Niedrigschwellige Entlastungsleistungen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Sinale
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Beitrag von Sinale »

Hallo Julia

von Ina wurde dies auf Seite 9 in diesem Thema sehr gut erklärt:
Ina1983 hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,

nun mal ganz vereinfacht:
Bis Ende 2014 gab es die Zusätzlichen Betreuungsleistungen. Diese wurden genutzt für die Betreuung von den Empfängern!!!

Dann erkannte der Gesetzgeber, dass die Empfänger eben nicht nur Betreuung benötigten, sondern deren Familien auch Entlastung!
Also heißt es nun Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen.
Ab 2015 ist es den Empfängern überlassen, ob sie das Geld für Betreuung oder Entlastung oder eben beides nutzen.

Fakt ist:
Es gibt 104 € bei einfachem Bedarf bzw 208€ bei erhöhtem Bedarf!!!

Anrecht hat jeder Empfänger bzw "Besitzer" (klingt blöd, ich weiß) einer Pflegestufe.
Dabei ist es egal, ob man das PS ausgezahlt bekommt oder die PSL in Anspruch nehmt.

So, ich hoffe, das war nun verständlich.
Nachzulesen in http://www.sindbad-mds.de/infomed/sindb ... 141219.pdf (Plug-In erlauben)

LG
Ina
Viele Grüße
Sinale

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JuliaL87
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Beitrag von JuliaL87 »

Hallo Signale,

Vielen Dank für den Hinweis, aber...

seltsam, wenn die zusammengehören, wie konnten die uns im März diesen Jahres zusätzliche Betreuungsleistungen ablehnen?

Die Entlastungsleistungen stehen doch jedem mit Pflegestufe zu?!

Viele Grüße

Julia
Julia mit L.(09/2013, Frühchen 25+0 SSW, Hirnblutung III° rechts, I° links, HC, Shunt, Sepsis, CMV Infektion, Epilepsie) GdB 80% G, H, B; Pflegegrad 3
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Sinale
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Beitrag von Sinale »

Hallo Julia,

die zusätzlichen Betreungs-und Entlastungsleistungen wurden auch bei Euch nicht abgelehnt, abgelehnt wurde vermutlich der erhöhte Betrag, der bei Bedarf beantragt werden muss. Bei den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI gilt bei einer vorhandenen Pflegestufe (I-III) die Einreichung einer korrekten Rechnung als Antrag.
Viele Grüße
Sinale

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JuliaL87
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Beitrag von JuliaL87 »

Hallo Sinale,

habe gerade nochmal nachgelesen:

"Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung hat bei seiner Begutachtung am 19.02.2015 festgestellt, dass bei Ihrem Kind in den oben aufgeführten Funktionsstörungen eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer nicht vorliegt.

Ein Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen besteht daher nicht"

Überschrift: "Ablehnung zusätzlicher Betreuungsleistungen" - kam direkt mit der Genehmigung der Pflegestufe 1.

Tja.. vielleicht wussten die da selbst noch nichts genaueres... Ich rufe morgen mal beim Kinderfallmanagement an und frage nochmal genau nach.

Viele Grüße

Julia
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Beitrag von Sinale »

Hallo Julia,

es wurde hier geschrieben, dass eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz nicht vorliegt. Dies bestätigt die Angaben in meinem o. g. Beitrag. Es besteht Anspruch auf 104,-- € zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen pro Monat bei PS I.
Viele Grüße
Sinale

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Isolde
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Beitrag von Isolde »

Hallo zusammen,

nochmals eine Verständnisfrage meinerseits.

Seit dem 1.1.2015 gibt es die Möglichkeit, wenn ich das so recht verstanden habe, zu allen bisherigen Geldern die es in 2014 gab nochmal 40% der PflegeSACHleistungen zu bekommen.
D.h. man bekommt Pflegesachleistung in der Höhe der entsprechenden Pflegestufe
+ zusätzliche Betreuungsleistungen (104 bzw. 208 € / Monat)
+ nochmals 40 % für diese niedrigschwelligen Angebote
+ Verhinderungspflege
+ Kurzzeitpglege.

Wenn ich das recht verstanden habe, dann die nächste Frage:
- gilt das nur mit den 40% für diejenigen die ihre Angehörigen daheim versorgen? oder gilt das auch für diejenigen die ihren Angehörigen in einer Heimeinrichtung haben und daraus resultierend Pflegesachleistungen erhalten?

Weitere Frage:
- diese 40% (wieviel Betrag wäre das ca. und von welcher Summe werden die gerechnet?) müssen die jeden Monat verbraucht werden?
- dürfen sie übertragen werden in den Folgemonat bzw. dann auch Folgejahr?
und
- verfällt der Rest der 40%, wenn es in einem Monat nicht verbraucht wurde?

Ich frage das deswegen nach, weil ich a) Gesetzestexte mittlerweile nicht mehr verstehe und b) weil wir am Samstag in unserer Eltern-Angehörigen-Vertretung unseres Heimes hier eine große Diskussion hatten.
Es ging um eine Mutter die ihr Kind im Heim hat und dann nach Hause nimmt bzw. vom Heim heraus nimmt um mit ihm draußen 4 Std. Freizeit zu unternehmen und sich dabei eine Betreuung mit zu Hilfe nimmt, bzw. die Betreuung mit dem Bewohner alleine lässt für diese 4 Std.

Ich habe das nicht so recht verstanden weil immer davon geredet wurde, dass 104 € jeden Monat verbraucht werden müssten und was nicht verbraucht wurde würde dann verfallen.

Wer kann mich hier einwenig mehr "aufklären" - ich wäre demjenigen sehr sehr dankbar.

Liebe Grüße - Isolde
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Isolde
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Beitrag von Isolde »

Hallo zusammen,

ich hole meine Anfrage nochmals nach oben,

wer hat eine Antwort auf meine Frage? - kennt sich da jemand aus?

Liebe Grüße - Isolde
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else
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Beitrag von else »

Hallo Isolde,

ich denke, da hast Du etwas durcheinander gebracht. Hier aus

http://tablet.bundesgesundheitsminister ... 071114.pdf

"Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausschöpft, kann zudem ab 1. Januar 2015 den nicht für den Bezug von ambulanten Sachleistungen genutzten Betrag – maximal aber 40 Prozent des hierfür vorgesehenen Leistungsbetrages – für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote verwenden."

Ich verstehe es so, Du hast wie bisher die 104,-/208,- ZBL mtl.. Die kann man nach wie vor ansparen und bis 30.06. des Folgejahres verbrauchen - also unverändert.

Falls Du nicht nur Pflegegeld sondern anteilig Pflegesachleistungen bekommst, kannst Du von diesen 40% statt bisher nur für einen Pflegedienst mit ca. 35,- Stundenlohn auch einen Betreuungsdienst (FED 13,-) mit niedrigem Stundensatz verwenden, so dass insgesamt mehr Betreuungsstunden rauskommen.

Viele Grüße
Else

EmmaLuisa11
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Beitrag von EmmaLuisa11 »

Guten Morgen zusammen,

ich habe mich auch schon einige Zeit mit dem Thema bechäftigt.
Wir haben letztes Jahr ein Schreiben von der KK bekommen, dass meiner Tochter der erhöhte Satz von 208,-€ monatl. zusteht. Soweit so gut.
Ich habe bei uns nun auch einen Pflegedienst gefunden, der zusätzliche Betreuungsleistungen in Form einer Haushaltshilfe anbietet.

Gestern hatte ich nun ein Telefonat mit dem Pflegedienst gehabt. Die sagten mir, dass es 4,5 Std. monatl. ausmachen würde. Hatte zu diesem Zeitpunkt gar nicht wirklich nachgedacht, aber abends habe ich dann nachgerechnet und bin auf einen Stundensatz von 46,-€ gekommen?! :shock:

Ist das normal?

LG Angelina
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AnjaH
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Beitrag von AnjaH »

Hallo

Angelin,

Ja es gibt PD die 40 und noch mehr Euro pro Stunden nehmen..Frage ist was dann wirklich bei der Kraft an kommt. Ich habe einfach solange gesucht bis ich einen Dienst hatte der für die 208 Euro 2 Stunden die Woche an Dienst schafft.

Also such einfach weiter wenn dir das zu teuer ist . Sozialstationen sind oft günstiger..

lg

Anja
LG
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24.3.04 frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
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