Pflegehilfsmittel für 40€ monatlich?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 01.02.2017, 16:18

Uwe2 hat geschrieben:... der verkauft einem Feuchttücher und schreibt dann Desinfektionsmittel auf die Rechnung. .....


Hallo Uwe,

das hatte ich doch schon oben geschrieben. Die möchten einen "sauberen Beleg". :lol:

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
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Helena*
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Beitragvon Helena* » 01.02.2017, 17:11

Hallo miteinander,
mal eine dumme Frage von mir: es gibt doch zur Reingung und Pflege Reinigungsschaum zum Beispiel von Menalind, da steht als Anwendungsgebiet "[....]wirkt geruchsneutralisierend; ohne Wasser anzuwenden, gut zu portionieren und gezielt aufzutragen; vereinfacht die Reinigung stark verschmutzter oder verkrusteter Hautpartien, z. B. bei Stuhlinkontinenz."

Würde ein solches Produkt übernommen?

Zum Thema Feuchtteucher: da wir kein Bidet im Bad haben und auch keines einbauen könnten wegen Platzmangel, benutzen alle Mitglieder selbstverständlich auch feuchtes Toilettenpapier. Allerdings sind diese viel kleiner als Feuchttücher (sollen ja auch über die Toilette entsorgbar sein), die man bei Inkontinenten oder Windelträgern nutzen würde. Zudem ist feuchtes Toilettenpapier nicht mit Öl getränkt erhältlich, wie bestimmte Feuchttücher. Ich finde schon, dass dies deutliche Unterschiede zu einem normalen Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens sind, die eine klare Abgrenzung erlauben würde.

Aber selbst bei "erlaubten" Pflegehilfsmitteln gibt es Kassen bzw. Sachbearbeiter die eine Kostenübernahme unter allen Umständen verhindern möchten. So wurden bei uns Einmalhandschuhe mit der Begründung abgelehnt es läge ja keine ansteckende Krankheit wie zum Beispiel eine Hepatitis B vor , da reiche doch Hände waschen (zu der Zeit hatte mein Kind täglich bis zu acht mal sehr dünnen, manchmal flüssigen Stuhl, so das dann auch immer abgeduscht werden musste, weil er von oben oben bis unten verschmutzt war).

LG, helena

Sinale
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Beitragvon Sinale » 01.02.2017, 21:50

Hallo Helena, Hallo Zusammen,

die Userin Mama Ursula hatte in der Vergangenheit ein Thema zum Intimpflegeschaum im Rahmen der Pflegehilfsmittel eröffnet:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... um&start=0

Solange die 40,-- € pro Monat nicht ausgeschöpft werden und deshalb die Geldleistung nicht beantragt werden kann, würde ich an eurer statt den Rat von Herbert befolgen und die benötigten Dinge im Rahmen der Pflegehilfsmittel mit dem Hinweis von Herbert nochmals schriftlich beantragen, nötigenfalls mit einer ärztlichen Bescheinigung. Bitte lest hierzu das Thema des folgenden Links auch einmal durch, denn die Userin anner hatte aufgrund dieser Rechtsprechung die Kostenübernahme von Feuchttüchern erwirkt:

www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?p=775533

herbert hat geschrieben:Hallo,

natürlich sind im Hilfsmittelverzeichnis in den Produktgruppen 50-54 viele Pflegehilfsmittel exakt aufgeführt. Aber das ist nicht erschöpfend, sondern nach mehreren Urteilen des BSG nur eine Arbeitshilfe. Was da drin steht, muss die Kasse bei entsprechender Indikation übernehmen. Für andere Produkte bedarf es der Einzelfallbegründung (zuletzt BSG-Urteil B 3 P 9/06 R zu Einmal-Schutzservietten bei übermässigem Speichelfluss):

http://www.rehadat-recht.de/de/hilfsmit ... ilfsmittel

Für Euch heisst das, dass die KK falsch informiert (ist), wenn sie behauptet, dass sie die Kosten nicht übernehmen darf - im Gegenteil, wenn sie bisher der Auffassung war, dass der Bedarf berechtigt ist, bedarf es auch keiner neuen Begründung.

(Ausdrucken und der Kasse zukommen lassen)

Herbert :)


http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 533#775533

Folgend nochmals zur Geldleistung, diese kann mit Hilfe entsprechenden Ausdrucks der Seite des Rundschreibens beantragt werden, siehe bitte folgend:

Gemäß folgendem aktuellen Rundschreiben zur Pflegeversicherung vom 22.12.2016, S. 189 ist die Kostenerstattung möglich:

https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... 012017.pdf

Aufwendungen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden bis zu einem Betrag von monatlich 40,00 EUR übernommen. Aufwendungen, die über diesen Höchstbetrag hinausgehen, gehen zu Lasten des Pflegebedürftigen.
Der Versicherte kann wählen, ob er zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel als Sachleistung im Rahmen der zwischen dem GKV-Spitzenverband geschlossenen Verträge oder in Form der Kostenerstattung für selbst beschaffte Pflegehilfsmittel in Anspruch nehmen will. Wählt der Versicherte die Kostenerstattung, sollte aus Gründen der Verwaltungspraktikabilität in Fällen, in denen ein monatlicher Bedarf an zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln in Höhe von mindestens 40,00 EUR nachgewiesen ist (wenn beispielsweise im letzten halben Jahr der Leistungsanspruch stets voll ausgeschöpft wurde und dies auch zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist), auf die monatliche Vorlage von entsprechenden Belegen verzichtet werden. In diesen Fällen kann ohne weitere Prüfung der monatliche Höchstbetrag ausgezahlt werden.


Es kam auch folgender Vorschlag zur Geldleistung:

AnneJaJoLu hat geschrieben:Hallo!
Dann muss sie die 40,- Euro für einige Monate ausreizen, damit die Krankenkasse überweist. Ist zwar unsinnig, Dinge zu horten nur um die 40,- Euro zu erreichen und andere Sachen nicht kaufen zu können, die man dringend braucht, aber dieser Unsinn ist ja Krankenkassen-hausgemacht.
Liebe Grüße,
Anne


http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 62#1897862
Viele Grüße
Sinale

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Hallo Zusammen,

Beitragvon Olina » 26.06.2018, 14:38

Hallo Ihr Lieben,

Ich bekomme schon seit 3 Jahren Pflegehilfsmittel für meine Tochter. Ich habe auch Lieferscheine für jeden Monat gesammelt.
Ich möchte gerne bei der Krankenkasse einen Antrag auf Geldbezug der 40 Euro stellen.
Ich brauche einen Rat. Soll ich diesen Antrag bei der Pflegekasse stellen?
Wie geht das überhaupt?
Das soll bestimmt schriftlich gemacht werden. Soll ich Gesetzauszug erwähnen ( falls Sie keine Ahnung haben)?
Deutsch und Schreiben sind nicht gerade meine Stärcken, besonders wenn um die Antragstellung geht.
Kann mich jemand Freundlicheweise unterstützen?

Ich bedanke mich sehr herzlich im Voraus

Liebe Grüße

Olga und Alyssia
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Beitragvon **carmen** » 26.06.2018, 16:09

Hallo
unsere Kasse hat das angeboten,aber........ :wink:
nur unter der Vorraussetzung ,das Hilfsmittelpauschale und Windelpauschale
zusammen ausgezahlt wird.Das macht zusammen 60 Euro :!:
Das rechnet sich demnach nur,wenn man wenig Windeln pro Monat beansprucht.
Ich habe das Angebot abglehnt,da alleine die Kosten für die Windeln,
die Pauschale von Hilfsmittel und Windel zusammen ,deutlich übersteigt :idea:
Ich hätte zwar das Geld auf dem Konto,muss mich aber selber um qualitativ
preiswertige Windeln umsehen,hätte keine Hilfsmittel mehr.
Die hätte ich auch aus eigener Tasche zahlen müssen.
Bei diesem Deal hätte die Krankenkasse natürlichen einen Vorteil gehabt.
LG Carmen

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Re: Hallo Zusammen,

Beitragvon MichaelK » 26.06.2018, 17:51

Olina hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,

Ich bekomme schon seit 3 Jahren Pflegehilfsmittel für meine Tochter. Ich habe auch Lieferscheine für jeden Monat gesammelt.
Ich möchte gerne bei der Krankenkasse einen Antrag auf Geldbezug der 40 Euro stellen....


Hallo,

hast du bisher das Geld erstattet bekommen (Kostenerstattung) oder hattest du die Pflegehilfsmittel als Sachleistung über eine Apotheke, Sanitätshaus bezogen?

LG Michael
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Beitragvon MichaelK » 26.06.2018, 17:55

**carmen** hat geschrieben:Hallo
unsere Kasse hat das angeboten,aber........ :wink:
nur unter der Vorraussetzung ,das Hilfsmittelpauschale und Windelpauschale
zusammen ausgezahlt wird.


es gibt keine Pauschalen. Bei den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln sind die 40 EUR ein Höchstbetrag, Windeln fallen in den Bereich der KV - da gibt es überhaupt keine Budgetierung.

LG Michael
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Beitragvon **carmen** » 26.06.2018, 18:43

MichaelK hat geschrieben:
**carmen** hat geschrieben:Hallo
unsere Kasse hat das angeboten,aber........ :wink:
nur unter der Vorraussetzung ,das Hilfsmittelpauschale und Windelpauschale
zusammen ausgezahlt wird.


es gibt keine Pauschalen. Bei den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln sind die 40 EUR ein Höchstbetrag, Windeln fallen in den Bereich der KV - da gibt es überhaupt keine Budgetierung.

LG Michael

Hallo
Doch bei unserer Kasse ist das so,es waren 31 Euro für Hilfsmittel und 29 Euro
für die Windeln.Ich habe das auch schriftlich von der Kasse vorliegen.
Das war vor der Erhöhung der Hilfsmittel auf 40 Euro.
LG Carmen

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Beitragvon MichaelK » 26.06.2018, 18:59

**carmen** hat geschrieben:Doch bei unserer Kasse ist das so,es waren 31 Euro für Hilfsmittel und 29 Euro
für die Windeln.Ich habe das auch schriftlich von der Kasse vorliegen.


Hallo Carmen,

das will ich nicht bestreiten, dass eure Kasse solche Sachen macht. Allerdings wäre das ganz klar rechtswidrig, sofern da so eine Verknüpfung erfolgt, wie du das geschildert hattest.
..unter der Vorraussetzung ,das Hilfsmittelpauschale und Windelpauschale
zusammen ausgezahlt wird.


Die Auszahlung der 40 EUR in Geld stellt eine Verwaltungsvereinfachung dar und ist nur möglich, wenn der Betrag bei Kostenerstattung voraussichtlich sowieso immer erreicht oder überschritten wird.
Eine zusätzliche Bedingung daran zu knüpfen ist unzulässig und genau so unzulässig wäre es, auf die eigentliche Bedingung zu verzichten, nur weil es eventuell insgesamt "billiger" wird. Sachlich hat beides nix miteinander zu tun.

LG Michael
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Beitragvon Sinale » 26.06.2018, 20:46

Hallo Olga,

ich gehe davon aus, dass du seit 3 Jahren Pflegehilfsmittel durch einen Anbieter geliefert bekommst. Wenn der Krankenkasse mindestens das letzte halbe Jahr monatlich dafür je 40,-- € ausgegeben hat, kannst du für dein Kind die Geldleistung hierfür schriftlich bei der Pflegekasse beantragen.

Folgend zur Geldleistung, diese kann mit Hilfe entsprechenden Ausdrucks der Seite des Rundschreibens beantragt werden, siehe bitte folgend:

Gemäß folgendem Rundschreiben zur Pflegeversicherung vom 13.02.2018 ist die Kostenerstattung möglich:

https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... riften.pdf

Aufwendungen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden bis zu einem Betrag von monatlich 40,00 EUR übernommen. Aufwendungen, die über diesen Höchstbetrag hinausgehen, gehen zu Lasten des Pflegebedürftigen. Der Versicherte kann wählen, ob er
zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel als Sachleistung im Rahmen der zwischen dem GKV - Spitzenverband mit den Leistungserbringern oder deren Verbände geschlossenen Verträge oder in Form der Kostenerstattung für selbst beschaffte Pflegehilfsmittel in Anspruch
nehmen will. Wählt der Versicherte die Kostenerstattung, sollte aus Gründen der Verwaltungspraktikabilität in Fällen, in denen ein monatlicher Bedarf an zu m Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln in Höhe von mindestens 40,00 EUR nachgewiesen ist (wenn beispielsweise im letzten halben Jahr der Leistungsanspruch stets voll ausgeschöpft wurde und dies auch zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, auf die monatliche Vorlage von entsprechenden Belegen verzichtet werden. In diesen Fällen kann ohne weitere Prüfung der monatliche Höchstbetrag ausgezahlt werden.
Viele Grüße

Sinale



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