Verdienstausfall - stationäre Mitaufnahme

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Tinkaa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 582
Registriert: 26.12.2011, 22:08
Wohnort: Ahrensfelde

Verdienstausfall - stationäre Mitaufnahme

Beitragvon Tinkaa » 25.11.2014, 11:23

Hallo Ihr Lieben,

ich hab mal eine Frage.

Wenn ich oder mein Mann bisher als Begleitperson stationär mit ins KH oder die Rehaklinik aufgenommen wurden, haben wir von der KK in dem Fall immer 100% des Verdienstausfalles erstattet bekommen.

Diesmal steht im Brief, dass sie den Verdienstausfall nach Grundsätzen der Krankengeldberechnung (70% vom Brutto, max 90% vom Netto) erstatten.

Ich habe nun telefonisch nachgefragt und man sagte mir, dass die KK das in den letzten Jahren immer falsch, zu gunsten der Versicherten, berechnet hätten.

Ist das so richtig?

Liebe Grüße
Tinkaa
O. (10/2010) Frühchen 27.SSW; HB Grad 4; körperlich und geistig Schwerbehindert, Minderwuchs

"noch unerwartet, sehr zerbrechlich, noch nicht ganz fertig, nackt und ungeschützt, viel zu klein
getrennt von Mutter und Vater, ein Kämpfer für's Leben
ein ganz besonderer Mensch"

Werbung
 
monika61
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3536
Registriert: 09.06.2011, 16:17

Beitragvon monika61 » 25.11.2014, 12:01

Hallo Tinkaa,

schau mal hier hat Kaja (im Link ganz unten) dazu geschrieben:
-----------------------------------------------------------------------------------------------

Zitat:
Bei stationärer Behandlung umfassen die Leistungen der Krankenversicherung nach § 11 Abs. 3 SGB V auch die aus medizinischen Gründen notwendige Mitaufnahme einer Begleitperson des Versicherten. Sofern die Begleitperson dadurch einen Verdienstausfall hat, kommt allerdings weder die Zahlung von Krankengeld nach § 47 SGB V noch nach § 45 SGB V in Betracht. Vielmehr wird in Fällen dieser Art als Nebenleistung der stationären Behandlung von der Krankenkasse der Verdienstausfall in Höhe des bei Arbeitsunfähigkeit zu gewährenden Krankengeldes ersetzt.

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic65665-0-asc-30.html
-----------------------------------------------------------------------------------------------

Liebe Grüße :D
Monika

Benutzeravatar
Tinkaa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 582
Registriert: 26.12.2011, 22:08
Wohnort: Ahrensfelde

Beitragvon Tinkaa » 25.11.2014, 19:34

Dankeschön

wenn ich das richtig verstanden habe, hat die Dame von der kk recht und wir die letzten Jahre Glück.

LG
O. (10/2010) Frühchen 27.SSW; HB Grad 4; körperlich und geistig Schwerbehindert, Minderwuchs



"noch unerwartet, sehr zerbrechlich, noch nicht ganz fertig, nackt und ungeschützt, viel zu klein

getrennt von Mutter und Vater, ein Kämpfer für's Leben

ein ganz besonderer Mensch"

Ainslie2009
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 790
Registriert: 07.11.2009, 15:20
Wohnort: Arnstadt

Beitragvon Ainslie2009 » 25.11.2014, 20:03

Ne die Dame hat Unrecht und du Recht. Da steht doch eindeutig im letzten Satz, dass dir der Verdienstausfall gezahlt wird.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 50, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3

Oskar
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 859
Registriert: 15.03.2009, 15:58

Beitragvon Oskar » 25.11.2014, 20:42

Hallo,
ich kenne es auch so, dass im Falle des Krankenhausaufenthaltes
der Verdienstausfall komplett ersetzt wird.
Da mach ich immer wieder drei Kreuze dafür, dass wir in Deutsch-
land leben und diese Zeit nicht von den Kinderkrankheitstagen ab-
geht.
LG Oskar

Benutzeravatar
Tinkaa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 582
Registriert: 26.12.2011, 22:08
Wohnort: Ahrensfelde

Beitragvon Tinkaa » 25.11.2014, 22:07

In dem Text steht doch aber auch das es in Höhe des krankengeldes gezahlt wird und nicht in voller Höhe.

"....  Verdienstausfall in Höhe des bei Arbeitsunfähigkeit zu gewährenden Krankengeldes ersetzt. "

Von den Kindkranktagen werden die Tage trotzdem nicht abgezogen, lt kk.

Lg
O. (10/2010) Frühchen 27.SSW; HB Grad 4; körperlich und geistig Schwerbehindert, Minderwuchs



"noch unerwartet, sehr zerbrechlich, noch nicht ganz fertig, nackt und ungeschützt, viel zu klein

getrennt von Mutter und Vater, ein Kämpfer für's Leben

ein ganz besonderer Mensch"

Oskar
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 859
Registriert: 15.03.2009, 15:58

Beitragvon Oskar » 26.11.2014, 21:28

Hallo,

ich habe es mal beim TK Leistungslotse durchgespielt:

Die Antwort war:
"Sie begleiten jutta aus medizinischen Gründen ins Krankenhaus. Ihren Verdienstausfall während
dieser Zeit ersetzt Ihnen die TK. Dabei können Sie max. 94,50 Euro (Wert 2014) pro Tag erhalten,
jedoch nicht mehr als den tatsächlich entstandenen Verdienstausfall. Schicken Sie uns dafür
einfach eine formlose Bescheinigung Ihres Arbeitsgebers über Ihren Netto-Verdienstausfall.

Ist Ihr Kind schon sieben Jahre oder älter, benötigen wir noch eine
ärztliche Bescheinigung. Aus ihr muss hervorgehen, dass für Ihr Kind
eine Begleitperson medizinisch notwendig war. Bei Kindern unter sieben
Jahren ist diese Bescheinigung nicht nötig."

Ich frage mich allerdings, inwieweit sich das auch von Kasse zu Kasse unter-
scheidet, weil mich das verwundert hat:
http://www.betanet.de/betanet/soziales_ ... on-52.html

"Für die Begleitperson eines Kindes kann die Krankenkasse auch den Lohnausfall für die
notwendige, zeitlich nicht begrenzte Dauer übernehmen - analog zum Kinderpflege-Krankengeld.
Für diese Leistung besteht keine gesetzliche Grundlage, daher kann sie nicht über das Sozialgericht
eingeklagt werden."

Das hört sich ja so an, als könne die Kasse zahlen oder auch nicht.
Und damit dann auch frei festlegen wieviel sie zahlt, wenn überhaupt ??

Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der das besser rechtlich untermauern kann.

Liebe Grüße, Oskar

Benutzeravatar
Tinkaa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 582
Registriert: 26.12.2011, 22:08
Wohnort: Ahrensfelde

Beitragvon Tinkaa » 26.11.2014, 21:41

Hallo,

Danke dafür. Ja das habe ich auch alles gefunden.
Ich weiß jetzt wirklich einfach nicht was richtig ist. :?

LG
O. (10/2010) Frühchen 27.SSW; HB Grad 4; körperlich und geistig Schwerbehindert, Minderwuchs



"noch unerwartet, sehr zerbrechlich, noch nicht ganz fertig, nackt und ungeschützt, viel zu klein

getrennt von Mutter und Vater, ein Kämpfer für's Leben

ein ganz besonderer Mensch"

Lija
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 718
Registriert: 29.04.2013, 22:28

Beitragvon Lija » 27.11.2014, 05:21

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/t ... xid=566565

Wir haben gerade aktuell auch diesen Fall, unsere KK hat zugesagt, den Ausfall zu übernehmen und sich auch schon mit dem Arbeitgeber meines Mannes in Verbindung gesetzt. Wie hoch der Ausfall jetzt aber tatsächlich ist, sind wir uns auch noch nicht ganz sicher. Aber eigentlich ist der Ausfall ja zu ersetzen. Wollte auch nochmal nachhaken. Irgendwer dort sagte mal was von 90%, war sich aber auch nicht ganz sicher...
Mutter eines ganz besonderen Kindes

Werbung
 
TanjaJ1972
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1221
Registriert: 09.07.2007, 21:02
Wohnort: NRW

Beitragvon TanjaJ1972 » 27.11.2014, 07:30

Hallo,
ich meine, es war bisher bei uns immer so, daß bis zu einem bestimmten Höchstbetrag der Verdienstausfall voll ersetzt wird.
Ich scheine jedoch unter diesem Höchstbetrag zu liegen, da ich jetzt aktuell meinen vollen Verdienstausfall für 4 Wochen stationäre Mitaufnahme bei einer Kinder-Reha erstattet bekommen habe.
Ich arbeite allerdings auch nur halbe Tage, ich meine mich zu erinnern, daß der Höchstsatz so war, daß mein Mann zum Beispiel nicht den vollen Verdienstausfall ersetzt kriegen würde....
VG
Tanja
Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste