Ö: Widerspruch Pflegegeld

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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sophied
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Beitragvon sophied » 27.07.2017, 20:41

Liebe Angie,

Ja die Stufen derzeit wirklich streng ein. Ich (Ausbildung zur Krankenschwester) denke es liegt daran dass derzeit extremer Mängel an Pflegepersonal und Mängel an Heimen gibt und die ihm ja erst ab Stufe 3 nehmen. Einige sogar erst Stife 4.

Das Schreiben des Trägers ist sicher hilfreich. Eventuell auch wenn euer Hausarzt oder Facharzt schreibt dass das Gutachten Fehlerhaft ist. (Bei mir stimmt im Gutachten mein Name nicht, meine Anwältin sieht das als großen Vorteil für uns, da man so darauf schließen kann, dass es viele weitere Fehler gibt, der ist halt wirklich leicht und objektiv nachweisbar) also wirklich alle Fehler aufzeigen.

Und wenn du eventuell einen Anwalt einschalten kannst, kann dich der auch vor Gericht vertreten. Vielleicht hast du ja eine Rechtsschutzversicherung?

Ich nehme extra meine persönliche Assistentz mit zum Gericht und lass mich nicht nur so vom Taxi fahren.

Liebe Grüße Sophied
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
- Epilepsie, Polyneuropathie, Tetraparese, Dysphagie, hochgradige Sehbehinderung und Hörbehinderung neuerogene Blase und Darm, Osteoporose, Atemmuskelschwäche
POTS, zentrales Schlafapnoesyndrom;
HB und HSB mit autistischen Zügen, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten

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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 26.08.2017, 20:53

Hallo Sophie ,

Wünsche dir viel Erfolg bei deiner Anhörung! Bin gespannt, was du uns berichten wirst! :-)

LIebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

sophied
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Beitragvon sophied » 27.08.2017, 07:52

Ja, ich bin auch schon gespannt.
Am Mittwoch ist Verhandlung ich werde es euch dann berichten.
Meine Assistentin (Vom Land für 35h/Woche bewilligt) kommt auch mit. Vom Arzt habe ich wirklich sehr tolle Befunde erhalten, die was es auch alles verdeutlichen.
Und letzte Woche gerade passend bei der Physiotherapie Sehne, 2 Bänder gerissen und ein Knochen gebrochen. :wink:

Meine Anwältin sagte aber, wenn sie meinen Behindertenausweis sieht und herzeigt, dürfte es kein Problem sein.
unbefristet 100% und an Merkzeichen:
- Begleitperson
- Orthesenträger
- Epileptiker
- Fahrpreisermäßigungen
- Unzumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel
- Rollstuhlfahrer
- Sehbeieinträchtigt

Liebe Grüße Sophied
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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 19.09.2017, 19:10

Hallo,

Na Sophie - wie ist es denn gelaufen?

Ich habe diese Woche endlich das - extra angeforderte - Gutachten von unserem Pflegegeld Bescheid bekommen!
Prinzipiell alles in Ordnung - NUR: dieser pauschale Erschwerniszuschlag wurde nicht gegeben!
Wie ist das bei euch - habt ihr den bekommen? Bei all meinen eigenen Stundenberechnungen war der eigentlich die immer die Basis... Für Widerspruch ist es jetzt sicher schon zu spät -kann man diese 24- monatige Sperrfrist umgehen? z.B: indem das Kind diese "Altershürde" 7. LJ übersprungen hat und sich dadurch quasi automatisch die Situation verschlechtert hat!! ??

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
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sophied
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Beitragvon sophied » 19.09.2017, 19:24

Hallo,

Wie lange ist es denn her? Ist die Frist wirklich vorbei?
Wenn nicht so schnell wie möglich den normalen Wiederspruch.

Sonnst gilt eigentlich die Sperrfrist (aber die ist meines Wissens 12 Monate) und sollte sich in der Zeit etwas gravierend Verschlechtern, neue Diagnosen,... kann man dann mit ärztlicher Begründung trotzdem den Verschlechterungsantrag stellen.


Bei mir war es die Beste Entscheidung das mit der Anwältin zu machen, beim Gerichtstermin war die Gutachterin noch immer ihrer Meinung. Auch laut Anwältin ist es derzeit sehr schwer die gewünschte Stufe schnell zu bekommen.

Bei mir gibt es noch immer keine Entscheidung. Die Verhandlung war vor 3 Wochen ich muss mich bis Ende Oktober noch gedulden. (Toll, wenn ich daran Denke, dass ich letztes Jahr im September den Antrag gestellt habe. Was dass für eine schöne Nachzahlung wird)

Liebe Grüße Sophied
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Beitragvon LjubaK » 21.09.2017, 18:24

Liebe Sophie,
möchtest du dich nicht vielleicht doch an ÖZIV wenden?
Die sind toll - ich kann sie nur weiterempfehlen.
Sie kämpfen für ihre Mitglieder, haben tolle Anwälte ... man übergibt ihnen die Unterlagen der Ärzte und sie kümmern sich um das Anliegen.

Ich will dich zu nichts drängen oder dich überreden.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten.

Liebe Grüße!
Ljuba
Großer Bruder Leo (27+1), geb. 20. 09. 2003 Wahrnehmungsstörungen mit Zwillingsbruder Mateo (unser Schutzengel im Himmel)
kleiner Bruder Oli (30+2), geb. 30.11. 2004, PVL, ICP, spastische Diparese
kleine Schwester Mina (38+0), geb. am 19. 03. 2014, unser Wunder nach 26 Wochen Liegeschwangerschaft

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Beitragvon Silvia & Iris » 22.09.2017, 10:51

Liebe Sophied,

ich weiß, das ist nun offtopic - hast du inzwischen zumindest den orangen und den blauen Ausweis??

(Der blaue Ausweis war bei meiner Tochter auch ein bürokratischer Akt der Höchstleistung, ich habe dann beim 5. Einspruch eine 21-seitige Aufstellung gemacht...) - Dann hat es endlich geklappt...

LG
Silvia[/list]
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon sophied » 22.09.2017, 11:17

Hallo,

Den blauen Parkausweis hab ich seit 2 Jahren (unbefristet)
Den Orangen Behindertenausweis habe ich vor einem Jahr erhöht bekommen (unbefristet) auf 100%, Merkzeichen: Rollstuhl, Unzumutbarkeit Öffis, Fahrpreisermäßigung, Begleitperson, Epileptiker, Träger von Orthesen, hochgradig Sehbeeinträchtigt.
Also eigentlich alles wichtige. Das ist auch voll unkompliziert gegangen.

Die Anwältin von mir ist mit den Leuten von ÖZIV in Verbindung. Es versteht einfach gerade keiner warum die so lange brauchen. Auch im Anbetracht dessen, dass die Ausweise und deren Gutachten ja einiges sagen. Und ich derzeit Rehageld beziehe (weil ich zu krank zum Arbeiten oder für eine Umschulung bin) im Jänner gibt es dazu eine Begutachtung ob ich nun Invaliditätspension bekommen sollte. Und zusätzlich bekomme ich ja schon seit April eine persönliche Assistentz mit 130 Stunden/Monat. (Das Pflegegeld-Stundenmäßig ja auch über 1 liegen würde)


Also auch der ÖZIV sagte, dass da vermutlich einfach etwas übersehen wurde und die es jetzt nicht ganz einsehen wollen, weil es ganz klar ist. Vermutlich zusätzliches Problem (was mich nur indirekt betrifft, dass eine Klinik wegen Behandlungsfehler an meinem Zustand Schuld ist und die PVA sich von denen die Kosten holen möchte)
Bis Ende Oktober lassen wir allen jetzt noch Zeit (so wie in der letzten Verhandlung beschlossen) und dann wird Klage eingereicht, wenn kein Urteil da ist.

Liebe Grüße Sophied
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Beitragvon Bastelia » 22.09.2017, 13:16

Hallo zusammen,

Also dein Fall ist ja wirklich heftig Sophie - grenzt ja wirklich an versteckte Kamera, aber leider extrem unlustig!

Widerspruch geht bei uns definitiv nicht, weil es ja schon 6 Monate her ist!
Hab das Gutachten erst relativ spät angefordert, weil wir ja mit der Stundenanzahl und der Stufe prinzipiell zufrieden waren -wollte halt nur die genaue Auflistung sehen!
Deshalb bin ich ja auch mehr verwundert, dass dieser pauschale Erschwerniszuschlag nicht gerechnet wurde - das hab ich immer als Basis angenommen, sonst wäre ich selber ja niemals auf soviele Stunden gekommen!
Würdet ihr die Entwicklungsstörung und die Epilepsie nicht als zwei von einander unabhängigen Funktionsstörungen betrachten???

Ja, du hast recht - die Sperrfrist ist nur 12 Monate! Hab ich mich vertan!
Ich warte jetzt noch ab, was bei unserer Knochensache rauskommt und dann such ich um einen neuerlichen Begutachtungstermin an - ist bei dem Tempo der Behördenmaschinerie dann wahrscheinlich eh erst im Februar - dann sind die 12 Monate ohnehin schon um! :roll:

LIebe Grüße
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AngieL
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Beitragvon AngieL » 22.09.2017, 19:35

Hallo,

zu eurer Info - es gibt in Linz einen Anwalt, Dr. Wolfgang Stütz, der österreichweit solche Fälle aufgrund sozialer Ungerechtigkeit unentgeltlich übernimmt. Ich kann gerne die Kontaktdaten per PN weitergeben.

LG
AngieL
Angie, seit einem Jahr alleinerziehend mit Daniel (*25.12.2003 - +18.03.2013) Klinefelter-Syndrom, Unterbrochener Aortenbogen, Schrittmacher, komplizierte Fieberkrämpfe, sensomotorische Entwicklungsstörung, sehr stark Sprachverzögert - aber ein süßer Lausbub


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