Wie habt ihr die richtige Arbeit für eure Kinder gefunden?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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anna h.
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Beitragvon anna h. » 10.05.2018, 13:30

Hallo,
Mit dem Integrationsfachdienst haben wir gute Erfahrungen gemacht...dürfte in Hamburg (weit größer als unsere Stadt in NRW) bestimmt auch so sein. Frag mal nach...dort hat man auch teilweise ganz andere Förderprogramme als die BA.

Bei uns (ebenfalls NRW) klang das mit dem IFD ebenfalls super am Anfang. Aber nach der erfolgten Potential-Analyse erklärten die uns dann, dass sie leider nicht mehr für meinen Sohn zuständig seien. Denn die Pot.-Analyse hätte ergeben, dass er für den 1.Arbeitsmarkt nicht geeignet wäre u damit wären sie raus aus dem Ganzen! Toll, oder? Und die Reha-beratung von der Agentur für Arbeit hat schlicht gar nix als die Werkstatt auf dem Schirm. Ja, Inklusion endet nach der Schule eindeutig, jedenfalls für geisitg behinderte Menschen.
Lieben Gruß
Anna H.

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Petra62
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Beitragvon Petra62 » 10.05.2018, 16:22

Mein Sohn 8 jetzt 19 ) Asperger und ADS, ist seit fast zwei Jahren in einem BBW mit Internat. Im ersten BBW wurde er soweit es geht auf den Beruf vorbereitet. Bzw. es wurde geschaut, für was er geeignet ist. Nachdem er etliche BEreiche durchlaufen hatte, wurde er in seinem Wunschberuf abgeprüft. Er bekam eine Ausbildungsempfehlung und usste das BBW wechseln. Dort ist er seit Mitte Februar. Fachlich ist er 100 % geeignet, aber... Bedenken hat man wegen der körperlichen situation und das Schulische klappt wohl nicht. Also es ist auch immer wieder Frust angesagt. Bis Ende Juli geht das BvB Jahr. dann sieht man weiter. Auch hier wollte man den Berufswunsch nicht unterstützen, wenn wir Eltern nicht dagegen gegangen währen.... Schöne Inklusion.
Viele Grüße
Petra
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Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
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Annette17
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Beitragvon Annette17 » 12.05.2018, 07:01

Inklusion - was ist das?

Sohn (24, Autist) hat eine abgebrochene Lehre (nach 1/2 Jahr), dann ein spezielles Fachstudium (Diplom) mit Coach absolviert. Keine Möglichkeit eine Arbeit (auch fachfremd) auf dem 1. Arbeitsmarkt zu finden.
Hinzu kommt neben seiner ausgeprägten autismusbedingten Einschränkung auch seine gesundheitliche Einschränkung, er ist sicher nicht mehr als 40 % arbeitsfähig. Natürlich will ihn niemand einstellen....

Behörde hat sich vor zwei Jahren bereits herausgezogen, fühlt sich nicht mehr zuständig, da ja die 2-jährige Ausbildung damals über sie finanziert worden ist und man nun nichts weiter machen könne...

Fazit:
Seit Jahren arbeitslos ohne jegliche Unterstützung - das nenne ich gelungene Integrationsarbeit.

LG Annette
Autistin

helena_muc
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Beitragvon helena_muc » 12.05.2018, 07:10

Hallo Ingelein,

hier ein paar Links, die in Hamburg vielleicht nützlich sein können:

https://www.hamburger-arbeitsassistenz.de/start/
https://ichblickdurch.de/
https://www.rehadat-bildung.de/de/einst ... n-hamburg/


Viele Grüße
von
helena
Oldie, but goodie

r.bircher
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Beitragvon r.bircher » 12.05.2018, 08:25

Hallo zusammen

Eine Arbeitsstelle kann ich zwar nicht bieten, vielleicht ist mein Projekt Vefko was für dein Sohn. Wir können zwar aktuell absolut nichts bieten, ausser ein tolles Team und dass jeder sich selbst ins Team einbringen kann.

Falls er sich motivieren kann, soll er sich bei mir melden. Ist alles online machbar.

Gruss Raphael

Anmelden kann er sich auf https://forum.vefko.ch
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100m Sprint in Regensdorf (CH)

Petra62
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Beitragvon Petra62 » 21.06.2018, 17:35

Ich hatte ja so euphorisch vom BBW und der Ausbildungsempfehlung geschrieben. Nach 4 Monaten muss ich sagen, es war alles für die Tonne. Gerade heute hatte ich ein Gespräch mit der Mentorin. T. schafft es nicht, morgens pünktlich zu kommen, er duscht wieder nicht regelmäßig, geht viel zu spät ins Bett usw. Für den geplanten Beruf ist er nicht geeignet, weil er es körperlich nicht schafft. Also, Ausbildung in weiter Ferne. Wie geht es jetzt weiter ? Mich ärgert, er bekommt keine Grundsicherung, da die Erwerbsminderung nur befristet ist. Aber wenn ich das so höre, wie soll so ein Mensch jemals voll erwerbsfähig sein ? mMn hat er schwere soziale Anpassungsstörungen, so das auch der SBA mit mindestens 80 bewertet werden müsste. Aber das ist ein anders Thema. Zurück zur Arbeitssuche, was bleibt uns noch übrig ?
Viele Grüße

Petra

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Petra ( 1962 )

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