Zuschuss wohnumfeldverbessernde Maßnahmen - Gartenzaun

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 14.08.2017, 08:38

Dagmar, ich staune gerade - dein Sohn sitzt im Rollstuhl, aber klettert über Zäune?
Wie macht er das?
Viele Grüße,
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Beitragvon Ellert » 14.08.2017, 08:42

huhu

in dem er sich hochziehen kann - Spass beiseite, der war jünger sehr mobil, kletterte übers Gitterbett und fiel fast drüber,
über den hier zugelassenen 80 cm Zaun käme er locker drüber.

Im Alten Haus gabs keinen Zaun,da ist er davongekrabbelt, brav Hund hinterher, fand ihn im Nachbarsgarten 4 Häuser weiter wieder, Hund lag daneben und schaute treudoof.
Wir haben auch keine Türklinken nur Knäufe - er war Abhaukönig - nun mit 20 hat sich das Ganze gelegt, als wir gebaut haben hier musste sofort der Zaun rum , der wäre weg gewesen.

Der Zaun macht es ja auch nicht aus, wichtig ist auch ein gesichertes Gartentürchen !
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Sia
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Beitragvon Sia » 14.08.2017, 14:42

Ist mit "barrierefrei" nicht gedacht, dass es Rollstuhl/Kinderwagengängig ist? Ein barrierefreier Spielplatz, ein barrierefreier Therapieraum, eine barrierefreie Wohnung/Hotelzimmer, barrierefreier Eingang/Ausgang, barrierefreie Umgebung. Barrierefrei im Sinne von hindernisfrei!

Ein Zaun ist so gesehen doch nicht "barrierefrei". Er stellt ein Hindernis dar! Wenn ich einen Zaun möchte, würde ich das Wort "barrierefrei" sicher nicht wählen, um ihn bewilligt zu bekommen.

Wir haben auch einen Zaun rund um unser Grundstück. Ehrlich gesagt wäre mir nie in den Sinn gekommen, einen Antrag zu machen, damit der Zaun finanziert wird! Soweit sind meine Gedanken gar nie gegangen, dass wir vielleicht ein Anrecht darauf hätten. Wir haben ihn einfach gemacht, weil es vieles vereinfacht!

Wünsche dir trotzdem viel Erfolg beim Widerspruch.
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
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Beitragvon Senem » 14.08.2017, 15:06

Sia hat geschrieben:
Ehrlich gesagt wäre mir nie in den Sinn gekommen, einen Antrag zu machen, damit der Zaun finanziert wird!



Hallo,

geht mir genauso!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 14.08.2017, 15:20

Hallo Sia,
barrierefrei heißt aber auch das Ermöglichen von selbstständiger Benutzung von Dingen, in dem Fall den Garten selbstständig nutzen zu können.
Bei fehlendem Gefahrenbewusstsein (für die Straße hinterm Haus etc.) wird der Garten erst durch Zaun und sicheres Gartentor selbstbestimmt nutzbar.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Beitragvon konik » 14.08.2017, 15:41

Hallo ,

Ich versuche es mal :

Es kommt immer darauf an welche Behinderung man hat .

Es ist barrierefrei für die Behinderte Person .

Wenn es in dem Fall um den Zaun /Türe des Gartens geht , ist das in diesem Fall wegen /zum Eigenschutz/Fremdschutz gedacht . Wäre der Garten nicht gesichert , könnte das Kind nicht raus, dann wäre er eingeschränkt aufgrund seiner Behinderung. Er könnte nicht raus .
Somit ist es eine Bereicherung und ein größerer Lebensradius der dadurch entsteht.
Der Garten wird also barrierefrei.

Sitzt ein Kind sagen wir im Rolli , würde das Kind Hilfe brauchen um in den Garten zu können , es braucht behinderungsbedingt zB eine Rampe .
Wenn es im Garten ist , würde es dort aber spielen können und vermutlich nicht einfach auf die Straße rollen....
Deswegen wär hier die Rampe das Mittel der Wahl .
Umgekehrt aber die Sicherung das dieses Kind nicht raus kann um sich und Andere zu gefährden.

LG

Konik

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Beitragvon Ellert » 14.08.2017, 17:25

kONIK;
auch Kinder im Rolli können abhauen -
wir haben einen barrierefreien Aussenbereich, d.h. man kommt raus und rein ohne Stufen, terasse ist ohne Absätze, ums Haus rum ein Weg zum Fahren udn auch auf die Strasse kommt man barrierefrei - ist extra so gebaut worden damit man das kann ( auch wir mal im Alter , wer weiss wie wir dann zu Fuss sind)

Rolli heisst nicht in der Ecke stehen udn warten dass einer was mit einem macht, oder ?
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Beitragvon Maria_t » 16.08.2017, 16:16

Hallo,

ich wäre von alleine auch nicht darauf gekommen, dass die Pflegekasse so etwas zahlt,
hat mir eine Mitarbeiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums geraten.

Ich empfinde das für meine Kinder tatsächlich als Barriere, da sie nicht verstehen, dass sie nicht weglaufen dürfen, können Sie den Garten nicht und wenn überhaupt nicht selbständig nutzen.

Und wenn die Beiden nicht wären hätten wir ganz bestimmt nicht den bestehenden Zaun gegen einen 1,60 m hohen ausgetauscht.

LG
Mit Barbara (06) frühkindliche Autistin, Angelos (09) Autismusspektrumsstörung

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Beitragvon konik » 17.08.2017, 09:25

Hallo Ellert ,

Das ist schon klar , ich habe hier so Kandidaten.

Mir ging es bei dem Vergleich nur um ein Beispiel , um zu verdeutlichen welche Probleme Eltern haben mit zB einem Autisten. Das der auch im Rolli sitzen kann ist klar und auch Kinder die intellektuell verstehen können abhauen ob im oder ohne Rolli!
Hier ging es ausschließlich darum klar zu machen warum ein Gartenzaun bei einem Kind das unter Umständen sichtbar erst mal nichts hat "barrierefrei" bedeuten kann.
Was du beschrieben hast was bei euch gemacht wurde , ist der klassische Fall für einen Rollifahrer den dann jeder verstehen kann. Ob dieser Rollifahrer intellektuell alles kann oder eben nicht ob er eine Merfachbehinderung hat oder was auch immer ist dann für keinen wichtig.
In meinem Beispiel ging es aber darum zu verdeutlichen wiso jemand wegen" Eigen/Fremdgefahr ein Tor braucht " ohne Rollstuhl.
Der nicht versteht , dem mal Millionenmal erklären kann ohne Erfolg.

Ich hoffte so das dies selbsterklärend ist und sich nicht ein Rollifahrer neg. Angesprochen fühlt!

DENN GENAU DAS WOLLTE ICH NICHT!

KG

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EvaHH
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Beitragvon EvaHH » 17.08.2017, 09:45

Hallo Ihr Lieben,

gut, dass ich auf diesen Beitrag gekommen bin!
wir überlegen gerade auch zu bauen und der Zaun ist dabei eigentlich das Wichtigste!
Gut zu wissen, dass man einen Zuschuss hierfür beantragen kann.
Wahrscheinlich mit Widerspruch, Anwalt usw. Wie alles gerade bei uns. Aber egal!
ich werde es versuchen!
Danke Euch.
LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)


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