Kinderreha genehmigt-aber ohne Begleitperson

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Biggi69
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Kinderreha genehmigt-aber ohne Begleitperson

Beitragvon Biggi69 » 05.11.2015, 10:01

Hallo

Ich hoffe mir kann hier jemand einen Rat geben :(
Ich habe vor 4 Wochen eine Kinderreha mit Begleitperson für meinen Sohn ,mit der Kinderärztin,beantragt.
Es geht hauptsächlich um ADS ,die Diagnose haben wir seit einem halben Jahr,und seine Wahrnehmungsstörung.
Wir hatten uns vorher informiert und die Klinik Prinzregent Luitpold mit angegeben. Dort gibt es Elternschulung zu diesem Thema und eine Neurofeedback Therapie.
Nun bekam ich relativ schnell die Bewilligung,aber ohne Begleitperson. :(
Also bin ich zu meiner KÄ wegen Widerspruch,den ich verfassen will.
Auf einmal sagt sie zu mir sie wäre auch dafür das mein Sohn allein fährt. Es würde ihm gut tun und Kinder in dem Alter können das schon. Sie schreibt mir nichts dazu.Dann kann er die Reha nicht antreten.
Ich habe ihr gesagt das ich ihn auf keinen Fall allein fahren lasse. Es sind immerhin fast 700km. Sie will jetzt noch mal drüber nachdernken.

Hat es überhaupt einen Sinn wenn ich einen Widerspruch schreibe , ohne Arzt ?
Bin noch völlig geschockt.
Vielleicht hat jemand einen Rat

Birgit

Rita2
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Beitragvon Rita2 » 05.11.2015, 10:05

Hallo Birgit,

Wie alt ist dein Kind?
Gibt es außer dem Alter besondere Gründe, daß er nicht alleine fahren kann?
Wo wohnt ihr? Gibt es vielleicht eine Rehaklinik die näher liegt?

Gruß
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

Biggi69
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Beitragvon Biggi69 » 05.11.2015, 10:19

Hallo Rita

Mein Sohn wird jetzt 8. Er ist einfach nicht so weit 4 Wochen allein zur Reha .
Ich möchte ja das er selbsständiger wird ,deshalb ja die Reha .
Ich weiß nicht was besondere Gründe sind :oops:
Er kann sich einfach nicht selbst organisierten,seine Handlungsplanung fehlt total.
Mir ist es auch wichtig dort an Schulungen teilzunehmen und etwas von den Therapien mitzubekommen. Ich habe hier das Gefühl wir kommen nicht weiter.
Wir wohnen in Magdeburg. Hier in der Nähe gibt es nichts.

Birgit

IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 05.11.2015, 10:22

Den Widerspruch kannst du auch selbst schreiben und zwar mit den von dir genannten Begründungen.
Probleme hast du allerdings falls die Ärztin in dem Antrag eine Rehe ohne Begleitperson befürwortet hat. Hattest du lesen können was sie da geschrieben hatte??
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

monika61
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Beitragvon monika61 » 05.11.2015, 10:27

Hallo Birgit,

schau mal hier:
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Kinder bis zum 8. Geburtstag können begleitet werden, soweit keine medizinischen Einwände bestehen.

Kinder nach dem 8. Geburtstag können nur begleitet werden, wenn dies medizinisch notwendig ist. Dies gilt insbesondere
• bei Kindern mit den Indikationen Diabetes mellitus und Skoliose bis zum 10. Geburtstag, wenn es sich um eine Erstmaßnahme handelt,
• regelhaft bei Kindern mit Mukoviszidose, onkologischen und kardiologischen Erkrankungen,
• wenn das Kind sich nicht selbst artikulieren kann (Vermittlerrolle der Begleitperson),
• wenn bei behinderten Kindern die unterstützende Hilfe der Begleitperson zur Erreichung des Rehabilitationserfolges erforderlich ist.

http://www.klinikprinzregentluitpold.de ... ragen.html

-------------------------------------------------------------------------------------

Liebe Grüße
Monika

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Beitragvon Biggi69 » 05.11.2015, 10:30

Das hat sie im Rehaantrag nicht .
Es war ja immer die Rede davon das ich mitfahre.
Sie hat mir auch gesagt ich sollte den Antrag ganz schnell abschicken,weil er ja noch 7 ist.
Darum verstehe ich das alles auf einmal nicht. Sie fand die Klinik auch so gut weil es den.dort Elternschulung für ADS gibt ,welche hier vom SPZ nicht mehr angeboten werden.
Die Klinik bietet auch Therapie für seine Wahrnehmungsstörung,worin wir auch viele Probleme sehen. Deshalb hätte ich nie ADS erwartet eher mit H:

Birgit

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Beitragvon oy1970 » 05.11.2015, 10:37

Hallo Birgit,

Du kannst den Widerspruch auch gut ohne eure Ärztin schreiben. Mit wäre es bestimmt einfacher, aber du hast gute Gründe, wieso du mit fahren willst.

Setz den Fokus im Widerspruch nicht darauf, dass dein Sohn nicht alleine fahren mag/ soll, sondern darauf wie wichtig dir die Elternschulungen sind und dass du lernen musst ihn in seinem Alltag zu unterstützen.

Wir waren auch in Scheidegg in der Klinik und es waren eher ältere Kinder ohne Begleitung da. Ruf doch einfach mal dort an, die helfen dir bestimmt auch beim Widerspruch.

Viel Erfolg
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter

monika61
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Re: Kinderreha genehmigt-aber ohne Begleitperson

Beitragvon monika61 » 05.11.2015, 10:48


Sie will jetzt noch mal drüber nachdernken.

Hat es überhaupt einen Sinn wenn ich einen Widerspruch schreibe , ohne Arzt ?
Bin noch völlig geschockt.
Vielleicht hat jemand einen Rat

Birgit


Hallo Birgit,

da die Ärztin ja noch darüber nachdenken möchte, ist es ja noch nicht entschieden das sie dabei bleibt.
Ich würde versuchen sie davon zu überzeugen... durch gute Argumente (Du hast ja schon einige aufgezählt)
die für einen Rehaerfolg durch Deine Begleitung sprechen (vielleicht schriftlich, damit sie es sich in Ruhe ansehen kann).... :wink:

Liebe Grüße
Monika

Biggi69
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Beitragvon Biggi69 » 05.11.2015, 11:12

Danke für eure Antworten.

Werde mal schauen wie ich den Widerspruch schreibe. Zur KÄ soll ich nächste Woche noch mal kommen.
Macht so ein Widerspruch eigentlich viel Arbeit für die Ärztin ? Sie ist nur noch 2 Wochen da und macht sich dann selbsständig :?

@oy1970
Mir sind auch gerade die Elternschulungen wichtig ,ich fühle mich manchmal leicht überfordert. :oops:
Du warst schon dort ,kannst du die Klinik empfehlen ?
Ich war lange am Überlegen mir der Reha .
Wir waren vor 2 Jahren schon mal und das hätten wir und sparen können.
Hatte nur 3x Woche Ergo und 2x Sport und 2x Schwimmen.
Hatte damals aber noch keine ADS Diagnose nur die Wahrnehmungsstörung.
Schulungen gab es dort leider nur 1x

Grüße Birgit

oy1970
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Beitragvon oy1970 » 05.11.2015, 11:27

Ja, ich kann die Klinik empfehlen.
Ob wir soviel mehr an Therapien hatten, kann ich gar nicht mehr sicher sagen. Neurofeedback kam noch dazu. Regelmäßige Elternschulungen gab es sicher und auch immer mal wieder was für die Eltern. Walken zum Beispiel oder auch mal einen gemeinsamen Ausflug.

Die Schule fand ich auch gut, wenn es mal Lücken aufgefallen sind, dann gab es auch mal die ein oder andere Einzelstunde.

Aber ich finde so ein Reha-Aufenthalt wird halt auch sehr subjektiv bewertet. Wir waren eine sehr nette Truppe an Eltern und das macht halt dann schon viel aus, finde ich.

LG
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter


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