TabeaS (Ärztin in der KJP)

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Heikem
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Beitragvon Heikem » 02.01.2015, 18:03

hallo tabea!

willkommen hier im forum !

mein sohn ist mittlerweile 15 und hat die diagnose asperger vor ca. 8 monaten bekommen :-( ...

lg heike
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Beitragvon Katja80 » 02.01.2015, 21:13

Willkommen! Ich bin hier weil wir einen Sohn mit Behinderung haben, aber beruflich mache ich das gleiche wie Du, nur niedergelassen...

Dario
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Beitragvon Dario » 02.01.2015, 22:00

Hallo Tabea,

wollkommen auch von mir!

Mit 17 Jahren habe ich als (damals noch unerkannter) Asperger-Autist auch zwei Jahre stationär in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gelebt. Meine Erinnerungen sind zwiespältig, denn natürlich war es eine harte Zeit, aber die stationäre Therapie war damals sicher notwendig für mich. 1990 gab es offiziell noch keine Asperger-Diagnose, aber ich fand es interessant, mit welchen Worten man damals die typischen Asperger-Probleme umschrieben hat:

- „Das Problem bei dir ist die große Diskrepanz zwischen deinen sozialen und deinen intellektuellen Fähigkeiten.“
- „Du wirst immer ein Mensch mit vielen Einschränkungen bleiben, kannst aber durch deine Intelligenz vieles ausgleichen.“
- „Du kannst trotzdem irgendwann ein Leben führen, dass sich äußerlich nicht von dem anderer Menschen unterscheidet.“


Ich hoffe, heute haben die Ärzte weniger "Hemmungen", eine Asperger- bzw. ASS-Diagnose zu stellen, so dass die betroffenen Jugendlichen auch rechtzeitig die Hilfen bekommen, die sie brauchen.

TabeaS
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Beitragvon TabeaS » 03.01.2015, 23:06

Oh wow, DANKE für die vielen Rückmeldungen und das nette Willkommen hier. Ich hatte "mich" erst gar nicht wiedergefunden und bin nun ganz überwältigt von den vielen Kommentaren!

Derzeit bin ich auch in der Praxis Katja80 ;-), muss aber nochmals in die Klinik um meine WB fertig zu machen.


Angela77, Links werden gelesen wobei wir bei uns in der Praxis darauf sehr viel Wert legende. Es ist es aber eben nicht alleine, zumindest sehe ich das so.
Ich versuche einen sehr individuellen Umgang bei der Begleitung und Therapie.D.h. nicht nach irgend einem Schema sondern passgenau. verlangt mir auch viel ab, macht aber großen Spaß! und zeigt auch erste Erfolge.

Und ja, immer her mit Fragen, ihr bekommt dann auch welche!!! ;-)

TabeaS
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Beitragvon TabeaS » 03.01.2015, 23:23

Ach so, so ganz nebenher ähem... habe ich auch noch zwei Kinder 7 und 4 Jahre alt sowie einen halben Zoo der auch Therapie mit machen darf (2 Ponys, diverse Hühner und Enten und 2 Katzen) :D :D :D

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 03.01.2015, 23:35

Hallo Tabea,

ich glaube, das kam jetzt alles ein bißchen falsch rüber :wink:

Weder eine Diät, noch eine Stoffwechseleinstellung oder sonst was, kann Autismus heilen :idea:

Aber oft ist es eben nicht (so sehr) der Autismus selbst (im Sinne einer anderen, nicht unbedingt schlechteren :wink: neurologischen Ausstattung) als vielemehr unangenehme stoffwechselbedingte oder sonstige Begleitsymptome, die bei Autisten eben häufiger auftreten, die die Lebensqualität der Patienten unnötig stark einschränken.

Und auch ein Mensch, der durch eine ideomotorische Dyspraxie "nur geistig behindert erscheint ist, es aber nicht ist" , ist und bleibt in der Regel lebenslang sehr schwer behindert :idea:

Den Unterschied zu kennen, ist trotzdem wichtig, da adäquate geistige Angebote - der einzige Bereich, der bei diesen Menschen "normal" funktioniert - die Lebensqualität massiv erhöhen können :wink:

Mein Sohn z.B. war schon als Kleinkind in Situationen, in denen er geistig völlig unterfordert wurde, totunglücklich und viel stereotyper als sonst :?

Die Zeiten sind nun gott sei Dank vorbei :D Aber wenn ich mich da damals nicht auf meine Beobachtungen verlassen und die Förderung selbst übernommen hätte, wäre sein Potenzial (und seine Lebensfreude) definitiv den Bach runter gegangen :?

Noch wichtig: Vitamin D Mangel, aber das wirst du wahrscheinlich wissen :D

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
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Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon TabeaS » 03.01.2015, 23:40

Ne, hatte ich auch nicht so verstanden bei dir, aber bei anderen Eltern gab es das durchaus schon, daher habe ich das so formuliert.

Und ja, autistische Menschen nicht in die Schublade "geht eh nix und Heim" abzuschieben, dass ist mein erklärtes Ziel!

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 03.01.2015, 23:45

TabeaS hat geschrieben:rt.

Und ja, autistische Menschen nicht in die Schublade "geht eh nix und Heim" abzuschieben, dass ist mein erklärtes Ziel!



:icon_thumleft: :icon_thumleft: :icon_thumleft:

Liebe Grüße
Angie
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Lija
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Beitragvon Lija » 04.01.2015, 12:54

Hallo,

ich finde es auch toll, jemanden von der "anderen Seite" hier zu haben.
So kann man vielleicht die eine oder andere Sache gleich von zwei Seiten beleuchten oder besser verstehen, warum wie argumentiert wird.
Wir selber haben einen siebenjährigen Sohn, den wir momentan noch nicht irgendwo zugeordnet bekommen, ASS steht im Raum, ist aber fraglich.
Deshalb gehen wir ab morgen vier Wochen stationär in eine KJP um alles genau unter die Lupe nehmen zu lassen. Ich erhoffe mir einiges davon.
Aber vielleicht hat man ja mal die eine oder andere Frage, die man dann hier zur Debatte stellen kann :wink:

Liebe Grüße
Mutter eines ganz besonderen Kindes

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Beitragvon TabeaS » 05.01.2015, 11:12

Ja, gerne, es muss aber leider immer allgemein gehalten bleiben aufgrund der Gesetzeslage.

Euch einen guten Aufenthalt in der KJP!!!


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