Sonja mit N. (Asphyxie?)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Sonjabd
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Sonja mit N. (Asphyxie?)

Beitrag von Sonjabd »

Hallo,

ich bin auf dieses Forum gestoßen als ich nach der Geburt meines Sohnes im Internet nach Infos gesucht habe.

N. wurde bei 40+1 spontn geboren. Es war eine schnelle Geburtfür eine Erstgebärende, 4 Stunden und 45 Minuten. Als er da ar, wurde er mir auf den Bauch gelegt und ich sagte sofort "warum ist er so blau?". Mein Mann sowie Hebamme und Ärztin beruhigten mich und sagten, er sei nicht blau. Nach kurzer Zeit war er dann offensichtlich blau und die Ärztin nahm ihn an sich. Leider habe ich wegen der anstrengenden Geburt nicht viel mitbekommen und dazu auch ein verschwonmenes Zeitempfinden, aber N musste wohl über wenige Minuten bebeutelt werden ind hatte anschließend eine CPAP-Maske. Nach ca. 10 min wurde er mir rosig und gewaschen auf die Brust gelegt.
APGAR wr 7/8/9, pH 7,33 und BE -9,9

Am nächsten Tag war er immer noch tachypnoeisch und hatte ein CRp von 57. Er bekam über 5 Tage Antibiotika, war aber nie auf einer gesonderten Kinderstation sondern immer bei mir.

Ich mache mir nun große Sorgen, ob er evtl Schäden davongetragen hat.

Hat hier jemand ähnliches erlebt? Wie haben sich Eure Kinder entwickelt?

Viele Grüße und ich freue mich auf den Ausrausch,

Sonja

Nadja82
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Beitrag von Nadja82 »

Hallo Sonjabd,
Erstmal herzlich willkommen in diesem Forum :icon_flower:
Wie alt ist denn dein Sohn jetzt? Wie ist er in seiner Entwicklung? Gibt es Auffälligkeiten?

Lg
Prinzessin (29SSW) geb 3/14 mit zystischer PVL bds, Halbwirbelresektion in Vogtareuth 07/2016
immer mit einem Lächeln im Gesicht und eine Quasselstrippe 😀, Zwillingsbruder 3/14 (29SSW), großer Bruder 5/12 (33SSW)

LovisAnnaLarsMama
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Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Sonja,
an deiner Stelle würde ich mir den Geburtsbericht anfordern und nochmals nachlesen, was dort dokumentiert wurde.
Wenn dein Kind gravierende Probleme gehabt hätte, wäre er nicht bei dir geblieben, sondern wäre zur Überwachung mitgenommen worden, bzw. in ein anderes Krankenhaus verlegt worden. Kann es sein, dass dem Kind erstmal die Luftwege freigemacht, also abgesaugt wurden? Das passt für mich zeitlich besser zur Problembehebung bei deinem Kind? Der pH-Wert alleine sagt natürlich nicht viel aus, aber war doch ziemlich gut.
Hast du irgendwelche sonstigen Anhaltspunkte, dass irgendetwas mit deinem Sohn nicht stimmt?
Ansonsten kann ich dich beruhigen: mein Kind hatte einige Komplikationen bei der Geburt, danach kam der totale Absturz (eine nette Ärztin hat es letztens als globale Insuffizienz beschrieben), und hat die Spuren der Asphyxie im Gehirn. Trotzdem entwickelt er sich toll, wenn auch etwas verzögert und macht mir mit seiner lustigen, süßen Art sehr viel Freude. Lass dich nicht von Berichten aus dem Internet erschrecken und genieße lieber die Zeit mit deinem Baby.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Mama Ursula
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Beitrag von Mama Ursula »

Hallo Sonja,

auch ich möchte Dich hier willkommenheißen und Dir zur Mutterschaft gratulieren.

Darf ich fragen, wie alt Dein Sohn inzwischen ist?

Wie klappt es mit dem Trinken, dem Schlafen?

Ähnlich wie die Mamas vor mir, mag ich Dich nach der bisherigen Informationslage beruhigen - das sind gute Werte und auch ein Absaugen oder gar kurzes Bebeuteln und eine kurze Sauerstoffvorlage sind nichts Ungewöhnliches und haben meist keinerlei Folgen.

Sicherlich gehst Du regelmäßig zu den U-Untersuchungen zum Kinderarzt?! Sprich diesen doch nächstes Mal nochmal konkret darauf an, damit auch er besonders "genau" hinschaut :wink:

Ganz grundsätzlich bin ich außerdem ein Fan davon, meine/ unsere "Krankenunterlagen" Zuhause zu haben. Also finde ich den Tipp, Dir die (kompletten) Unterlagen aus der Geburtsklinik zu besorgen/ in Kopie schicken zu lassen, verständlich und gut!

Und auch ich wünsche Dir, dass Du Deinen Sohn möglichst angstfrei und entspannt kennenlernen kannst und die Zeit mit ihm genießt.
Vielleicht macht es Dir Freude, Dich mit anderen Müttern und ihren Kindern in einer Still- oder Krabbelgruppe zu treffen und auszutauschen.
Oder Ihr geht gemeinsam ins Babyschwimmen.

Das alles sind unbeschwerte Aktivitäten, die alle Babys positiv in ihrer Entwicklung fördern.

Alles Gute!
Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (17J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (2J. mit schwerster Hirnschädigung nach SHT, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

Sonjabd
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Beitrag von Sonjabd »

Hallo,

vielen vielen Dank für Eure Antworten. Ich bin jetzt bereits etwas beruhigter.

Mein Sohn ist jetzt 8 Wochen alt und er ist mein erstes Kind. Ich denke, da kann man wahrscheinlich noch nicht viel über Auffälligkeiten sagen.

Er trinkt gut, sowohl aus der Brust als auch ab und zu aus der Flasche. Er schläft auch gut, wacht halt öfter auf aber ich denke, das ist normal.

Er schaut am liebste n nach rechts und überstreckt sich häufi, wenn er schreit, deshalb ware n wir heute beim Osteopathen. Diesen Termin hat mein Sohn komplett verschlafen, der Osteopath sagte aber, es sei nichts schlimmes.

Er lähelt seit zwei Wochen, tut dies aber bisher nur, wenn er zuerst angelächelt wird und auch nicht immer.

Das einzige ist, das er eher wenig bis gar nicht auf Stimmen reagiert. Bei lauten Geräuschen erschreckt er auch nur, wenn er im Halbschlaf ist. Wenn erdie Augen auf hat, scheinen ihm Geräusche egal zu sein - oder er hört nicht gut. Er hat ja auch Gentamicin bekommen, der aabr-test bei Entlassung war aber gut. Das muss ich wohl beobachten.

Wie würden sich denn Probleme von der Geburt bemerkbar machen - und wann? Worauf muss ich achten?

Viele liebe Grüße und vielen vielen Dank Euch,
Sonja

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KerstinNaß
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Beitrag von KerstinNaß »

Hallo nach Frankfurt,

ich schließe mich meinen Vorgängern an, das hört sich bisher doch alles sehr gut an. Eine "Lieblingsseite" haben die meisten Kinder, das "aktive" Reagieren auf Laute ist sehr unterschiedlich in der Entwicklung.

Unser ( komplett gesunder) Großer war mit dem aktiven Hören so spät, das wir im Babyalter (so mit 4-6 Monaten, meine ich) sogar beim Ohrenarzt waren, damit eine Gehörlosigkeit ausgeschlossen wird. Der sagte uns damals, alles o.K., wenn die Kinder immerhin manchmal auf gehörtes erschrecken, können sie ja offensichtlich nicht gehörlos sein, manche Kinder gucken mehr, manche lauschen mehr.

Wie dem auch sei, ich glaube, du hast deine Tochter gut im Blick. Auf etwas Besonderes musst du nicht achten. Du siehst ja in Spiel- und Krabbelgruppen, wie unterschiedlich die Kinder sich entwickeln - wenn sie nicht überall haltlos zurück ist, kannst du ganz entspannt sein.

LG Cattie
Kerstin mit
Nicolas * 11.2003 kerngesunder Gymnasiast
Benedikt *11.2007 mit ICP links durch Asphyxie während der Geburt, Gymnasiast 5. Klasse

ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

Willkommen hier,
ich möchte auch sagen, dass sich das vom Lesen eher nach Anpassungsstörung bzw. einem leichten Infekt anhört, den die Ärzte dann mit den Antibiotika behandelt haben. Hattest Du Streptokokkendiagnostik in der Schwangerschaft? (Abstrich)
Das mit dem Überstrecken hatten unsere Mädels auch, wenn sie sich aufgeregt haben.
Ich drück Dir die Daumen, dass Ihr mit dem Schrecken davon gekommen seid!
LG Patrizia

Sonjabd
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Beitrag von Sonjabd »

Hallo,
ich wollte mich nochmal zurückmelden. Ihr seid tolle Menschen in einem tollen Forum. Ihr habt mich so sehr beruhigt, obwohl mein Geburtserlebnis und alles weitere im Vergleich zu so vielen hier so harmlos war.

Ich glaube, mein Sohn hat alles sehr gut überstanden. Nino ist jetzt etwas über 5 Monate alt. Er lacht laut seit er elf Wochen alt ist. Er hat heute herausgefunden, dass er sich durchs Wohnzimmer kugeln kann. Er isst Brei seit ca 2 Wochen. Er kreischt viel in verschiedenen Tonlagen.

Er ist einfacb perfekt. Er wäre sicher für mich au h als besonderes Kind perfekt gewesen, ich liebe ihn über alles. Er ist mein Sonnenschein, die Liebe meines Lebens.

Vielen vielen vielen Dank für Eure Antworten als ich so in Panik war!!!

Alles alles Gute für Euch und Eure absolut und in jeder Hinsicht geliebten und perfekten Babys!!!!

Sonja

Mama Ursula
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Beitrag von Mama Ursula »

Glückwunsch Sonja!

Und weiterhin eine so schöne Entwicklung und so große Liebe!

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (17J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (2J. mit schwerster Hirnschädigung nach SHT, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

Sonjabd
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Re: Sonja mit N. (Asphyxie?)

Beitrag von Sonjabd »

Hallo nochmal an alle!

Ich melde mich nochmal zurück, weil es eventuell Eltern hilft, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich damals bei Ninos Geburt.

Er ist jetzt 2,5 Jahre alt und motorisch mindestens altersgerecht entwickelt. Er ist mit 12 Monaten frei gelaufen, da auch sofort ohne hinfallen. Mittlerweile hüpft er zwei Treppenstufen runter und ungefähr 40 cm vorwärts. Er klettert auf alles und ist ziemlich wild.

Sprachlich war er eher spät, mit 24 Monaten konnte er ca 50-70 Wörter, keine Zwei-Wort-Sätze. Mittlerweile hat sich das deutlich gebessert, er spricht 5-7-Wort-Sätze, vieles aber noch undeutlich. Aber auch das wird besser. Er versteht auch komplexe Aufforderungen wie im Supermarkt "Fahr den Einkaufswagen zur Kasse und leg die Sachen aufs Band", das macht er auch in einer Schlange richtig. Er kann sich auswärts sein Essen und Trinken selbst bestellen.

Lange Zeit hat er nur mit Erwachsenen richtig gespielt und in der KiTa (seit 03/18) eher alleine und auch eher für sich ein Buch gelesen. Er singt auch jetzt noch in der KiTa nicht mit, die Liedertexte hören wir dann aber zuhause, eher als "Sprechgesang". Mittlerweile nimmt er aber deutlich mehr Kontakt zu Gleichaltrigen auf, ist aber frustriert, wenn die ihn nicht richtig verstehen. Er interessiert sich für Buchstaben und Zahlen, allerdings fördern wir das nicht besonders. Eine Zeitlang hatte ich Angst, er könnte Autist sein, auf der anderen Seite sind Mama und Papa auch eher zufriedene Einzelgänger.

Er steckt gerade in der Trotzphase und testet aus, ob Regeln auch noch gelten, wenn er ewig heult. Und er hat oft Angst. Nicht zuhause und nicht nachts, aber z.B. vom Piepsen der Waschmaschine bei meinen Eltern.

Seit 5 Wochen ist Nino großer Bruder. Er findet seinen kleinen Bruder nicht besonders toll, aber wenn er weint, schaukelt er ihn und sagt "nicht weinen, alles gut. Nichts schlimmes. Ich Schaukel dich, guck mal, hier Raupe" und hält ihm die Raupe hin.

Er wird in keinster Weise besonders gefördert, er soll einfach Kind sein dürfen.

Und ich habe beschlossen, mir nicht mehr so viele Sorgen zu machen und ihn nicht ständig im Hinblick auf Probleme zu beobachten. Er ist mein Kind und ich liebe ihn. Egal, ob es ein Problem gibt. Und seitdem ist er gerade sozial deutlich aufgetaut .

Falls es ein Problem gibt, werde ich es wohl irgendwann merken oder (Ich hoffe nicht, denn das würde mein Bauchgefühl Lügen strafen) es spricht mich jemand an.

Und bis dahin genießen wir diese - trotz Trotzphasen :-) - absolut tolle Kleinkindalter.

Das hier ist ein ganz ganz tolles Forum, in dem ich immer mal wieder aus Interesse wegen meinem Beruf lese. Ihr seid ganz starke Menschen und ich bewundere, wie ihr mit euren Lebenssituationen umgeht!

Ganz viele Grüße,

Sonja

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