Babynahrung Unterschiede?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Angelika74
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Babynahrung Unterschiede?

Beitragvon Angelika74 » 23.10.2015, 00:34

Hallo,
mein MiniPK bekommt von mir Aptamil Pre (wurde mir von der Hebamme meines Vertrauens empfohlen) Meine eigenen Kinder habe ich recht lange stillen können.... nun hat es die PK-Oma ;) heute gut gemeint und Babynahrung gekauft (Rossmann babydream Anfangsmilch)
für 2,99 Euro (500 g)! , mein Aptamil kostet ca. 15 Euro (800 g). Ich möchte mich auf keine Experimente einlassen und werde es morgen umtauschen. Trotzdem würde es mich interessieren, welche Erfahrungen ihr mit "preiswert " Babynahrung gemacht habt. Ich habe die Inhaltsstoffe verglichen, kann bzw. finde als "Unfachmann" diesbezüglich keine gravierenden Unterschiede ...
Sohn 02.02 starke glob. Entwicklungsverzg., hypotoner Muskelt., Wahrnehmungsst.,syndrom.Autismus,keine Spracheunsere Vorstellung
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kira13
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Beitragvon kira13 » 23.10.2015, 07:09

ich kann nur aus erfahrung von 2 kindern sprechen, das jedes kind unterschiedlich auf alle arten von pre milch reagieren. ich habe bei beiden kindern probleme mit beba, hipp und den günstigen marken gehabt und bin somit ein verfechter von aptamil geworden. meine beiden hatten nie in ihrem leben einen wunden po, bauchschmerzen oder sonstiges.

man kann innerhalb der pre wechseln würde ich nicht machen, es sei denn dein mini würde die nächsten wochen zurückgehen zur leiblichen mutter.

kati543
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Beitragvon kati543 » 23.10.2015, 08:52

Hallo,
meine persönliche Meinung dazu ist:
es gibt im Bereich der Babyanfangsnahrung dermaßen viele gesetzliche Regelungen IN DEUTSCHLAND, dass es keinen großen Spielraum für die Unternehmen gibt. Bei näherem Überlegen ist das auch nur logisch. Schließlich vertragen die Allerkleinsten noch gar nichts, das Immunsystem ist gerade mal am Entstehen und selbst die Natur/Gott (wie auch immer man das betrachten mag) hat es so eingerichtet, dass die Kleinen nur mit "persönlicher Nahrungsquelle" auf die Welt kommen. So ganz grundlos ist das sicher nicht.
In anderen Ländern sind die Regelungen und die Kontrollen längst nicht so streng. Der erste Babypulverskandal in den 80-er Jahren war längst nicht der Letzte. Aktuell wird die Babymilch aus Deutschland aufgekauft und nach Asien geschickt. Sorgt bei uns einfach für leere Regale. Aber das Pulver von der heimischen Industrie vergiftet die Babys. Die Eltern trauen den Deutschen dann doch mehr.
Nun ja, meine Söhne haben auch Pulvermilch bekommen. Sowohl deutsches Pulver (Hipp), als auch Pulver aus Asien (Nestle). Vergleichbar wären diese beiden Produkte absolut nicht, obwohl es sich immer um Säuglingsanfangsnahrung handelte. In dem Produkt aus Asien war viel mehr drin. In Deutschland sind diese Stoffe alle verboten für die Pre-Nahrung. Aber eine Alternative gab es nicht. Ich war dort einige Monate.
Falls du je mal verschiedene Milchen probiert hast...die schmecken auch unterschiedlich. Ich würde das gleiche tun wie du. Die preiswerte Milch zurückgeben. Nicht weil sie preiswert ist, sondern weil das Kind auf Aptamil gut eingestellt ist.
Aptamil ist einfach eine andere Milch. Man kann damit Glück haben, muss es aber nicht. Mein Jüngster wollte Aptamil überhaupt nicht. Nach einigen Kampf hat er wenigstens Hipp akzeptiert. Wunden Po und Bauchschmerzen haben meine Jungs auch nie kennengelernt.
Meine Freundin hat ihren 3 Kindern (2 davon Frühkindliche Autisten) Rossmann gegeben. Sie schwört darauf. Die Kinder hatten auch nie Blähungen oder einen wunden Po.
Mein Bruder hat seinem Sohn Holle gegeben. Für ihn war das DAS Produkt schlechthin.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Nellie
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Beitragvon Nellie » 23.10.2015, 09:19

Hallo,

die Unterschiede sind durchaus da.
3 Punkte finde ich wichtig:
- Probiotik
- Prebiotik
- Eiweißreduktion

Probiotik heißt, dass "gute Bakterien" wie in der Muttermilch drin sind. Prebiotik sind Stoffe, die u.a. zur Ernährung der guten Darmbakterien dienen
Hier ein guter Artikel dazu: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.d ... g-ist.html

Und das mit der Eiweißreduktion finde ich mittlerweile auch sehr wichtig. Denn eine erhöhte Eiweißaufnahme ist mit Übergewicht im Säuglingsalter, aber auch im späteren Kindesalter vergesellschaftet. In Kuhmilch sind 3,3 g/100 ml, in Muttermilch nur 1,13. Und die Flaschenmilch wird ja aus Kuhmilch gemacht. Es ist schon reduziert, um es passender zu machen, aber eben höher als bei Muttermilch. Man weiß ja, dass die kugelrunden dicken Stillkinder später überhaupt nicht dickeren Kinder sind. Sie sind deutlich häufiger normalgewichtig als die Formula ernährten Kinder, die zur Babyzeit genauso dick waren!
Bisher hat meines Wissens auf diese eher noch neuen Studien nur Hipp reagiert. Die Hipp Pre Combiotik ist jetzt reduziert worden auf einen Gehalt von 1,8 und 2,0 g/100ml und soll dem entgegen wirken.

Wichtig ist sicher auch, wieviel ungesättigte Fette drin sind und wie wenig gesättigte Fettsäuren.

Und dann muss das Kind es noch vertragen ;)

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
https://cruise4life.de

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Beitragvon ehemalige Userin » 23.10.2015, 09:19

Ich habe vier Kinder wenig gestillt und viel Flasche gegeben (leider). Anfangs war ich immer vorsichtig, da Nr. 1 und 4 sehr viel spuckten. Aber da die Zwillis so viel futterten, habe ich irgendwann (mit vier Monaten?) die günstige dm-Milch gegeben. Ging genauso gut wie die teure Milch vorher. Aber da bekamen sie auch schon Beikost.
LG Vera

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Beitragvon Tanja2014 » 23.10.2015, 09:30

Welche Pre ein Kind verträgt ist wirklich sehr unterschiedlich. Mein eines Kind kam nur mit Beba klar, hat von Aptamil bspw. Durchfall bekommen. Bei meinem anderen ging ganz lange nur Hipp Comfort, weil alles andere zu Bauchweh führte.

Generell ist es so, dass die Marken-Pre GOS und FOS enthält, was in den ersten Monaten wichtig ist. Sobald das Kind dann einiges an Beikost isst, kann es sich diese Stoffe daraus holen, dann kann man guten Gewissens auf die günstigeren Produkte umsteigen. Sobald die Kinder ein, zwei Mahlzeiten ersetzt haben reagieren sie auch in der Regel nicht mehr so empfindlich auf Umstellungen bei der Pre.

Eine Besonderheit sind noch die HA-Produkte, da wurde vor drei, vier Jahren mal eine Studie gemacht, bei der sich herausstellte, dass nur die Beba HA Pre wirklich den HA-Effekt hat. Der HA-Effekt bleibt allerdings nur so lange bestehen, wie das Kind keine Nicht-HA-Milch getrunken hat. Andersrum: Sobald das Kind ein einziges Mal andere Pre/Milch als Beba HA oder Muttermilch trinkt, ist der Schutz vor Allergenen nicht mehr gegeben.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
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Beitragvon Silvia & Iris » 23.10.2015, 09:33

... der Magen der Babys verträgt doch mit 4 Monaten noch gar keine Beikost?

Deshalb habe ich erst mit 6 Monaten angefangen... weil überall stand, dass da erst weitere Nahrung verdaut werden kann - vorher flutscht das unverarbeitet durch den Darm durch...

... auch ich wundere mich immer wieder, dass da steht: ab 4 Monate!
Beide meiner Kinder saßen nicht in diesem Alter... - beide zeigten auch noch kein reges Interesse an unserer Ernährung... - beide Kinder hatten keine Gewichtsverluste...

Daher - warum erhalten Babys bereits mit 4 Monaten Beikost?

... ich hatte ja auch keine Zwillinge, kann mir aber nicht vorstellen, dass gerade bei Zwillingen das Verdauungssystem früher reif sein sollte, als bei anderen Babys??

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon Katja_S » 23.10.2015, 09:44

Hallo Silvia,
diese Ratschläge ändern sich immer mal wieder :D . Was stimmt, kann man sich dann raussuchen.

Als E. klein war, hieß es auch noch, eher später anfangen und am besten keine Sachen mit Allergenen geben, damit das Kind möglchst keine Allergie entwickelt.

Heute wird eher empfohlen, nicht allzu spät anzufangen und z.B von Anfang an auch Gluten zu geben, weil das das Risiko einer Allergie vermindern würde :shock: .

Ab wann ein Kind Interesse an beikost zeigt und diese verträgt, ist sicher sehr unterschiedlich!
Mit 6 Monaten ist es sicherlich nicht zu spät mit Beikost anzufangen, für manche Kinder 4 Monate aber auch nicht zu früh (für andere vielleicht schon).

Bei E. haben wir mit korr. 5 Monaten angefangen, ganz einfach, weil er immer weniger abgepumpte Muttermilch getrunken hat.

Zur Frage: Welche Pre kann ich leider nichts schrieben...

Gruß,
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung

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Beitragvon Jörg75 » 23.10.2015, 10:34

ich habe bei beiden kindern probleme mit beba, hipp und den günstigen marken gehabt und bin somit ein verfechter von aptamil geworden. meine beiden hatten nie in ihrem leben einen wunden po, bauchschmerzen oder sonstiges.
Moin,

aus unserer persönlichen Erfahrung würde ich immer zu beba greifen. Damit hat das Krankenhaus angefangen, wir haben weitergemacht und nie Probleme gehabt!

Insofern kann man das wohl alles nicht verallgemeinern ... ich denke aber auch, dass die Vorschriften in D so eng sind, dass man aus gesundheitlichen Gründen zu allen Sorten greifen kann.

Gruß,
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon ehemalige Userin » 23.10.2015, 10:37

Hi, Beikost mit 4 Monaten ist aktuelle Empfehlung (von meinen Großen kann ich es anders). Natürlich kann man auch länger warten. Bei meinem jüngsten wurde die Spuckerei dann aber schlagartig besser. Aber hier geht es ja um Babymilchmarken...
LG Vera


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