Frage wegen eingeschränkter Alltagskompetenz

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Caro1301
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Frage wegen eingeschränkter Alltagskompetenz

Beitragvon Caro1301 » 23.05.2016, 11:59

Hallo zusammen,

Felix hat seit März 2014 die PS 1. Im März 2016 haben wir einen Antrag auf Höherstufung gestellt, MDK war am 02. Mai da, letzten Freitag kam der Bescheid und das Pflegegutachten.
PS 2 ist bewilligt, allerdings liegt laut Gutachten keine eingeschränkte Alltagskompetenz vor. Die Dame vom MDK hat beim Gespräch aber schon gemeint, dass ihrer Meinung nach eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt.
In diesem Fragenkatalog war nur ein Punkt angekreuzt, alle anderen Punkte nicht - wobei mindestens 2 weitere mit ja beantwortet werden müssten.

Felix hat Weglauftendenzen - mittlerweile müssen wir die Haustüre absperren, weil er sich alleine auf den Weg nach draußen macht, wenn er meint, er möchte jetzt raus. Sind wir draußen, fährt er mit dem Bobbycar auf die Straße, läuft mit seinem Walker irgendwohin, Hauptsache von uns weg oder krabbelt einfach drauf los.
Er kennt keine Gefahren und schert sich einen Dreck um Stop oder Halt-Rufe unsererseits. D.h. draußen muss ich permament am Kind sein.

Er kann sich nicht alleine anziehen oder ausziehen, waschen auch nicht, wenn man ihm sagt, er soll seine Schuhe holen, kann es sein, dass er sie holt - kann aber auch sein, dass er gar nicht erst bis dahin kommt, weil er was anderes entdeckt oder er nimmt die Schuhe und wirft sie dann in den Müll oder ähnliche Späßchen.
Er hat eine Zwillingsschwester, an der ich jeden Tag sehe, wie groß der Abstand zu gleichaltrigen mittlerweile ist und dass Felix halt in keinster Art und Weise selbständig ist. In meinen Augen ist das definitv eine eingeschränkte Alltagskompetenz - und die Dame vom MDK sah das ja auch so.

Nun meine Fragen: gibt es Richtlinien, wie viele Punkte des Fragenkatalogs angekreuzt sein müssen, um eine eingeschränkte Alltagskompetenz zu erhalten?
Und kann ich einen Widerspruch nur bzgl. der Alltagskompetenz einlegen? Den kompletten Bescheid will ich nicht anfechten, mit der PS2 bin ich absolut zufrieden.

Danke für eure Mithilfe!

Caro
Caro mit
Noah (*11.2009) gesund
Elisa (*03.2012) gesund und
Felix (*03.2012) - entwicklungsverzögert, muskelhypoton und Epilepsie - aber fröhlich, fit und munter, unser Sonnenschein halt!
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... ght=carola

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Re: Frage wegen eingeschränkter Alltagskompetenz

Beitragvon MichaelK » 23.05.2016, 13:03

Caro1301 hat geschrieben:Nun meine Fragen: gibt es Richtlinien, wie viele Punkte des Fragenkatalogs angekreuzt sein müssen, um eine eingeschränkte Alltagskompetenz zu erhalten?


ja klar. https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... n_2010.pdf

für Kinder detaiierter in Abschnitt E der BRi.
https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... -04-16.pdf

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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Beitragvon Sinale » 23.05.2016, 13:14

Hallo Caro,

Den Betrag von 104,-- € pro Monat gibt es auch ohne Erwähnung im Gutachten.

Da du jedoch den Betrag von 208,-- € begehrst, gelten die Links von Michael.
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon Kaja » 23.05.2016, 14:16

Hallo Sinale,

Sinale hat geschrieben:Den Betrag von 104,-- € pro Monat gibt es auch ohne Erwähnung im Gutachten.

Da du jedoch den Betrag von 208,-- € begehrst, gelten die Links von Michael.

bei Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz gibt es mehr Pflegegeld als bei Pflegestufe 2 ohne Feststellung der eingeschränkten Alltagskompetenz. Außerdem wird 2017 statt auf Pflegegrad 3 auf Pflegegrad 4 umgestellt. Die Feststellung der eingeschränkten Alltagskompetenz geht also über den Bezug der zusätzlichen Betreuungsleistungen hinaus.

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon Rita2 » 23.05.2016, 14:18

Hallo Sinale,

du hast Recht, daß es die 104 Euro auch ohne eingeschränkte Alltagskompetenz gibt. Aber mit eingeschränkter Alltagskompetenz gibt es ein höheres Pflegegeld. Zudem wird mit eingeschränkter Alltagskompetenz nächstes Jahr auf eine Stufe höher übergeleitet wie ohne.
Daher lohnt es sich auch, wenn man nur die normale eingeschränkte Alltagskompetenz erhalten kann, darum zu kämpfen.

@Caro:
ZU deiner Frage schaue dir am besten die zwei Links von Michael an, dort findest du die Infos.
Kurz kann man sagen, daß man für die eingeschränkte Alltagskompetenz bei 2 von den 13 Punkten ein "ja" benötigt und für die im erhöhten Maße eingeschränkte Alltagskompetenz bei 3 Punkten. Es gibt aber noch Einschränkung, den es muß bei bestimmten Punkten auf jeden Fall ein "ja" sein.

Gruß
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon Rita2 » 23.05.2016, 14:18

Hallo,

Kaja war schneller.

Gruß
Rita
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cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon Sinale » 23.05.2016, 16:28

Hallo Kaja, Hallo Rita,

vielen Dank für die Korrektur, an das höhere Pflegegeld hatte ich beim Verfassen meines Beitrages leider nicht gedacht. :oops:
Viele Grüße

Sinale



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Beitragvon Lija » 23.05.2016, 17:07

Muss denn die "eingeschränkte Alltagskompetenz"irgendwo seperat
beantragt werden, oder wird die "automatisch" festgestellt oder eben nicht? Mal ganz doof gefragt :wink:
Mutter eines ganz besonderen Kindes

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Beitragvon Sinale » 23.05.2016, 17:25

Hallo dina3110,

sie wird während der Begutachtung durch den MDK beurteilt.
Viele Grüße

Sinale



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Beitragvon Lija » 23.05.2016, 17:26

Alles klar, vielen Dank!
Mutter eines ganz besonderen Kindes


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