Tabletten in der Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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IlonaN
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Tabletten in der Schule

Beitragvon IlonaN » 10.11.2015, 14:03

hallo,
ebend rief mich die Rektorin unserer Schule an und klärte mich darüber auf, das sie das Medikament(Schmelztablette) für meinen Jungen nicht geben können und wir einen Pflegedienst beauftragen müssen. da muss nun wirklich ein Pflegedienst für 1 schmelztablette zur schule??? Was das nun dem Staat alles wieder kostet. Echt, es ist ja nun keine komplexe, Fachwissen erforderliche Pflegeleistung die da gemacht werden muss. Ich bin Sorgeberechtigt und habe eingewilligt und die behandelde Ärztin hat ein Attest geschrieben. Ich kann darüber nur noch den Kopf schütteln. An dieser Schule sind 120 kranke behinderte Kinder, vovon die meisten garantiert Medis kriegen. Jedes Kind ist ja irgendwoanders versichert und ein Pflegedienst kommt in die schule zum verabreichen der Medis und berechnet jeweils eine Anfahrtpauschale bei der jeweiligen Krankenkasse???
Ich habe die Direktoren gefragt wie sicher gestellt werden kann, das mein Kind zur bestimmten zeit sein Medi bekommt bei sovielen kindern im Haus. Einer der 3 Lehrer der Klasse bei 8!!!!! Kindern wäre ja wohl eher in der Lage dazu.
Entschuldigung ich bin mächtig aufgebracht. kein wunder das die Krankenkassen Finanzprobleme haben, auf der anderen Seite muss man wichtigen Sachen als Bittsteller hinterher rennen.-grr
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon SimoneLeMo » 10.11.2015, 14:17

Erst mal ein dickes Paket Kraft und Geduld für dich.

Gibt es inzwischen vielleicht wieder neue rechtliche Bestimmungen?

Ich kenne das bisher auch so mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten und ärztl. Attest.

Die Pflegedienste jedenfalls werden sich sehr freuen. Soooo viele Anfahrtspauschalen... das ist doch ein Traum.
Liebe Grüße von

Simone *1973, dilatative Kardiomyopathie, linksventrikulär eingeschränkte Pumpfunktion
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und Mo, *07/2004, entwicklungsverzögert in Sprache und Motorik, LRS, AVWS

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Beitragvon IlonaN » 10.11.2015, 14:21

danke für das Kraftpaket. Angeblich ist es die Unfallkasse die den Lehrer verbietet Medis zu geben, auch nicht mit Bescheinigung. Hab ebend mit der KK telefoniert die mir das auch so bestätigt hat. Die Kosten summieren sich natürlich emens . Mannomann ich werde genauestens Buch führen über die medi-menge die ich Mitgebe, um zu vergleichen ob er die auch regelmäßig bekommt.
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Beitragvon IlonaN » 10.11.2015, 14:23

Noch eine Anmerkung. was passiert dann bei Ganztagsausflügen oder Klassenfahrten?
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Beitragvon SimoneLeMo » 10.11.2015, 14:28

Gute Frage.
Wäre es nicht einfacher, die Schule stellt eine Fachkraft auf Stundenbasis an?
Ich meine ja nur, wenn das 120 Kinder sind, das müsste sich ja schon fast renitieren.

Aber das löst natürlich nicht das Problem mit Tagesausflügen...
Liebe Grüße von

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Beitragvon IlonaN » 10.11.2015, 14:33

ich habe noch ein Problem. Ich kenne den Pflegdienst nicht, der mein Kind nicht. Hat emens viele Kinder dort zu betreuen. Wie kann ich sichergehen das er auch genau das Medi bekommt was für ihn ist? Ich hab da überhaubt kein vertrauen zu, die Lehrer kennen Ihn und haben nur knapp 8 Kinder zu betreuen mit 3 Lehrern.
mensch ich hab ein total ungutes Gefühl dabei.
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Beitragvon Ullaskids » 10.11.2015, 14:48

Hallo,
der Pflegedienst kommt ja mit einem konkreten Aufrag, etwa "gib Kind A das Medikament B um C Uhr". Dann wird das in der Akte dokumentiert. Das kriegen die schon hin ;) Und auch wenn die Lehrer selber nichts geben dürfen, sind sie doch dabei und denken im Regelfall auch mit.

In unserer Schule haben wir dafür unterschrieben und die Lehrer sich freiwillig bereiterklärt Medikamente gegebenenfalls zu verabreichen. Das erneuern wir jedes Jahr.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

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Beitragvon SimoneLeMo » 10.11.2015, 14:48

Da sieht man mal wieder: Es gibt de Theorie und es gibt die Wirklichkeit.

Wie wichtig ist denn der Zeitpunkt der Medikamentengabe?
Moritz hat eins das in der Dosierung 1-1-1 verschrieben wurde. Weil er aber in der Schule oft die Mittagstablette vergißt (er kann das selbstständig einnehmen), haben wir nach Absprache mit Arzt und Apotheker die Dosierung auf 1-0-2 geändert.
Liebe Grüße von

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Beitragvon Meggy » 10.11.2015, 15:25

Hallo,

Pädagogen dürfen Medikamente nur mit eindeutiger Anweisung geben und können sich tatsächlich auch weigern:

http://www.kindergesundheit-info.de/fue ... ente-kita/

Wenn die betreuunden Pädagogen sich uneinsichtig zeigen, würde ich ein Gespräch mit dem Träger suchen, evtl. die Unfallkasse (die für Schaden bei fehlerhafter Verabreichung haften müsste) oder das Landesjugendamt involvieren.

In RLP ist das mit entsprechendem Attest möglich, das ist vom Landesjugendamt mit der Unfallkasse in einem Regelwerk festgehalten. Aber
Unfallkassen sind auch föderal.

LG, Meggy

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Beitragvon T.Sophie » 10.11.2015, 18:24

Hallo!


Darf ich kurz Fragen um welches Alter es genau geht?
Und was bedeutet denn "Medikamente geben"? Ich denke es macht da schon einen großen Unterschied, ob jemand sein Medikament selber einnehmen kann (also nur daran erinnert werden muss) oder ob es jemanden verabreicht werden muss.


Was ich generell gerade auch hier im Forum so mit bekomme ist, das es momentan extrem schwer wird mit der ganzen Medikamentensache. Rechtlich gesehen ist es tatsächlich so, dass nur entsprechende Fachleute mit entsprechender Anweisung Medikamente geben dürfen. ABER das Problem betrifft ja enorm viele Kinder / Jugendliche. Vielleicht wäre es da sinnvoll, sich zusammen zu tun und eine neue Regelung zu finden, um dieses Problem zu lösen. Ich denke da an eine Petition oder ähnliches.



LG T.Sophie
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

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