Was wünscht ihr (Eltern Behinderter) euch von Kirche?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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JohannaG
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Was wünscht ihr (Eltern Behinderter) euch von Kirche?

Beitragvon JohannaG » 22.10.2015, 09:31

Hallo ihr Lieben,

heute hab ich eine vielleicht etwas ungewöhnliche Frage an euch...

Folgendes: Ich arbeite als Pfarrerin in einer evangelischen Gemeinde in Bayern. In zwei Jahren steht das große Luther-Jubiläum an: 500 Jahre Thesenanschlag in Wittenberg.

Natürlich wird da alles mögliche veranstaltet, tolle Festgottesdienste gefeiert etc. Aber in unserem Dekanat wollen wir auch andere Veranstaltungen anbieten - solche, die die Gemeindemitglieder vor Ort erreichen und mit etwas leiseren Tönen sprechen. Sie sollen sich um Lutherd Grundfrage, die Suche nach einem "gnädigen Gott" drehen.

Nun hatten die Kollegen schon jede menge Ideen, wo und wie man von einem gnädigen Gott erzählen kann.

Ich bin da aber sehr drüber gestolpert, denn ich weiß: es gibt genug Menschen, die Gott als gerade nicht gnädig empfinden. Grad hier im Forum gab und gibt es ja schon öfter Diskussionen darüber. Darum haben einige Kollegen und ich uns zusammen getan, um in eine andere Richtung zu überlegen - sinngemäß in etwa:

Wie können wir Fragenden, Suchenden und Zweifelnden begegnen? Wie können wir ihre Fragen beantworten (bzw können wir das überhaupt)? Was bräuchten sie von ihren Kirchengemeinden, um einen "gnädigen Gott" denken, sich vorstellen zu können?

Ja, und da wollte ich euch um eure Hilfe bitten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Ideen, eure Fragen, eure Zweifel schickt - hier im Forum oder auch per PN.

Anregungen von mir - was bräuchtet ihr / wünscht ihr euch von einer Kirchengemeinde, um im Alltag bestehen zu können; was denkt ihr überhaupt zu meiner Idee; habt ihr vielleicht Ideen, was Kirchengemeinden anbieten könnten, ...

Am Ende sollen nämlich Veranstaltungenbz Angebote für Kirchengemeinden / Gemeindemitglieder rauskommen - die Form ist noch völlig offen! - und die Entwürfe sollen dann anderen Gemeinden auch zur Vwerfügung gestellt werden. D.h., alle eure Ideen, die ich vielleicht aufnehmen kann, kann ich dann euren Gemeinden wieder zur Verfügung stellen.

Liebe Grüße! Ich bin gespannt, was kommt!

Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 22.10.2015, 10:02

Hallo Johanna,

ich finde die Idee toll!
Ich kann dir nur nicht sagen, wie man sie umsetzen kann :wink:
Mir persönlich hat geholfen, mir klar zu machen, dass ich auf nichts im Leben einen verbrieften Anspruch habe, sondern dass im Prinzip alles, was an Gutem kommt, "Gnade" ist, weil sie eben im Grund wirklich unverdient ist ...

Ich kann nur so lange gegen Gott wüten, weil ich behindertes Kind habe, wie ich im Innerern davon überzeugt bin, dass ich einen Anspruch auf ein gesundes Kind gehabt HÄTTE ... Tja, aber es gibt nun mal keinen Anspruch auf einen Menschen, egal in welcher Form (auch nicht auf einen Lebenspartner o.Ä) ...

Im Prinzip geht es hier (bei mir auch immer wieder :idea: ) eher um eine ILLUSION, nämlich die, dass Gott nur gnädig sein kann wenn meine Leben genauso läuft, WIE ich es mir wünsche. Und wehe, wenn nicht! Dann schiele ich nach rechts oder links und kommen sehr schnell zu dem Schluss: Gott ist ungerecht :oops: Er ist zu anderen gnädig - schließlich bekommen die ein (vermeintlich!) problemloseres Leben als ich, aber zu mir NICHT!

Das Grundproblem an solchen Gedanken ist natürlich, dass ich MEINE Sicht über das, was für mich gut/sinnvoll/wünschenswert sehe, über GOTTES SICHT stelle, was im Grunde einfach eine riesengroße ANMAßUNG meinerseits ist und MIR dadurch das Leben unnötig schwer macht ... (Gott kommt damit klar. Ich tue ihm vermutlich sogar ernsthaft Leid, weil das unnötig, aber eben menschlich ist, so zu denken :wink: )

Nun dürften DAS aber gerade gleichzeitig auch sehr unpopuläre Gedanken sein, wenn man den Leuten sagt: "Gott hat uns hier auf Erden das Paradies ja auch nicht versprochen ... Und einer der Grundkonflikte, warum Menschen zeitweilig mit Gott hadern, liegt an überzogenen Ansprüchen unsererseits an IHN!"

Aber vielleicht hilft es, die Menschen zu sensibilisieren, dass zur "Fülle des Lebens" notwendigerweise auch negative Erfahrungen zählen und das Gott uns die Last nicht immer nimmt, aber dennoch beim Tragen hilft, was ganz unterschiedlich aussehen kann.
Und dass es wichtig und richtig ist, Gott auch mal anzuklagen, wenn alles zu schwer zu werden scheint (Er hält das aus :wink: ) - statt enttäuscht den Kontakt einzustellen und SICH selbst von einer wertvollenn Ressource abzuschneiden.

Von Gemeindemitgliedern, die etwas für behinderte Menschen und ihre Familien tun wollen, würde ich mir am ehesten Offenheit wünschen. Ein genaues Hinhören und Hinspüren, was der betreffenden Familie jetzt gut tun könnte und genau dies zu tun oder zu unterlassen, auch wenn das Dinge sind, die später nicht irgendwo als Hilfsangebote der Gemeide statitisch erfasst werden können.

Im Prinzip eine "dienende Herzenshaltung" also ... Aber auch die kann, glaube ich, nicht erworben werden, sondern ist als besondere geistliche Gabe in einzelnen Menschen grundgelegt oder eben nicht.

Da würde es vielleicht eher helfen, die Menschen zu ermutigen, dass echte Hilfe auch im "Sein-Lassen", "Da-Sein", "Akzeptieren" des anderen liegen kann ..., wenn der andere dies genauso wünscht.

So weit meine wirren Gedanken :wink:
Vielleicht kannst du etwas damit anfangen oder es entspinnt sich daran eine hilfreiche Diskussion :wink:

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Beitragvon MajaJo » 22.10.2015, 10:19

Hallo Johanna,

eine tolle Idee! Ich hoffe ich finde Zeit für eine Antwort!

LG Maja
Maja m. Jo (*10) Neurod., Ichth. vulgaris, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, GdB 70 H, A (*05) Chêneau-Korsett versorgte Skoliose und Sternenenkel (3/18-5/18)

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Beitragvon kar_lotta » 22.10.2015, 10:24

Hallo JohannaG,

ich habe eher konkrete Vorschläge. Als ich nach einer Familienfreizeit für Familien mit Kindern mit Behinderung gesucht habe, fand ich fast nur Angebote der katholischen Kirche. Vielleicht könnte man Wochenenden oder Treffs etablieren für Familien. Das kann ja auch in Anbindung mit anderen Trägern sein.

Gegebenenfalls kann man Personen, die sich über die Nachbarschaftshilfe oder ähnliches engagieren möchten, auch auf Familien mit behinderten Kindern hinweisen.

Ich würde mir auch einen inklusiven Weihnachtsgottesdienst wünschen. Wir gehen jetzt immer zum Gottesdienst für Kinder unter drei Jahren. Aber irgendwann wird das auch etwas auffällig.

Wie wäre es mit einem Gemeindefest, das auch inklusive Angebote macht oder beispielsweise Menschen mit Behinderung ein Forum bietet, etwas vorzuführen/auszustellen, was sie gut können? Ich denke da an alle Alterstufen.

Ich finde es toll, dass Du das aufgreifst.

Herzliche Grüße
kar_lotta
kar_lotta mit Tochter (*10/2012),
körperlich und geistig behindert.
Symptome: hypoton, hypertropher Corpus Callosum. Keine Diagnose
Sohn (*11/2018)

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Beitragvon Angela77 » 22.10.2015, 11:01

Hi KArlotta

:icon_thumleft: :icon_thumleft: :icon_thumleft:
Das sind tolle praktische Ideen!

Vielleicht könnte man auch mal sogenannte "Oasentage" für Familien mit behinderten Kindern machen: Kinder sind betreut, die Familie tankt (auch geistlich!) auf :wink:

LG
Angie
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Beitragvon IrisB » 22.10.2015, 11:03

Hallo Johanna,

wenn ich in unserer Gemeinde gucke: den Gemeindemitgliedern mit behinderten Kindern braucht man nichts von der Güte Gottes zu erzählen - die brauchen die Erfahrung, dass ihre Kinder, so wie sie sind, von der Gemeinde angenommen werden. Ganz konkret, und das sind oft "Kleinigkeiten". Dass mal ein Kind vor dem Altar rumliegen darf, dass man damit lebt, dass es mal laut wird - oder damit, dass ein anderes gerade die Lautstärke nicht aushält. Dass eins auf alle zugeht und ein anderes scheinbar nie reagiert, wenn man es anspricht. Ich gehöre zu einer kleinen Gemeinde und da ist es manchmal möglich, das direkt im Gottesdienst zu machen. Kurz innezuhalten, bis sich ein Kind beruhigt hat. Anlächeln. Berührungen. Und immer wieder deutlich sagen, dass alle im Blick sind: die Kleinen, die nicht stillhalten können und die Alten, die bei Kinderlärm nichts mehr verstehen können. Die, denen es nicht intellektuell genug sein kann und die, die etwas zum Sehen und Anfassen brauchen. Was auch immer wichtig ist, ist das "Wer nichts sagt, dem kann nicht geholfen werden" - aber zum Sagen braucht man eben schon positive Erfahrungen.
Was ich mal schön fände: ein Gottesdienst, in dem solche Dinge thematisiert werden. Stille für die, denen es zu laut ist. Bewegung für die, die nicht stillsitzen können. Ein Kreis um den Altar für alle, denen Berührung fehlt. Etc, etc. Ich finde, sowas kann auch Bewegung in Gemeinden bringen. Ich glaube, es gibt wenige, die ein Konzept wie Gnade rein spirituell erfahren oder gar intellektuell erschließen und damit zufrieden sind - die meisten erfahren so etwas durch andere Menschen und diese anderen Menschen sind eben die, die anwesend sind (Du + ich).
Zu Luther weiß ich allerdings zu wenig ;-)

LG Iris
Iris mit Johannes (Herbst 2003), Asperger Syndrom, und Konstantin (Frühling 2006), HFA
Vorstellung

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 22.10.2015, 11:25

Hallo Johanna,

unsere gesamte Familie gehört keiner Glaubensgemeinschaft an .... wir können deswegen mit der Frage nach einem "gnädigen Gott" nichts anfangen.
Aber wir haben unsere praktischen Efahrungen mit den "Anhängern" und "Verkündern" dieses "gnädigen Gottes" gemacht.

Denn ich habe -gezwungenermassen weil Angebot des Ethikunterrichts in Grundschule und teilweise auch Hauptschule fehlt- Erfahrung mit dem Religionsunterricht gemacht.

Ich finde es todtraurig, dass auch im Bereich der durch die beiden großen christlichen Kirchen die Religionslehre nicht durchgehend positiv der Inklusion und dem Normalisierungsprinzip gegenüberstehen..... geschweige dem dass die Religionslehrer bzgl einen inklusiven Unterricht fortgebildet sind :(

Ich habe natürlich auch schon gute und engagierte Religionslehrer ( auch katholische !) kennegelernt,

aber halt auch einen , der sich weigerte ein Kind mit Behinderung zu unterrichten :twisted:
oder einen, der im Unterricht ein antiguiertes Fürsorgebild von Behinderung entwarfund den Grundschüler, der wegen Erfahrungen mit eigener Familie widersprach , dann auch noch massregelte. :twisted: :twisted: :twisted:


Sicherlich schön für dich zu hören, meine Nichten jedenfalls haben für sich trotzdem in der Gesamtbilanz den Schluss gezogen und haben sich taufen und konformieren lassen.
Meine Söhne kommen da aber eher nach ihrer Mutter :wink:


Ich würde mich nun nicht als Zweifelnde oder Suchende bezeichnen, sondern habe für mich schon vor dem Thema Behinderung Antworten gefunden.

Aber selbst wenn ich Suchende wäre , nach solchen Erfahrungen würde ich mich anderen Richtungen zuwenden als ausgerechnet der Kirche :wink:

Für mich zählen da Taten statt Worten -
Wenn alle christlichen Privatschulen verpflichtet werden würden inklusiv zu arbeiten,
Wenn alle Religionslehrer verpflichtend in inklusivem Unterricht fortgebildet werden würden,
Wenn alle christlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe den Personalschlüssel konsequent nach dem nOrmalisierungsprinzip erhöhen und sich nach außen öffen würden,
Wenn Kirchliche Betriebe ihre Quote Menshcen mit Behinderung zu beschäftigen ( ohne die belibeten AG-Tricks) übererfüllen....
Usw...
...das könnte einen Unterschied machen!

Viel Erfolg für deine Arbeit und alles Gute für die Family!

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Beitragvon Tanja2014 » 22.10.2015, 12:37

Hallo Johanna,

mir geht es auch so, dass konkrete Angebote im Gemeindealltag bzw. zu den Feierlichkeiten mir wichtiger wären, als das Thema auf intellektueller Basis im Rahmen eines Gottesdienstes o.ä. aufzuarbeiten. Vielleicht könnte man die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum nutzen, einige Dinge in den Gemeinden anzustoßen, die sich dann vielleicht in der ein oder anderen Gemeinde dauerhaft etablieren. Sowas wie Gottesdienst in leichter Sprache, integrative Spielgruppe, integrativer Bibelkreis (könnte ja erstmal starten als integrative Aktionsgruppe zum Luther-Jubiläum) oder so.

Ich denke, bei Gemeinden, die sich im Gemeindealltag nicht eben mit Ruhm bekleckern was den Umgang mit behinderten Kindern angeht (so einer sind wir zurzeit zugeordnet, zum Glück ziehen wir ja demnächst nochmal um...), würde ich mich auch relativ schnell verschaukelt fühlen, wenn die plötzlich einen Gottesdienst zu dem Thema machen würden.
Viele Grüße
Tanja
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und Wirbelwind (*2013)

Chaosmarie
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Beitragvon Chaosmarie » 22.10.2015, 12:50

Unsere großen Kirchen sind längst zu Sozialkonzernen verkommen. Ich wünsche mir zuerst, dass sie sich auf die von Jesus gelehrten Werte zurück besinnen um überhaupt wieder glaubwürdig zu werden. Ich wünsche mir ebenfalls, dass sie die Mitarbeiter, die sie beschäftigen, ebenfalls nach diesen Werten behandeln. Und ja, Kirsten und Iris haben schon ausführlich beschrieben, warum gerade die Kirchen sich vermehrt um Inklusion bemühen sollten.

lg

Marie
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, Verdacht auf Hochbegabung.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!

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Beitragvon JohannaG » 22.10.2015, 12:53

Hallo ihr,

danke für eure Rückmeldungen (und gern noch mehr :-) ).

Mein Problem ist momentan eher das umgekehrte... wir als Pfarrfamilie sind irgendwie die einzigen, die mit besonderen Kindern in unserer Gemeinde auftauchen. Dabei sind wir hier durchaus bekannt :roll:
Zum Konfirmandenkurs haben wir ausdrücklich Jugendliche mit Behinderung eingeladen, da rief mich eine Mutter an und meinte, das sei ja sehr nett, aber sie könne sich nicht vorstellen, wie das mit ihrer Tochter gehen solle...

Ich bin eurer Meinung, Großveranstaltungen werden da wenig bis nichts bringen. Aber das soll es ja eben gerade nicht werden. Es soll ja mit kleinen Sachen anfangen, und es soll vor allem den Betroffenen zugute kommen - und nicht ein intellektueller Vortrag über "wie empfinden Familien Behinderter die Rede vom gnädigen Gott" oder so werden...

Liebe Grüße, Johanna
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
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J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
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