Lohn-/Prämienzahlungen in der WfbM

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

JustinsMum
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 630
Registriert: 21.05.2014, 08:37
Wohnort: Ba-Wü

Beitragvon JustinsMum » 01.07.2015, 11:22

Hier liegt das Problem:

http://behinderung.org/definit.htm

Wir haben es mit so unterschiedlichen Definitionen vom Behinderungsbegriff zu tun, dass da fast keiner mehr durch sieht.

Schau Dir mal die Pflegeversicherung an. In dieser ist verankert, dass Ableitung zum selber machen zeitlich sehr viel mehr berücksichtigt wird, als die Übernahme. Diese zielt darauf ab den Menschen zu befähigen das was er selber kann auch selber zu machen bzw. es (neu) zu erlernen.

Deswegen war mein Kind z.B. viele Jahre in Pflegestufe II eingestuft. Jetzt hat er keine mehr, weil er solange geübt hat, bis er es selber konnte. Es hat nur länger gedauert. Ich hätte aber nie angefangen ihn zu füttern, nur weil es schneller geht.

Und da liegt das Problem von Einrichtungen. Dort wird schnell lieber versorgt, als gefördert und das liegt auch daran, dass die Leistungen, die für den Betroffenen an die Einrichtungen gehen nicht ausreichend sind etwas anderes zu machen.

Aber das Problem haben sich die entsprechenden Einrichtungen auch selber geschaffen, weil sie eben über Jahrzehnte die Auffassung vertreten haben, dass diese Menschen versorgt werden müssen und das das beste für diese ist. Entsprechend wurden die niedrigeren Kostensätze vereinbart und da kommt man jetzt nicht mehr raus.

Mit echter Wahlfreiheit müsste erstmal hier dran geschraubt werden, dann fallen auch PBs höher aus und man kann dann wählen. Das ist aber undenkbar, weil Einrichtungen mit Kopfpauschalen kalkulieren und nicht für jeden Betroffenen einzeln verhandeln. Also ist die Mischkalkulation schon einmal ein Problem.

Grüße

jsutinsMum

Werbung
 
Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4064
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Beitragvon Inge » 01.07.2015, 14:18

Hallo JustinsMum,
JustinsMum hat geschrieben:Und da liegt das Problem von Einrichtungen. Dort wird schnell lieber versorgt, als gefördert und das liegt auch daran, dass die Leistungen, die für den Betroffenen an die Einrichtungen gehen nicht ausreichend sind etwas anderes zu machen.

Es gibt nicht "die Einrichtungen" und auch nicht "die Eltern", also sollte man das nicht verallgemeinern. Die Förderstätte meiner Tochter macht sehr viel in Richtung "Selbständigkeit". Und da geht es bei Annika wirklich - relativ gesehen - um Kleinigkeiten: mit den Augen zeigen, was sie essen oder trinken will, die Gabel selbst zum Mund führen . . .
Wir machen das zwar auch, aber doch sehr eingeschränkt. Die BetreuerInnen haben da mehr Zeit und mehr Nerven als ich nach über 30 Jahren!
Deshalb möchte ich auch nicht, dass bestehende Einrichtungen abgeschafft werden. Diejenigen, die für behinderte Menschen ein gutes Angebot haben, würden auch nach Abschaffung der Einrichtungsgebundenheit bestehen bleiben. Und das würde ich sehr begrüßen!

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.07.2015, 14:50

Inge hat geschrieben:Hallo JustinsMum,
JustinsMum hat geschrieben:Und da liegt das Problem von Einrichtungen. Dort wird schnell lieber versorgt, als gefördert und das liegt auch daran, dass die Leistungen, die für den Betroffenen an die Einrichtungen gehen nicht ausreichend sind etwas anderes zu machen.

Es gibt nicht "die Einrichtungen" und auch nicht "die Eltern", also sollte man das nicht verallgemeinern. Die Förderstätte meiner Tochter macht sehr viel in Richtung "Selbständigkeit". Und da geht es bei Annika wirklich - relativ gesehen - um Kleinigkeiten: mit den Augen zeigen, was sie essen oder trinken will, die Gabel selbst zum Mund führen . . .
Wir machen das zwar auch, aber doch sehr eingeschränkt. Die BetreuerInnen haben da mehr Zeit und mehr Nerven als ich nach über 30 Jahren!
Deshalb möchte ich auch nicht, dass bestehende Einrichtungen abgeschafft werden. Diejenigen, die für behinderte Menschen ein gutes Angebot haben, würden auch nach Abschaffung der Einrichtungsgebundenheit bestehen bleiben. Und das würde ich sehr begrüßen!


Hallo Inge,

ich denke, dass man sich mit der Inklusion teilweise zu sehr darauf versteift, dass Fördereinrichungen abgeschafft werden müssen. Was dem Staat aus Kostengründen nur Recht sein kann.
Vermutlich rührt es daher, dass einige der Meinung sind, dann würde mehr Gelld für eigene Interessen fließen. So langsam empfinde ich einen Teil dieser Strategie schon als polemisch dargestellt. Und irgendwie hat man noch nie etwas erreicht, wenn alles nur schlecht geredet wurde....

Ich denke man muss die Probleme und auch die schwarzen Schafe schon getrennt betrachten.....Und vor allem sich auch mal mit der Frage beschäftigen, was wenn man überhaupt keine Möglichkeiten mehr hat. Die Pflege ist teuer. Und manchmal läuft gravierend etwas falsch...Wir haben jetzt schon zu wenig Personal und trotzdem ist es nicht so, dass sich alle in ihren Einrichtungen unwohl fühlen. Es git auch etliches Positives zu berichten. ....

Und es wird auch nicht viel besser, wenn irgendwo Inklusion drauf steht.

Warum alles kaputtmachen, für Menschen, die ohnehin schon eh und je eher gut interiert worden sind, wenn viele andere dafür auf der Strecke bleiben?

Aber Inge, es muss auch Angebote für alle Wünsche und Bedürfnisse geben. Nur die zu schaffen, das ist ein Problem..............das die Solidarität zu spalten droht.

Zum Thema Vermögen: Wenns rund läuft , ist es sicher besser etwas vererben kann. Wenn es aber nicht rund läuft, gelten bei H4 auch keine besonderen Bestimmungen, die ein Erbe absichern.

JustinsMum
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 630
Registriert: 21.05.2014, 08:37
Wohnort: Ba-Wü

Beitragvon JustinsMum » 01.07.2015, 15:54

Inge hat geschrieben:Hallo JustinsMum,
JustinsMum hat geschrieben:Und da liegt das Problem von Einrichtungen. Dort wird schnell lieber versorgt, als gefördert und das liegt auch daran, dass die Leistungen, die für den Betroffenen an die Einrichtungen gehen nicht ausreichend sind etwas anderes zu machen.

Es gibt nicht "die Einrichtungen" und auch nicht "die Eltern", also sollte man das nicht verallgemeinern. Die Förderstätte meiner Tochter macht sehr viel in Richtung "Selbständigkeit". Und da geht es bei Annika wirklich - relativ gesehen - um Kleinigkeiten: mit den Augen zeigen, was sie essen oder trinken will, die Gabel selbst zum Mund führen . . .
Wir machen das zwar auch, aber doch sehr eingeschränkt. Die BetreuerInnen haben da mehr Zeit und mehr Nerven als ich nach über 30 Jahren!
Deshalb möchte ich auch nicht, dass bestehende Einrichtungen abgeschafft werden. Diejenigen, die für behinderte Menschen ein gutes Angebot haben, würden auch nach Abschaffung der Einrichtungsgebundenheit bestehen bleiben. Und das würde ich sehr begrüßen!


@Inge: Versteht dein Kind ob es etwas mehr Werkstattleistungen erhält oder mehr Grundsicherung? Ist das nicht egal in Eurem Fall.

Geht es Dir wirklich darum, ob Euch 50 Euro mehr oder weniger angerechnet werden?

Ist es nicht egal, wo Deine Kind die Förderung bei der Nahrungsaufnahme erhält? Ob Werkstatt oder Förderstätte ist dabei doch egal, oder?

Ist das nicht unverhältnismässig, wenn ich hier Kinder sehe, die eigentlich frei aufwachsen und dann erst durch Einrichtungen verselbständigt werden?

Grüße

justinsMum

Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4064
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Beitragvon Inge » 01.07.2015, 16:01

Esthephania hat geschrieben:ich denke, dass man sich mit der Inklusion teilweise zu sehr darauf versteift, dass Fördereinrichungen abgeschafft werden müssen. Was dem Staat aus Kostengründen nur Recht sein kann.
[...]
Warum alles kaputtmachen, für Menschen, die ohnehin schon eh und je eher gut interiert worden sind, wenn viele andere dafür auf der Strecke bleiben?

absolute Zustimmung. Die Fördereinrichtungen sollten nicht abgeschafft werden, aber der "Schubladen-Zwang": also entweder diese (und zwar ganz genau diese!) Fördereinrichtung in Anspruch zu nehmen oder gar keine Unterstützung zu erhalten.

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4064
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Beitragvon Inge » 01.07.2015, 16:13

JustinsMum hat geschrieben:@Inge: Versteht dein Kind ob es etwas mehr Werkstattleistungen erhält oder mehr Grundsicherung? Ist das nicht egal in Eurem Fall.

Meiner Tochter ist das völlig egal!

Geht es Dir wirklich darum, ob Euch 50 Euro mehr oder weniger angerechnet werden?

das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Auf welche meiner Äußerungen beziehst du dich da?

Ist es nicht egal, wo Deine Kind die Förderung bei der Nahrungsaufnahme erhält? Ob Werkstatt oder Förderstätte ist dabei doch egal, oder?

nachdem die Auswirkungen innerhalb einer Werkstatt so negativ sein können, ist es mir nicht egal. Meine Tochter ist nun mal des öfteren so "schwierig", dass sie - juristisch korrekt - relativ schnell aus einer Werkstatt ausgeschlossen werden könnte. Beim Besuch einer Tagesförderstätte könnte der Personalschlüssel angepasst werden.
Es ist nach der derzeitigen Gesetzeslage als wirklich existenziell, dass meine Tochter in eine Tagesförderstätte geht.

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

JustinsMum
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 630
Registriert: 21.05.2014, 08:37
Wohnort: Ba-Wü

Re: Lohn-/Prämienzahlungen in der WfbM

Beitragvon JustinsMum » 01.07.2015, 16:41

Inge hat geschrieben:Hallo zusammen,

gibt es bei euren Kindern, die in der WfbM arbeiten, neben dem Lohn auch Prämienzahlungen?
Falls ja, wie oft? Und wie hoch sind diese dann im Verhältnis zum Lohn?

Ich habe erfahren, dass die Löhne in einigen WfbM niedriger geworden sind und die Prämienzahlungen angestiegen sind.

Während bei der Grundsicherung nur ein Teil des Lohnes in einer komplizierten Berechnung angerechnet wird, werden die Prämienzahlung komplett auf die Grundsicherung angerechnet.
Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt?


Auf diesen Teil beziehe ich die Frage, ob es egal ist ob 50 Euro von der Grundsicherung oder von der Werkstatt.

Ich möchte aber nicht, dass Du oder irgendwer sonst jetzt den Eindruck hast, ich würde hier jetzt meinen, dass Deine Tochter nicht 50 Euro mehr gebrauchen könnte. Mir ist klar, dass auch ihr vielleicht mal eine teure Brille oder Medikamente braucht oder was auch immer für Zuzahlungen habt.

Mir kam nur der Gedanke, dass wir hier völlig aneinander vorbeireden, weil hier immer wieder so völlig unterschiedliche Positionen zum Tragen kommen.

Dann geht es bei Euch als hauptsächlich um eine vernünftige Versorgung und Betreuung?

Viele Grüße

justinsMum

Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4064
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Re: Lohn-/Prämienzahlungen in der WfbM

Beitragvon Inge » 01.07.2015, 16:57

Hallo justinsMum,

JustinsMum hat geschrieben: ob es egal ist ob 50 Euro von der Grundsicherung oder von der Werkstatt.

achso, jetzt blick ich durch :wink: Diese ganze Sache betrifft meine Tochter überhaupt nicht, denn sie geht in eine Tagesförderstätte und bekommt dort gar keinen Lohn.
Ich habe dieses Verfahren nur von anderen Eltern gehört und finde es einfach sehr ungerecht. Mir gefällt hierbei nicht, dass etliche Werkstattmitarbeiter, die eine Arbeitsleistung erbringen, zwar mit einer Prämie dafür belohnt werden, aber außer zusätzlicher Bürokratie gar nichts davon haben. Das Geld ist weg!
Würde die Prämie für die geleistete Arbeit auf den künftigen Monatslohn umgerechnet, dann würden die Betroffenen wenigstens einen Teil dieses Geldes behalten dürfen. Das wäre Belohnung und Ansporn zugleich. Ich finde es einfach schäbig und ungerecht, dass das Engagement der behinderten Menschen für diese keinerlei Vorteile bringt.

Ich möchte aber nicht, dass Du oder irgendwer sonst jetzt den Eindruck hast, ich würde hier jetzt meinen, dass Deine Tochter nicht 50 Euro mehr gebrauchen könnte. Mir ist klar, dass auch ihr vielleicht mal eine teure Brille oder Medikamente braucht oder was auch immer für Zuzahlungen habt.

wie geschrieben, hat meine Tochter keinerlei Einkünfte außerhalb der Grundsicherung. Aber darüber beklage ich mich nicht. Ich möchte hier nur, dass sie ohne Wenn und Aber und juristische Winkelzüge den vollen Satz bekommt.
Für die zusätzlichen Ausgaben, die nicht von der Grundsicherung abgedeckt sind, nutzen wir das Kindergeld oder zahlen es selbst. Das kommt finanziell zwar nicht hin, aber es ist machbar.

Mir kam nur der Gedanke, dass wir hier völlig aneinander vorbeireden, weil hier immer wieder so völlig unterschiedliche Positionen zum Tragen kommen.

stimmt, aber man/frau kann ja miteinander reden und schreiben :wink:

Dann geht es bei Euch als hauptsächlich um eine vernünftige Versorgung und Betreuung?

genau das ist es! Und diese ist aus den bereits genannten Gründen in einer Tagesförderstätte wesentlich besser gesichert als in einer WfbM.

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

JustinsMum
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 630
Registriert: 21.05.2014, 08:37
Wohnort: Ba-Wü

Re: Lohn-/Prämienzahlungen in der WfbM

Beitragvon JustinsMum » 01.07.2015, 18:32

Inge hat geschrieben:Hallo justinsMum,

JustinsMum hat geschrieben: ob es egal ist ob 50 Euro von der Grundsicherung oder von der Werkstatt.

achso, jetzt blick ich durch :wink: Diese ganze Sache betrifft meine Tochter überhaupt nicht, denn sie geht in eine Tagesförderstätte und bekommt dort gar keinen Lohn.
Ich habe dieses Verfahren nur von anderen Eltern gehört und finde es einfach sehr ungerecht. Mir gefällt hierbei nicht, dass etliche Werkstattmitarbeiter, die eine Arbeitsleistung erbringen, zwar mit einer Prämie dafür belohnt werden, aber außer zusätzlicher Bürokratie gar nichts davon haben. Das Geld ist weg!
Würde die Prämie für die geleistete Arbeit auf den künftigen Monatslohn umgerechnet, dann würden die Betroffenen wenigstens einen Teil dieses Geldes behalten dürfen. Das wäre Belohnung und Ansporn zugleich. Ich finde es einfach schäbig und ungerecht, dass das Engagement der behinderten Menschen für diese keinerlei Vorteile bringt.


Dann lag ich also doch nicht so falsch und eigentlich reden wir über dasselbe Thema. Anscheinend wird also nicht daran gearbeitet, dass wir vorwärts kommen und die Werkstattmitarbeiter mit ihrem "Lohn" für ihre "Arbeit" zumindest frei von Grundsicherung leben können, sondern sogar daran gearbeitet, dass die Grundsicherung noch ein wenig weniger Kosten hat.

Wobei ich vermute, dass es sich hier eher um einen für die Grundsicherung zufälligen positiven Nebeneffekt handelt. Nachdem was ich inzwischen recherchiert habe sorgt die betroffenen Werkstätten eher dafür, dass sie nicht einen Cent zuviel auszahlen, da sie diese Beträge nicht rückwirkend zurückfordern könnten. Also zahlen Sie die zuwenig gezahlten "Löhne" lieber 1-2 x jährlich als Einmalzahlungen aus, was dann dazu führt, dass die Betroffenen noch Papierkram zu erledigen haben. Da ist es ja fast schön, wenn die Werkstätten diese Beträge selber melden.

Viele Grüße

justinsMum

Werbung
 
ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.07.2015, 19:42

Also zahlen Sie die zuwenig gezahlten "Löhne" lieber 1-2 x jährlich als Einmalzahlungen aus, was dann dazu führt, dass die Betroffenen noch Papierkram zu erledigen haben. Da ist es ja fast schön, wenn die Werkstätten diese Beträge selber melden.


Hallo JustinsMum,

ich habe wirklich keine Ahnung von der Materie. Was ich aber weiss, ich würde mich NIE auf irgendwelche (fadenscheinigen) Begründungen verlassen. Das hat man ja nun bei Regelbedarfsstufe 3 sehr deutlich bemerkt. Und das Thema was beh. Menschen wann zu bekommen haben, ist insofern nur vorübergehend gelöst, weil auf Grund des neuen Teilhabegesetzes neu berechnet werden soll. Die Höhe der Leistungen, wurden nun endlich mal angepasst , weil das oberste Sozialgericht eindeutige Urteile sprach und es nicht gelungen ist, diese zu ignorieren, was die Politik eigentlich wollte. Was sie aber nicht daran hindert, die Leistungen nicht richtig einzustufen. Es bleibt also Regelbedarfstufe 3 mit Ausgleichszahlung zu 1. Und von daher müssste ich erst einen Anwalt fragen, ob das mit den Löhnen gut ist...........Ich glaube, da ist wie immer ein Haken dabei. Wäre ja schön, wenn Verantwortliche nicht jeden Cent, eher missbilligend an beh. Menschen weitergeben würden.....................und irgendwo ein sich negativ auswirkendes Ziel verfolgen würden.


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste