Gott als Pädagoge

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.04.2015, 11:47

Meine Antwort ist oben :) Aber das der MENSCH irgendwelche Wahrheiten verlässlich erkennt, glaube ich nicht :) Dazu ist das Leben zu komplex ... Ich möchte mich lieber nicht auf meine Gerechtigkeit/KLUGHEIT verlassen, dazu habe ich zuviel unter der Gerechtigkeit/KLUGHEIT anderer gelitten, die es sicher auch nicht böse meinten ...

So, muss arbeiten - aktuell für Bene :wink:
Angie
Hallo Angela,

dass ist für mich sehr MENSCHLICH.

Von daher ......denke ich, Marias Zitat trifft den Kern, in vielem.


@Ina : Nimm Dir solche katastrophalen Ansichten/"Strafe Gottes" nicht so arg zu Herzen. :icon_flower:

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Ina_mitDSKind
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Beitragvon Ina_mitDSKind » 01.04.2015, 11:57

Hallo Ina

ja, warum redest du nicht mal mit dieser Verwandschaft? Natürlich geht das nur, wenn du innerlich ruhig bist und echt offen. Streitgespräche machen es nur schlimmer. Aber möglicherweise wissen die Leute gar nicht mehr, dass sie das jemals gesagt haben. Oder haben ihre Meinung geändert. Vielleicht wird ihnen sogar bewusst, wie sehr sie euch verletzt haben?
Ich denke schon, dass es der Verwandschaft bewusst war, weil sie sich etwa ein Jahr lang nicht gemeldet hat und der Kontakt eher sehr vorsichtig vorwärts kam. Dazu haben sie ca. 5 Jahre die Schwierigkeiten von dem Jungen verschwiegen. Das kam eher zufällig raus.

Warum ich mit der Verwandschaft darüber nicht rede, ist einfach zu beantworten. Ich würde bei diesem Gespräch nicht ruhig bleiben können. Außerdem ist der Kontakt für mich nicht sooo wichtig, dass ich mich zusammenreißen würde, um ruhig zu bleiben. Das sind viele andere Dinge, die dann gleich hoch kommen würden. Z.B. gelte ich schon als Hurre, weil ich während des Studiums in einem Wohnheim gewohnt habe. Da wird ja nur gesoffen und geraucht.
Ich rege mich auch immer total auf, wie sie so auf Frömmigkeit tuen und hinter dem Rücken wird gelästert, was das Zeug hält. Das ist für mich mit einem wahren Glauben nicht vereinbar. Es kommt mir eher so vor, dass sie ihren Glauben zur Schau stellen, als danach tatsächlich zu leben. Es geht sehr oft darum, wer wann in die Kirche kam, wie hat er sich dort verhalten ect.

Ich wäre auch lieber eine unfähige Mutter mit einem gesunden Kind als diese "besondere" Aufgabe erfüllen zu müssen. :)
unser Sohn mit Down Syndrom, viiiielen Lebensmittelunverträglichkeiten, Frühchen (31+3), Wahrnehmungsstörungen und noch einige kleine Exras dazu. Unser Leben kann gar nicht langweilig sein!!!

Ina_mitDSKind
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Beitragvon Ina_mitDSKind » 01.04.2015, 12:04

@Ina : Nimm Dir solche katastrophalen Ansichten/"Strafe Gottes" nicht so arg zu Herzen. :icon_flower:
Vor 5 Jahren hat es mich verletzt. Inzwischen weiß ich, was mein Sohn kann und wie viel in ihm steckt. Dieses Wissen gibt mir viel Stärke und ich sehe es inzwischen lockerer. Nach weiteren 5 Jahren bin ich wahrscheinlich ganz entspannt, was dieses Thema angeht. :)
unser Sohn mit Down Syndrom, viiiielen Lebensmittelunverträglichkeiten, Frühchen (31+3), Wahrnehmungsstörungen und noch einige kleine Exras dazu. Unser Leben kann gar nicht langweilig sein!!!

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.04.2015, 12:43

@Ina : Nimm Dir solche katastrophalen Ansichten/"Strafe Gottes" nicht so arg zu Herzen. :icon_flower:
Vor 5 Jahren hat es mich verletzt. Inzwischen weiß ich, was mein Sohn kann und wie viel in ihm steckt. Dieses Wissen gibt mir viel Stärke und ich sehe es inzwischen lockerer. Nach weiteren 5 Jahren bin ich wahrscheinlich ganz entspannt, was dieses Thema angeht. :)
:D :wink:

Eventuell erkennen diese "Frommen", die sich meiner Ansicht nach sehr unchristlich verhalten, dass der Glaube oder auch Gott kein Werkzeug ist, um sich selbst oder auch andere so zu verletzen. Das denke ich oft, dass es unter "besonders Frommen", so eine Art Masochisten gibt, die nicht mehr wahrnehmen, wann es wirklich mal gut ist.

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Beitragvon RenateT » 01.04.2015, 12:56

Hallo Ina

ja, da wartet man am Besten, sonst gibt's nur die grosse Explosion :oops:

Vielleicht ergibt es sich in der Zukunft ja, dass man mal ganz gut miteinander reden kann.
Es passiert so schnell, dass man was falsches sagt, dass man Menschen verletzt. Ich denke, das ist zwar schlimm, aber wenn man sagen kann "du, das hat mich tief verletzt" und der andere kann dann sagen "das tut mir aber furchtbar Leid", oder "du hast recht, das hätte ich nie sagen dürfen", oder ähnliches, dann haben schon viele Menschen wieder zueinander gefunden und konnte nWunden heilen.

Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom

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Beitragvon RenateT » 01.04.2015, 13:00

Hallo Angela

viel Kraft für die Situation mit Bene. Ich schick dir Römer 8,28a

Renate

PS: diese Woche hörte ich ganz neue Nebengedanken zum Thema Leiden:

Ohne Leiden keine Hilfsbereitschaft
Ohne Leiden keine Aufopferung
Ohne Leiden keine HELDEN.
Und ähnliche

Fand ich interessant.
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Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 13:58

Hallo Marina,

das Problem mit der Geschichte von Kreuzigung und Auferstehung ist für mich halt u.a., dass ich mich frage, ob Gott, wenn er schon allmächtig ist, sich nicht was anders ausdenken hätte können, als den eigenen Sohn so leiden zu lassen ...

Und dann ist mir als Historikerin halt auch bewusst, dass jede Zeit und jede Kultur ihre Religion(en) hatte, an die die Leute gelaubt haben. Der christliche Glaube ist ja einer von ganz ganz vielen (und manche Religionen nehmen übrigens ja auch an, dass sich nach dem Tod erstmal nix verbessert, manche gehen sogar von einer Verschlechterung aus, z.B. im Hades ...).

Aus historischer Perspektive war Jesus ein jüdischer Wanderprediger, wie es damals viele gab, und auch die Geschichten/Gleichnisse, die er erzählt hat, sind keineswegs einzigartig , sondern wurden so oder ähnlich von vielen Leuten erzählt, die einer bestimmten Strömung des Judentums angehörten ...

Was das angeht, wäre die logische Konsequenz also zum Judentum zu konvertieren. Das Christentum macht eigentlich nur Sinn, wenn man WIRKLICH glaubt, dass der nun der Messias war und von den Toten auferstanden ist usw. usw. (für mich schwierig ...).

ZU den anderen Dingen, die du geschrieben hast:

Wieso arbeitest du nicht "um ein großer Heiler" zu sein? Du bist doch Ärztin? Oder meinst du, du hättest dir dann eine andere Richtung aussuchen müssen (Chirurg z.B.)?

Seit ich durch unseren Sohn soviel mit Ärzten zu tun habe, habe ich viel darüber nachgedacht, wie die Situation wohl von ihrer Seite aus aussieht. Da mich das interessiert, spreche ich es jetzt einfach mal an - aber natürlich musst du dazu nichts schreiben, wenn es dir unangenehm ist ...

Meine Überlegungen waren:
1. Toll - die haben die Möglichkeit, soviel zu helfen - durch die Art wie sie arbeiten (Zuhören können ist hier was ganz Wichtiges und gar nicht Kleines ...), im besten Fall engagiert, gewissenhaft, einfühlsam ... Und wenn es ganz toll läuft, können sie sogar mal ein Leben retten oder sogar wiederholt? Die Gelegenheit hat man als Mensch sonst ja kaum (Du kennst das jüdische Sprichwort: "Wer ein einziges leben rettet, der rettet die ganze Welt."?) ...

2. Die haben eine irre Verantwortung. Ich finde es toll, dass überhaupt jemand bereit ist, diese zu übernehmen. Wenn ich beruflich einen Fehler mache, ärgert mich das - aber es endet nicht (im schlimmsten Fall) tödlich ...

3. Es gibt Berufe, in denen man viel Elend mitkriegt (Arzt, Psychologe, Gerichtsmediziner ...) und zudem oft wohl nicht wirklich helfen kann. Wie geht Ihr damit um? Lernt Ihr das in der Ausbildung/auf Fortbildungen? Gibt es Tricks, besser damit klar zu kommen? Müsst Ihr nicht aus Gründen des Selbstschutzes stark auf Distanz zu den Menschen gehen, die ihr betreut, weil es sonst gar nicht zum Aushalten wäre ...?

Das würde mich sehr interessieren!

Was die Frage angeht, ob unser Verhalten als Eltern behinderter Kinder christlich ist und ob Gott stolz auf uns ist, wie du vermutest: Hier würde ich sagen. Bevor ich selber ein behindertes Kind hatte, fand ich das auch bewundernswert (es gab in meinem Bekanntenkreis solche Familien). Jetzt findet z.B. mein Chef es bewundernswert (und du - und ich nehme fast an, dass du selber kein behindertes Kind hast?). Nette Menschen reagieren (oft) so ...

Nachdem ich selber nun auf der anderen Seite stehe, sage ich aber: es ist gar nicht bewundernswert und mein Mann und ich sind dadurch auch keine besseren Menschen geworden und es ist auch nicht besonders christlich. Als Eltern bleibt uns einfach gar nichts anderes übrig, als unserem Kind zu helfen. Auch wegen uns. Alles andere wäre unerträglich.

Außerdem haben wir das Glück, dass unser Kind vom Wesen her so liebenswert ist, dass es tatsächlich eine große Bereicherung für uns darstellt. Die ihren Preis hat. Aber (noch) geht die Rechnung für uns auf. Wir müssen uns auch um nix bemühen. Das mag aber anders aussehen, Es wäre eher schwer, ihn nicht zu mögen. Wenn Kinder vom Verhalten her sehr schwierig sind und/oder selber sehr stark leiden müssen ...

Das Gott stolz auf mich ist, glaube ich eher nicht. Ich bin ihm schon ganz dankbar, wenn er mich erträgt ...

Grundsätzlich denke ich, dass der Körper das Haus der Seele ist (die meiner Ansicht nach jeder Mensch hat und die ihn als Mensch ausmacht) oder eher das Fahrzeug, das er mit auf den Weg kriegt. Manche starten in einem Rennauto. Unser kleiner hat leider nicht mal einen alten VW Käfer mit auf den Weg gekriegt, sondern einen total rostigen und klapprigen fahrbaren Untersatz, bei dem alle 5 Minuten an einem anderen Eck ein Stück zu klappern anfängt und mal hier eine Schraube locker wird und da was klemmt. Du machst öfter Boxenstopp, als dass du wirklich das Rennen fährst. Aber davon lässt er sich seine gute Laune (bis jetzt) nicht verderben (jedenfalls nicht mehr, seit wir das Topiramat wieder abdosieren) und wir als Eltern versuchen halt, mit dem Reparieren und Schrauben nachzukommen, so gut es geht. Und währenddessen erfreuen wir uns an seiner absolut liebenswerten Gegenwart.

VG (alles wieder zu lang geworden),

Anja

Zur
Hallo!



Das ist meine Hoffnung, dass diese Welt nicht alles ist. Das mein Tun einen Sinn hat, auch wenn es wenig und sinnlos scheint. Ich arbeite auch nicht, um Erfolg zu haben oder der große Heiler zu sein (da hab ich wohl den falschen Job...). Ich lerne von meinen Patienten, dass jedes Leben lebenswert ist. Das man nichts leisten muss. Dass ganz kleine Dinge (nett sein, ein tröstendes Wort, ein Kompliment, zuhören) einen großen Wert haben. Manchmal könnte man verzweifeln,wenn man scheinbar so gar nichts bewegt. Tu ich aber nicht. Ich kann beten. Und ich weiß, dass Gott von mir keine Wunder erwartet. Er möchte nur, dass ich für andere da bin und treu. Vielleicht habe ich deswegen eine andere Einstellung zu Behinderung und Krankheit. Aber die teilen hier ja auch Viele. Ihr liebt Eure Kinder und ihr findet sie wertvoll- durchaus christlich, oder? Ich glaube, dass Gott Eure Anstrengungen und Eure Liebe, Eure Treue und Ausdauer sieht. Ganz sicher ist er stolz auf Euch. Lest mal Matthäus 25, 31-40.

LG Marina

Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 14:31

Hallo

nochmal und Nachtrag noch: wirklich bewundernswert sind für mich Leute, die behindere Kinder adoptieren oder als Pflegekind aufnehmen (@Johanna: winke winke :-)) ... ja: DU!). Eine solche Entscheidung ist bewundernswert ...

Nachtrag noch: was bewegt einen Arzt dazu, ausgerechnet mit behinderten Kindern/Menschen zu arbeiten? Ist es eine besondere Herausforderung (fachlich ) oder ist es was für besonders sozial eingestellte Menschen oder ist es einfach ein sicherer Arbeitsplatz/nicht so überlaufen wie andere Branchen ...?

VG,

Anja

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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 15:25

Hallo,

die sollen mal die Geschichte mit Splitter und Balken im Auge lesen oder "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein ...". So eine Haltung, wie sie die anscheinend pflegen, ist UNCHRISTLICH ... Das gibt`s aber oft, meiner Erfahrung nach, dass Leute einerseits betont fromm daher kommen (Kirchgang usw.), die Botschaft aber gar nicht wirklich leben. Wobei das natürlich kaum einer schafft (Gebt alles, was ihr habt, den Armen ...) - daher wäre grundsätzlich Demut eher am Platz (genug Balken im eigenen Auge ...).

VG,

Anja
Hallo Ina

ja, warum redest du nicht mal mit dieser Verwandschaft? Natürlich geht das nur, wenn du innerlich ruhig bist und echt offen. Streitgespräche machen es nur schlimmer. Aber möglicherweise wissen die Leute gar nicht mehr, dass sie das jemals gesagt haben. Oder haben ihre Meinung geändert. Vielleicht wird ihnen sogar bewusst, wie sehr sie euch verletzt haben?
Ich denke schon, dass es der Verwandschaft bewusst war, weil sie sich etwa ein Jahr lang nicht gemeldet hat und der Kontakt eher sehr vorsichtig vorwärts kam. Dazu haben sie ca. 5 Jahre die Schwierigkeiten von dem Jungen verschwiegen. Das kam eher zufällig raus.

Warum ich mit der Verwandschaft darüber nicht rede, ist einfach zu beantworten. Ich würde bei diesem Gespräch nicht ruhig bleiben können. Außerdem ist der Kontakt für mich nicht sooo wichtig, dass ich mich zusammenreißen würde, um ruhig zu bleiben. Das sind viele andere Dinge, die dann gleich hoch kommen würden. Z.B. gelte ich schon als Hurre, weil ich während des Studiums in einem Wohnheim gewohnt habe. Da wird ja nur gesoffen und geraucht.
Ich rege mich auch immer total auf, wie sie so auf Frömmigkeit tuen und hinter dem Rücken wird gelästert, was das Zeug hält. Das ist für mich mit einem wahren Glauben nicht vereinbar. Es kommt mir eher so vor, dass sie ihren Glauben zur Schau stellen, als danach tatsächlich zu leben. Es geht sehr oft darum, wer wann in die Kirche kam, wie hat er sich dort verhalten ect.

Ich wäre auch lieber eine unfähige Mutter mit einem gesunden Kind als diese "besondere" Aufgabe erfüllen zu müssen. :)

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Anja Müller
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Beitragvon Anja Müller » 01.04.2015, 15:32

Hallo,

Behinderung als Strafe = mittelalterliches Denken (bzw. auch Luther dachte noch, das behinderte Kinder des Teufels seien. Wenn das heute noch wer sagt, ist er auch theologisch nicht up to date (Johanna - oder ????).

"Gott gibt besondere Kinder besonderen Eltern": unsere Nachbarn. Mit Migrationshintergrund und Drogenproblem und Alkoholproblem und die Mutter alleinerziehend und alle auf Hartz IV und wechselnde männliche Mitbewohner (vermutlich tw. ohne Aufenthaltsgenehmigung) und lautstarken Krachs und unzähligen Notarzteinsätzen in den letzten Jahren und - einem besonderen Kind (Frühgeburt mit motorischem und sprachlichem Förderbedarf) - das schon zweimal in einem Kiga angefangen hat, aber da nie dauerhaft bleiben konnte (weil das Verhalten der Familie nicht tragbar war) - und das die Leute grundsätzlich mit Stinkefinger grüßt, weil es denkt, das sei "normal" ...

Soviel dazu ...

VG,

Anja

Hallo,

habe das Thema lange verfolgt und möchte mich an gläubige Menschen wenden, um eine Frage zu stellen.

Warum wird von manchen ein behindertes Kind als Strafe Gottes interpretiert?
wir wurden von unserer streng gläubigen Verwandschaft dsamit konfrontiert, dass wir wohl vom Gott bestraft worden sind, weil wir nicht an Gott glauben.

Wie es vor einigen Monaten rauskam, unser Sohn und der gleichaltrige Sohn von dieser Verwandschaft haben wohl beide ihre Schwierigkeiten. Ist diese Familie auch bestraft? Ich würde am liebsten Fragen, ob sie nicht gut genug gebetet haben, ansonsten hätten sie diese Strafe nicht erhalten. Damit halte ich mich aber zurück. Ich möchte sie nicht mit solchen fiesen Aussagen konfrontieren.

Zum Thema lernen habe ich mal einen netten Spruch gehört. Der Therapeut sagte so beiläufig:"Ihr Sohn wir Ihnen schon alles beibrigen, was Sie wissen müssen." Das geht schon in die Richtung Lernen mit einer besonderen Situation umzugehen, wird aber nicht auf Gott verwiesen.

Früher habe ich mich aufgeregt, wenn ich gehört habe, dass der Gott besondere Kinder nur den Eltern gibt, die dafür "geeignet" sind. Inzwischen rege ich mich weniger darüber auf. Wir haben in der Verwandschaft eine Familie, die ein absolut gesundes und unproblematisches Kind haben. Sie schaffen nicht ein mal rechtzeitig zum Zahnarzt zu gehen, obwohl der Arzt sie vorgewarnt hat, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt kommen müssen, damit es keine Komplikationen gibt. Sie hatten so viel zu tun und konnten über ein JAhr nicht zum Arzt kommen. also hat das Kind einen größeren Eingriff gebraucht. Bei solchen Eltern wäre unser Sohn total aufgeschmissen.
lg


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