Nonverbales Kind/Verbale Dyspraxie und Schriftsprache?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Sprachverzögerung/Sprachstörung austauschen und Erfahrungen bezüglich UK (unterstützter Kommunikation) weitergeben. Logopäden dürfen natürlich auch gerne hier Tipps geben!

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UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 18.04.2017, 12:33

Hallo Angela,

ich wußte nicht, das Ihr McGinnes schon kennt und auch jahrelang versucht habt. Schade, das es nicht geklappt hat. Wir haben fast zwei Jahre lang nach McGinnes gearbeitet, wobei der Erfolg sich nur einstellt, wenn man mehrmals die Woche mit dem Kind übt.

Viele Grüße, Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 18.04.2017, 14:05

Hey Ursula,

nein, nur Taktin jahrelang, damals 2x Woche und ich habe auch zuhause geübt (und versuche es weiter).

Beides Logos hatten eine TAKTIN-Ausbildung bei der Fachfrau in Deutschland für TAKTKIN. Die erste hatte auch Erfahrung mit Castillo Morales (wurde dann aber schwanger).

MCGuiness war - vermute ich jetzt wegen deiner Beschreibung auch mal eine Zeitlang mit dabei. Die Buchstaben wurden dann irgendwann von Bene brüsk abgelehnt. Bene konnte mit nicht mal 3 alle große und kleinen Buchstaben zeigen, so dass die Vermutung war, dass er dachte, auch die Logoopädin glaubt mir mal wieder nicht dass ....

(Saugen aus dem Strohhalm hat Bene mit 5 nach fast 9 Monaten gezielter Logo aber gelernt :wink: Irgendwie ist Bene aber nicht durch apraktisch, sondern auch hyperton im Mund. Er kriegt den Mund bewusst kaum auf, eigentlich nur zum Essen, was automatisiert ist oder zum Zähneputzen)

Aktuell geht Taktin weiter, aber die Frage ist wirklich, wo unser Schwerpunkt liegen sollte. Ich habe mich das nun eigentlich auf die Schriftsprache eingeschossen, das ich denke, dass er bestenfalls einige Worte mühsam lernen könnte. Das scheint mir die Zeit besser in die Schriftsprache besser investiert (zumal er dafür auch wesentlich motivierter ist).

Vielleicht strecken ich meine Fühler aber doch nochmal nach Baiersbronn aus. Kann das der KiA verordnen?

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Anna Kerpen
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Beitragvon Anna Kerpen » 18.04.2017, 14:21

Hallo Angie,

ich war mir Lexi auch in Baiersbronn... da war sie 2,5 J... für die Mundmotorik hat es sehr viel gebracht... drei Monate danach kamen die ersten Worte...

Wir brauchten je ein Rezept Logo, Physio und Ergo...

LG

Anna
Lexi (2010), kombinierte Entwicklungsstörung, Autismus-Spektrum-Störung, V.a. AWVS
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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 18.04.2017, 14:26

Ok, danke leibe Anna!

LG
Angie
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UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 18.04.2017, 19:41

Hallo Angela,

Anna hat es ja schon geschrieben, die nötigen Rezepte kann der Kinderarzt ausstellen.
Meinem Sohn hat es sehr viel gebracht. Ich denke, es ist die Kombination aus Mundtüte und McGinnes, die ihm geholfen haben. Wichtig ist aber, das man auch zuhause übt und nicht nur in der Intensivwoche. Sie haben dort sehr viel Erfahrung, da sie ja jede Woche neue Kinder aus ganz Deutschland therapieren. Ohne die Therapie dort, wäre mein Sohn wohl nie zum Sprechen gekommen.
Mein Sohn hatte auch einen ganz schlechten Mundschluß und hat sehr viel gesabbert. Es war auch vor der Therapie nicht möglich in seinem Mund zu schauen. Das hatte er einfach nicht zugelassen. Das hat sich erst mit den Übungen der Mundtüte gebessert.


Viele Grüße,
Ursula
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Beitragvon Angela77 » 18.04.2017, 21:34

Hallo Ursula,

ich werde versuchen, mir das SPZ für eine Intensivwoche in Baiersbronn ins Boot zu holen :wink:
Mundschluss usw. ist eigentlich total OK, er scheint nur eher hyperton im Mundbereich, im Gegensatz zum eher hypotonen Körper :idea:

Mach da ein Padavon-Schnuller noch Sinn? Ich bin eigentlich vor, dass er seine seine Alles- AnKau- und Abschleckphase vor zwei Jahren hinter sich gebracht hat :oops: :oops: :oops:

Er kann mittlerweile lesen und auch neue Worte meist richtig schreiben, wenn sie silbiert werden (Worte, die er mehrfach getippt hat, kann er dann ganz normal auf Diktiat aus dem Gedächtnis schreiben) :wink: Seine auditive Wahrnehmung hat sich seit der Therapie der Epi wirklich super entwickelt. Er kennt also sämtliche Laute, weiß genau, wie Worte in Form von Lauten zusamengesetzt werden, hat aber überhaupt keinen Plan, wie er die bilden sollte :(

LG
Angie
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Anna Kerpen
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Beitragvon Anna Kerpen » 19.04.2017, 08:16

Hallo Angie,

falls ihr Baiersbronn wirklich ins Auge fasst... eine Planungsinfo von mir... ich habe da im März angerufen und mich für meine kleine Tochter (3,5 J spricht kaum, möchte aber, kann aber Laute aus irgendeinem Grund nicht bilden bzw. nachahmen) nach der nächsten freien Woche erkundigt und man konnte mir für dieses Jahr nur noch den Dezember anbieten... :shock:

Ich denke, wir werden es nächstes Jahr tatsächlich machen... einfach aus dem Grund, dass ich dann weiß, ich habe "alles" probiert... bei meiner Großen hat es ja auch unheimlich viel gebracht.... und wenn es dann doch nicht hilft/nicht der richtige Ansatz sein sollte, glaube ich aber nicht, dass es schadet... ich hätte jetzt nicht die Sorge, dass Bene bzw. bei mir Leni wieder in die Kau und Anleckphase verfällt... :wink:

Eine Idee noch: vielleicht gibt es bei euch in der Nähe Praxen, die Padovan anbieten (mit viel Erfahrung)... dann müsste man nicht den weiten Weg in Kauf nehmen und hätte vielleicht eine Ahnung, ob es was bringen könnte...

LG

Anna
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Beitragvon UrsulaK » 19.04.2017, 11:38

Hallo,

das ist natürlich blöd, das da so lange Wartezeiten bestehen.
Ich habe gerade auf deren Webside mal nachgeschaut:
https://www.gabriele-iven.de/
Da gibt es neuerdinsg so ein Infoflyer, auf der sie schreiben, das sie ab Juli kurzfristig frei werdende Plätze in ihrer Webpage bekannt machen.
Es sagen halt immer wieder auch Eltern ab und dann haben sie Probleme die frei werdenden Plätze neu zu belegen.
Als ich damals vor 6 Jahren das erste Mal dort angerufen habe, habe ich innerhalb von drei Wochen einen Platz bekommen. Das war dann Ende Februar.

Wegen dem Padovan Schnuller hätte ich keine Bedenken das man wieder anfängt den Schnuller haben zu wollen. Aus der Mundtüte ist der Padovan Schnuller die schwierigste Übung, da man damit Flüssigkeit durch einen dünnen Schlauch ansaugen muß. Das trainiert sehr intensiv die Mundmuskeln. Das ist auch insgesamt der Zweck der gesamten Mundtüte die Mundmuskeln zu trainieren und das Kind dazu zu bringen gezielt Mundmuskeln zu bewegen. Nichts anderes muß man am Ende auch bei der Lautproduktion tun.

Gruß,
Ursula
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Beitragvon Anna Kerpen » 19.04.2017, 13:17

Liebe Ursula,

danke für den Tipp!

LG
Anna
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Beitragvon Angela77 » 23.04.2017, 10:09

Hallo zusammen,

danke für die Tipps bezüglich Padavon :)

In der weiteren Umgebung gibt eine Padovan erfahrene Logopraxis. Ich werde mich dort privat beraten lassen, ob es überhaupt in Benes Fall sinnvoll scheint und v.a. ob ich eine Intensivtherapie anstreben sollte.
Der-die-das ist da: Und Bene kann, wenn auf die Artikel zeigen muss, das schon erstaunlich gut: Trefferquote über 80 Prozent :o Die Verstärker/Bleohnung des Programms sind super. Bene freut sich wie Bolle, jedesmal, wenn die Pyramide einen Stein dazu bekommt :) Die Mausbedienung ist nicht ganz einfach, aber auch nicht so schwierig wie ich dachte. Außerdem gibt es ein Belohnungsspiel (Zootiere einfangen), dass den Mausgebrauch super traininiert. Es müssen in einer relativ langen Zeit große geometrische Figuren angesteuert und angeklickt werden, hinter denen sich zufallsmäßig ein Tier verbirgt oder auch nicht ... Also, was sollich sagen? Auch das war ein prima Tipp, Ursula :D
Was würde ich nur ohne eure guten Tipps machen? Danken nochmal euch allen und einen schönen Sonntag wünsche ich  8)

LG
Angie
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