Förderschule KME bis mittags möglich?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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PaulaW
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Förderschule KME bis mittags möglich?

Beitragvon PaulaW » 07.06.2017, 18:33

Ihr Lieben !

Ihr habt mir schon so oft geholfen.

Wir haben uns eine KME Förder Schule angeschaut, die uns gut gefällt. Allerdings möchte man uns verpflichten bis nachmittags zu bleiben. Diese Schule sei so ausgerichtet. Das versteh ich sogar.

Geht aber nicht für uns aus verschiedenen Gründen und abgesehen davon möchten wir das auch nicht.
Mit Schulamt und Attest wäre so gut wie unmöglich, da unser Sohn ja zum Glück nicht soooo eingeschränkt ist.

Was nun ?

Liebe Grüsse

Paula
Autismus, PG3, 70% GdB, GBH
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Yvonnekh
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Beitragvon Yvonnekh » 07.06.2017, 20:48

Liebe Paula,

genau das erleben wir auch. Alle finden das so toll, dass die Kinder ganztags beschult werden an der Förderschule-nur wir nicht.
Der Unterricht an der Schule zieht sich mit Mittagspause und schlafen danach bis 14.45 Uhr. Wir haben an 2 Tagen Unterrichtsverkürzung, weil unsere Tochter einen so langen Tag nicht schafft und wir noch Therapie am Nachmittag haben.

Das Schlafen wäre total gut, wenn denn das Kind wirklich zur Ruhe kommen würde... denn wenn ich sie mittags abhole und zu Hause zum hinlegen überrede, schläft sie schnell ein.

Ist halt schade, wenn man selbst noch was mit seinem Kind am Nachmittag machen möchte und die Luft raus ist..

Es ist für dich jetzt keine Hilfe, aber schön, dass wir keine Exoten sind.

Viele Grüße von Yvonne
Tochter geb. 05/2009 als Extremfrühchen 23+6SSW,615 Gramm 32 cm, Hirnblutung II°+III°,NEC, Hemiparese,

PaulaW
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Beitragvon PaulaW » 07.06.2017, 21:02

Liebe Yvonne,

vielen lieben Dank für Deine nette Nachricht.

Ich versteh manchmal die Welt nicht mehr. Die Rektorin fing da an zu diskutieren dass es doch alle anderen Kinder auch schaffen würden mit der Belastung, auch der Emotionalen. Sogar Kinder die 3 Jahre entwicklungsverzögert wären, also de facto erst 2 1/2 Jahre. Bla bla bla.
Ja, schlimm genug finde ich. :oops:

Wir sind da wohl extrem und das bin ich gern.

Obendrein ärgert es mich, dass man uns Fördereltern die Entscheidung abnimmt und uns bevormundet. Das geht ja gar nicht.

Hätten wir ein gesundes Kind könnten wir alle möglichen Schulen in der Umgebung wählen.
Was mir auch noch wichtig ist: Ich bin sehr dankbar dass unser Sohn Freunde in der Strasse hat und im Ort.
Die haben auch nur bis mittags Schule, weil sie und ihre Mamis das wollen. :D

Wenn er erst nachmittags platt wie ne Flunder nach Hause kommt ist da nix mehr an Zeit und Power übrig zum Spielen.

Und warum muss ich mich überhaupt immer rechtfertigen ? Unverschämt von mir dass ich meinen Sohn selber betreuen möchte und mit ihm im Garten die Marienkäfer suchen. :D

Danke und
liebe Grüsse

Paula
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Beitragvon Yvonnekh » 07.06.2017, 21:14

Ja, das sehen wir genauso... nur wohnen wir im Osten, wo alle Spielplätze bis nachmittags 16 Uhr verwaist sind.
Einen Tipp haben wir noch. Wir schauen jeden Tag den Vertretungsplan an und wenn nachmittags oder früh nur Betreuung ist, hole ich sie früher...

Gute Nacht
Tochter geb. 05/2009 als Extremfrühchen 23+6SSW,615 Gramm 32 cm, Hirnblutung II°+III°,NEC, Hemiparese,

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Beitragvon JasminsMama » 08.06.2017, 11:35

Hallo,

viel helfen kann ich leider nicht nur berichten, dass es hier bei uns (BW) an den (Förder) Schulen, die als Ganztagsschule laufen auch so ist, das die Kinder verpflichtet sind an dem ganztägigen Unterricht teilzunehmen.

LG
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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Beitragvon Jutta mit Jonas » 08.06.2017, 12:01

Hallo Sandra,

wir sind auch in BW und Jonas war auch nur begrenzt in der Schule. Nur 1 Tag bis nachmittags und 2 Tage bis mittags. War mit ärztlichem Attest kein Problem.

Liebe Grüße
Jutta
Jonas*23.11.04 :therapieresistente Epilepsie(epileptische Encephalopathie),Z.n. rezidivierendem Status epilepticus, ICP, Skoliose,pulmonale Hypertonie, sauerstoffpflichtig,Pankreasinsuffizienz , chronische Pankreatitis, Fundoblikatio, seit 13.06.2015 gibt es den Mausebärenstern, der schönste, hellste und lustigste, aber hier fehlt das Lachen.

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Beitragvon PaulaW » 08.06.2017, 13:23

Ihr Lieben,

herzlichen Dank, das macht Mut. :D

Die Schulleiterin sagte uns gestern dass wir "den falschen Förderschwerpunkt" hätten für eine Beschulung bis mittags.
Die Schulen anderer Förderschwerpunkte wären oft bis mittags.

Ja, den haben wir uns nicht ausgesucht.

Wir würden ja auch eine andere KBE Schule nehmen. Aber die nächste nimmt uns nicht da andere Stadt und sonst müssten wir sehr weit fahren.
Macht ja auch gar keinen Sinn irgendwie.
Unsere Wunsch Schule ist 5 Autominuten entfernt.

Irgendwie ganz schön vertrackt.

Liebe Grüsse und
danke an alle

Paula
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 08.06.2017, 13:31

Bei uns ist es genau anders:

Wir haben keine Chance auf Ganztagsbetreuung. Die Förderschule geht nur bis 11:15h

Die Regelschulen haben zwar ein Ganztagsangebot, aber nur mit Schulbegleitung, die aber nicht bezahlt wird :?

Es geht also auch anders. Aber wo ist nur das Wahlrecht der Eltern geblieben?
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

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Beitragvon PaulaW » 08.06.2017, 13:39

Hallo Sandra,

das finde ich eigentlich am allerschlimmsten.

Du hast absolut recht. Und genau das habe ich gestern auch der Schulleiterin
der Förderschule gesagt.
Dass wir mal wieder keine Wahl haben und somit doppelt gekniffen sind.
Wir haben genug Nachteile durch die Behinderung unseres Sohnes. Ist
leider so.

Ich lasse mir nicht vorschreiben wie lange ich mein Kind in der Schule lasse,
wenn es auch anders geht. Ist doch nur wieder Bürokratismus und bestimmt
geht es auch diesmal um GELD.
Kostet ja viel so ein Platz und darum gehts bestimmt mal wieder.

Liebe Grüsse

Paula
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Beitragvon IlonaN » 08.06.2017, 14:05

Klar ist es besser wenn unsere Kinder keinen Förderbedarf hätten und alle zusammen mit Nachbarskinder in der Regelschule um die Ecke lernen könnten. Nun ist es ja auch so das gerade Kinder mit besonderen Förderbedarf andere Bedürfnisse haben und sich im Normalfall die Förderschulen mit ihren Konzepten den Bedürfnissen des Kindes anpassen(allgemein gesehen) da geht der Unterricht im Sinne der Stoffvermittlung nicht 5x 45 min mit kurzer Pause im Frontalunterricht und Gehetze von einem Raum in den nächsten und zur Sporthalle und zurück, sondern da wir der Unterricht langsamer angegangen und es werden Ruhephasen(oder auch Bewegungsphasen) mit eingebaut. Der Ganze Ablauf ist anders strukturiert. Da aber die Kinder den Regelschulstoff bei normaler IQ auch schaffen müssen geht das halt durch die Pausen länger. Wenn ein Kind aus Mediziner Sicht das nicht packt, kann es natürlich wie an jeder anderen Schule auch vom Unterricht befreit werden bzw. verkürzt da sein.
es kommt halt immer aufs Kind an was besser ist. Inklusion um jeden Preis oder eine gute Förderschule.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.


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