Ö: Widerspruch Pflegegeld

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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sophied
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Beitragvon sophied » 22.09.2017, 22:35

Hallo Bastelia,

Für mich sind es auch zwei unterschiedliche Funktionseinschränkungen.
Fallen ja im iCD-10 Katalog ja auch in unterschiedliche Spalten. (Da will sich wer mit einem tollen Syndrom wieder was sparen) Echt schlimm wenn man weiß man muss immer alles Nachkontrollieren.

Und wenn was mit den Brüchen an Diagnose rauskommt hast du Schädigung 3. Keine konkrete Diagnose, dann lass dir die Symptomatik bitte detailliert vom Arzt aufschreiben. Denn es ist ja schlussendlich eine Störung die in den Stütz- und Bewegungsapperat fällt. Die Frage nur, ob unter Schmerzen, Funktionseinschränkung (wie Lähmung) oder Orthesen (wegen Gips). Hat denn dein Sohn immer wieder die volle Funktionalität zurückgereicht? Denn da echt jedes Gelenk und Extremität einzeln angeben. (Hab einmal Schulter rechts, einmal Schulter links, Hüfte rechts, Sprunggelenk links,... und Finger als eines inkl. Daumen)

Euch auch viel Glück und dass es schnell geht!


Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
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HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 25.09.2017, 21:23

Hallo,

Danke, der Tipp mit den zwei ICD Nummern ist wirklich gut und sinnvoll! :-)
Ich denke auch, dass dieser pauschale Stundensatz nicht gegeben wurde, weil dann die Stufe wirklich hoch ausgefallen wäre!
Aber die Situation bei meinem Sohn ist nun mal leider so....

Dir auch viel Glück und ich denke, du kannst dich wirklich schon auf eine hübsche geballte Nachzahlung freuen!

Nerven braucht man bei diesen Dingen wirklich!! :roll:

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

sophied
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Beitragvon sophied » 14.10.2017, 12:40

Hallo,

Ich glaube die spielen alle mit meiner Geduld!
Gestern kam am Nachmittag ein Anruf von der Anwältin, das Verfahren und das Gutachten werden komplett erneuert werden müssen, die Richterin meinte es sind zu viele Fehler.
also am 15.11. Termin beim Gericht!

Die vom ÖZIV haben gesagt es kann nichts besseres geben für mich, als dass das Gutachten für ungültig und viel zu fehlerhaft eingestuft wird. Es muss halt jetzt wieder alles neu gemacht werden.

Nachzahlen müssen die eh alles, nur wie lange es nun wieder dauert??? Ich bin echt gespannt. Mittlerweile habe ich einen zusätzlichen Ordner mit Stellungnahmen meiner Ärzte über den Gesundheitszustand (auch von den Therapeuten,...). Natürlich auch zusätzlich wegen des Behandlungsfehlers.

Bleibt also spannend.

Liebe Grüße Sophied
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Beitragvon Bastelia » 02.11.2017, 21:07

Hallo Sophie,

Ist vielleicht wirklich am besten, wenn ein komplett neues passendes Gutachten bei dir erstellt wird! Aber natürlich trotzdem nervenaufreibend diese langwierige Sache! Wünsch dir trotzdem noch Geduld und einen langen Atem!

Wegen unserem pauschalem Stundensatz hab ich übrigens eine schriftliche Stellungnahme angefordert - die auch kam und besagt: Da er schon länger keine Anfälle hatte, ist die generalisierte Epilepsie nicht als schwere Funktionsstörung zu werten!
Naja.... - habe danach sofort einen Antrag zur Erhöhung der Pflegestufe eingereicht, da wir jetzt ja leider auch eine Störung des Knochenstoffwechsels auflisten können/müssen! :roll:
Bin ja gespannt, wie dieser Termin wird!

Liebe Grüße
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Beitragvon Bastelia » 11.11.2017, 09:33

Hallo nochmal,

Also dieses Mal ging es ratzfatz bei der Bearbeitung! Nächste Woche haben wir schon Begutachtung - allerdings ist es dieses Mal so, dass die Ärztin zu uns nach Hause kommt! Letztes Mal mussten wir noch nach St. Pölten fahren!
Woran kann das liegen? Glaubt ihr, dass das individuell zum Fall entschieden wird oder eher nach Zeitmöglichkeiten eines Begutachterarztes in der Nähe??
Damals hatte ich ja extra am Telefon nachgefragt und da wurde mir gesagt, die Hausbesuchen finden nicht bzw. nur mehr bei den ganz hohen Pflegestufen statt! :roll:

Dann hätt ich noch eine Frage, da es ja eine Begutachtung zur Erhöhung des Pflegegeldes ist: Ist das üblich, dass der Gutachter das schon erstellte Basis- Gutachten NICHT kennt und ein komplett neues erstellt? Ich dachte mir eher, das wird als Basis genommen und nur geschaut, ob sich der Pflegebedarf tatsächlich erhöht hat!!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden Ärzte unabhängig voneinander zufällig auf die selben Stunden bei den einzelnen Bereichen kommen werden! Theoretisch könnten wir dann ja - trotz zusätzlicher Beeinträchtigung - insgesamt weniger Stunden angerechnet bekommen, oder ????
Bin etwas verwirrt wegen dieser Vorgehensweise...
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Beitragvon sophied » 21.11.2017, 03:57

Hallo,

Ein kleines Update:

Letzte Woche war Gerichtstermin.
Hab jetzt auf Anraten der Anwältin einem Vergleich zugestimmt. Jetzt habe ich rückwirkend seit Okt.2016 Pflegestufe 2 bekommen. Der Rollstuhl war damals ja noch nicht drinnen notwendig und den erkennen sie nicht an.(Besser jedoch als Pflegestufe 1, die Rückzahlung im Dezember ist dann ein tolles Weihnachtsgeschenk)

Den Antrag auf Verschlechterung kann ich gleich stellen, da das eine Jahr ja um sind. Und das machen wir, da es ja seit Jänner wegen dem Behandlungsfehler dazu gekommen ist, dass ich den Rollstuhl immer brauche.
Und im April ist die Blasenentleerungsstörrung und im September die Darmentleerungsstörrung hinzugekommen. Also wäre das dann Diagnosebezogene Mindesteinstufung 4.

Die Richterin war auch sehr nett und meinte, der neue Antrag müsse gleich durchgehen. Da ich ja seit Juni die persönliche Assistenz mit 130 Sunden im Monat habe und eben dieses Jahr massive Verschlechterungen waren.


Achja und auf Anraten der Anwältin werde ich dann beim Gutachten für den Verschlechterungsantrag ja nicht aufstehen!!! Das ist anscheinend für viele Gutachter der Beweis es ist nicht immer ein Rollstuhl nötig, wenn man Aufstehen kann und mit festhalten stehen bleiben.
Meine Ärzte haben das auch in den letzten Befunden schon richtig geschrieben. (das ich nicht gehen kann)



Zur dir Bastelia:
Mir sagte man, bei Rollstuhlfahrern kommt der Gutachter generell heim. Bei mir ist sie auch gekommen.

Und ja, das alte Gutachten kennt der neue Gutachter nicht. Da es rein Theoretisch den Gutachter beeinflussen könnte und es ja auch eine Verbesserung sein könnte. (Ich finde das gut so.) Und weniger Stunden beim gleichen Bereich ist fast nicht möglich, da gibt es fixe Richtsätze, wie: Anziehen 10h, Essen 20h,....


Liebe Grüße
Sophied
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Beitragvon Bastelia » 22.11.2017, 21:51

Hallo Sophie,

Gott sei Dank bist du nun endlich durch mit diesem "Marathon" - Stufe 2 ist rückwirkend ja immer noch wenig (finde ich), aber natürlich als Kompromiss besser als Stufe 1 - da hast du wohl recht! Und beim neuerlichen Gutachten wird es dann wohl hoffentlich keine Probleme geben und alles "glatt" laufen!

Wir hatten schon unser aktuelles Gutachten bez. Erhöhungsantrag : Die Gutachterin hatte zwar keine Befunde (obwohl wir sie natürlich beim Antrag wieder mitgeschickt hatten), aber dafür sehr wohl das erste Gutachten! Für den pauschalen Erschwerniszuschlag sehe sie kein Problem, meinte sie! Alles weitere werden wir dann sehen - bin gespannt!!

Liebe Grüße
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Beitragvon sophied » 10.03.2018, 00:13

Hallo!

Gute neue Nachrichten! Ich glaube es nicht! :lol: :P
Ich habe im Jänner dann einen Antrag auf Verschlechterung gestellt. Da meine Anwältin meinte, dass geht jetzt schon und dann müssen wir nicht wieder Klage gegen den Beschluss vom Gericht machen. :D

Dann kam gestern ein Brief der PVA, ich dachte mir schon, da steht jetzt drinnen, dass alles angekommen ist, und die Begutachtung .... :roll: (Irgendwann) ist und man verstehen muss, dass das alles dauert und bitte auf Rückfragen verzichtet,.... :wink:

Nein der Brief war es Nicht!! :wink:

Es war ein Brief in dem Stand:

Das Pflegegeld wird ab 1. Feb. 2018 neu bemessen.

Aufgrund des festgestellten Pflegebedarfs gebührt ab 1. Feb. 2018 rückwirkend für die weitere Dauer Pflegegeld in Höhe der Stufe 4. :lol:

Nun haben die wirklich ganz ohne Begutachtung Stufe 4 anerkannt! Eigentlich keine neuen Befunde oder sonst etwas. :lol:  8)

Weiter unten stand dann noch:
... die Einschränkung aufgrund des Rollstuhls im täglichen Gebrauch, sowie eine Blasen- und /oder Mastdarmlähmung! (Also haben die ENDLICH gecheckt, dass bei mir einfach die Pflegediagnosebezogene Mindesteinstufung vorliegt!) :D

Mehr wollte ich nicht! Ich finde 4 total gerechtfertigt und das passt so.


Heute kam der nächste Brief der PVA. Sie haben verstanden, dass meine Grundkrankheit derzeit nicht erlaubt dass ich arbeite und Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation derzeit zwecklos sind.  8)
Jetzt bekomme ich ab Mai Invaliditätspension. (Einerseits komisch, dass mit 22 Jahren! Andererseits bringt es keinem was, wenn sie mich ewig im Rehhagels lassen, wenn man weiß, dass sich die Grundkrankheit immer weiter verschlechtern wird und ich derzeit mehr im Krankenhaus, Ärzten und Therapien verbringe!) :roll:
Aber am 8. Mai hab ich noch die Mathe Matura. Deutsch, Englisch und Fachbereich sind schon positiv!
Im Herbst will ich trotzdem nebenbei studieren anfangen. :D
Lustig wird dann, wenn ich mich zwischen Pensionistenausweis, Studentenausweis und Behindertenausweis entscheiden kann! :oops:


Also tolle Woche! Der PVA ist ein Licht aufgegangen! :wink:
Liebe Grüße Sophied
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Beitragvon Lisaneu » 11.03.2018, 08:53

Hallo sophied

Herzlichen Glückwunsch dass es endlich doch geklappt hat mit der korrekten Pfelgestufe! Ich habe ja hier schon länger "still" mitgelesen und absolut nicht kapiert, warum die PVA so offensichtliche Behinderungen nicht bzw. nicht korrekt anerkennt.

Alexander bekommt ja PG3 und das hat ganz problemlos geklappt. War (in Wien) mit ihm bei der PVA (Wartezeit auf den Termin waren fast 4 Monate), dort habe ich seine Befunde vorgelegt und in 10 Minuten war die ganze Begutachtung samt Befragung vorbei. 6 Wochen später kam dann der Bescheid und ich habe ca. Euro 1.600,- rückwirkend ausbezahlt bekommen.

Vor der Warte wundert mich schon, dass es bei Dir so schwierig war. Liegt aber vermutlich - wie bei allem - an der Person, die das Ganze bearbeitet! Schön, dass es bei Dir jetzt doch geklappt hat und alles Gute für die Mathe-Matura :) ! Welche Studienrichtung wird du denn wählen *neugierigichbin :wink: *?
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

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Beitragvon sophied » 13.03.2018, 20:24

Hallo Lisaneu,

Da ich schon Krankenschwester bin und das psychiatrische Zusatzdiplom begonnen habe, probiere ich jetzt mal den Aufnahmetest in Medizin.
Sollte dies nichts werden, wird des Psychotherapie werden.

Geht alles im Rollstuhl und bei der Grunderkrankung.

und ja, es liegt eindeutig am Gutachter!!

Liebe Grüße sophie
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