlos, autistisch) eine Packung Trinkkakao. Nach ein paar Schlucken gab er mir die Packung zum mitnehmen im Rücksack . Viel später, auf der Heimfahrt im Bus, verlangte er was zu trinken. Wie gewohnt gab ich ihm die Wasserflasche, aber er gab sie mir zurück mit den Gebärden "NEIN - BRAUN - TRINKEN". So wußte ich, dass er statt des Wassers den Kakao will, obwohl er die Gebärde dafür nicht kannte (ich übrigens auch nicht :P ).

Bei meinem Sohn war es übrigens so, dass er sehr, sehr lange gebraucht hat, um Gebärden anzunehmen. Passiv hat er vemutlich schon mit 2 Jahren den Großteil verstanden, das habe ich aber lange nicht gewusst. Ich weiß auch nicht, ob ich mit Gebärdensprache so "dran geblieben" wäre, wenn er normal hören würde. So wusste ich, dass es einfach nicht viele andere Möglichkeiten gibt. Und jetzt ist Sohnemann zwar sprachlich (in Gebärdensprache) immer noch "hintennach", kann aber zumindest großteils ausdrücken, was er will. Und ich kann ihm auch kompliziertere Dinge verständlich machen, z.B. "Du gehst jetzt 2 Wochen nicht in den Kindergarten weil du eine ansteckende Augenentzündung hast".

Fotos und Bildkarten haben wir instinktiv von Anfang an benutzt, noch bevor ich je von UK gehört hatte. Das ist einfach und wirksam und man kann damit nichts falsch machen.

Ansonsten wirst du sicher "euren" Weg zur (besseren) Kommunikation finden. Alles Gute!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS

Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist

Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


Zurück zu „Sprache und Kommunikation“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste