wer geht andere Wege - Lebensformen außerhalb des Systems?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Irene H.
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Beitragvon Irene H. » 30.08.2017, 18:53

Inge hat geschrieben:Hallo Irene,


Bitter finde ich, dass die betroffenen Familien die Warnzeichen (vor allem von Gisela Maubach, die sich seit Jahren mit diesem Problem befasst) nicht erkennen (vielleicht auch ignorieren) und dann zutiefst geschockt sind, sobald es sie selbst betrifft.
Welches Menschenbild, welche Vorstellungen werden überhaupt mit diesem ganz offiziellen Verweigerungsverhalten von Seiten der Politik in unsere Gesellschaft transportiert? Durch dieses Denken und Handeln wird ein Menschenbild geformt, in dem Menschen, die keine verwertbare Leistung erbringen können, also Menschen mit schwersten Behinderungen – wieder(!) - als in der Gesellschaft verzichtbar und als finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte dargestellt werden.
Das alles untergräbt die Fundamente der Grundrechte und Menschenrechte von schwerstbehinderten Menschen.


Hallo Inge,
das ist nur zu wahr- leider...
Dieses Problem kann nur auf politischer Ebene gelöst werden.
Uns Angehörigen von Menschen, die nicht ins Schema passen, bleibt es überlassen, Wege außerhalb des Systems zu finden.
Also wer Ideen und Erfahrungen einbringen kann, nur zu.

Viele Grüße von Irene
Irene H.mit 3 erwachsenen Kindern besonders Dorothea(20) mit frühkindlichem Autismus

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Katrinmurmel
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Beitragvon Katrinmurmel » 08.10.2017, 20:50

Hallo Zusammen,

ich suche auch seit ca. 5 Jahre nach Alternative zum Wohnheim an der WfBM. Es ist so deprimierend sich mit den Begebenheiten vieler " Einrichtungen " abzufinden. Das Problem bei uns ist eben auch, dass jemand in der Nähe sein sollte, auf den mein Sohn zurückgreifen könnte .Im Haus oder Nachbarschaft. Hatte auch schon alles auf Plan WG in grosser Wohnung oder Haus. Das scheiterte dann an Mitbewohner dessen Betreuer verlässliche Partner wären. Die Sache mit Studenten ist auch nicht schlecht. Die grosse Angst , was wird aus unseren Kindern wenn wir uns nicht mehr kümmern können oder sogar nicht mehr sind. Momentan hole ich meinen Sohn jedes zweiter WE nach Hause, alle Feiertage und einmal Familienurlaub.

LG
Katrin
Katrin (66) Stephan (90) Cohen-Sydrom, seit August 09 in einem Wohnheim an der WfbM, Januar 2009 Eltern-Selbsthilfegruppe gegründet,


Unsere Vorstellung
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic56596.html

Ayden
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Beitragvon Ayden » 25.10.2017, 22:04

Liebue Tania,
zum Thema sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vielleicht eine Idee: Wenn Ihr selber Euren Sohn anstellt und 460 Euro (also etwas mehr als 450 Euro ) zahlt, er bei Euch die Einfahrt pflegt etc, dann könntet ihr das, glaube ich , als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen und Euer Sohn ist voll krankenversichert.

Vielleicht, wenn Eure Auffahrt nicht lang genug isthttps://www.REHAkids.de/phpBB2/image ... icon_lol.g könntet ihr ihn ja gemeinsam mit Euren Nachbarn anstellen! Schneeschippen/Winterdienst/Gartenabfälle wegbringen etc. geht ja auch immer.

Über ein Lohnbüro kann man dann die Abgaben berechnen lassen, kostet unter Umständen auch nicht die Welt.

LG, Ayden


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