Elterninteresse bei Einschulungsfragen :-(

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Benja

Elterninteresse bei Einschulungsfragen :-(

Beitragvon Benja » 15.12.2004, 06:47

Hallo Fories!
Ich muß mir echt mal "Luft" machen! :roll:
Mir ist es einfach unverständlich wie desinteressiert sich manche Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf verhalten wenn es um die Einschulung ihrer Kinder geht! :shock:
Bei uns, hier in Elmshorn, gibt es die Elterninitative "Gemeinsam leben, gemeinsam lernen".
Auf den angebotenen Infoabenden erhält man wirklich wertvolle Tipps zum Thema rechtliche Vorraussetzungen, eben alles was das "Prozedere" rund um die Einschulung betrifft. Es wird versucht schon frühzeitig "Bündelungen" und Kontakte zu anderen Eltern herzustellen und dann
GEHT KEINER HIN!!!! :(
Alleine aus der Integrationsgruppe im Ki-Ga, wo mein jüngster als Regelkind drin ist, verlassen dieses Jahr 4 von 5 Förderkinder die Einrichtung und kein einziges Elternteil scheint sich zu interessieren.
Mein Sohn Jendrik ist ja nun erst in diesem Jahr integrativ eingeschult worden und ich weiß noch sehr gut welche Probleme es gab als es um das sonderpädagogische Gutachten ging und man sich mit dem Schulamt und den verschiedenen Schulleitern rumschlagen musste. :?
Dabei ist es doch völlig egal ob ein Kind nun integrativ oder in einem Förderzentrum eingeschult werden soll.
Ich höre die Stimmen schon, wenn Ende Januar bis Ende Februar die Gutachten geschrieben werden und die Eltern in "Panik" verfallen. :roll:
Ich kann das echt nicht verstehen!
LG Andrea

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B.Elisabeth
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Beitragvon B.Elisabeth » 15.12.2004, 07:52

Hallo,
ich rege mich auch immer über diese Eltern auf ,die Null Interesse zeigen.
Es ist schon traurig zu sehen, wenn auf einem Gesamtelternabend (200 Schüler) ganze 6 Eltern erscheinen, von denen dann auch noch welche als Elternpaar erscheinen.
Ich habe das jetzt schon so oft erlebt, gerade in die Tagesbildungsstätten sind doch besonders auf die Mitarbiet der Eltern angewiesen !
Liebe Grüße hinterlässt eine sehr ärgerliche Barbara

*Beate*
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Beitragvon *Beate* » 15.12.2004, 08:24

Hallo Andrea,

da ich hier im Kreis Stormarn im Kreiselternrat( Interessengemeinschaft für EV der Kitas und ähnlichen Einrichtungen ) bin kenn ich diese Problematik.
Es ist oft so das Eltern von I-Kindern ( mit leichten Handicaps) alles die Erzieher/ Innen machen lassen und dann meinen sie holen ihr Kind geheilt ab und brauchen keine Therapien mehr zumachen.
Dann kommt die Einschulung,das interessiert die gar nicht und Infoabende( da kommen die von der Schule in den Kita müssen auf Grund mangelender Eltern die sich angemeldet haben,der ganze Abend abgsagt werden.
Diese Eltern sind es dann,das die wirklich meinen ihr Kind kommt in die Regelschule und hat kein sonderpädagogischen Beadarf,obwohl Berichte der Heilerzieher/ Innen und anderen Therapeuten vorliegen,die zum Wohle des Kindes es besser finden würden,wenn das Kind gezielt gefördert wird in den entsprechenden Schulen.


Du hast gepostet über" Gemeinsam Leben-gemeinsam Lernen "
Wir haben darüber auf unserer letzten Sitzung des Sprechergremium gesprochen.
Hast Du mal Kontaktadressen,denn wir kennen das aus anderen Bundesländern,wußten gar nicht das es hier doch etwas verbreitet ist im Norden.

Gruß Beate

Helmut
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Beitragvon Helmut » 15.12.2004, 08:27

Hallo Andrea,

wir haben vor ca. 16 Jahren 2 solcher Einladungen, von so einem Verein bekommen. Ich bin nicht hin gegangen,..... weil wir die möglichen Schullaufbahnen unserer Kinder schon vorher geklärt hatten. Selbst wenn man zu solchen Veranstaltungen hin geht, heißt das nicht, das man keine Panik bekommt, wenn das Einschulungsgutachten vorliegt... das sind 2 verschiedene paar Schuhe. Solche Veranstaltungen können Eltern auch Hoffnungen machen, die nicht begründet sind, so das die Teillnahme an solche Sachen auch Nachteile haben kann.

Das Eltern sich nicht für Infos über "die Möglichkeiten Ihrer Kinder interessieren" und nicht zu entsprechenden Veranstltungen gehen, zieht sich wie ein Roter Faden durch Sonjas gesammte Kiga, und Schulzeit, und ist so gesehen kein Grund sich aufzuregen ;-)

:-) Helmut
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.

Benja

Beitragvon Benja » 15.12.2004, 09:45

Hallo alle miteinander!

@ Helmut
Also ich weiß nicht von welchen Vereinen du damals Einladungen bekommen hast! :wink:
Die Infoabende die ich bisher besucht habe hat in keinster Weise irgend welche Hoffnungen geschürt, sondern es wurde lediglich über den Ablauf von Begutachtung, Schulanmeldung usw. gesprochen.
Die Entscheidung auf welche Schule das eigene Kind schlußendlich kommt kann eh niemand den Eltern abnehmen.
Da Schulrecht aber Landesrecht ist bekommt man auch im Internet keine rechte Hilfe und läuft echt Gefahr von der Schulbehörde überlaufen zu werden. :roll:
Sicherlich ist es immer ausschlag gebend WER solche Abende ausrichtet und in dem geschilderten Fall habe ich echt kein Verständnis für das Verhalten der Eltern! :cry:
In unserem Kindergarten sind 10 Integrationskinder von denen 6 Kinder, die ich kenne, im nächsten Jahr eingeschult werden.
Wenn dann ein "Privatmensch" so eine Hilfestellung anbietet finde ich es einfach nur traurig wenn es nicht angenommen wird.
Ich kenne diese Eltern alle persönlich und ich höre schon ihr "klagen" wenn Anfang des Jahres (auch gegen ihren Willen) Gutachten geschrieben werden, die werden ja einfach angeordnet(!), und dann ist es echt zu spät sich noch genügend Infos zu holen. :?
Ich gehe heute noch zu diesen Abenden obwohl Jendrik im August eingeschult wurde. Ich hab ja am eigenen Leib erfahren müssen welche Bürokratie hinter dem Schulsystem steckt. :wink:

LG Andrea

Helmut
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Beitragvon Helmut » 15.12.2004, 11:42

Hallo Anrdea,

Eltern die sich dafür interessieren, auf welche Schule ihr Kind gehen kann, fragen lange vorher die behandelnden Therapeuten oder das Kigapersonal. Daraus ergibt sich häufig eine Klärung der möglichen Schule. Dann fragt man bei der Schule wie das Abläuft, und weis ohne weitere Veranstaltungen, wie das geht. Das größte Problem bei der Einschulung sind Fehleinschätzungen von Eltern und Fachleuten, daran kann so eine Veranstaltung nichts ändern.

Es kann auch so sein, das Eltern die ihr Kind falsch einschätzen, ihr Kind umbedingt auf eine andere, als die von Fachleuten empfohlene Schule haben wollen, und sich bei solchen Veranstaltungen darüber informieren, wie sie ihren Willen, "ohne Rücksicht auf den Bedarf des Kindes" durchsetzen können....

Das so wenig Eltern an solchen Veranstaltungen teilnehmen, sagt demnach nichts über deren Interesse am "Schulweg" oder den Förderbedarf des Kindes aus.

:-) Helmut
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