BVKM: Aktualisierter Ratgeber zum Behindertentestament

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Inge
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BVKM: Aktualisierter Ratgeber zum Behindertentestament

Beitragvon Inge » 11.10.2016, 08:24

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) hat seinen bewährten Rechtsratgeber „Der Erbfall – Was ist zu tun? Aufgaben und Pflichten der Erben, des Testamentsvollstreckers und des rechtlichen Betreuers bei einem Behindertentestament“ aktualisiert.
Quelle, kompletter Text und Link zum Rechtsratgeber: BVKM

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

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Inge

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Beitragvon AnneJaJoLu » 11.10.2016, 11:38

Liebe Inge,

danke für den Hinweis!

LG Anne

Andrea1
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Beitragvon Andrea1 » 11.10.2016, 16:14

Hallo Inge,
was hat sich denn geändert?

LG
Andrea
Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß

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Inge
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Beitragvon Inge » 11.10.2016, 18:51

Hallo Andrea,

ich hab die Broschüre noch nicht gelesen und werde aus Zeitmangel vorläufig auch nicht dazu kommen :?

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Kaja
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Beitragvon Kaja » 28.04.2017, 08:15

Hallo,

der Link oben funktioniert nicht mehr. Hier der aktuelle Link

http://bvkm.de/wp-content/uploads/2016- ... eichen.pdf

Zwei Gedanken, die mir beim Durchlesen gekommen sind:

1. Im Testament steht ja meist nicht, dass das behinderte Kind Erbe in Höhe des Pflichtteils wird, sondern ein Prozentsatz vom Erbe. Schwierig wird es, wenn der Erblasser nach Testamentserstellung etwas verschenkt und damit ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB entsteht, auf den das Sozialamt zugreifen kann. Hier müsste gegebenenfalls bei größeren Schenkungen das Testament überarbeitet werden.

2. Ein famlienfremder Ergänzungsbetreuer kann grundsätzlich für das behinderte Kind auch das Erbe ausschlagen. Insbesondere, wenn es sich um einen Berufsbetreuer handelt, kann er daran auch ein eigenes (vergütungsrechtliches) Interesse haben, weil er diese Kosten (anders bei der Annahme des Erbes) gesondert berechnen kann. Hier sollte man bei der Betreuerbestellungen Konstellationen schaffen, die einen Ergänzungsbetreuer nicht erfordern.

Viele Grüße Kaja

Martina Tinchen
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Beitragvon Martina Tinchen » 11.08.2018, 13:24

Hallo zusammen,

bin neu in der Materie und total überfordert.
Wir - mein Mann und ich - haben 3 Kinder unter 4 Jahren. Eines ist geistig und körperlich schwerbehindert, wird von mir zu Hause gepflegt (Grad 5) und wird nie selbständig leben können.
Momentan bekomme ich Pflegegeld, mein Kind Blindengeld.
Was passiert nun erbrechtlich (sozialrechtlich), wenn ich ODER mein Mann ableben? Unser Kind soll (nach unseren Kräften) in kein Heim.
Haben wir nach Eintreten des 1. Erbfalles momentan hinsichtlich Sozialamt etwas zu befürchten?
Wir haben daheim ein handschriftliches selbst verfasstes Berliner Testament (vor der Geburt unserer Kinder verfasst).
Wir wollen natürlich per Anwalt ein Behindertentestament verfassen lassen, aber dafür fehlt grad die Zeit und die Kraft. Sollten wir beide gleichzeitig ableben, wäre das für alle Beteiligten der Supergau, da wir niemanden für die Kinder haben, nicht mal im entferntesten.
Aber für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass ("nur") einer ablebt, bekommt doch das Sozialamt bisher nichts, oder?
Vielen Dank im Voraus.
M

monika61
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Beitragvon monika61 » 11.08.2018, 17:13

Hallo Martina Tinchen,

hier ab Seite 16 findest Du Infos zum Berliner Testament:
https://bvkm.de/wp-content/uploads/Vere ... 18_web.pdf

Hier gibt es Infos zu Minderjährige im Erbrecht:
https://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrec ... ehrig.html

Das dem Kind rechtlich zustehenden Pflichtteil, kann wohl noch bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres eingeklagt werden, wenn ich das richtig verstehe. Aber ich bin nur Laie.... :?
Eine rechtlich sichere Antwort wird Dir wohl nur ein Fachanwalt geben können. :wink:

LG
Monika


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