Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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SandraX
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Beitragvon SandraX » 13.11.2018, 20:58

Das ist super schön geworden!
Sandra mit Mann und zwei Kindern: L. (3/11) und Lachkeks Tessa (9/16), peripartale Asphyxie, APGAR1/0/0, Epilepsie, Tetraspastik, Button, PG5, GDB 100, ganz viel Kämpfertrotz und Lebensmut

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Leela
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Beitragvon Leela » 13.11.2018, 21:33

sehr süß! ein Baum würde noch dazu passen. LG
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 28.11.2018, 17:00

Inzwischen war ja das Schulspiel bzw. die Schulanmeldung. Wir haben B. nun doch in der Regelgrundschule nebenan angemeldet. Er hat wohl alle Aufgaben gut gemeistert. Ich war so stolz auf ihn. Einer seiner Kumpels war mit ihm in derselben Gruppe und hat komplett verweigert, B. hat sich trotz des Dramas scheinbar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Obwohl B. so gut abgeschnitten hat, wirkte die Rektorin beim Nachgespräch recht verhalten. Wobei das vielleicht nur meine Wahrnehmung war, mein Mann hat das nicht so empfunden. Jetzt muss ich mich wohl mal eingehender mit dem Thema Nachteilsausgleich befassen. :D
Viele Grüße
Tanja
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melly210
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Beitragvon melly210 » 28.11.2018, 23:16

Super :D Ich finde es klasse, daß ihr das so macht. Er ist ja nach den letzten Tests noch nichtmal mehr verzögert. Falls es gar nicht klappt könnt ihr ihn ja immer noch wechseln lassen, aber ihn da von vorne herein in die Förderschule zu schicken fände ich schade. Das ist nunmal weit weg von seinen Kumpels, und dort herrscht auch wirklich eher selten das gleiche Lernniveau wie an Regelschulen. Egal was sie behaupten. Es ist einfach so, daß die meisten Kinder dort aufgrund ihrer Einschränkungen ein langsameres Tempo brauchen, und im Endeffekt wird dann meist die ganze Klasse auf L-Niveau unterrichtet.

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Beitragvon Tanja2014 » 29.11.2018, 12:31

Hallo melly,

Förderschule stand bei uns gar nicht zur Debatte, da ich da dieselben Bedenken hatte wie Du. Es hatten mal zwei Therapeuten unserer KME-Schule B. im KiGa besucht, auf Initiative der damaligen Kita-Leiterin. Da klang schon durch, dass sie ihn eigentlich für zu fit hielten und das war, noch bevor er zwischen dem 4. und 5. Geburtstag diesen Riesen-Aufhol-Schub machte. Wir haben im angrenzenden Stadtteil noch eine Gemeinsam-Lernen-Schule mit Montessorikonzept (GL-Schulen sind Regelschulen mit Inklusionsklassen). Diese Schule finde ich halt richtig, richtig toll, war aber unsicher, ob die für B. das Richtige ist.
Viele Grüße

Tanja

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Beitragvon Tanja2014 » 23.12.2018, 22:39

Ich möchte schon seit Wochen mal wieder ein ausführliches Update schreiben, aber irgendwie scheitert es daran, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Die Zeit seit September fand ich emotional unfassbar anstrengend, weil ich wegen der Schul-Entscheidung so sehr geschwankt und gehadert habe. Wir hatten dann noch jemanden mit ins Boot geholt, der B. vorher nicht kannte und das System Schule (in NRW) sehr gut kennt, quasi als "objektive" Schullaufbahnberatung. Das war wirklich hilfreich und hat mir letztendlich sehr geholfen, meiner eigenen Wahrnehmung von B. wieder zu vertrauen.

Beim Wirbelwind lief es eine Weile überhaupt nicht rund, jetzt scheinen wir wieder halbwegs auf dem aufsteigenden Ast. Bei ihm hadere ich schon sehr damit, dass wir ihn nicht nächsten Sommer mit all seinen Kumpels zur Schule gehen lassen. Ich glaube, er langweilt sich jetzt schon sehr im KiGa. Aber das gibt die Familienkonstellation halt nicht gut her.

Ansonsten nutzen die Jungs gerade jede Regenpause, um vor der Haustür und in den Nachbarstraßen (alles Spielstraßen) Fahrrad zu fahren. Die beiden haben in den letzten Tagen wie im Wahn Weihnachtsgeschenke gebastelt (Teelichthalter, Badekugeln, Badesalz, Fotokalender). Und B. hat gefühlt täglich seinen Wunschzettel geändert, weil ihm immer andere Playmobil-Sets einfielen, die er sich ganz dringend wünscht. Allerdings wird das Christkind wohl nur ein Set zu SchwieMu bringen...  8)

Nun wünsche ich Euch allen fröhliche Festtage!
Viele Grüße

Tanja

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Beitragvon Tanja2014 » 25.12.2018, 22:42

Hach, nachdem es gestern mit dem ganzen Trubel und Familienfeier recht anstrengend war, war heute ein durch und durch bezaubernder Tag. Der Wirbelwind hat heute Vormittag mit nur wenig Hilfe von uns, die Lego-Feuerwache komplett zusammengebaut, die er von den Großeltern geschenkt bekommen hat. Und zum ersten Mal seit vielen Wochen war er wieder zu 100% der fröhliche kleine Schlauschnacker, der er eigentlich ist. Er war so glücklich und so stolz und zufrieden mit sich und der Welt. Das war einfach nur schön zu erleben. Ich frage mich, wie wir uns ein bisschen davon wieder rüber in den Alltag retten können. Wenn ich die Jungs in letzter Zeit vom KiGa abhole, ist der Wirbelwind meist einfach nur endgestresst/frustriert, ohne dass man irgendwie konkreter ausmachen kann, woran es liegt.

B. hat einen Rebounder zu Weihnachten bekommen, der auch schon ausgiebig getestet wurde. Er war mega-stolz wie viele "Tore" er geschossen hat und ich war ehrlich überrascht, wie gut das schießen und Ball annehmen inzwischen funktioniert. Er erzählt zwar oft, dass er das in der Physio trainiert, aber das habe ich nie als "Training" aufgefasst, sondern dachte, sie kicken sich da zur Belohnung ein paar Mal den Ball zu am Ende der Einheit...
Viele Grüße

Tanja

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Beitragvon Tanja2014 » 19.01.2019, 22:02

Heute am Frühstückstisch: Der Wirbelwind und B. versuchen sich gegenseitig darin zu überbieten, wie toll sie rechnen können. Wie fast immer in letzter Zeit, reden beide gleichzeitig und ohne Pause. "2 +2 ist 4. 2+1 ist 3. 3+2 ist 5..." geht es einige Zeit in zunehmender Lautstärke. Dann sind beide still und sehen uns erwartungsvoll an.
Ich: "Was Ihr schon alles könnt. Von mir habt Ihr das nicht. Ich konnte nie besonders gut rechnen."
Ich sehe meinen Mann an, damit er auch was sagt.
Er (in Gedanken gerade woanders): Ja, genau. Das ist auch der Grund, warum ich hier immer alles mache, was mit Zahlen zu tun hat."
B. sieht ihn interessiert an: "Ach so, hast deshalb Du damals die Uhr (zeigt auf die Wanduhr) aufgehängt?!" :mrgreen: :lol:
Viele Grüße

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 18.05.2019, 22:07

Wow, es ist ja schon ewig her, seit ich hier zum letzten Mal geschrieben habe. Bei B. ist vor ein paar Wochen das Vorschulkinder-Programm so richtig angelaufen. Jetzt proben sie ein Theaterstück und B. und ein anderer Junge spielen die Hauptrolle. Die beiden waren scheinbar die einzigen, die sich bei "viel sprechen" gemeldet haben, als sie gefragt wurden, wer viel, wer wenig und wer gar nicht sprechen möchte bei der Aufführung.

In den letzten beiden Wochen gab es jeweils einen Ausflug/eine Wanderung und nächste Woche steht eine weitere Wanderung an. Zum Abschluss gibt es dann noch eine Übernachtungsparty im KiGa. B. genießt das alles sehr.

In den letzten Monaten haben sich die Interessen von B. Und dem Wirbelwind irgendwie sehr auseinander entwickelt. Einerseits können sie immer noch gut miteinander spielen, andererseits hat das aufeinander rumhacken sehr zugenommen. Am Wochenende versuche ich nachmittags meist, mit einem von beiden allein was zu machen. Irgendwie scheint das auch damit zu tun zu haben, dass der Wirbelwind von den vorschulischen Fähigkeiten her deutlich weiter ist als B. und alle Freunde der beiden. Neulich hatten wir mal die absurde Situation, dass der Wirbelwind einen Zweitklässler aus dem Freundekreis bei Rechenaufgaben korrigiert hat. Mich hat da schon mehr als einmal das Gefühl beschlichen, dass die anderen Jungs es ihm unbewusst "übel nehmen", dass er Vieles einfach so kann.

Aber es gibt auch immer wieder schöne Momente zwischen den beiden. Heute war beim Reiten Tag der offenen Tür und die beiden haben zum ersten Mal bei der Vorführung mitgemacht. Sie waren beide total aufgeregt und standen dann vorn in der Reihe und hielten Händchen, während sie drauf warteten, dass sie an der Reihe waren. :icon_sunny: :icon_sunny: :icon_sunny:
Viele Grüße

Tanja

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Re: Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)

Beitragvon Tanja2014 » 24.05.2019, 22:41

Nun haben wir die Schuleingangsuntersuchung hinter uns. Dabei habe ich eine ganz neue Seite an B. kennengelernt. Eigentlich neigt er dazu, in solchen Situationen rumzukaspern. Diesmal wurde er, als die Schulärztin meinte, er solle jetzt ein paar Aufgaben lösen, todernst. Er saß da an diesem kleinen Tisch, das Kinn kauf den Unterarmen auf der Tischplatte abgelegt, dachte bei jeder Aufgabe so lange nach, bis er sich sicher war und zeigte dann das Ergebnis. Auch als es darum ging, Figuren nachzumalen und seinen Namen zu schreiben, tat er das mit viel Bedacht, guckte vorher extra nochmal, ob er den Stift auch richtig hält... Da ging mir echt das Herz auf. Die Schulärztin war dieselbe wie letztes Jahr und sie war völlig aus dem Häuschen, was sich in dem Jahr noch alles getan hat. :icon_sunny:
Viele Grüße

Tanja

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