Wegweisendes Urteil zum ReWalk-Exoskelett

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Inge
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Wegweisendes Urteil zum ReWalk-Exoskelett

Beitragvon Inge » 28.07.2016, 19:33

Das Sozialgericht Speyer hat in seinem Urteil vom 20.05.2016 (AZ: S 19 KR 350/15) entschieden, dass die gesetzliche Krankenversicherung einen Querschnittgelähmten mit einem ReWalk-Exoskelett versorgen muss. [...]

Quelle und kompletter Text: rehatreff

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

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Viele Grüße
Inge

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KerstinM.
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Beitragvon KerstinM. » 28.07.2016, 20:56

[.....Die Krankenkasse
Sie hatte den Antrag mit der Begründung abgelehnt, der Versicherte habe schon einen Rollstuhl und eine Stehhilfe. Das Exoskelett sei unwirtschaftlich und führe auch nur zu einem mittelbaren Behinderungsausgleich. Im Übrigen liege noch keine evidenzbasierte medizinische Untersuchung oder Studie vor, die etwaige Alltagsvorteile für die behinderten Menschen durch diese Hilfsmittelanwendung belegten. Im Zuge des Klageverfahrens hat die Krankenkasse zusätzlich ins Feld geführt, dass das streitige Medizinprodukt auch nicht mit einer Prothese vergleichbar sei, da es kein Körperteil direkt ersetze. Folglich sei damit auch kein aktives Gehen möglich, sondern allenfalls eine „Sonderform der passiven Fortbewegung“. ....]


Sorry, aber beim Lesen der Begründung habe ich erst mal lauthals gelacht ....kommt mir mächtig bekannt vor


Haben eigentlich alle Kassen ein PC-Programm, wo sie nur auf Textbausteine zurückgreifen können??

Gut, dass das SG anders entschieden hat und ich hoffe, dass das Urteil recht schnell rechtskräftig wird und viele ebenso Betroffene davon profitieren können.

LG Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
PK (*14)spastische Tetraparese, gesetzl. blind, Entwicklungsverzögerung, Epilepsie, kleiner Sonnenschein
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.


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