soziale Sicherung: 3 Jahre rückwirkend Rente prüfen lassen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Senem
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Beitragvon Senem » 24.10.2018, 15:50

Hallo Mellie,

dass bei meinem Sohn mit xx, xx und xx Minuten (alle unter 45 Minuten) tagesdurchschnittlichem Grundpflegebedarf die zeitlichen Voraussetzungen der Pflegestufe 1 nicht (mehr) erfüllt sind.
was genau bedeutet das?
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 24.10.2018, 16:00

Hallo Senem,

das XX steht für eine Zahl unter 45 Minuten. Das bedeutet, dass der Gutachter für das Jahr 2011, 2014 und 2015 keine Pflegestufe 1 gesehen hat. Und darauf bezieht sich jetzt die Pflegekasse und sieht sich im Recht, dass sie die Pflegestufe 1 aberkannt hat, obwohl laut Gutachter zu diesem Zeitpunkt (2014) auch gar keine Pflegestufe 1 vorlag. 2014 gab es weiterhin die unbefristete Pflegestufe 1.

Meine Meinung dazu:
Sie können sich somit nicht auf den § 48 SGB X beziehen, da es keine wesentliche Änderung war. Der Verwaltungsakt von 2014 darf meines Erachtens also nicht zurückgenommen werden.
Viele Grüße,
Mellie

Senem
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Beitragvon Senem » 24.10.2018, 16:11

Hallo Mellie,

vielen Dank für die Erklärung!
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Sinale
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Beitragvon Sinale » 24.10.2018, 16:32

Hallo Mellie,

es tut mir leid, dass es nun höchstwahrscheinlich durch dieses Gutachten wieder zu Problemen kommt!

Ich wünsche weiter viel Kraft!
Viele Grüße
Sinale

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 25.10.2018, 15:56

Hallo Sinale,

auf den ersten Blick könnte das Gutachten zu Problemen führen, aber meine Anwältin sieht die Angelegenheit positiv.

Heute habe ich darum gebeten, dass sie beim Sozialgericht um die Beiladung der neuen Kasse bittet.

Ich gebe noch lange nicht auf. Danke für Dein Kraftpaket. :wink:
Viele Grüße,
Mellie

Mellie
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Beitragvon Mellie » 31.10.2018, 14:30

Hallo,

ich hatte darum gebeten, dass die neue Pflegekasse beigeladen wird. Jetzt fragt mich die Kanzlei, ob ich bei der neuen Kasse einen Antrag gestellt habe und mit welchem Ergebnis. Durch den Überleitungsbescheid mit Bestandschutz brauchten wir ja keinen Antrag bei der neuen Kasse stellen. Der Pflegegrad 2 wurde übernommen.

Nehmen wir mal an, dass die Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz anerkannt wird. Müsste die alte Kasse einen Bescheid für die Pflegestufe 1 rückwirkend ausstellen und einen neuen Überleitungsbescheid mit Pflegegrad 3.

So, jetzt werde ich erst einmal wieder ein Schreiben aufsetzen müssen, wo ich den aktuellen Pflegegrad mitteile und die Unterlagen beifüge.  8)
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 28.11.2018, 16:43

Hallo,

ich habe gerade gute Laune möchte - mich aber trotzdem nicht zu früh freuen.

Das Sozialgericht regt die Krankenkasse an, ein Anerkenntnis abzugeben.

Jetzt müssen in einer vierwöchigen Frist abwarten, ob die Krankenkasse dies tut. :)
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Sinale » 01.12.2018, 16:45

Hallo Mellie,

dann drücken wir mal die Daumen!
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 07:39

Daumen sind gedrückt!

Wir hatten so ein Schreiben vom Gericht auch (aber schon kurz nach dem wir die Klage einreicht haben) und die PK hat dem dann zugestimmt.

Das sieht ja schon mal seht gut aus!
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Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
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Beitragvon Mellie » 03.12.2018, 11:26

Hallo ihr zwei,

Danke fürs Daumen drücken. :)

Bis hierhin war es ein langer Weg (über 3 Jahre) und ich hoffe, dass das Anerkenntnis von der Pflegekasse ausgesprochen wird.

Die Anwältin hat beim Sozialgericht angeregt, dass die jetzige Pflegekasse beigeladen wird. Getan hat es das Sozialgericht bis jetzt noch nicht.

Melde mich dann wieder, wenn es etwas Neues zu berichten gibt. :D
Viele Grüße,
Mellie


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