Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Jörg75
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Jörg75 » 25.05.2019, 00:01

Hallo Tanja,
Tanja2014 hat geschrieben: Die Schulärztin war dieselbe wie letztes Jahr und sie war völlig aus dem Häuschen, was sich in dem Jahr noch alles getan hat. :icon_sunny:

das ist schön zu hören, was sich in einem Jahr so alles ändern kann :-)
Ich hoffe sehr, dass wir - entgegen der Empfehlung der Schulärztin - die Zurückstellung durchbekommen, denn genau das ist es, was ich mir auch erhoffe!

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 25.05.2019, 22:35

@Jörg75: Wieso unterstützt die Schulärztin denn bei Euch die Rückstellung nicht? Hat sie das begründet? Hattet Ihr nicht einen ziemlich guten Draht zur Schulleitung Eurer Wunsch-Schule? Was sagt die denn dazu?
Viele Grüße
Tanja
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Jörg75
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Jörg75 » 25.05.2019, 22:40

Hallo Tanja,

unsere Schulärztin sagt auf das Wesentlich reduziert, dass sie eine Zurückstellung nur dann befürwortet, wenn die Zurückstellung dazu führt, dass der Sonderpädagogische Förderbedarf durch die Zurückstellung wegfällt (oder das jedenfalls sehr wahrscheinlich ist).
Da K. aber als ICP-Kind, das in der Schule einen Rolli fahren wird und auch (jedenfalls) in einem Arm beeinträchtigt ist, auf jeden Fall den sonderpädagogischen Förderbedarf KME (körperlich-motorische Entwicklung) bekommen wird, "bringt" insofern die Rückstellung nichts, also wird es nicht empfohlen.

Ich kann die Argumentation inhaltlich verstehen, auch wenn ich sie letztlich für zu kurz greifend und falsch halte.

Gruß
Jörg
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 14.07.2019, 22:20

Seit Freitag sind hier Ferien. Nachdem vorschultechnisch im Kindergarten sehr lange kaum was lief, waren die letzten acht Wochen fast übervoll. Bei der Abschlussfeier haben die Kinder die Geschichte "Vom Kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" als Theaterstück vorgeführt. B. war der Maulwurf und hat das wirklich toll gemacht. Es waren einige Kinder dabei, die dann am Ende doch lieber keine Sprechrollen mehr haben oder gar nicht mehr mitspielen wollten. B. hatte in den letzten Wochen auch immer mal schlimmes Lampenfieber, aber er hat sich durchgebissen und bei der Aufführung hat er trotz Aufregung an alles gedacht. Ich war ein bisschen traurig, dass ihm scheinbar keiner beim/nach dem Anziehen des Kostüms geholfen hat. Bei allen anderen Kindern war bis aufs kleinste Schleifchen alles perfekt gerichtet...

Dann war noch Übernachtungsparty. Da hatte B. auch jede Menge Spaß. Nur am nächsten Morgen hat er es nicht schnell genug geschafft, sich anzuziehen und musste dann im Schlafanzug mit zum Bäcker gehen. Das hat ihn noch mehrere Tage lang beschäftigt.

Die Häufung solcher Situationen in den letzten Wochen trägt leider nicht gerade dazu bei, dass ich dem Schulstart entspannter entgegenblicke. Ich versuche wirklich sehr, mich auf all das zu konzentrieren, was gut geworden ist und was B. schon alles kann. Leider nur mit mäßigem Erfolg. sehr

Jetzt wollen wir aber erstmal noch den Sommer genießen.
Viele Grüße

Tanja

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon r.bircher » 16.07.2019, 23:50

Hallo Tanja

Solche Situationen wird es immer mal wieder geben. Die hatte ich als Kind/Jugendlicher auch. Du bist in gewissen Sachen einfach langsamer als Nichtbehinderte. Damit lernt man aber umgehen. Mit der Zeit weiss man wofür man als Behinderter länger braucht, und kann sich dort bewusst mehr Zeit einplanen.

Dass das dein Kleiner beschäftigt ist klar. Vor allem nicht so stark behinderte sind sich ihrer Behinderung in dem Alter noch nicht im klaren. Den Kindern fällt nur bedingt auf, dass sie anders sind. Wenn das dann auffällt tut das erst mal richtig weh. Ich bin Anders wird erst mal als "Ich gehöre nicht dazu" interpretiert. Leider wird immer wieder seitens Erwachsener versucht, das "Anders sein" wegzureden, das Kind möglichst normal zu machen. Aber das geht nicht! Eine Behinderung ist und bleibt eine Behinderung.

Wenn man aber merkt, dass es nicht darum geht was man hat, sondern was man daraus macht, wird das Ganze nicht mehr halb so schlimm.

Gruss Raphael
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 07.08.2019, 22:30

@r.bircher:
Hallo Raphael,
Danke für die aufmunternden Worte. Ja, da hast Du wohl recht.

Momentan sind B. und der Wirbelwind jeden Tag bei einem Ferienprogramm im Wald. Ich hatte mir erst etwas Sorgen gemacht, dass sechs Stunden draußen unterwegs vielleicht zu anstrengend für B. sind. Aber letztendlich geht es ihm da deutlich besser als im Kindergarten. Die Betreuer*innen machen das echt toll. Und zum ersten Mal funktioniert sogar essen in der "Fremdbetreuung" richtig gut.
Viele Grüße

Tanja

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 08.08.2019, 08:19

Hallo Tanja,
In der Schule werden die Karten neu gemischt. Vielleicht gehört dein B dort plötzlich zu den schnelleren Kindern? In den Klassen meiner größeren Kinder ist das Spektrum extrem breit.

Der Rest macht mich nachdenklich: mein Kleiner wird bald vier und hat auch diverse Baustellen. Von der Entwicklung hinkt er meilenweit hinterher. In diesem Alter hatte mich der Große schon lange über die Welt ausgefragt- der Kleine kämpft immer noch mit der grundlegenden Kommunikation und der Motorik. Sein Verhalten ist jetzt schon schwierig- ich will nicht wissen wie es wird, wenn ihm bewusst wird, dass er anders als gleichaltrige Kinder ist.
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 04.09.2019, 21:42

Seit letzter Woche ist B. nun ein Schulkind. Die Einschulung war sehr schön und B. geht bisher wirklich gerne zur Schule. Im Unterricht scheint es soweit gut zu laufen für ihn. Die Übermittagsbetreuung findet B. auch gut, allerdings ist er momentan Nachmittags so fertig, dass es schwierig ist, die Hausaufgaben noch hinzubekommen. Ich hoffe sehr, das wird noch besser. Morgen ist zum ersten Mal Sportunterricht, da bin ich ein bisschen nervös, wie das so klappt mit dem selber umziehen. Grundsätzlich kann er das ja alles, aber es muss ja dann - vor allem vor dem Unterricht - auch recht schnell gehen.
Viele Grüße

Tanja

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Jörg75 » 04.09.2019, 22:19

Hallo Tanja,

ich drücke Euch die Daumen und kann die Nervosität nachvollziehen. Wir haben ja zum Glück noch ein Jahr Zeit, und auch dann wird K. nur mit Schulbegleitung zur Schule gehen können.

Viele Grüße
Jörg
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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Lisa Maier » 05.09.2019, 18:00

Hallo Jörg,

ich habe eben Dein altes Posting gelesen. Zitat 'unsere Schulärztin sagt auf das Wesentlich reduziert, dass sie eine Zurückstellung nur dann befürwortet, wenn die Zurückstellung dazu führt, dass der Sonderpädagogische Förderbedarf durch die Zurückstellung wegfällt (oder das jedenfalls sehr wahrscheinlich ist).
Da K. aber als ICP-Kind, das in der Schule einen Rolli fahren wird und auch (jedenfalls) in einem Arm beeinträchtigt ist, auf jeden Fall den sonderpädagogischen Förderbedarf KME (körperlich-motorische Entwicklung) bekommen wird, "bringt" insofern die Rückstellung nichts, also wird es nicht empfohlen.' Also ich kann das in keinster Weise nachvollziehen. denn der Förderbedarf KME hat in meinen Augen nicht wirklich was mit dem Lernen zu tun. Wenn ein eigentlich normal begabtes Kind aus welchen Gründen auch immer noch nicht schulreif ist, dann hat es bei einer zu frühen Einschulung definitiv einen Nachteil. Und da kann es doch nicht sein, daß ein Kind, das eine körperliche Behinderung hat, einem nichtbehinderten Kind gegenüber, welches noch nicht schulreif ist, benachteiligt wird. Ich nenne das ganz einfach Diskriminierung. Zumal gerade bei Körperbehinderten der schulische Erfolg massiv darüber entscheidet, wie frei und selbstbestimmt das Kind später als Erwachsener leben kann.

Viele Grüße

Lisa


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