Kindergeldbescheid bei Volljährigkeit - Befristung laufend

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 12.04.2018, 15:18

Hallo,

als ob ich in letzter Zeit nicht genug irrsinnigen Schriftverkehr führen musste. Heute bekam ich ein Schreiben der Familienkasse wegen dem Kindergeld. Als ich den Briefumschlag öffnete, machte sich schon ein "Was kommt jetzt wieder" Gefühl breit. :roll:

Sie beziehen Kindergeld unter Berücksichtigung des oben genanten Kindes, das einen Ausbildungsplatz sucht beziehungsweise für eine beabsichtigte Berufsausbildung noch keinen Nachweis vorliegt. Das weitere Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen für dieses Kind muss mindestens halbjährlich nachgewiesen werden. Ich soll den beigefügten Vordruck "Mitteilung über ein Kind ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz" ausfüllen. Sollte sich ihr Kind inzwischen in einer Ausbildung befinden, benötigt die Familienkasse hierüber entsprechende Nachweise, wie z. B. eine Kopie des Ausbildungsvertrages oder eine Studienbescheinigung. :lol:

Aktuell macht mein Sohn ja gar nichts. Da er eine volle Erwerbsminderung hat und Grundsicherung bezieht steht mir doch sowieso das Kindergeld zu. Einen Bogen über das 18. Lebensjahr hinaus und die Angaben zur Behinderung wurden schon im letzten Jahr erfragt.

Was mache ich denn nun? Mein Sohn ist doch nicht ausbildungssuchend, er wartet auf die Genehmigung für das Eingangsverfahren in die WfbM. :roll:
Viele Grüße,
Mellie

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*Sally*
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Beitragvon *Sally* » 12.04.2018, 20:28

Hallo Mellie,

ruf bei der Kindergeldkasse an und lase dir den Fragebogen " erwachsene Kinder mit Behinderung " schicken.


LG
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Mellie
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Beitragvon Mellie » 12.04.2018, 20:37

ruf bei der Kindergeldkasse an und lase dir den Fragebogen " erwachsene Kinder mit Behinderung " schicken.
Hallo Sally,

den Bogen hatte ich letztes Jahr auch schon dorthin geschickt. Habe ihn mir aber noch einmal aus dem Internet runtergeladen und ausgefüllt, da sich ja auch die Höhe der Grundsicherung geändert hat. Mal sehen, ob ich dann wieder einen neuen Bescheid bekommen werde. Zum Glück kopiere ich immer alles. Das macht es beim Ausfüllen der Folgeforderungen leichter. :)
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon sandra8374 » 13.04.2018, 04:27

Mir sagte ein Mitarbeiter der Familienkasse, bis zum 25. Geburtstag zählt die Behinderung nicht, da wird normal behandelt.

Warum es die Bögen dann ab 18 gibt - keine Ahnung.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

monika61
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Beitragvon monika61 » 13.04.2018, 07:47

Mir sagte ein Mitarbeiter der Familienkasse, bis zum 25. Geburtstag zählt die Behinderung nicht, da wird normal behandelt.
.
Hallo,

der Mitarbeiter meint evtl. diese Regelung:

..."Ab Volljährigkeit hängt die Kindergeldgewährung dagegen von weiteren Voraussetzungen ab. Maßgeblich ist unter anderem, ob das Kind eine Erst- oder Zweitausbildung absolviert oder eine Behinderung hat. Für Kinder zwischen dem 18. und dem 25. Lebensjahr erhalten Eltern seit 2012 während einer erstmaligen Berufsausbildung bzw. eines Erststudiums stets Kindergeld. Im Ge-gensatz zur alten Rechtslage ist es unerheblich, ob und in welcher Höhe die Kinder in dieser Zeit über eigenes Einkommen verfügen."....


Allerdings muss die Behinderung vor dem 25.Lebensjahr eingetreten sein:

..."I) Kindergeld für behinderte Kinder
Für ein behindertes Kind können Eltern über das 18. Lebensjahr hinaus und ohne altersmäßige Begrenzung Kindergeld erhalten, wenn das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Die Behinderung muss vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein."....

Komplette Info:
http://bvkm.de/wp-content/uploads/Kinde ... rung-2.pdf


LG
Monika

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Beitragvon sandra8374 » 13.04.2018, 09:15

Ich hatte den Antrag ab 18 wegen Behinderung gestellt und genehmigt wurde wegen Schule. Auf meine Nachfrage warum, gab es obige Antwort.
Ich hatte auch gehofft, mir die immer wieder neuen Anträge sparen zu können.
LG Sandra

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Beitragvon Mellie » 13.04.2018, 14:09

Hallo zusammen,

nicht immer versteht man diese Bürokratie, aber es bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als immer wieder diese Anträge auszufüllen, ob man es für nachvollziehbar hält oder nicht. :roll: Werde trotzdem weiter berichten, wenn ich wieder einen Antrag bekommen werde. :lol:
Viele Grüße,
Mellie

Michi104
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Beitragvon Michi104 » 13.04.2018, 15:25

Hallo,

auch bei mir wird alle paar Jahre ein Antrag zum ausfüllen un zurück senden zu geschickt.
Es könnte sich ja an den voraussetzungen etwas verändert haben.

Grüße Michi

Simonegu
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Beitragvon Simonegu » 14.04.2018, 17:53

Hallöchen, ich häng mich mal mit rein.

Für meinen ältesten hab ich jetzt nochmal einen Anlauf gestartet und nochmal Kindergeld beantragt. Im letzten Jahr war mein Widerspruch abgelehnt worden gegen die Ablehnung des Kindergeldes. Jetzt bekam ich ein Schreiben von der Fam-kasse wo ein Facharzt attestieren soll das unser Sohn nicht mehr als 15 Stunden erwerbsfähig ist. Mein Problem ist das unser Sohn nur zur Hausärztin geht, sonst zu keinem anderen Arzt. Reicht es wenn Sie das ausfüllt?
LG Simone
Simone (71) Karlheinz (62)
J. 7/95 Asperger-Autist, Borreliose (80%GdB)
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D. 10/98 HB,Asthma,Autistin
R †.7/00
J. 2/02 Asthma
M. 8/09 Hemiparese li (50% Merkz. H), Asperger-Autistin
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Beitragvon Michi104 » 14.04.2018, 18:55

Hallo Simone,

hat dein ältester einen SBA mit Merkzeichen?

ist er ggf. beim Arbeitsamt geführt das er nicht arbeiten kann?

Grüße Michi


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