Freistellung von der Arbeit wegen Arztbesuch der Tochter

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

mama Raquel mit Tamara
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 20.01.2010, 20:56

Freistellung von der Arbeit wegen Arztbesuch der Tochter

Beitragvon mama Raquel mit Tamara » 22.11.2016, 20:25

Hallo

habe eine Frage: meine Tochter ist 22 Jahre und muss zum Neurologen.
Wie ist es mit meiner Arbeit? Muss ich mir Urlaub nehmen oder gibt es irgendwelche Sonderregelungen wegen unsere besondere Kinder?
Sie hat eine Behinderung von 100 sowie Merkzeichen H

Ich danke für Eure Hilfe

Lieben Gruß
Raquel

Werbung
 
MariaH83
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 381
Registriert: 29.07.2011, 10:35

Beitragvon MariaH83 » 22.11.2016, 21:05

Haallo Raquel,

ich nehme dann immer Urlaub oder mache Minusstunden. Von einer anderen Regelung wüsste ich nichts.

Liebe Grüße, Maria
Mama (´83, Asperger-Autistin mit diversen Baustellen) von S. (1/11; Mikroduplikation 2q13, Epilepsie, Asperger-Autismus, PG 3, SBA mit GdB 70 und G B H), J. (7/12, "normal" entwickelt, Asthma nach RSV) und L. (11/17), Z. n. Reflux, Apnoen, infektanfällig und sehr munter
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic101737.html

mama Raquel mit Tamara
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 20.01.2010, 20:56

Beitragvon mama Raquel mit Tamara » 22.11.2016, 21:11

Hmmm,

jetzt bin ich am recherchieren....wie ist es als amtlicher Betreuer??? Muss man da nicht freigestellt werden?

TanjaJ1972
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1221
Registriert: 09.07.2007, 21:02
Wohnort: NRW

Beitragvon TanjaJ1972 » 22.11.2016, 21:53

Hallo,
wenn Du Glück hast, ist vielleicht tarifvertraglich was geregelt. Bei uns (IG Metall) ist es jedenfalls auch so, daß es dafür keinerlei Sonderregelungen gibt.
Ich arbeite auch immer Überstunden für solche Gelegenheiten raus oder nehme halt Urlaub, wenn es nicht anders geht.
Wie das bei amtlichen Betreuern geregelt ist, weiß ich auch nicht. Gibt es vielleicht als Betreuer eine Möglichkeit, sich entstandene Kosten von irgendwem (Sozialamt o.ä.) erstatten zu lassen? Dann könnte es vielleicht mit unbezahlter Freistellung und der Erstattung des Verdienstausfalls über die zuständige Stelle funktionieren??

VG
Tanja
Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)

michi79
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 353
Registriert: 01.08.2007, 11:31

Beitragvon michi79 » 22.11.2016, 23:54

Hallo,

im Tarifvertrag Banken und Versicherungen (ich habe viele Jahre als versicherungskauffrau gearbeitet) gibt es für solche Fälle auch keine Sonderregelung. Ich musste für Termine mit unserem Sohn auch immer Urlaub nehmen, oder Überstunden abbummeln bzw minus machen. Eine andere Möglichkeit wäre noch eine unbezahlte Freistellung, aber ob man da irgendwie kosten erstattet bekommt weiß ich nicht.
Bei uns war es übrigens auch egal, ob jemand als amtlicher Betreuer eingetragen ist. Das ist man ja bei seinen minderjährigen Kindern sowieso irgendwo automatisch, wenn nicht etwas anderes geregelt ist (zb Jugendamt hat die Vormundschaft o.ä.)
Liebe Grüße
Michaela

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2331
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitragvon IlonaN » 23.11.2016, 07:06

Ich bin auch Betreuer meinr behinderten erwachsenen Tochter und muss die Termine auch so legen das ich frei habe oder Urlaub nehmen- leider. Selbst bei Gerichtstermin wegen der Betreuung, da ich ja ehrenamtlicher Betreuer und kein staatlicher bin, zählt das als Privatangelegenheit.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

EvaHH
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 634
Registriert: 03.11.2015, 14:42
Wohnort: Norden

Beitragvon EvaHH » 23.11.2016, 08:48

Hallo,

da bin ich so froh, dass mein Arbeitgeber hier kulant ist. Bei den Terminen mit meinem Kleinen kann ich einfach später kommen oder früher gehen.
meine Termine versuche ich immer außerhalb der Arbeitszeit zu legen. Es sei denn es geht nicht anders. da sagt aber auch keiner was.
bei uns steht auch, dass die Arzttermin nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeiten zu legen sind.
LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)

michi79
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 353
Registriert: 01.08.2007, 11:31

Beitragvon michi79 » 23.11.2016, 12:06

Hallo Eva,
das hab ich damals auch versucht. Geht aber - wie du selbst schon schreibst - nicht immer. Oder wenn man weiß, dass die Termine sehr zeitintensiv sind oder man eine längere Anfahrt hat oder was auch immer. Mein Arbeitgeber hat mir am Schluss nur noch versucht, Steine in den Weg zu legen. Und das, obwohl ich meist nicht mal mehr so viel "Resturlaub" hatte, dass ich 2 zusammenhängende urlaubswochen im Jahr für mich zur Erholung hatte. Mein AG wollte mir sogar verbieten, mit meinem Sohn ins KH zu gehen oder unbezahlte Freistellung zu bekommen wenn mein Mann mal wieder ins KH musste... nunja, das WAR bis vor 3 Jahren
Liebe Grüße

Michaela

EvaHH
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 634
Registriert: 03.11.2015, 14:42
Wohnort: Norden

Beitragvon EvaHH » 23.11.2016, 13:54

Hallo Michaela,

oh man! das tut mir leid!
ich bin froh, dass die bei mir so kulant sind und ich hoffe es bleibt so...
Aber gelten bei Euch solche Termine nicht als Krankheit? bei uns ja. wenn der Arzt oder SPZ oder so ausstellen würde, dass wir dort zu Behandlung waren, dann ist es so zu behandeln als ob man krank wäre...
LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)

Werbung
 
michi79
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 353
Registriert: 01.08.2007, 11:31

Beitragvon michi79 » 23.11.2016, 16:27

Hallo Eva,
für mich ist das Thema inzwischen erledigt. Habe mit meinem damaligen Arbeitgeber 2013 einen Aufhebungsvertrag aushandeln können.
Nein, geplante Arztbesuche oder so (wie z.b. muskelsprechstunde oder so) gelten bei uns nicht als krank. Ich hatte auch immer das Problem, dass Kinderkrank bei mir nie galt, weil mein Mann zu hause war und bei mir familienversichert. Somit bekam ich dann noch nicht mal Verdienstausfall von der Kasse wenn mein Sohn mal wirklich krank war oder so.

Ich wünsche und gönne JEDEM von Herzen einen flexiblen und kulanten Arbeitgeber!
Liebe Grüße

Michaela


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste