Rückstellungskampf (Einschulung)

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Cerstin
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Rückstellungskampf (Einschulung)

Beitragvon Cerstin » 08.12.2004, 08:45

Hallo Ihr Lieben,

unser Kampf um die Schulrückstellung hat begonnen.
Bitte drückt uns die Daumen, daß es klappt.
Der Dezernent vom Landkreis hat uns allerdings wenig Hoffnung gemacht.
"Er bewilligt keine Rückstellungen mehr". Wir versuchen es trotzdem.
Mascha hat das letzte Jahr so gute Fortschritte gemacht, daß wir Hoffen, daß sie im folgendem Jahr im Heilpäd. Kiga noch ein bisschen mehr aufholen kann.

Liebe Grüße Cerstin
Mascha 5/99 leichte geistige Behinderung, Rolando Focus, Entwicklungsverzögert ca. 2 Jahre. KISS Syndrom. und Hannah 5/01 ADS-Träumer
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shone
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Beitragvon shone » 08.12.2004, 09:31

Hallo Cerstin,
und wie ich Dir die Daumen drücken werde !!!'
Ich habe nämlich derzeit den gleichen Kampf auszuführen - auch wegen der späten Förderung die Dennis nun erst seit 4 Monaten bekommt.....
Alles Gute Inci
(http://www.inci-auth.de - Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein)

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Beitragvon *Beate* » 08.12.2004, 11:56

Hallo Cerstin,

ich hoffe Du / ihr kommt mit Euren Argumenten durch ,für die Rückstellung von Mascha.
Ich kenne diese Problematik als Gremiumsprecherin des Kreiselternrat Stormarn nur zu Genüge.
Zu welchem Bundesland gehört Buchholz ?
Vielleicht habt Ihr auch eine Kreiselternvertetung / Landeselternvertretung vor Ort,die gezielt sich mit dem Thema I- Kinder beschäftigen.
Vielleicht haben die noch gute Tipps parat.


Gruß Beate

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Beitragvon Cerstin » 09.12.2004, 09:41

Hallo Beate,

wir sind in Niedersachsen und ich bin in der "Glücklichen" Lage, daß mein mit Elternsprecher, Vater von Anuschka´s Klassenkamerad, nicht nur Elternratsvorsitzender ist, sondern auch KreiselternratsVorsitzender und ein Vater unserer Schule, Stadtelternrats Vorsitzender. Und ich habe beide gestern bei der Schulelternrats Sitzung schon angespitzt wenn es nicht auf Anhieb klappt mit unserem Dezernenten ein Wörtchen zu reden.
Aber keiner von beiden hat Erfahrung mit I Kindern.
Ich werde gleich noch einmal mit der Schule tele. Immerhin ist es ja nicht eine einfache Rückstellung, weil sie ja im Heilpädagogischen Kiga bleiben soll, und die Kosten (2000,--mntl.) müßen ja übernommen werden.
Liebe Grüße Cerstin
Mascha 5/99 leichte geistige Behinderung, Rolando Focus, Entwicklungsverzögert ca. 2 Jahre. KISS Syndrom. und Hannah 5/01 ADS-Träumer

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Beitragvon Karina » 09.12.2004, 18:33

Hallo Cerstin,
wir haben dieses Theater vor zwei Jahren durch und sind mit einer Rückstellung nicht durchgekommen. ABER uns wurde ein Ruhen der Schulpflicht aus medizinischen Gründen bewilligt. Das hat bedeutet, das Henriette noch ein Jahr im KIGA bleiben konnte, dieses Jahr aber auf ihre Gesamtschulpflicht angerechnet wird. Das könnte uns zum Ende der Schulzeit mal auf die Füße fallen, falls dann ein Jahr fehlt um einen Schulabschluß zu erreichen, aber dann kann man immer noch klagen oder so.
Henriette hatte im Dezember vor ihrer eigentlichen Einschulung eine Herz OP und darauf haben wir unsere Argumentation aufgebaut. Da unser Kinderarzt, das SPZ und der Amtsarzt die medizinische Seite als Grund angegeben haben, hat das Schulamt dem zugestimmt.
Henriette wurde dann mit 8 eingeschult und geht sehr erfolgreich als I Kind in eine freie Schule.

Liebe Grüße
Karina mit Henreitte jetzt 9 DS und versch. Herzfehler. Wir wohnen in Sachsen.

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Beitragvon Ulli » 09.12.2004, 20:37

Hallo Cerstin,
drücke euch ganz fest die Daumen, daß es eine Möglichkeit gibt, die Mascha noch ein Jahr in den Heilpädagogischen Kindergarten gehen kann.
Liebe Grüße
Ulli

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Heidi Os.
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Beitragvon Heidi Os. » 11.12.2004, 16:29

Hallo Cerstin!
Vielleicht kannst Du ja die Lehrkraft, die im nächsten Jahr die Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf bei Mascha durchführt davon überzeugen, dass sie einfach noch nicht schulreif ist und / oder den Schularzt bei der Schuluntersuchung. Dann müßte dieser Dezernent doch eigentlich auch zustimmen. So hab`ich es auch versucht bei meinem Sohn.
Bei Schularzt und Lehrkraft hat es leider nicht geklappt :x , aber der Derzernent bei der Bezirksregierung war, ein Glück, mit uns einer Meinung, das Dominik noch nicht schulreiif ist und hat die Rückstellung bewilligt. :)
Hoffentlich habt Ihr auch so viel Glück!
LG
Heidi
Heidi (09.67), Uwe (01.61) und Dominik (04.98) LKGS-Spalte, entwicklungsverzögert, KISS-Syndrom

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Beitragvon Cerstin » 10.01.2005, 14:00

Hallo Ihr lieben,

heute war wieder die 1/2 jährigen Untersuchung beim Neurologen. Er hat bei Mascha Fortschritte festgestellt. Vorallem mit der Sprache und die Tests, die er mit Ihr gemacht hat waren nicht mehr die gleichen wie vor einem halben Jahr. Desweiteren war er Überrascht, als sie ihn anschaute und sagte, : "Wir haben aber noch nicht Fußball gespielt". Er war überrascht, daß sie sich noch daran erinnern konnte. :)
Von mir war er etwas entsetzt, da er mich vor der Behandlung ausfragen wollte und ich nur meinte: "ich sage ihnen jetzt was wir für Therapien im Kiga machen, dann Untersuchen sie Mascha und dann erzähle ich Ihnen, was ich festgestellt habe, denn ich möchte, daß SIE sich ein Bild von Ihr machen."

Nun wir kamen beide zu dem Schluß, daß wir trotz Mascha´s Entwicklungs "Hüpfers" oder für mich "Sprung" an einer Rückstellung festhalten sollten. Er sprach davon, daß sie evtl. in einem Jahr es vielleicht schaffen könnte in eine I Klasse zu kommen, jetzt aber überfordert wäre. Jedenfalls klang es für mich so. Da es hier aber keine I Klassen gibt und der Dezernent der Schulbehörde sagte, daß es auch keine Chance auf die Eröffnung einer I Klassen gäbe... bin ich nun nächste Woche in der Elias Schule in Wistedt (Waldorf Sonderschule) um mich zu Informieren.
Diese Woche Do haben wir einen Einschulungs Überprüfungs Termin im Gesundheitsamt Winsen. Mal sehen was die sagen. Und ob wir mit so vielen Zustimmungen über eine Rückstellung nicht doch auch den Lieben Dezernenten umstimmen können.
Auf meine Frage, nach einem Namen für ihre Störung, sagte er:" kann er nicht sagen, dafür gibt es keinen Namen...." also weiterhin ohne Diagnose??
Er könne weiterhin nur diesen Wischi Waschi begriff nennen. O-Ton Dr. Vieht.
Auf meine Frage wie weit zurück sie denn nun sei, meinte er: "Vielleicht wie ein Kind mit 4 1/2, aber auch mit 4 1/2 könne man schon weiter sein als Mascha jetzt.... (sie ist 5 J 8Monate)
Also bin ich nach diesem Besuch genauso schlau wie vorher???? :roll:
Oder habt Ihr erfahrungswerte Tipps oder sonnstiges wie ich mit diesen Aussagen umgehen soll? (vorallem auch die (Nadin) die Dr. Vieht kennen?)

Liebe verwirrte Grüße Cerstin
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Beitragvon Sabine » 10.01.2005, 21:34

Hallo Cerstin,

tja, das sind ja wirklich eher so Wischi-Waschi-Aussagen...
Ich kann dir wohl erzählen, wie meine Nichte mit 4,5 Jahren so drauf ist: Sie spricht sehr deutlich, kann englische Lieder singen, hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis, puzzelt, kann gut Memory spielen, erinnert sich noch an Sachen, die sie vor einem Jahr erlebt hat, hört gut zu (beim Geschichten vorlesen), kann Vorgelesens mit eigenen Worten gut wiedergeben und hat - in meinen Augen - einen erstaunlichen Wortschatz. Sie spielt auch schon sehr konzentriert und beweist beim Bauen und Malen eine große Ausdauer. Ich nenne das für mich "versunkenes, selbstvergessenes Spielen".
Ein Wunderkind? Ich kenne mich da auch nicht aus, aber meine Schwester meint immer "Quatsch, alle Kinder in dem Alter sind mehr oder weniger so drauf!" Ich kenne leider keine anderen Kinder in dem Alter...

Lieben Gruß,
Sabine
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Schulrückstellung

Beitragvon Uschitwin » 18.01.2005, 19:59

Hallo,
da wir uns ja wegen der Entwicklungsverzögerung von Tobias (ca. 1 Jahr bis 1 1/2 Jahre) durchgängig in allen Bereichen schon länger gedanken über Rückstellung machen, hatte ich nach dem desolaten Gespräch im KIGA in der Grundschule angerufen vor Weihnachten und wurde ja sehr nett und umfassend von einer Lehrerin informiert und bekam eine Einladung für Tobias zum Schnupperschultag nächste Woche. So heute nun klingelte um halb zwei das Telefon und es meldete sich der Schulrektor, ich solle doch mal mit Tobias vorbeikommen wegen der Probleme und unserem Rückstellungswunsch. Gesagt getan, er meinte wir könnten auch gleich kommen, ich sagte mir ok passt gerade also Kinder angezogen und hin. Mich begrüßte dann der Schulrektor, ein kurz vor der Pensionierung stehender ergrauter Lehrer - ich malte mir schon die schlimmsten dinge aus - oh nein im Gegenteil super nett, hat mich voll verstanden und auf die Karteikarte "Rückstellung" notiert, ich füllte einen Bogen aus und Tobias muß nun nichtmal zu diesem Einschulungstest, nur noch zum Gesundheitsamt, das sei Pflicht.
So nun haben wir noch ein Jahr gewonnen und jetzt natürlich die Frage, wie nützen wir dieses eine Jahr, noch ein Jahr therapeutischer KIGA - wäre auch genehmigt (ich glaubs fast nicht diese postiven Entscheidungen innherhalb von zwei Tagen ohne großen Aufwand) oder die zwischenstufe Förderschule oder doch gleich in den KIGA/Vorschule der Lernbehindertenschule oder oder oder ......
Jetzt heißt es noch einige Gespräche führen, Schulen/Förderschule anschauen etc.
Mann mir ist es ein Stein vom Herzen gefallen.
LG
Uschi
Anja und Tobias 33. SSW 10.03.1999
Anja normal entwickelt, Tobias entwicklungsverzögert und klein und zierlich gerade mal 15 kg schwer und 1,06 cm groß


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