SBA Begleitperson - wie jung darf sie sein?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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MarionDorit
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SBA Begleitperson - wie jung darf sie sein?

Beitragvon MarionDorit » 25.03.2015, 08:05

Guten Morgen,
seit Gestern haben wir für eins unserer Kinder einen SBA mit G; B; H und 70 %. Diese Kind fährt jeden TAg mit einem seiner Geschwister mit der S-Bahn zur Schule. Mit der Wertmarke sparen wir uns nun den Monatskartenpreis fürs behinderte Kind. Darf der große Bruder (10 Jahre) die Begleitung übernehmen und fährt auch kostenlos? Oder braucht er seine eigene Monatskarte?
Danke für Eure Hilfe
Marion

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IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 25.03.2015, 08:14

Mein Sohn war 12 Jahre als er seine 18 Jährige autistische Schwester als Begleitperson im Zug begleitet hat. Damals hatte ich mich erkundigt und mir wurde gesagt das kein Alter für die Begleitungsvoraussetzung festgeschrieben ist.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Bettinasimon
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Beitragvon Bettinasimon » 25.03.2015, 08:14

Hallo Marion

Hab jetzt nur das gefunden:

http://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS ... _node.html

Liebe Grüße Bettina
Mama: Bettina 1972, Fiona geboren 17.02.2010,


Diagnosen:Cornelia de lange Syndrom ,KBG Syndrom ,
G kombinierte Entwicklungsstörung mit unterdurchschnittlicher Intelligenz ,
Störung des Schlaf- Wach-Rhytmus,
Mikrozephalie,
Strabismus convergens,
Fütterstörung Kindesalter,
Inkontinenz
Schwester 9 Jahre ,Bruder 19 Jahre beide gesund

maksiu73
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Beitragvon maksiu73 » 25.03.2015, 10:22

Hallo,
der Alter ist zwar nicht vorgeschrieben, aber es steht: Begleitperson muss in der Lage sein, die notwendige Hilfe und Unterstützung zu leisten. Ich weiss nicht, ob ein 10 jähriges Kind wirklich dazu im Stande ist. Meine große Tochter (12) darf auch kostenfrei mit Begleitperson fahren. Trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen, meine kleine (10) als Begleitperson mit ihr fahren zu lassen. Im Notfall wäre sie keine Hilfe. Bei Kinder in dem Alter kann man das nicht erwarten. Andererseits sind vielleicht einige Kinder in dem Alter wirklich so weit, um solche Verantwortung zu übernehmen.

Viele Grüße
Dorota, Mama von Alex (HTX)

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Inga
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Beitragvon Inga » 25.03.2015, 10:30

Hallo!

Naja, da kommt es immer auf´s Kind an (auf´s "SBA-Kind" und auf´s "B-Kind")!
Ich kann unsere 7jährige zuhause problemlos mit der 12jährigen Schwester mal ne 1/4 h alleine lassen (es gibt ja Telefon und Nachbarn), aber keine 2 Minuten alleine mit dem 5Jährigen!

Beim Zugfahren haben wir vom Schalterbeamten mehrfach gesagt bekommen, dass die 7Jährige problemlos als Begleitung durch geht.
Wobei ich die nie alleine mit einem "SBA-Kind" fahren lassen würde. Aber wir nutzen die Freifahrt natürlich trotzudem gerne, wenn wir sie sogar angeboten bekommen. Wir haben ja mehrere "B´s" zu bieten und so fahren dann wir Eltern und Emma kostenfrei.

Gruß, Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
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"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

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Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

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Beitragvon MarionDorit » 25.03.2015, 10:39

Vielen Dank für die Antworten.
Die beiden fahren so oder so alleine. Es sind nur ein paar Stationen auf dem Land ohne umsteigen. Quasi wie ein Schulbus von Tür zu Tür. Handy haben beide einstecken. Für mich ist es nur die Frage ob ich dem großen weiterhin eine Monatsfahrkarte kaufen muss.

MarionDorit
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Beitragvon MarionDorit » 25.03.2015, 10:44

Die Notwendigkeit der Hilfe wäre praktisch nur dann da wenn irgendwie ein Bahn ausfällt oder ein Wagen abgekoppelt wird oder so. Das kommt normal eh nicht vor. Dann reicht es eigentlich wenn unser großer halt dabei ist und sagt - wir warten auf die nächste Bahn - oder wir rufen Mama an die holt uns ab. etc.

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Beitragvon MartinaSoPäd » 25.03.2015, 11:47

Huhu!

Abgesehen davon würde ich noch bedenken:

zieht der 10jährige auch mal alleine los? Darf er mit dem Bus oder so (falls die Möglichkeit gegeben ist) alleine ins Nachbardorf, Freunde besuchen, shoppen gehen, ins Kino, was weiß ich?

Und: wenn er keine Monatskarte mehr bräuchte, weil er als Begleitung fahren würde, würdest du ihm jedesmal ohne Diskussion eine Fahrkarte bezahlen, wenn er *privat* sozusagen los will?

Mit Monatskarte kann er halt zusätzlich autonom losziehen (so erlaubt), ohne wird das evtl. eingeschränkt bzw. dann lohnt evtl auch die Monatskarte wieder.

Schönen Gruß

Martina
Martina (*81)
Zur Zeit in Elternzeit
Selber Reizdarm, V.a. Asperger
Tochter R. (*05.15) (Medulloblastom 5.19 entfernt, Bestrahlung ab 6.19)
Sohn C. (*29.8.18)

kati543
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Beitragvon kati543 » 25.03.2015, 14:12

Hallo,
die Begleitperson eines behinderten Menschen zu sein bedeutet automatisch eine große Verantwortung zu übernehmen. Kann das dein Sohn? Dein behindertes Kind hat BGH ja nicht grundlos bekommen - da ist schon eine nicht geringe Behinderung vorhanden. Wenn also dein behindertes Kind mal völlig unerwartet reagiert, kann dein Sohn da drauf reagieren? Kennt er seinen Job? In der S-Bahn kann er dann nicht mal kurz zu Schulfreunden gehen. Er ist immer beim Geschwisterkind. Er ist die Begleitperson. Ich persönlich finde das eine zu große Verantwortung.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Iris15
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Beitragvon Iris15 » 25.03.2015, 14:12

Hallo,

unser Sohn ist schon sehr oft mit einem gleichaltrigen Freund Bus und Bahn gefahren - der Freund dann "ohne Fahrkarte" als Begleitperson. Im Ernstfall könnte der Freund hilfe holen, uns verständigen, und unserem Sohn "beistehen" - also alles das, was ein Erwachsener auch machen würde. Sie sind schon oft kontrolliert worden und noch niemand hat irgendwas über das junge Alter des Begleiters gesagt. Der Bahnschalterbeamte hat mir seinerzeit gesagt, dass der Begleiter "angemessen reif" sein sollte - hört sich also nach individueller Einschätzung als nach festgelegtem Alter an.

Gute Fahrt!

Iris
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi


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