Grundsicherung ab 18

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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anner
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Grundsicherung ab 18

Beitragvon anner » 17.04.2017, 09:26

Hallo,

habe eine grundsätzliche Frage:

Erhalten Eure Kinder ab 18 Jahren 409€ (RBS 1) oder 327€ (RBS 3 - nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern)?

Danke für Eure Antworten...

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen

angela
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Beitragvon angela » 17.04.2017, 10:30

Hallo Anne,

409 € sind der Grundstock.
Plus Mehrbedarf, plus Mietanteil.

LG - Angela
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom

B.Elisabeth
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Beitragvon B.Elisabeth » 17.04.2017, 10:33

Hallo Anne,
Steffen bekommt die Regelbedarfsstufe 1, aber auch nur seit er die Oberwohnung unseres Eigenheimes offiziell bewohnt und auch die Miete bezahlt wird.
2015 bekam er noch Geld nach der Regelbedarfsstufe 3.

LG von Barbara

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Re: Grundsicherung ab 18

Beitragvon MichaelK » 17.04.2017, 10:39

.....oder 327€ (RBS 3 - nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern)?
Hallo Anne,

das gibt es nicht mehr in dem Kontext.
https://www.gesetze-im-internet.de/rbeg_2017/__8.html

Die Regelbedarfsstufe 3 gilt damit in der Sozialhilfe nur noch für Personen, die in stationären Einrichtungen leben.

Im SGB II wird allerdings weiter an der Systematik der Bedarfsgemeinschaft festgehalten. Erwachsene Kinder, die im Haushalt der Eltern leben, werden dort weiterhin in die Regelbedarfsstufe 3 eingeordnet. Bis zum 25. Geburtstag zumindest. Der Gesetzgeber beruft sich auf eine Entscheidung des BVerfG (1 BvR 371/11).
Danach bestehen ausreichende Gründe für eine Ungleichbehandlung. Bzw. bezweifelt das BVerfG, dass überhaupt ein vergleichbarer Sachverhalt vorliegt.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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Beitragvon pustinka » 17.04.2017, 20:36

Hallo Anne,

uns wurden 409€ genehmigt aber Kindergeld wurde abgezogen. Widerspruch läuft.

LG Inka
Andre Jahrgang 98 mittelgradige geistige Behinderung und Muskelhypotonie,
Mama Jahrgang 71 und im medizinischen Labor tätig,
Schwester Malina Jahrgang 01 Legasthenie
und der Papa ist Kraftfahrer Jahrgang 67

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Beitragvon anner » 17.04.2017, 22:03

Danke, die Antworten von Michael und Angela widersprechen sich doch aber...?

Mir geht es um den Erstantrag.
Würde Benedict nach RSB 3 eingestuft werden, könnte ich mir den Antrag aufgrund des Unterhaltes sparen.

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
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Beitragvon MichaelK » 17.04.2017, 22:10

Danke, die Antworten von Michael und Angela widersprechen sich doch aber...?
Hallo Anne,

inwiefern? SGB II trifft doch bei euch nicht zu, oder?

LG Michael
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Beitragvon anner » 18.04.2017, 17:23

Oh, da habe ich nicht richtig gelesen :oops:
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
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Beitragvon Susannwe » 18.04.2017, 18:54



Mir geht es um den Erstantrag.
Würde Benedict nach RSB 3 eingestuft werden, könnte ich mir den Antrag aufgrund des Unterhaltes sparen.

Anne
Hallo,

Dein Sohn braucht doch aber keinen Unterhalt mehr bekommen, wenn er 18 Jahre alt ist? Oder ist das Jahreseinkommen höher als 100.000 € ?

LG
Susann
Susann 51 , T. 28 J.; Sina 27 J. tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 16 J.: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)

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Beitragvon anner » 18.04.2017, 20:18

Nein, ist es nicht...

Aber ich denke, so lange der Unterhalt tituliert ist, muß er doch gezahlt werden, oder?
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