Man bekommt weniger Leistungen für die Pflege

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Andrea5
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Man bekommt weniger Leistungen für die Pflege

Beitragvon Andrea5 » 25.05.2017, 13:30

Hallo alle Zusammen,

ich kann ja nur für mich sprechen. Pflegedienste bzw. FED sind teurer geworden. Erst mal sind die Betreuungsleistungen gekürzt worden von 208
Euro auf 125 Euro im Monat. Die restlichen ZBL von 2015/2016 von etwa
1.600 Euro sind spätestens nach der Schulferienbetreuung Sommer komplett
aufgebraucht. Die Schulferienbetreuung ist notwendig, weil ich arbeite.
Ich werde zum Herbst noch Sachleistungen, die ich in Betreuungsleistungen
umwandele ,beantragen, damit ab Herbst die Samstagsbetreuung (2x im Monat) stattfinden kann. Statt 2x 1 Woche Kurzzeitpflege im Jahr gibt es
nur noch 1x eine Woche. Das restliche Geld wird umgewandelt in Verhinderungspflege, damit die Schulferienbetreuung mitfinanziert werden kann.

Die Sachleistungen umgewandelt in ZBL sind leider auch nicht so flexibel lt.
FED. Die werden monatlich abgerechnet und können nicht wie die 125 Euro
mit in den nächsten Monat übertragen werden. Das würde ja noch Sinn machen, besonders für die Schulferienbetreuung.

Ich möchte nicht wissen, wie es ab 2018 aussieht. Wir werden wohl noch mehr aus eigener Tasche bezahlen als uns lieb ist. Hilfe zur Pflege bekommen wir nicht, dafür verdienen wir zuviel.

Wie sieht es bei euch aus? Ich kann mir leider keinen anderen FED suchen, weil es keinen anderen gibt bzw. andere bieten so etwas nicht an wie Ferienbetreuung. Privat kann ich nicht alles abdecken.

LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
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Martina78
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Beitragvon Martina78 » 25.05.2017, 15:12

Hallo,
mir scheint die Tendenz auch zu weniger Leistung zu gehen, jedenfalls für neueinstufungen. Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass wir ja jetzt mehr Pflegegeld kriegen. Bei mir sind das (trotz der reduzierten zusätzzlichen Betreuungsleistung) rund 80 euro mehr im Monat. Julia hat allerdings auch Pflegegrad 5 (vorher Ps 3) Ist das in einer niedrigen Pflegestufe anders?
LG
Martina
Martina mit Julia (*1/2012), Pachygyrie und Epilepsie, Pflegegrad 5. Seit 6/15 sehr erfolgreich Ketogene Diät. Kann kurze Strecken laufen. Plus Neuankömmling Franziska (*12/16).
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Andrea5
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Beitragvon Andrea5 » 25.05.2017, 15:25

Hallo Martina,

ja, das stimmt, dass wir mehr Pflegegeld bekommen. Wenn ich die Sachleistungen
in ZBL umwandele, dann bekommt man auch weniger Pflegegeld. Leider finde ich es ziemlich unflexibel mit den umgewandelten Sachleistungen. Ich könnte damit
leben wenn ein wenig anders wäre.

LG Andrea
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Beitragvon JohannaG » 25.05.2017, 22:30

Also wir bekommen mehr

vorher PS1 mit eingeschränkte Alltagskompetenz, macht € 365 Pflegegeld und € 208 ZBL (die ich niemals in voller Höhe abrufen kinnte)

Jetzt PG 3, macht € 545 Pflegegeld und € 125 ZBL - das ist nach meiner Rechnung unterm Strich deutlich mehr. Und für uns hier besser, denn ich finde niemanden über den FED.... wohl aber Babysitter, die ich auf privater Basis anstelle. Ist viel besser, wenn ich das Geld direkt zur Verfügung habe.

an VHP und KZP hat sich ja nichts geändert.

Gruß, Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Beitragvon iggisw » 26.05.2017, 08:54

Wir hatten früher auch die 208,-- Euro Betreuungsleistungen.
Unser FED (Sozialstation, Nachbarschaftshilfe) hat die Stundensätze so extrem hochgesetzt - echt heftig.
Dabei bekommen die Helferinnen gar nicht wirklich mehr Geld. 1 Stunde Betreuung kostet hier jetzt 18,-- Euro plus ca. 4,-- Euro pro Einsatz. Das ist nun nicht wesentlich mehr als früher (16,-- Euro). Aber für Dienste im Haushalt werden nun 30,-- Euro pro Stunde verlangt, plus diese 4,-- Euro pro Einsatz. Damit hat sich der Stundensatz fast verdoppelt. Die zuständigen Damen sagten mir, das sei ihnen so vorgegeben worden.
Die Betreuungsleistungen von 125,-- Euro im Monat reichen also nicht mal für 1 Stunde Haushaltshilfe pro Woche! Sehr viel Entlastung ist das also nicht.
3 leibl. Kinder (*83, 87, 89), 7 Dauerpflegekinder (*93, 98, 02, 03, 08, 09, 11) - Erfahrung mit CF, A/V-Malformation, Tracheostoma, Autismus, Misshandlung, Missbrauch, geist. Behinderung, Frühgeburt, Lernbehinderung, Bindungsstörung, Traumata, FAS.....
Die 5 jüngsten Kinder leben noch zu Hause, die anderen kommen gern!

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Beitragvon Andrea5 » 26.05.2017, 10:26

Wir hatten früher auch die 208,-- Euro Betreuungsleistungen.
Unser FED (Sozialstation, Nachbarschaftshilfe) hat die Stundensätze so extrem hochgesetzt - echt heftig.
Dabei bekommen die Helferinnen gar nicht wirklich mehr Geld. 1 Stunde Betreuung kostet hier jetzt 18,-- Euro plus ca. 4,-- Euro pro Einsatz. Das ist nun nicht wesentlich mehr als früher (16,-- Euro). Aber für Dienste im Haushalt werden nun 30,-- Euro pro Stunde verlangt, plus diese 4,-- Euro pro Einsatz. Damit hat sich der Stundensatz fast verdoppelt. Die zuständigen Damen sagten mir, das sei ihnen so vorgegeben worden.
Die Betreuungsleistungen von 125,-- Euro im Monat reichen also nicht mal für 1 Stunde Haushaltshilfe pro Woche! Sehr viel Entlastung ist das also nicht.
Hallo iggisw und alle Anderen,

die Lebenshilfe nimmt für Einzelbetreuuungsstunden 28 Euro/h (vorher 24 Euro) abgerechnet über die Verhinderungspflege und über die zusätzlichen
Betreuungsleistungen 24 Euro + Anfahrtspauschale (im Prinzip kommt es auf
dasselbe heraus), Gruppenbetreuung 18 Euro pro Stunde (sind meistens Angebote für Jugendliche ab 16 Jahre), Schulferienbetreuung 15 Euro/Stunde
(da geht bei mir das meiste Geld drauf, Stundensatz finde ich noch ok)

1:1-Betreuung nutze ich eigentlich nur vom November bis März nächsten
Jahres.

Leider habe ich eben keine große Auswahl an FED. Wohne 17 km von Hamburg weg, dort kann man Betreuer über die 125 Euro ZBL privat
(also mit Pflegenachweis) beschäftigen. Das darf ich nicht, weil wir in
Niedersachsen leben.

LG Andrea
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Beitragvon *Janne* » 26.05.2017, 12:04

... wir sind jetzt auf 2 Stunden Betreuung einmal im Monat runter... das mach ich nur, um Liam nicht wieder eine "alte Bekannte" nehmen zu müssen :(

wir hatten das ja hier vor 2 Jahren schon mal...

phpBB2/viewtopic.php?t=120150&postdays= ... fe&start=0
unsere Vorstellung: :icon_sunny: hier

Janne mit Männe, großem Bruder (*04) und Liam (*06) Trisomie 21, ASD II, V.a. intrapulmonale Lymphangiektasien, Gehörlos (CI versorgt seit 2010/11), Button, einiges mehr... und der größte Kämpfer, den wir je kennenlernen durften!

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Beitragvon Andrea5 » 26.05.2017, 12:16

... wir sind jetzt auf 2 Stunden Betreuung einmal im Monat runter... das mach ich nur, um Liam nicht wieder eine "alte Bekannte" nehmen zu müssen :(

wir hatten das ja hier vor 2 Jahren schon mal...

phpBB2/viewtopic.php?t=120150&postdays= ... fe&start=0
Hallo Janne und alle Anderen,

es wird ja nicht besser. Ich möchte nicht wissen, was uns 2018 erwartet. :roll:
Könnte mir durchaus vorstellen, dass man statt 28 Euro 30 Euro bezahlt pro
Einzelbetreuung.

LG Andrea
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Beitragvon *Janne* » 26.05.2017, 12:51

... naja... eigentlich war ich auch nicht präzise...

Die 2 Stunden, 1x im Monat zahlen wir eigentlich aus den "Überschüssen", die wir zuvor jahrelang über die Jahre geschoben haben...

ich hab mal ausgerechnet für 2018...

die 2 Stunden fallen weg und es wird vermutlich max. 2 mal 1 Woche Ferienbetreuung möglich sein (wir zahlen da ohnehin auch schon privat drauf, da Liam angeblich aufwendiger ist, als das "LH-Standard Kind".)

Also, wenn man es genau nimmt ab 2018 (aufgebrauchte Überschüsse) nur noch die 2 mal Gruppenbetreuungen in der Schule (2 mal Schule bis 15.30 Uhr) und von den derzeit monatlich angesparten 55 Euro dann 1-2 Wochen Ferienbetreuung (+ private Zuzahlung)... so aus Sicht OHNE weitere Preissteigerungen... die wurden allerdings indirekt hier bereits angekündigt...
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Beitragvon JohannaG » 26.05.2017, 19:43

ok... dann ist aber das eigentliche Problem nicht die Änderung beim Pflegegeld, ZBL und so weiter - sondern die Steigerung bei Lebenshilfe und Co....

LG Johanna
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