Ryanair / Flughafen Weeze/beh. Kind-suche Erfahrungsberichte

Mit einem besonderen Kind in den Urlaub zu fahren ist gar nicht so einfach - schließlich müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Welcher Urlaubsort ist besonders behindertenfreundlich?
Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Eure Infos sind für so manche Familie mit einem besonderen Kind sicherlich Gold wert!

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Jutta T
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Ryanair / Flughafen Weeze/beh. Kind-suche Erfahrungsberichte

Beitragvon Jutta T » 09.09.2016, 18:29

Hallo zusammen,

wir fliegen im Okt. mit Ryanair ab Weeze nach Spanien.

Wer hat Erfahrung mit der Gesellschaft und dem Service mit einem behinderten Kind und wie läuft es am Flughafen etc.

Wer kann und möchte berichten ?

Freu mich über jedes Posting

VG Jutta

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Eva mit Marla
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Beitragvon Eva mit Marla » 09.09.2016, 21:21

Hallo Jutta,

wir sind letztes Jahr ab Uetrecht mit Ryanair nach Spanien geflogen. Es lief super. Meine Freundin, selbst Rollifahrerin, ist ab Weeze mit Ryanair nach Italien geflogen. Auch das problemlos.

Wir haben nur den Rolli-Service online gebucht. Beim Einchecken haben wir gesagt, wir wollen den Rolli bis zum Flieger mitnehmen. Wir haben ihn dann an der Treppe abgegeben und Marla selbst reingetragen (bei 18 kg kein Problem).

In Alicante lief das Aussteigen dann mit einem speziellen Hubwagen. Das machen die aber bei jeder Airline. Wir finden es immer lästig, aber sonst kommt man nicht an den Rolli.

VG
Eva
Eva, Frank, Luis (05/07) und unsere Special Edition Marla (07/09)
Primäre Mikrozephalie mit Anlagestörung des Gehirns (Hypoplasie, erweiterte Seitenventrikel, Polymikrogyrie, Pachygrie ...)
Ursache: WDR62-Gendefekt (Chromosom 19q13.12)

Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 09.09.2016, 22:25

Hey Jutta,

bin schon öfter (und gerne) mit RyanAir geflogen. Auch mit Jessy. Allerdings ab Hahn mit Jessy. Und zuletzt ab Baden Airpark mit den Jungs.

Ich hatte mir, als ich alleine mit Jessy flog, "Hilfe gebucht".
Wir stiegen als 1. ein. Konnten den Rehawagen bis direkt ans Flugzeug mitnehmen. Die Assistenten trugen mir mein Lagerungsmaterial und alles Zubehör ins Flugzeug. Das Kind wollte ich nicht "abgeben".

Im Flugzeug hatte ich eine 3er-Reihe für uns 2 - sehr praktisch, dass der Flieger nicht ausgebucht war.
Mit meinen Stillkissen, Kissen... habe ich Jessys Sitz ausgestopft, so dass sie bei Start und Landung sitzen konnte. Nachdem die Anschnallzeichen erloschen waren, konnte ich sie über 2 Sitze hinlegen.
Das Bordpersonal war sehr zuvorkommend und ALLE sehr verständnisvoll und hilfsbereit.
Beim Ausstieg waren wir die Letzten und hatten somit überhaupt keinen Stress...

Nur der Mann vom Grenzschutz/Zoll nahm alles super genau :lol: - eigentlich beruhigend, an dem Tag fand ich es eher albern. Als Pflegekind brauchte ich sämtliche Papiere und Genehmigungen für sie - nicht dass ich sie entführt hätte, nach Irland! Genauso bei der Wiedereinreise - gleich Grenzer :wink:

Medikamente, Nahrung, Tee, Wasser für Jessy alles super unproblematisch!

Rehawagen durch die Sicherheitskontrolle war lustig, aber eigentlich auch unproblematisch - man muss halt mit den Leuten reden und sollte früh genug da sein, um nicht in Stress zu kommen, wenn es etwas länger dauert...

Meine Unmengen Lagerungsmaterial und "Handgepäck" wurden auch nicht moniert! Soviel hätte ich gar nicht gebraucht, wollte aber für alle Eventualitäten gewappnet sein.

Dieses Jahr im Mai bin ich mit 3 Teenies geflogen - ebenfalls super freundlich und zuvorkommend.
Es war ein gehbehindertes, älteres Ehepaar (90?) an Bord. Denen begegnete das Personal mit allergrößtem Respekt, Geduld und Hilfsbereitschaft.

Ich wünsche Euch einen ganz tollen Flug, ein wunderschönes Erlebnis und ganz viel Erholung!

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

Jutta T
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Beitragvon Jutta T » 09.09.2016, 23:10

Vielen lieben Dank Euch beiden :icon_flower:
Gruss
Jutta

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Beitragvon Jutta T » 09.09.2016, 23:16

Vielen lieben Dank Euch beiden :icon_flower:
Gruss

Jutta

Mellie
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Beitragvon Mellie » 10.09.2016, 10:17

Hallo,

wir sind auch schon oft von Weeze aus gefllogen und sehr zufrieden. Der Parkplatz P2 war letzten Monat eine Baustelle, so dass man zum Parplatz P3 fahren mußte. Mein Mann hat uns diesmal direkt vor dem Terminal mit den Koffern abgesetzt, damit wir keine langen Wege gehen müssen. Ist ja schon nervig mit dem ganzen Gepäck. Von P3 fährt ein Shuttlebus und von P1 und P2 muss man zu Fuß gehen. Einen besonderen Service müssen wir nicht in Anspruch nehmen. Eine Bekannte fliegt jedes Jahr mit ihrem Sohn (Rollstuhlfahrer) von Weeze und ist mit dem Service sehr zufrieden. Das bestätigen auch meine Beobachtungen, da man ja öfters Rollstuhlfahrer am Flughafen sieht oder eben ältere Leute, die Hilfe brauchen und auch bekommen.
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Ullaskids » 10.09.2016, 10:29

Hallo,
jetzt musste ich eben mal auf der Karte schauen, wo Weeze liegt, habe ich noch nie gehört :)
Auf den ersten Blick sah "weeze" für mich nämlich wie ein englisches Wort aus :lol:
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter: Gendefekt, Epilepsie etc.

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Beitragvon Mellie » 10.09.2016, 10:43

Hallo,

wollte noch schreiben, dass der Parkplatz sehr gut überwacht wird. Wir dachten zuerst, dass jemand unser Auto aufgebrochen hatte, weil wir schon von weitem eine blaue Plane am Fenster kleben sahen. Wir hatten wohl vergessen, das Fenster zu schließen und jemand vom Wachdienst hatte die "fehlende Scheibe" abgeklebt.Darüber waren wir sehr dankbar, weil es ja auch zu dem Zeitpunkt viel geregnet hatte.

Und dann wäre es gut, wenn man ein Überbrückungskabel im Auto hat. Wir mussten nach unserem Urlaub einem anderen Urlauber wegen der leeren Autobatterie bei der Überbrückung helfen. An sowas denkt man ja eigentlich gar nicht. :)
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon Beatrice1967 » 02.01.2019, 00:20

Hallo zusammen

Aktuell ist gerade ein weniger ermutigender Bericht in der Presse - jener des von Muskelschwund betroffenen Noel Diaz (19), den man trotz gültiger Papiere und allem weiter Nötigen in der Ryanair nicht mitfliegen liess (mehrere Male davor konnten sie fliegen)
Offenbar war hier das Personal nicht richtig geschult
https://www.huffingtonpost.de/entry/rya ... af7a927fe6

In einer Zeitung stand, dass ein Fachmann von Air Help sagte, der Junge hätte sehr wohl mitfliegen können, es hätte einfach der E-Rolli mit Gel-Batterie ausgeschaltet sein müssen, so wie es auch der Vater und der Sohn vor Ort dem Personal zu erklären versuchten.
Man hat ihnen nicht geglaubt und den Jungen kurzerhand wieder aus dem Flugzeug befördert
Diese Kränkung, wie ein Schwerverbrechter einfach wieder aus der Flugzeug hinaus gebracht zu werden, hat Noel tief verletzt.
Wer möchte ihm dies nicht nachfühlen können?

Persönlich habe ich sonst mit dem Thema keine Erfahrung. Mit Ryanair bin ich noch nie geflogen.

Liebe Grüsse
Bea
selbstbetroffen von Cerebralparese und kongenitaler Amblyopie, hochgradiger Kurzsichtigkeit und Makuladegeneration,
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Beitragvon chrissibaer » 02.01.2019, 17:56

Ryanair dürfte inzwischen, gemessen an den Passagierzahlen, die größte Airline Europas sein. Scheint eher ein Einzelfall zu sein, über den die Huffpost reißerisch berichtet.

Genau deswegen lese ich grundsätzlich keinerlei Artikel dieses Blättchens, egal was die Überschrift ankündigt. Ist noch schlimmer als die BLÖD-Zeitung.


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