Eine schöne Geschichte (Reise nach Holland)

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

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Elisabeth1
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Beitragvon Elisabeth1 » 15.12.2004, 11:56

Hallo an alle.
Ich finde diese Geschichte auch wunderschön!!!Ich habe mich aber auch mit dem Gedanken abgefunden in Holland zu bleiben.Bin aber auch gleichzeitig in Italien und bin sehr glücklich damit.Es ist zwar immer sehr stressig nach Holland und Italien zu reisen,aber es ist auch sehr schön beide Länder kennengelehrnt zu haben!!! :D
LG Elisabeth1
Mutter Elisabeth 29J.,Vater 33J.,Sohn Tobi 6J. J.gesund,Maximilian 7J.,ehm.Frühgeb.33+1SSW,Chromosomenanomalie,Entwicklungsverz.um fast 2 Jahre Geistig und Körperlich,2 Herzfehler.Elias verstorben in der 16 SSW auch Chromosomenanomalie.
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Sabine
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Beitragvon Sabine » 15.12.2004, 13:54

Hallo Elisabeth,

wir sind ja auch in Holland gelandet, hoffen jetzt aber auch, ab März den sonnigen Süden kennen zu lernen. Im Moment fliegt der Pilot immer weiter Richtung Süden und wir wünschen uns sehr, dass er in Italien auch landen wird und nicht kurz vorm Ziel noch mal umdreht... Ich glaube auch, dass die Italien-Holland-Kombination eine sehr gelungene ist. :)

Lieben Gruß,
Sabine
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Elisabeth1
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Beitragvon Elisabeth1 » 16.12.2004, 14:13

Hallo Sabine,
Ich wünsche euch vom genzen Herzen,daß ihr auch den Süden kennenlernt :!: Ich denke der Pilot wird nicht mehr umdrehen.Der wird im Süden Plangerecht landen,ohne Turbulenzen. :D
Nur diese packerei der Koffer,daß wird am Anfang stressig,aber mit der Zeit läuft dann alles rund.
LG Elisabeth1
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yanaica
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Beitragvon yanaica » 16.12.2004, 14:52

Hallo Ihr Lieben!

Diese wunderschöne Geschichte hängt in unserer KG am schwarzen Brett, also für jeden lesbar.

Ich finde diese Geschichte gut gelungen , denn im Endeffekt stimmt es.

yanaica

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Beitragvon ehemalige Userin » 15.02.2006, 11:38

Hallo,
diese Geschichte wurde auf unserem PEKiP-Elternabend vorgelesen. Alle Mütter bezogen sie auf sich. Als ich sagte, dass es da um ein Down-Kind geht, waren alle geschockt. Sie meinten aber, jeder mache sich doch falsche Vorstellung und Italien-Reisende wären die ohne Kinder.
Mich regt das immer noch ein bisschen auf. Ich habe genug Bekannte, die sich Kinder wünschen und keine kriegen. Von wegen Italien-Reisende.
Am Ende ist ja ausdrücklich vom Schmerz, nicht in Italien zu sein, die Rede. Mit einem gesunden Kind sollte man aber doch nicht lebenslang an die verlorene Freiheit denken?
Vielleicht reagiere ich so heftig, weil ich mit Malte nur selten in Holland bin, weil es ihm ja wirklich oft richtig schlecht geht (Epilepsie, Spastik).
Ich fürchte, ich habe mich in der Runde unbeliebt gemacht.
Was meint Ihr?
Liebe Grüße,
Vera

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Beitragvon Sophie&Katrin » 19.08.2008, 15:52

Hallo

Als meine Maus zwei Tage alt war stand ich im Krankenhausflur und sie hat auf der intensivstation geschlafen ..,. Ich stand vor diesem gedicht und ich konnte das erste mal weinjen es war mir egal was die anderen dachten die um mich rum standen ... es tat verdammt gut ..

Man hat halt seine vorstellung wie etwas laufen soll .. ich habe mir immer vorgestellt das ich meiner maus das meer zeige sobald sie aus dem Krankenhaus ist ... von dem einen Krankenhaus ging es in das nächste ... und mittlerweile ist sie drei und war noch nicht am meer ..

Wir haben das meer nicht aufgegeben sonder immer mal wieder verschoben .. jetzt versuche ich das wir zu ihrem Geburtstag ans meer fahren einfach nur wir ... uns den wind um die ohren wehen lassen und mal zwei drei tage keine ärzte zu sehen ..

LG katrin

Birgit48
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Lesenswert - finde ich

Beitragvon Birgit48 » 31.05.2010, 10:03

Willkommen in Holland
Wenn Sie ein Baby erwarten, dann ist das ähnlich, wie wenn Sie eine Traumreise nach Hawaii planen. Sie kaufen einige Reiseführer und machen wundervolle Pläne. Alles ist richtig aufregend.
Nach einigen Monaten eifriger Erwartung ist der Tag schließlich da, Sie packen Ihre Taschen und es geht los. Einige Stunden später landet das Flugzeug. Die Stewardess kommt herein und sagt "Willkommen in Holland".
"Holland?" fragen Sie. "Was meinen Sie mit Holland? Ich habe für Hawaii gebucht! Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt einmal nach Hololulu, Waikiki und Maui zu reisen."
Doch es gab einen Wechsel im Flugplan. Sie sind in Holland gelandet und dort müssen Sie nun bleiben. Sie müssen losziehen und andere Reiseführer kaufen. Und Sie müssen eine ganz neue Stprache lernen. Sie werden einen völlig neuen Menschenkreis kennen lernen, den Sie ansonsten nie getroffen hätten.
Es ist nun ein anderer Ort. ... Doch nachdem Sie eine Weile dort waren und wieder zu Atem gekommen sind, schauen Sie sich um und bemerken, dass Holland Windmühlen hat. Holland hat Tulpen, Holland hat Rembrandts.
Aber jedermann, den Sie kennen, kommt entweder gerade von Hawaii oder bereitet sich auf eine Reise dorthin vor und alle prhalen mit der wunderschönen Zeit, die sie dort hatten. Für den Rest des Lebens werden Sie sagen "Ja, dorthin hätte ich auch reisen sollen. Das hatte ich geplant."
Aber wenn Sie den Rest Ihres Lebens damit verbringen, über die Tatsache zu trauern, dass Sie nie nach Hawaii kamen, werden Sie niemals fähig sein, die ganz besonderen, sehr liebenswerten Dinge in Holland zu genießen.
Sternenkind TIM *24.04.92/+28.04.92
Sohn *95
Tochter *96, frühkindliche Hirnschädigung, Entwicklungsverzögerung, spastische Cerebralparese / leider auch seit 12.03.2012 ein Sternenkind
mein Mann - immer für uns da
*~Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her~*

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Beitragvon Rebecca N. » 31.05.2010, 11:15

Hallo, Birgit, ich kenne diese Geschichte, und ich finde sie auch super, weil sie genau das beschreibt, was man fühlt, wenn man ein besonderes Kind bekommt! Es dauert seine Zeit, bis man akzeptiert hat, dass jetzt zwar alles anders ist- aber auch schön sein kann!
Mutter (44), Nierentransplantiert
Sohn N. (16) geistige Behinderung durch Sauerstoffmangel bei der Geburt, geistiger Stand eines vielleicht 3- 5jährigen, kann sprechen, laufen, Fahrrad fahren.
Tochter (12), Neurodermitis

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NorbertMN
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Beitragvon NorbertMN » 31.05.2010, 11:26

Hallo Birgit, ja, das ist wirklich ein super Text!
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, berufstätig und außer Haus

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Beitragvon vanessas_carry09 » 31.05.2010, 12:20

Der Text ist wirklich super und trifft sicherlich die Gefühle der meisten Menschen mit besonderen Kindern.

Ich selber muss dazu sagen: In meinen Schwangerschaften war mir immer klar, dass es besondere Kinder gibt und dass jeder (also auch ich) betroffen sein kann. Als sich bei meiner Tochter die "Besonderheit" herausstellte habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass das nicht sein darf. Extrem überrumpelt davon kam ich mir auch nicht vor. Ich habe nicht daran gedacht wie schön, und vielleicht wie viel einfacher es sein könnte wenn alles normal gewesen wäre. Ich habe sofort gedacht: Es ist schlimm und traurig, aber es ist jetzt nunmal so und wir gehen es an und kämpfen. Und bisher hat sich das starke kämpfen bezahlt gemacht. :D

LG Vanessa
Vanessa (´81) Osteogenesis imperfekta Typ 1 und Ronny (*´63 +'15) Krebs, mit
Devin Tyler (´08) Osteog. imp. Typ 1,
Carry z.N West Syndrom, ausgeprägte HD beidseits (OP war am 29.12.10), Z.n. Kranioplastik, Osteog. imp. Typ1
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Luke (´12) Osteog. imp. Typ 1


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