Tageshöchstsatz bei Verhinderungspflege durch Verwandte?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 26.03.2017, 11:35

MichaelK hat geschrieben:
Michaela44 hat geschrieben:Als Jahreshöchstbetrag nannte er die 1612 €. Da lag er dann ja völlig daneben?!


Der Höchstbetrag ist schon richtig. Aber der wird laut Gesetz nur an fremde Personen oder an Verwandte, die die Ersatzpflege erwerbsmäßig ausüben, gezahlt.

Kann ja dann auch Probleme bei der Steuer machen oder bei bestimmten Sozialleistungen, die vom Einkommen abhängen, da eben Beträge über dem Pflegegeld steuerpflichtig sind bzw. als Einkommen zählen. Solche Fehler können also durchaus Kreise ziehen im Einzelfall, wo die Betroffenen noch nicht mal was davon ahnen.

LG Michael


Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht. Es ist in unserem Fall aber unschädlich, da meine Mutter weder Sozialleistungen bezieht noch Einkommen hat und wegen 400 € wird man nicht steuerpflichtig.

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MarthasAnja
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Beitragvon MarthasAnja » 07.12.2017, 23:48

Moin.
Da ich bei unserer KK ein ähnliches Problem mit den Tagessätzen für Verwandte befürchte, wollte ich mal horchen wie sich eure Widersprüche entwickelt haben?

Ich würde einfach gerne 10€ als Stundenbasis für Oma und Opa abrechnen, weil das genau der Satz ist den auch unsere Hilfe bekommt. Es handelt sich ja auch nur um die paar Stunden, wenn ich nicht da bin und sie allein verantwortlich sind - entlasten tun sie mich ja aber auch noch, wenn ich da bin und sie zu Besuch. Da finde ich eine geringe aber reale Vergütung (1xjährlich weit unter dem 1,5 Satz) echt angebracht.

Danke für ein kurzes Feedback ob es mit euren Widersprüchen positiv ausging.
Viele Grüße,
Anja
Anja (*79) mit M. (*Dezember 2012) unbalancierte Translokation 7p/13q entwicklungsverzögert, (korregierte) Poly- und Syndaktylien, angeborener Polstar (links operiert und Linsen-korrigiert), Diabetes MODY 2 und G. (*2007) und W. (*2015) dazu noch Mann mit 2 Großen (*2000 und 2002)

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 08.12.2017, 16:03

Hallo Anja,

die Pflegekasse hat bei uns mit einer Einzelfallentscheidung eine Klage abgewendet, ohne Anerkennung eines Rechtsgrundes. Sie haben also den geforderten Betrag gezahlt. Der lag ohnehin aufs Jahr nur 200 EUR über dem gekürzten Betrag der aus dem Pflegegeld errechnet wurde.

Zur Sache habe ich aktuell eine Petition beim Bundestag eingereicht. Status: in Bearbeitung.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
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Beitragvon Michaela44 » 08.12.2017, 22:06

Eine Zwischenfrage: Wie kann man denn eine Petition beim Bundestag einreichen? Kann man das auch wegen der Ungleichbehandlung seelisch behinderter zu geistig bzw. körperlich behinderten Kindern (bezogen auf den Kostenbeitrag bei Unterbringung )?
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Beitragvon MichaelK » 08.12.2017, 23:26

Michaela44 hat geschrieben:Eine Zwischenfrage: Wie kann man denn eine Petition beim Bundestag einreichen?


Hallo,

schau mal bitte hier: https://epetitionen.bundestag.de/epet/p ... ichen.html

LG Michael
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Beitragvon MarthasAnja » 09.12.2017, 13:18

Hi,

Danke für die Antwort - ob ich jetzt wegen 50€ mit der KK diskutiere ... mal schauen.
Gerne würde ich die Petition unterstützen - kannst Du sie bitte hier nochmal verlinken, Michael?

Herzlichen Dank für die Hilfe,
Viele Grüße Anja
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Beitragvon AstridNed » 09.12.2017, 22:23

Verhinderungspflege super erklärt

beste Seite überhaupt

http://ganzschoenlaut.de/verhinderungsp ... s-ist-das/
Astrid, Bj 74, Anosmie, Mama von
Fynn 12/07: FOXP1, partielle Trisomie 9q32... Fehlbildungssyndrom- operierte Frontalnahtsynostose, globale Entwicklungsverzögerung - GdB70 Mz HBG, PG3
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Beitragvon MichaelK » 09.12.2017, 22:47

MarthasAnja hat geschrieben:Gerne würde ich die Petition unterstützen - kannst Du sie bitte hier nochmal verlinken, Michael?



Hallo Anja,

das geht leider nicht mehr. Die Mitzeichnungsfrist ist abgelaufen.
Link: https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... 91.nc.html

LG Michael
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Beitragvon MichaelK » 05.07.2018, 22:17

Hallo,

der Bundestag hat leider meine Petition abgewiesen und stellt sich hinter die m.E. rechtswidrige Praxis der Pflegekassen.
Begründung könnt ihr hier nachlesen: https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... $.a.u.html

LG Michael
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Beitragvon Sinale » 06.07.2018, 10:28

Hallo Michael,

dies verärgert mich - ich hatte natürlich auch unterschrieben - es geht nicht an, dass Krankenkassen sich nicht an Urteile des BSG halten und dies auch noch politisch unterstützt wird!
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin


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