Besuch MDK am 25.8.16 - Fragen dazu

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Aquilotta
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Besuch MDK am 25.8.16 - Fragen dazu

Beitragvon Aquilotta » 20.08.2016, 12:49

Huhuu!
Ich bin gerade total verwirrt!

Vor den Sommerferien habe ich ein Schreiben bekommen, das die PS von meiner Tochter überprüft werden soll. Daraufhin habe ich die Pflegekasse angerufen und mich erkundigt, wie das ungefähr ablaufen soll, da ja nun Ferien sind. Ich solle mich entspannen, denn...

...ich würde per Post einen Termin genannt bekommen. Sollte ich diesen Brief nicht lesen, da wir im Urlaub sind, gäbe es für mich keine Konsequenzen. (Auch für den Fall, das ich zu dem Termin nicht vor Ort sein.)

...wäre der MDK durch die neuen Gesetze so überlastet, das sie eigentlich keine Überprüfungen machen, sondern nach Aktenlage entscheiden.


Nun gut, wir haben die Ferien genossen und am we wieder heimgekommen, dort fand ich dann einen Brief vom MDK, das sie am 25.8.16 zur Überprüfung kommen.

Nun habe ich eben in einem anderen Thread gelesen, das zwischen dem 1.7. und 31.12.16 solche Termine nur in besonderen Fällen (z. Bsp. nach einer OP) erfolgen dürfen.

Stimmt das? Warum ist das so? Was soll ich jetzt tun?

Weiterhin habe ich echt Bammel davor. Mia ist in der gewohnten Umgebung relativ selbstständig, aber wehe man geht raus. Sobald sie auf fremden Untergrund kommt, muss man ständig aufpassen, da schon kleine Unebenheiten oder Stufen (2cm) ausreichen um sie zum Fallen zu bringen. Es wird sich aber niemand dazu erbarmen und mit uns rausgehen...

Wo trage ich das im Pflegetagebuch ein? Kleidungswechsel nach Sturz und evtl Versorgung. (Pflaster, Salbe, etc)

Mia trägt ein Hörgerät. Gehört die Pflege des Gerätes und dessen Kontrolle und Einsetzen auch dazu? Wo trage ich dieses ein?
Ebenso weiß ich nicht, wie es sich mit der Brille verhält. Durch ihr ewiges Fallen sind wir Stammkunde beim Optiker um die Brille richten zu lassen. Klar, andere Kinder mit Brille haben dieses Problem auch, doch nicht in der Häufigkeit.

Die Fahrten zu den Therapien zählen auch, das weis ich. Aber was ist mit der Dauer des Aufenthaltes dort? Ich bin dann ja auch für die Zeit geblockt und zur Physio gehe ich immer wieder mit rein. Die Heilfrühförderung findet ja auch nur in meinem Beisein statt. Bei der Logopädin muss ich ebenfalls zum Schluss dazukommen.

Zählen die extremen Traumattacken nachts auch als Mehraufwand? Ich muss sie dann ja immer aus dem Bett heben und beruhigen, auch wenn Mia dann nicht immer richtig wach wird. In wenigen Fällen reicht eine Hand auf dem Brustkorb zum Beruhigen.

Anfang September wird in der MHH getestet, ob sie an eine auditiven Wahrnehmungsstörung leidet. Was mache ich damit?
Sie ist emotional sehr instabil und braucht ganz viel Sicherheit und feste Rituale und Abläufe.
Das ich wichtigen Themen aus dem Kindergarten zu Hause weitestgehend vor- und/oder nacharbeite mit ihr, muss doch auch irgendwo aufgeführt werden. Oder?

Entschuldigt bitte, das es so kurzfristig ist, aber ich weiß es ja auch erst seit ein paar Stunden.

Mirt fällt bestimmt gleich noch mehr ein, was mir auf der Seele brennt.

Vielen lieben Dank schon mal.

Melanie

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prauni78
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Beitragvon prauni78 » 20.08.2016, 22:58


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Beitragvon prauni78 » 20.08.2016, 23:01

Hoffe dir damit etwas helfen zu können.
Schreib deiner kk schriftlich,mit der Bitte um Stellungnahme warum sie begutachten möchten.
Habt ihr Hilfsmittel bekommen/kur/reha oder op?
Andrea

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Beitragvon Aquilotta » 21.08.2016, 09:40

Hallo Andrea,

wir haben für Mia nichts dergleichen bekommen. Es geht einfach nur um die Entwicklung. In dem Gutachten damals (2013) stand drin, das sie ein Wiederholungsgutachten empfehlen.

Schaut mal, was ich noch gefunden habe. Lese ich da richtig? Steht dort zum einen, das in der zweiten Hälfte solch eine Begutachtung nicht stattfinden darf und zum anderen, das ab dem 1.1.2017 alles automatisch bis 2019 so bleibt?

http://blog.walhalla.de/pflegereform-20 ... rftigkeit/

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Beitragvon prauni78 » 21.08.2016, 12:11

Jup...Kontaktiere morgen deine kk telefonisch und zusätzlich schriftlich.
Andrea

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Beitragvon Sinale » 21.08.2016, 12:30

Hallo,

nicht telefonisch, schriftlich vorgehen!

Auf diese Frage gibt es auf Seite 14 in folgendem Thema folgende Antworten:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 95#2045495

MichaelK hat geschrieben:Hallo ...,

rechtswidrig, da

a)eine Wiederholungsbegutachtung, der Veranlassung nach, grundsätzlich § 65 SGB I unterliegt. Danach muss die Anordnung der Untersuchung verhältnismäßig und zumutbar sein.
Eine Wiederholungsbegutachtung muss deshalb gemäß dem "ermittelten Befund und der über die weitere Entwicklung der Pflegebedürftigkeit abgegebenen Prognose" notwendig sein, um das Fortdauern des Vorliegens der Voraussetzungen der Pflegestufe festzustellen. Dies würde eine Änderung des Pflegebedarfs, z.B. bedingt durch eine Änderung des Gesundheitszustandes, voraussetzen, was ja bei euch laut Gutachten nicht anzunehmen ist und wofür es auch sonst keine Anhaltspunkte gibt.

b) die Regelung in § 18/2a SGB XI besagt ganz klar, dass vom 1. Juli 2016 bis zum 31 Dezember 2018 keine Wiederholungsbegutachtungen durchzuführen sind, auch wenn in den bezeichneten Zeitraum ein empfohlener Termin fallen sollte.
Davon abgewichen werden darf nur bei Pflegebedürftigen, bei denen infolge Operationen oder Reha-Maßnahmen eine Verringerung des Hilfebedarfes zu erwarten ist.

LG Michael


MichaelK hat geschrieben:
Sinale hat geschrieben:für ein mögliches Verfahren bei Entscheidung gegen den MDK-Besuch ist es m. E. wichtig, sich schriftlich dagegen zu äußern und von der GKV ggf. eine schriftliche Stellungnahme dazu zu fordern.


sehr sehr richtig !!!


Es gilt, an die GKV zu schreiben, bevor der MDK kommt.

Die Kinderentwicklung ist ja schon in der Empfehlung des MDK für einen Folgeuntersuchungstermin berücksichtigt (in der Regel höchstens 2 Jahre)und eben solche Termine sind ja gesetzlich ab 1. Juli ausdrücklich mit untersagt worden. Daher wäre eine Vorverlegung der rechtlich gangbare und zumutbare Weg gewesen. Aus diesem Grund stellt die Kindesentwicklung gerade keinen ab 1. Juli zumutbaren Ausnahmegrund dar.

LG Michael
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon Aquilotta » 21.08.2016, 12:52

Woher weiß ich, ob mein Kind den Stufensprung mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder ohne macht?

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Beitragvon Sinale » 21.08.2016, 12:57

Hallo Aquilotta,

wenn dein Kind bis 31.Dezember 2016 gemäß MDK Gutachten die eingeschränkte Alltagskompetenz anerkannt hat, gibt es einen Stufensprung.

http://www.kv-media.de/pflegereform-2016-2017.php
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon Aquilotta » 21.08.2016, 16:05

Ihr seid echt spitze!

Dickes Dankeschön ! :D

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Beitragvon prauni78 » 21.08.2016, 19:09

Wenn du magst,kannst du uns auf dem laufenden halten (wegen der Begutachtung.Ob ihr es stoppen konntet)
Vielleicht kann man anderen dann damit helfen .
Andrea


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