Haben eure Kinder Freunde?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Olina
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 97
Registriert: 29.05.2006, 09:19
Wohnort: Dortmund

Meine Tochter hat auch leider keine Freunde

Beitragvon Olina » 21.02.2017, 13:23

Meine Tochter ist 14 J und hat leider auch keine Freunde.
Sie besucht eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. In der Klasse sind 15 Kindern und überwiegend Jungs. Die Kinder haben leider starke Beeinträchtigungen.
Oder Kind kommt aus der Familie wo Eltern viel Alkohol trinken, in der Wohnung rauchen und nicht gutes Lebensstil haben. Das bedeutet für uns, wir müssen hinfahren, Kind zum Spielen abholen, wieder zurückbringen. Das kann schon mal vorkommen, dass Du die Eltern nicht erreichst… :roll:
Alyssia möchte dann natürlich auch schon mal da spielen. Wie soll ich ihr erklären, dass ich Angst habe sie da abzugeben.
Und im Umgebung, da wo wir wohnen gibt es entweder ganz kleine Kinder oder Kinder in Ihren Alter.
Kinder die auch 14 sind können leider mit Alyssia nichts anfangen. Passt nicht wegen Entwicklung Verzögerung. Das belastet mich sehr stark! Sie möchte gerne Freundin oder Freund zum Spielen haben. Wo findet man die Freunde? Falls jemand auch aus Dortmund oder die Umgebung kommt bitte melden! Wir würden uns sehr freuen neue Kontakte zu knüpfen!!! :) :) :)
Hemiparese.re
Porencephalie, Fokale Epilepsie mit generalisirung,
Skoliose, Geistige Behinderung

Werbung
 
LjubaK
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 117
Registriert: 22.11.2014, 17:54

Beitragvon LjubaK » 21.02.2017, 19:42

Vielen Dank für all eure Rückmeldungen und Beiträge.

Raphael, Oli ist schon ein offenes Kind, das auf die anderen zugeht. Gerade neue Situationen begeistern ihn und er stellt sich ihnen mit offenem Herzen.
Deshalb versteh ich es auch nicht, warum er so wenig Erfolg dabei hat, wenn er mit ausgestreckter Hand auf jemanden zugeht.
Ich wünsche ihm so sehr wenigstens einen Freund, mit dem er scherzen kann, mit dem er mal etwas unternehmen kann...
Sein älterer Bruder hat es da, obwohl er mit dreizehn noch regelrecht verspielt und oft kindlich wild ist, viel einfacher... Der weckt sozusagen das kindliche Wesen in anderen, eigentlich reiferen Kids und die spielen dann mit ihm Verstecken, Fangen oder krabbeln am Boden rum, weil sie plötzlich Hundewelpen sind :roll: :lol: ´

Ich hoffe sehr, dass Oli in späteren Jahren erfolgreich Kontakte knüpfen und halten kann. Ich weiß nur nicht, wie ich ihm dabei helfen kann. Alleine scheint das doch nicht wirklich zu funktionieren...

Eine Mama hat ja vorgeschlagen, etwas Besonderes zu bieten. Das haben wir früher auch schon mal versucht als wir kleine Kätzchen, dann einen Hund, dann einen Pool hatten. Funktionierte nicht so ganz, weil wir da eben noch den lustigen großen Bruder haben, an den sich dann die Besucherkinder von Oli wandten. Und obwohl Oli immer versucht hat, am Besuch dranzubleiben und wir sogar Leo instruiert haben, dass er schauen soll, dass Oli am Spiel beteiligt bleibt, hat das auf die Dauer nicht geklappt.
Und Leo immer ausquartieren, wenn Oli Besuch bekommt, ist auch nicht so fein.

Es ist schwer, weil Oli selber äußert, dass er gerne Freunde hätte.
:(
Großer Bruder Leo (27+1), geb. 20. 09. 2003 Wahrnehmungsstörungen mit Zwillingsbruder Mateo (unser Schutzengel im Himmel)
kleiner Bruder Oli (30+2), geb. 30.11. 2004, PVL, ICP, spastische Diparese
kleine Schwester Mina (38+0), geb. am 19. 03. 2014, unser Wunder nach 26 Wochen Liegeschwangerschaft

r.bircher
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 747
Registriert: 12.09.2005, 09:17
Kontaktdaten:

Beitragvon r.bircher » 21.02.2017, 22:24

Hallo LjubaK,

Die Beiden sind ja altersmässig sehr nah beieinander. Wie ist das, ist Oli Inklusionskind oder nicht. Vielleicht ist es doch besser, wenn Oli sich unabhängig von seinem Bruder Freunde sucht. Bzw. Freunde suchen ist der falsche Begriff. Sich an der Gesellschaft beteiligen ist besser. Denn Freundschaften entstehen fast immer, weil man etwas gemeinsam macht. Beim Basketball spiele stand bei mir nicht die Freundschaft im Vordergrund, sondern das gemeinsame Sporttreiben. Die Freundschaften entstanden dann halt daraus.

Wenn ich jetzt Umziehen würde, wäre das erste was ich tun würde, einen Sportclub suchen. Ich gehe aber nicht dort hin, mit der Absicht, Freundschaften zu schliessen. Ich gehe dort hin um Sport zu machen. Natürlich weiss ich aus Erfahrung, das mit fast hundert Prozentiger Sicherheit neue Freundschaften entstehen.

Ich denke "Beteiligung an der Gesellschaft" ist das wichtigste, alles andere Entsteht. Und ja, für uns Behinderte heisst Beteiligung an der Gesellschaft oft Mehraufwand. Man muss oft mehr organisieren, und oft ist der Weg zum Zielort Kräftezehrender als für Nichtbehinderte. Ich weiss nicht, was Oli für Interessen hat, und was er schon an Freizeitaktivitäten macht.

Bei uns war es genau das Gegenteil. Ich war im Dorf bekannt wie ein bunter Hund und mein Bruder stand in meinem Schatten. Eigentlich sogar doppelt, denn er war ja auch noch ein Schattenkind. Richtig aufgefallen ist mir das, als wir mal gemeinsam mit dem Rad heim fuhren. Da sagte jemand, "Du bist doch der Bruder von Raphael." Aus meinem Schatten herausgetreten ist er erst richtig, als ich das Dorf verlassen habe. Es war für ihn glaub ich sehr wichtig, ein Umfeld zu finden, wo ich nicht so präsent war.

Dies als eigene Erfahrung, ohne Anspruch auf Richtigkeit. Nehmt was ihr brauchen könnt davon.

Grüsse auch an Oli und Toi toi toi.
Raphael
-------------------------------------------------------------------
Meine Vorstellung
Mein Blog
100m Sprint in Regensdorf (CH)

Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1784
Registriert: 27.01.2017, 08:24

Beitragvon Lisaneu » 24.02.2017, 19:21

Alexandra2014 hat geschrieben:Das sich nicht an allgemeingültige Regeln halten können und das niederquatschen anderer Kinder könnten in der Tat erste Hinweise in Richtung Asperger Autismus sein. Diese sind meist ja auch hb, zumindest aber teilhochbegabt.

Gruß
Alex


Die Hortpsychologin meinte auch was in der Richtung aber ich weiß nicht so recht. Bei meinem älteren Sohn gab es neulich von der Schule aus so eine freiwillige Umfrage wegen ASS, wo wir teilgenommen haben. Ich habe sofort denselben Fragebogen erkannt, den ich einige Monate zuvor bei der Entwicklungsdiagnostik meines jüngeren Sohnes ausgefüllt habe. Und es gab von den etlichen Fragen wirklich nur ganz, ganz wenige, wo ich bei beiden dasselbe angekreuzt habe.

Was beide Jungs gemeinsam haben ist: keine fixen Freunde. Wobei sich mein älterer Sohn durchaus immer wieder Spielkameraden findet. Bei denen macht er sich aber manchmal mit sprunghaftem, teils unfreundlichem und überheblichem Verhalten unbeliebt. Aber zu seiner Geburtstagsfeier nächste Woche sind ihm doch spontan 6 Kinder eingefallen, die er einladen will, und zwei haben schon fix zugesagt. So ganz isoliert ist es also nicht.

Mein älterer Sohn liebt Rollenspiele. Am liebsten ist er dann in der Rolle eines Drachenbabys, das frisch aus dem Ei geschlüpft ist. Aber er kann auch alle möglichen anderen Rollen spielen. Ansonsten zeichnet er sehr gerne und liest gern - hauptsächlich Comics und Wissensbücher. Schon als Kleinkind mußte ich ihm ständig vorlesen. Puzzles interessieren ihn nicht und bei interaktiven Gesellschaftsspielen kriegt er immer die Krise inklusive Wein- und Wutausbrüchen wenn er verliert.

Mein älterer Sohn ist grobmotorisch im Mittelfeld. Er kann gut schwimmen und gut radfahren. Längere Strecken gehen mag er gar nicht. Und bei Ball spielen kriegt er die Krise, sobald ein anderes Kind besser spielt als er. Am Spielplatz ist er am liebsten schaukeln. Klettern mag er nicht sonderlich obwohl er geschickt genug wäre, vermutlich wegen Höhenangst.

Mein jüngerer Sohn ist zu anderen Kindern immer freundlich, nie überheblich, sucht aber von sich aus keinen direkten Kontakt zu anderen Kindern. Er macht gerne inmitten einer Horde Kinder allein "sein Ding". Er kann sich nicht gut genug ausdrücken um die Frage, wen er vielleicht mal einladen will, zu beantworten.

Mein jüngerer Sohn spielt nie Rollenspiele. Er hat eine Eselsgeduld bei Puzzles und mag interaktive Gesellschaftsspiele. Er bekommt zwar mit ob er gewonnen oder verloren hat, aber das ist ihm relativ egal. Aber schummeln, das kann er schon! Bücher haben ihn nie sonderlich interessiert, auch nicht nur anschauen oder wenn ich den Text für ihn gebärde.

Kleinsohn ist grobmotorisch nur noch etwas hinten (hat immens aufgeholt). Er kann nicht Fahrrad und nicht Laufrad fahren und will es von sich aus auch nicht lernen. Für schwimmen ist es noch zu früh. Aber er geht sehr gerne und ausdauernd auch lange Strecken zu Fuß. Er spielt gerne Ball, sowohl mit anderen als auch allein. Ob andere es besser können interessiert ihn nicht. Am Spielplatz könnte er stundenlang rutschen und klettern.

Großsohn ist ein Morgenmuffel und kommt abends schwer ins Bett. Kleinsohn ist ein Abendmuffel und wird unverträglich wenn er zu spät ins Bett kommt. Dabei brauchen beide sehr wenig Schlaf. Großsohn 9 Stunden und Kleinsohn 9,5 Stunden.

Mein älterer Sohn ist eine Plaudertasche. Ständig erzählt er irgend etwas und oft erfindet er auch irgendwelche Geschichten, die er seinen Mitschülern erzählt (z.B. dass er elektronisches Schlagzeug spielt). Insgesmt ist ihm Kommunikation extrem wichtig. Er ist auch sprachlich sehr fit. Sprachentwicklung war als Kleinkind durchschnittlich, aber mit 2,6 Jahren konnte er von einem Tag auf den anderen grammatikalisch korrekt sprechen und hatte von Anfang an einen immensen Wortschatz und eine erstaunliche Ausdrucksweise.

Mein jüngerer Sohn erzählt gar nichts. Kommunikation einfach ihrer selbst willen kennt er überhaupt nicht. Wenn er was gebärdet dann immer nur weil er in der jezt-Situation was haben oder wissen will. Er erzählt z.B. NIE "Heute haben wir mit dem Kindergarten einen Ausflug gemacht" während mein älterer Sohn so was bis ins Detail berichtet. Sprachlich ist er auch in Gebärdensprache deutlich hintennach. Mittlerweile kann er zwar schon in Sätzen gebärden, tut das aber längst nicht immer. Er kann es aber, denn es klappt, wenn ich es einfordere.

Verstehst du jetzt, warum ich nicht glauben kann, dass beide dasselbe Krankheitsbild haben? Ich kann durchaus damit leben dass auch mein älterer Sohn kein neurotypisches Kind ist, aber dass er auch (wie der jüngere Bruder) Asperger Autist sein soll, will einfach nicht in meinen Kopf.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

PaulaW
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 516
Registriert: 19.11.2014, 18:38

Beitragvon PaulaW » 24.06.2017, 21:58

Ihr Lieben !

Sehr interessante Frage.

Ja, unser Sohn hat Freunde und ich bin sehr sehr froh darum. Er schafft es noch nicht ganz alleine und ich bin deshalb immer in der Nähe und bin die schnelle Eingreiftruppe. (Wenn nötig)

Die Freunde kommen zu uns oder wir treffen uns mit meiner Freundin, deren Sohn mit unserem befreundet ist.

Zu einem Kumpel alleine nach Hause zu gehen traut er sich noch nicht ohne mich und das könnte auch noch dauern. Macht aber nix. Ausser bei meiner Freundin die er sehr mag und bei der er sich sicher fühlt. Da ist es schonmal vorgekommen.

Die Idee etwas Interessantes zu bieten fand ich sehr klasse. Ich denke das haben wir.
Mein Mann hat Angst, dass er ausgenutzt werden könnte, aber ich denke auch dass sich das sowieso mit der Zeit dann zeigt.
Und wenn es nur um dämliche Sticker aus den aktuellen Rewe Heften geht ist es mir letztlich auch egal.
Er ist stolz wie Bolle und happy.

Und das wünsche ich Euch auch !

Alles Liebe

Paula
Muskelschwäche, Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörung, Feinmotorische Probleme, Konzentration, PG3, 70% GdB, GBH

*Katha*
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 10.03.2018, 22:29
Wohnort: Pohlheim

Beitragvon *Katha* » 03.04.2018, 21:51

ich bin zwar kein Kind mehr, aber ich hatte wenn ich mich erinner immer gute Freunde :)
Im Kindergarten in der Schule nur in meiner Ausbildungszeit konnt ich mit den meisten Leuten nichts anfangen. 🙈 Da hatte ich, warum auch immer kein Intresse daran. Viele waren einfach wie soll ich sagen... null bock, saufen, komm ich heute nicht, komme ich morgen. Mit so Leuten wollte ich einfach nichts zu tun haben.
In der Werkstatt habe ich auch viele tolle Menschen kennen gelernt, mit einer meiner Kollegen bin ich auch sehr gut befreundet :)
Eine Freundin die ich seit 9 Jahren kenne, habe ich durch ein anderes tolles Forum kennen gelernt. Zufälligerweiße kannten sich unsre Väter. Das war ein lustiger Zufall 😂😂😂 Durch dieses Forum, habe ich noch einige andere kennen gelernt und besuchen uns fast Regelmäßig 👍
Meine beste Freundin kenn ich seit knapp 15 Jahern :)

Denke eure Kids werden sich noch gut Entwickeln :)
Manchen fällt es schwer, manchen leicht :)

ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 17.07.2018, 12:07

Hallo,
meinte Tochter ist 12 Jahre alt und hat leider auch keine Freunde. Sie wünscht sich sehnlichst eine Freundin, aber in der Klasse sind überwiegend Jungs.
Wenn jemand von euch evtl. auch eine 12 jährige Tochter oder eine Tochter in ähnlichem Alter (evtl. auch mit Autismus) hat und in der Nähe von Köln wohnt, kann sich gerne melden zwecks mal Kennenlernen der Mädels untereinander.
Gerne per PN.

Liebe Grüße und allen schönen Ferien...

FinjasMama

FabianM-W
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 47
Registriert: 21.05.2018, 12:33

Beitragvon FabianM-W » 17.07.2018, 14:38

Hallo. Ich habe auch keine Freunde. Mag keine Freunde. Mag nur Mama und Papa und Bruder. Mag kein gesund Kinder. Mag kenne Kinder mit frühkindlicher Autismus. Aber kenn nicht.
*18.11.2002.
F 84.0 Frühkindlicher Autismus
G 40.3 Generalisierte idiopathische Epilepsie und epileptische Syndrome
Q 87.1 Mikrosomie

Michele 11
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 4
Registriert: 16.05.2018, 21:37

Beitragvon Michele 11 » 17.07.2018, 15:04

Hallo ich heiße Michelle und bin 45 Jahre alt. Bisher war ich immer nur stille Mitleserin, aber das Thema ist genau das, was gerade so sehr an mir nagt.
Meine Tochter ist 11 Jahre und geht inklusiv auf eine Gemeinschaftsschule, die ca. 25 Kilometer von uns entfernt ist. Sie hat eine Sprachentwicklungsstörung und eine leichte Intelligenzminderung (getestet IQ 66). Ansonsten ist ihr Verhalten völlig normal, sprich sie hat keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Da sie die ersten beiden Jahre auf der örtlichen Grundschule war, kam ihre Kindergarten- und Schulfreundin bis zu den Osterferien noch jede Woche zu uns zum Spielen. Doch das Mädchen hat nun den Kontakt abgebrochen, wahrscheinlich die beginnende Pupertät und dann die Tatsache, dass meine Kleine einfach nicht mehr mithalten kann. Sie gehen noch gemeinsam in den örtlichen Sportverein, mehr aber auch nicht. Über WhatsApp sieht meine Tochter nun immer, was ihre Freundin macht und sitzt alleine Zuhause.

Als Mutter kann ich doch keine Freunde ersetzen und ich mache mir große Sorgen wie es jetzt in der Pupertät wird. Ich denke, dass es ihr sehr bewusst ist, auch wenn sie mit mir nicht darüber spricht.

Werbung
 
GretchenM
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 413
Registriert: 26.01.2016, 18:53

Beitragvon GretchenM » 17.07.2018, 16:25

Hallo,

Mein Sohn hat das Glück, das wir etwa gleichaltrige und ein paar Jahre jüngere Kinder in der Familie haben. Das war teilweise schwierig, einfach weil er nicht altersentsprechend reagiert aber nach sehr langem „zusammenraufen“ verstehen sich einige der Kinder gut mit meinem Sohn und ich würde sie seine Freunde nennen - sie sind fast wie Geschwister die sich gut verstehen. Sie kommen mindestens einmal die Woche her und das ist echt gut.

Ansonsten hat er meistens irgendein Kind mit dem er in der Schule spielt, sich aber außerhalb noch nie verabreden wollte - derartige Vorschläge lehnt er seit Jahren kategorisch ab.

Am Leichtesten kommt er in Kontakt wenn ich mit ihm einfach so auf irgendeinen großen Spielplatz gehe - neuerdings nur noch im Tierpark oder in der Fußgängerzone - dann freut er sich, wenn er jemanden trifft, oder neu kennenlernt und ist glücklich, wenn sie spontan spielen können. Das führt dazu, dass ich mit ihm oft einfach ziellose Spaziergänge und endlose Kaufausflüge mache, weil ich weiß, es könnte sich so etwas ergeben.

Ich selbst habe meine später für Jahre besten Freundinnen aber auch erst mit 14 kennengelernt und engere Kontakte machen mich meistens nervös, obwohl ich viel Kontakt suche - da ist auch an mir etwas Autistisches.

LG

GretchenM :idea:


Zurück zu „Familienleben“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast