Einzelbetreuung in Werkstatt f. Behind. für Talker Nutzung

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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anja,ha
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Einzelbetreuung in Werkstatt f. Behind. für Talker Nutzung

Beitragvon anja,ha » 17.03.2016, 23:29

Hallo zusammen, ich weiß nicht, ob in in der richtigen Rubrik bin.Eine Mutter, die
ich kenne, ist voll verzweifelt.

Ihr mehrfach-Behinderte
Sohn hatte heute an einem einzigen Tag acht Anfälle, das ist ja schrecklich.

Der Junge ist
derzeit in einer Werkstatt für Behinderte, und dort ist das größte Problem dass
der nicht richtig betreut wird. Seine Mutter
würde gerne eine Einzelbetreuung haben und wäre sogar bereit aus eigener
Tasche zu bezahlen. Einfache Sachen, wie
um den Jungen zu kümmern, wenn umgezogen werden muss, oder sein Talkergerät an
den Rollstuhl zu befestigen, tut das Werkstattpersonal nicht und so bleibt der
Junge unbeachtet, unterfordert und passiv.

Seine Mutter
hätte es so gern, dass ihr Sohn so etwas wie eine Schulbegleitung erhalten
könnte, die sich viel intensiver um ihn kümmern könnte und die zusehen kann,
dass er viel häufiger zum Beispiel mit dem Talkergerät übt, damit er positiv und
nützlich abgelenkt werden kann.

Mein Tipp war,
dass er in eine andere Werkstatt zieht. Aber
in Bochum, die Stadt wo er lebt, gibt es anscheinend keine Alternative.

Sine Mutter hat
mal gefragt, ob es auch in der Werkstatt so etwas wie eine Schulbegleitung
gibt. Aber die Werkstatt hat immer
negativ geantwortet. Dürfen sie einfach so so etwas verbieten?

Aktive Teilnahme
an alltäglichen Aktivitäten ist ja wichtig und statt dessen sitzt er nur so rum
und macht nichts. Seine Mutter ist
natürlich völlig sauer, hat schon mehrmals die Werkstattdirektion darüber
angesprochen, aber die tun dann einfach nichts, Sie stellen sie ihn einfach so
ab in der Ecke. Ihm wird es sogar
verboten, sich ein bisschen mit seinem e-Rollstuhl zu bewegen, was das einzige
ist, was er hat. Das darf doch nicht sein! Deswegen bräuchte es
um so mehr so etwas wie eine Begleitung, damit sie sicherstellen kann, das ihm
nichts passiert, dass er z.B. nicht hin fällt.
Er ist wie gesagt mehrfach behindert und kann nichts selbständig tun.

Und auch
kommunizieren kann er nicht, da er nur einige einfache Ausdrücke mir dem
Talkergerät aussprechen kann. Wir üben
ständig einmal in der Woche die Kommunikation mit dem Talkergerät, damit sie
besser wird.

Meine Frage ist:
könnte etwa ein Integrations-Assistenten diesen Jungen etwa für ein paar
Stunden in der Woche in der Werkstatt fördern Begleiten, damit sich endlich jemand
zumindest einmal bis zwei mal wöchentlich um ihn kümmert? Denn dort wo er jetzt ist, wird er all zu sehr
vernachlässigt.

Hat jemand ein
Tipp, was man machen könnte und wo man diesem Thema Beratung einholen könnte?

Ich persönlich
wohne in Essen und der Junge wohnt in Bochum. Seine Mutter hat ständig viel zu tun, da sie sich
täglich 24 Stunden um ihren Sohn kümmern und gleichzeitig auch zur Arbeit geht. Deshalb meine Frage, ich möchte
mich für sie informieren und ihr somit helfen, damit sie wirklich nicht am Ende
und verzweifelt ist.

Zum Beispiel, als
der Junge einmal krank war und ständig die Nase zu hatte und die Werkstatt
ihn nach Hause geschickt hat. Seine
Mutter was völlig sauer. Dürfen sie so
was tun?

Bei der Werkstatt
freut sich das Personal, wenn er manchmal nicht da ist, denn sonst müssen sie
sich intensiv um ihn kümmern, wenn zum Beispiel er umzuziehen ist.

Und dass sich die
dann plötzlich und unerwartet um ihn kümmern muss, ist auch nicht gut, da seine
Mutter ja auch arbeiten muss.

Ich habe ihr als
Tipp gegeben, sich etwa um eine Einrichtung umzusehen, aber sie hat Angst, dass
man dort mit ihrem Sohn auch nicht gut umgehen kann, wie übrigens in der
Werkstatt der Fall ist. Das kann ich
auch gut nachvollziehen, dass er ihr einziger Sohn ist.

Deswegen meine
Frage an euch wie kann sich diese Mutter einfach Hilfe einholen, so etwas wie
eine Haushaltshilfe, oder eine Person, die ihr einfach hilft, ihren Sohn
einfach zu versorgen.

Der Junge ist
bald 25 Jahre alt, und ihn immer wieder im Rollstuhl überallhin begleiten kostet
seiner Mutter viel Mühe und so ist sie häufig am Ende, was ich allzu gut nachvollziehen
kann.

Ich hoffe auf ein
paar Tipps zur beschilderten Situation und danke Ihnen im Voraus fürs Lesen.


Hier mehr über mich und meine Ehrenamt Arbeit mit mein Talker Schülern


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Forum



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Ich selbst hab eine Beeinträchtigung. Aber bin körperlich und Geiste sehr fit.
Da ich mir mit 14 Jahren das Lesen und Schreiben autodidaktisch beigebracht habe, habe ich derzeit noch eine Rechtschreibschwäche So habe ich auch meine Forum http://talker-hilfe.forumprofi.de selbst erstellt,

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christine78
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Beitragvon christine78 » 18.03.2016, 08:48

Hallo,
weiss nicht ob es in der Werkstatt auch geht aber mir würde das persönlichee Budget einfallen da kann die Mutter einen Begleiter für den Sohn einstellen, sie sollte sich mal über die Vorraussetzungen informieren denn so geht es gar nich!
Wie sieht denn sonst seine Zukunft aus :? ab in die Ecke friedlich sein und bloss keinen Mucks machen....
Ich würde parallel noch eine andere Möglichkeit suchen liegen ja noch viele Städte nah im Umkreis dann fährt er eben paar Minuten länger mit dem Fahrdienst hat aber eine bessere Werkstatt weil schlimmer geht fast nicht.
Völlig Respektloses Verhalten ihm gegenüber wenn die dort nicht so "aufwendige" behinderte Menschen haben möchten dann sollen die das vorher äussern zumal ich Angst hätte was sonst noch da abgeht scheinbar kann er sich nur eingeschränkt äussern.


Daumen sind gedrückt für eine Lösung
Christine
Christine(Noonan-Syndrom) mit S. 1/08, KISS-Syndrom, Sprachentwicklungsverzögerung, Dauerpflegesohn J. 2/10 globale Entwicklungsverzögerung, KISS-Syndrom, Tremor, Tonusregulatiosstörung, Deletion Chromosom 1+5, Lernbehinderung V.a. FASD, seelische Behinderung...

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Re: Einzelbetreuung in Behinderte Werkstatt Für Talker Nutz

Beitragvon monika61 » 18.03.2016, 09:11

anja,ha hat geschrieben:Hallo zusammen, ich weiß nicht, ob in in der richtigen Rubrik bin.Eine Mutter, die
ich kenne, ist voll verzweifelt.

Ihr mehrfach-Behinderte
Sohn hatte heute an einem einzigen Tag acht Anfälle, das ist ja schrecklich.

..."Der Junge ist
derzeit in einer Werkstatt für Behinderte, und dort ist das größte Problem dass
der nicht richtig betreut wird."
...

..."Einfache Sachen, wie
um den Jungen zu kümmern, wenn umgezogen werden muss, oder sein Talkergerät an
den Rollstuhl zu befestigen, tut das Werkstattpersonal nicht und so bleibt der
Junge unbeachtet, unterfordert und passiv."....


..."Mein Tipp war,
dass er in eine andere Werkstatt zieht. Aber
in Bochum, die Stadt wo er lebt, gibt es anscheinend keine Alternative."....

..."Aktive Teilnahme
an alltäglichen Aktivitäten ist ja wichtig und statt dessen sitzt er nur so rum
und macht nichts. Seine Mutter ist
natürlich völlig sauer, hat schon mehrmals die Werkstattdirektion darüber
angesprochen, aber die tun dann einfach nichts, Sie stellen sie ihn einfach so
ab in der Ecke. Ihm wird es sogar
verboten, sich ein bisschen mit seinem e-Rollstuhl zu bewegen, was das einzige
ist, was er hat.
Das darf doch nicht sein!"...

..."Er ist wie gesagt mehrfach behindert und kann nichts selbständig tun."...

..."Und auch
kommunizieren kann er nicht,"...


..."Zum Beispiel, als
der Junge einmal krank war und ständig die Nase zu hatte und die Werkstatt
ihn nach Hause geschickt hat. Seine
Mutter was völlig sauer. Dürfen sie so
was tun?"...

..."Bei der Werkstatt
freut sich das Personal, wenn er manchmal nicht da ist, denn sonst müssen sie
sich intensiv um ihn kümmern, wenn zum Beispiel er umzuziehen ist."...


..."Und dass sich die
dann plötzlich und unerwartet um ihn kümmern muss, ist auch nicht gut, da seine
Mutter ja auch arbeiten muss."...




Hallo Anja,

das Problem ist bekannt....die Mutter ist
nicht alleine mit diesem Problem :?

In NRW sind die Tagesförderstätten abgeschafft worden und das soll uns als ein positives Inklusionsbeispiel verkauft werden:
-------------------------------------------------------------------------------------

..."Anders als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Werkstatt für behinderte Menschen erhalten die Frauen und Männer in der Tagesförderung weder ein Arbeitsentgelt, noch erwerben sie Rentenansprüche.
Nur Nordrhein-Westfalen ermöglicht diesem Personenkreis die Beschäftigung in der Werkstatt."....

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... machen.htm
-------------------------------------------------------------------------------------

Von Inge Rosenberger
Donnerstag, 30. April 2015 19:26

..."Für die meisten Menschen in den Tagesförderstätten ist eine Teilhabe am Arbeitsleben definitiv die falsche Maßnahme. Gäbe es diese Tagesförderstätten in ihrer aktuellen Form nicht mehr, fiele somit für die Betroffenen ein sehr wichtiger Bestandteil ihres Lebens weg: die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft!
Eine weiteres Problem zeigt das Urteil des LAG Düsseldorf vom 11. November 2013 (Az. 9 Sa 469/13). Dort wird deutlich, dass Menschen mit einem hohen Pflege- und Betreuungsbedarf wesentlich schneller aus einer WfbM als aus einer Tagesförderstätte ausgeschlossen werden können. Wie das Gericht im Urteil mehrmals betont, würde das Problem einer Kündigung nicht auftreten, wenn der Betroffene eben nicht in einer WfbM, sondern in einer Tagesförderstätte im Sinne des § 136 Abs. 3 SGB IX wäre. Dort müsste ggf. der Personalschlüssel dem Bedarf des Betroffenen angepasst werden. Das gilt aber nicht für die WfbM als Instrument der Teilhabe am Arbeitsleben!"...

Komplette Infos:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... machen.htm
------------------------------------------------------------------------------------



Hier kannst Du nachlesen wie es einer sehr engagierten Mutter mit ihrem schwerstbehinderten Sohn in NRW ergeht.....die Probleme sind sehr
ähnlich:

------------------------------------------------------------------------------------
..."und bei dem (neben meinem eigenen Sohn) auch zwei junge schwerstbehinderte Männer dabei waren, die wegen der völlig unzureichenden Betreuungssituation in der Werkstatt keine Werkstatt mehr besuchen und auch keine Ersatzleistung bekommen.“….

...."Bezugnehmend auf das Fallbeispiel des o.a. Beitrages "Für schwerstbehinderte Menschen" wäre es interessant zu erfahren, welche Möglichkeit der Tagesstruktur dieser junge Mann hätte, wenn er z.B. in NRW leben würde, wo keine Tagesförderstätten existieren, denn laut Beitrag ist Michael "für die Werkstatt zu schwer behindert".“…


Um sich ein Bild machen zu können
sollte man alle Beiträge hier unter dem Artikel lesen:

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... nschen.htm
-------------------------------------------------------------------------------------

Übrigens, man kann bei Kobinet auch seine Meinung dazu schreiben
und damit die schwerstbehinderten Menschen und ihre Eltern unterstützen... :wink:

LG
Monika

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KerstinM.
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Beitragvon KerstinM. » 18.03.2016, 09:25

Erschreckend das alles!!

Was sagt denn der Kostenträger hierzu? Dem würde ich als allererstes das Problem schildern und um Abhilfe bitten.
Wenn alles nicht fruchtet, eine Arbeitsassistenz beantragen; dann könnte er mehr Unterstützung über den Tag bekommen.

Wenn alles nicht hilft, würde ich den Fall sogar bis hoch an das Ministerium melden, denn diese haben neben der Werkstattaufsicht auch eine Aufsichtspflicht.
Das Problem gibt es bestimmt mehrfach und ist bestimmt kein Einzelfall :oops: :twisted:

Glücklicherweise wird bei uns im Landkreis gerade eine neue Tagesförderung geschaffen. Unser Sozialamt als Kostenträger ist glücklicherweise an einer guten Tagesstruktur für die entsprechenden jungen Menschen interessiert.

LG Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
PK (*14)spastische Tetraparese, gesetzl. blind, Entwicklungsverzögerung, Epilepsie, kleiner Sonnenschein
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.

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Beitragvon monika61 » 18.03.2016, 09:47

Hallo zusammen,

hier geht es auch um das Thema.


Am 01.11.2014, 16:57 hat Inge in ihrem Beitrag auf die Problematik schon hingewiesen:
http://www.intakt.info/forum/showthread ... tten/page4

Wenn man dann alle folgende Beiträge liest hat man eine Übersicht über den Verlauf.....
......und ab diesem Beitrag kann man nachlesen wie es in der hoch gepriesenen Inklusion in NRW wirklich aussieht:

Und hier kann man nachlesen wie es einem in NRW ergehen kann,
wo es allen schwerstbehinderten Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ermöglicht wird
in einer WfbM zu "arbeiten":

http://www.intakt.info/forum/showthread ... #post63218


Die Schilderungen von Anja bestätigen die Problematik in NRW.

LG
Monika

Senem
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Beitragvon Senem » 18.03.2016, 10:01

Hallo Anja,

was ist denn die Begründung dafür, dass die sich nicht richtig um den Jungen kümmern?
Warum wird ihm verboten, E-Rolli zu fahren?

Das hört sich ja alles furchtbar an!
Vor allem, dass das Personal sich freut, wenn der Junge mal nicht da ist.

Dass was du alles schreibst, ist unvorstellbar.

Ich glaube aber nicht, dass das mit der 1:1 Betreuung in einer WfbM geht.

Ich schaue mich auch gerade nach einer anderen Einrichtung um, weil ich sehr unglücklich in meiner derzeitigen Einrichtung bin. Es ist in der Tat alles andere als einfach!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 18.03.2016, 10:04

Also ich würde Hilfe zur Teilhabe in Form eines Begleiter beantragen. Ich weis aus eurer Ecke hundert pro das dort auch Menschen in der Werkstatt von Einzelfallhelfern betreut werden. Also einfach beantragen und auf die Antwort warten. Denn so kann es für den jungen Mann ja auch nicht weitergehen. Zur Not den behindertenbeauftragten des Landkreises oder der Stadt mit ins Boot holen.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon monika61 » 18.03.2016, 10:10

KerstinM. hat geschrieben:
Was sagt denn der Kostenträger hierzu? Dem würde ich als allererstes das Problem schildern und um Abhilfe bitten.
Wenn alles nicht fruchtet, eine Arbeitsassistenz beantragen; dann könnte er mehr Unterstützung über den Tag bekommen.

Wenn alles nicht hilft, würde ich den Fall sogar bis hoch an das Ministerium melden, denn diese haben neben der Werkstattaufsicht auch eine Aufsichtspflicht.
Das Problem gibt es bestimmt mehrfach und ist bestimmt kein Einzelfall :oops: :twisted:

LG Kerstin




Hallo Kerstin,

wer die Geschichte von Frau Maubach und ihrem schwerstbehinderten Sohn verfolgt hat
(in den Kobinet-Links oben kann man einiges davon nachlesen)
wird erschrecken wie alleine man gelassen wird.

Inge hat dazu bei Kobinet geschrieben:
------------------------------------------------------------------------------------
Von Inge Rosenberger
Samstag, 29. August 2015 16:28
Ich hatte dieses Vorgehen an anderer Stelle bei kobinet schon kommentiert:

Was die Verantwortlichen dieser Werkstätte und beim LVR
derzeit mit Frau Maubach und ihrem Sohn betreiben,
zähle ich zu schäbigem Mobbing, das darauf zielt,
den jungen Mann aus der Werkstatt zu entfernen
und die engagierte Mutter zu zermürben und mundtot zu machen.


Die alles entscheidende Frage: "Cui bono?" - https://de.wikipedia.org/wiki/Cui_bono

Das diese Machenschaften ausschließlich bei Menschen möglich sind,
die keine verwertbare Arbeitsleistung erbringen können,
ist ein Skandal.
Ich empfinde das als soziale Euthanasie durch Legislative, Politik und Verwaltung.

Wer - verflucht noch mal! - bietet hier öffentliche Unterstützung?
Wo bleibt hier die Solidarität?
Wo bleibt das Recht auf Selbstbestimmung?

Es kann doch nicht sein, dass nur einige wenige - bis weit über alle Vorstellungen hinaus belastete Menschen - sich hier äußern und gegen diese Ausgrenzung innerhalb der Ausgrenzung kämpfen.

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... nschen.htm

-------------------------------------------------------------------------------------

Wer Frau Maubach und ihr großes Engagement kennen weiß das sie alle Hebel in Bewegung gesetzt hat.....

Es müssten viel mehr Eltern gemeinsam kämpfen.

LG
Monika

monika61
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Beitragvon monika61 » 18.03.2016, 10:31

Hallo zusammen,


auch hier geht es gerade um das Thema:
-------------------------------------------------------------------------------------
Von Gisela Maubach
Dienstag, 15. März 2016 15:43


..."Einfach ausgedrückt, schlägt Frau Lösekrug-Möller auch den anderen Bundesländern vor,
den Bedarf von nicht-arbeitsfähigen Menschen mit Behinderungen in Werkstätten decken zu lassen
und wegen deren Vorrangigkeit dann andere Formen von Tagesstrukturen zu verweigern.

Tagesförderstätten existieren in NRW ja gar nicht erst.
"....



Von Inge Rosenberger
Samstag, 12. März 2016 18:24


Auch ich habe die hier zitierten Bedenken, dass im Zuge des neuen Bundesteilhabegesetzes
heute leistungsberechtigte Personen künftig von der Eingliederungshilfe ausgeschlossen werden könnten.
Die Gefahr besteht insbesondere für Menschen, die keine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistungen erbringen können.
Denn das nordrhein-westfälische Modell der Teilhabe am Arbeitsleben für schwerstmehrfach behinderte Menschen in Werkstätten
ist auf keinen Fall lobenswert,
sondern das Fortschreiten einer erweiterten Ausgrenzung von schwerstbehinderten Menschen.

Den meisten betroffenen Menschen und deren Interessensvertretern außerhalb von NRW ist nicht bewusst,
welche Folgen dieses "NRW-Modell" hat und haben wird.

Es ist unerträglich, dass hier wieder einmal Entscheidungen getroffen werden, ohne die Betroffenen darauf hinzuweisen,
dass hier immense Nachteile enstehen (siehe im mittleren Teil des hier eingestellten Briefes:
https://elerbeki.wordpress.com/2015/05/ ... benshilfe/
Der Grundsatz der UN -Konvention lautet: "Nicht ohne uns über uns"?
Warum werden dann eigentlich nicht die betroffenen Menschen und deren Vertreter deutlich über alle Vor- und Nachteile aufgeklärt
und danach gefragt, was für sie wirklich wichtig ist?
Auch wenn ich mich zum x-ten Male wiederhole:
für jeden Menschen mit Behinderung muss die Wahlfreiheit der für ihn geeigneten Tagesstruktur mit einem personengebundenen Budget selbst bestimmt ermöglicht werden.
Diese kann in den bereits vorhandenen Einrichtungen der Eingliederungshilfe (WfbM oder Tagesförderstätte) wahrgenommen werden,
am so genannten freien Arbeitsmarkt oder auch in Eigenregie.
Eine solche Wahlfreiheit würde auch bewirken, dass die Einrichtungsträger
sich entweder nach den Wünschen und dem Bedarf der behinderten Menschen ausrichten oder überflüssig würden.

Alle Beiträge dazu:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... m#comments
-------------------------------------------------------------------------------------

LG
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Sonja40
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Beitragvon Sonja40 » 18.03.2016, 14:04

Hallo
Das Thema würde mich interessieren

Mein Sohn geht in eine Wfbm
Und ist nun auf Teilzeit statt Vollzeit
da er nicht Vertretbar ist den ganzen Tag für die Betreuer, er ziemlich unruhig und sehr aktiv den ganzen Tag.
Gibt es da eine Betreuung einzureichen am Landschaftsverband?
In der Förderschule hatte er eine Integration
Die Betreuer sind dort total überfordert :roll:

über Antworten würde ich mich freuen.....liebe grüße Sonja
Liebe Grüße Sonja

Sonja 21.05.72
Töchterchen Michaela (Ela) 20.01.90

Stoffwechselerkrankung , Chronischer Reflux ,Chronische Gastritis ,Epilepsie, PEG,schwere Anemie ,Skiliose,Lungenunterfunktion,Dauersondierung über Ernährungspumpe ,Mikro Aspirationen



Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln....


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