Niedrigschwellige Entlastungsleistungen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

46€/h? :shock: Normal ist das definitiv nicht. Das ist Abzocke auf dem Rücken der Pflegebedürftigen. Da würde ich mich woanders umschauen.

Eine Möglichkeit ist auch: Du suchst Dir selber jemanden, und bindest den/die in einen FeD ein. Der FeD selber kann dann ruhig auch weiter weg sein. Abgerechnet wird über den FeD.

Grüße
Engrid
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else
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Beitrag von else »

Hallo Zusammen,

ich suche auch schon die ganze Zeit nach einer Haushaltshilfe. Unser Sozialdienst nimmt "nur" 21,- die Std. Dort sind wir nun extra in den e.V. eingetreten und stehen jetzt wenigstens auf der Warteliste, weil die z.Z. niemanden frei haben. Dass ich mir selbst jemanden suche und die sie dann anmelden, möchten sie auch nicht.

Mich ärgert es total, dass ein eigentlich gutes Gesetz geschaffen wurde und man es dann nicht nutzen kann oder nur die Pflegedienste eine zusätzliche Einnahmequelle bekommen. Ich würde mir viel lieber selbst jemanden suchen und über die Minijobzentrale abrechnen, aber Bayern ist da wieder totales Hinterland.

Viele Grüße
Else

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Beitrag von else »

Hallo Engrid,

wohnst Du nicht auch in Bayern? Wo gibt es denn einen FeD, die Haushaltshilfen abrechnen?
Unsere beiden hier machen nur Betreuung.

Wäre für einen Tipp dankbar vIele Grüße
Else

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Isolde
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Beitrag von Isolde »

else hat geschrieben:ich denke, da hast Du etwas durcheinander gebracht. Hier aus

http://tablet.bundesgesundheitsminister ... 071114.pdf
Hallo liebe Else,

eigentich habe ich jetzt nichts durcheinander gebracht.
Mir geht es u.a. um den Satz aus Deinem Link (S. 11):
"Ab dem 1. Januar 2015 werden zusätzliche Betreuungsleistungen um die Möglichkeit ergänzt, niedrigschwellige Entlastungsleistungen in Anspruch zu nehmen."

Um welche ergänzende Möglichkeit geht es da?
Bekommt man zusätzlich zu den zusätzlichen Betreuungsleistungen nochmals Geld?

Schönen Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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sandra8374
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Beitrag von sandra8374 »

Soweit ich es verstanden habe: nein. Es gibt die Entlastungsleistungen für alle und die mit den ZBL können diese halt auch anders nutzen. Erhalten aber keine zusätzlichen Gelder.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

else
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Beitrag von else »

Hallo Isolde,

nein mehr als die 104,-/208,- bekommt man nicht, aber Du kannst sie "theoretisch" flexibler einsetzen. Was verbessert wurde, Du kannst dieses Geld nun auch wir haushaltsnahe Dienstleistungen verwenden - sofern man einen Dienst findet, der nach § 45 SGB abrechnen darf und Haushaltshilfen hat.

Viele Grüße
Else

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Isolde
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Beitrag von Isolde »

Danke liebe Sandra und liebe Else,

dann gehen wir miteinander konform,

nun noch eine Frage - in der Verfallbarkeit hat sich seit dem 1.1.2015 nichts geändert?
D.h. man kann auch 3-4 Monate auflaufen lassen und sie dann erst einsetzen und sie weiterhin übertragen in das nächste halbe Jahr des Folgejahres?

Das würde auch für die flexible Einsetzbarkeit gelten?

Ich muss es geklärt wissen, weil unter unseren Heimeltern hier etwas anderes kursiert und dann hätten die beiden Krankenkassen DAK und TKK unrecht und man könnte den Eltern sagen, dass sie gegen die Entscheide dieser Kassen Widerspruch erheben müssen. Deshalb frage ich so genau nach um keine falschen Auskünfte weiterzugeben.

Liebe Grüße - Isolde
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else
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Beitrag von else »

Isolde hat geschrieben:Danke liebe Sandra und liebe Else,

dann gehen wir miteinander konform,

nun noch eine Frage - in der Verfallbarkeit hat sich seit dem 1.1.2015 nichts geändert?
D.h. man kann auch 3-4 Monate auflaufen lassen und sie dann erst einsetzen und sie weiterhin übertragen in das nächste halbe Jahr des Folgejahres?

Das würde auch für die flexible Einsetzbarkeit gelten?

Ich muss es geklärt wissen, weil unter unseren Heimeltern hier etwas anderes kursiert und dann hätten die beiden Krankenkassen DAK und TKK unrecht und man könnte den Eltern sagen, dass sie gegen die Entscheide dieser Kassen Widerspruch erheben müssen. Deshalb frage ich so genau nach um keine falschen Auskünfte weiterzugeben.

Liebe Grüße - Isolde
Hallo Isolde,

ja genau, ansparen und bis 30.6. des Folgejahres verbrauchen geht unverändert.
Nur im Vorgriff, z.B. im Januar schon fürs ganze Jahr ausschöpfen, geht nicht mehr. Das wurde wohl bisher unterschiedlich von den Kassen gehandhabt.

Grüße
Else

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Isolde
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Beitrag von Isolde »

Vielen Dank,
liebe Else,

dann hatte ich das richtig wiedergegeben,
und die betreffenden Eltern müssen Einspruch erheben, denn scheinbar haben die DAK und die TKK da andere Dinge in Umlauf gebracht, zumindest bei diesen Eltern.

Das mit dem im Voraus schon nehmen, das ging bei uns auch vorher nicht und erscheint mir auch recht logisch, dass erst die Gelder anfallen müssen pro Monat bevor sie in Anspruch genommen werden können. Irgendwie setzen die Kassen sehr unterschiedlich die Dinge um; das sorgt dann zunehmend für ziemlich viel Verwirrung unter den Patienten.

Liebe Grüße
Isolde
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corina78
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Beitrag von corina78 »

Bei mir klappte es so:
Fragt dochal bei euern kk nach, welche Dienste sie eingetragen haben für die Haushaltshilfen die die kk finanziert.
ZB bei Krankheit der Mutter oder Kaisersxhnittentbindungen ect.
Da kommen doch auch Haushaltshilfen über das Rezept.
Meistens sind das nachbarschaftsheime oder Fam. Service...
Diese Agenturen bieten nur Haushaltshilfen und Kinderbetreuung, deswegen ist der Stundenlohn
viel günstiger als beim Pflegedienst.
Dann habe ich die Pflegekasse angerufen in gefragt ob was dagegen spricht,
wenn ich eine Agentur nehme die schon Haushalstentlastende Dienste für die kk anbietet.?!?
Es hat geklappt.
Seit März Habe ich jemanden für 15.-€
Vielleicht klappt's ja so bei euch.
Corina
Corina'78 Carsten'71 mit Lukas'96 Finn'05 und Mattis'09 perinataler Asphyxie Abgar 3/3/6 Ph.6,81
Mikrozephalie,CP, mehr geistig betroffen als körperlich (keine Spastik).

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