Ideen zum Malen gesucht

Ein besonderes Kind braucht auch besondere Anregungen - nicht zu viel und natürlich auch nicht zu wenig. Gute Spieltipps kann man immer gebrauchen!

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Ullaskids
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Ideen zum Malen gesucht

Beitragvon Ullaskids » 01.07.2014, 15:56

Hallo,
ich würde gerne einmal mit meiner Tochter malen, habe aber bisher keine Idee, wie ich das umsetzen könnte.
Sie kann ihre Hände und Arme kaum steuern, kann nichts lange festhalten und macht immer wieder ausschweifende Armbewegungen, ein Versuch, sich selbst zu stabilisieren....
Probiert haben wir schon Malmäuse, aber sie mag es nicht, wenn ich ihr die Hand führe, und selbst kann sie nicht genug Druck aufbauen, dass auf dem Papier was Nennenswertes ankommt.
Auch haben wir schon Handabdrücke gemacht, aber die Hände landen leider nicht nur auf dem Papier, und auch hier muss ich den Druck auf die Hand ausüben, damit überhaupt was aufs Papier kommt.
Aber ich weiß, dass sie Malen an sich spannend findet (nur eben alleine, ohne Mamas Hand), und ich würde es ihr gerne ermöglichen... weiß jemand, was ich sonst noch versuchen könnte?
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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heidipet
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Beitragvon heidipet » 01.07.2014, 16:10

Hallo Ulla.
- Touchpad mit einem einfachen Malprogramm, so etwas wie Paint
- Es gibt PC-Steuersysteme, bei denen eine Kamera auf einen speziellen Klebepunkt reagiert. Wenn sie damit rumfuchtelt, müßte ein Malprogramm daraus eigentlich etwas machen können. Sie gehören zum Thema unterstützte Kommunikation.
- Was ist mit den Füßen? Kann sie damit malen? Mit dem Mund?

Gruß
Heidi

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Beitragvon Mariaa » 01.07.2014, 16:11

Hallo,

wie wäre es denn mit Fingerfarben in der Badewanne, sich selbst anmalen oder auf der Terasse auf einer Tapetenrolle

Viele Grüße
Früher war alles besser.... vor allem die Zukunft!

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 01.07.2014, 16:32

Hallo,
heidipet hat geschrieben:Hallo Ulla.
- Touchpad mit einem einfachen Malprogramm, so etwas wie Paint
- Es gibt PC-Steuersysteme, bei denen eine Kamera auf einen speziellen Klebepunkt reagiert. Wenn sie damit rumfuchtelt, müßte ein Malprogramm daraus eigentlich etwas machen können. Sie gehören zum Thema unterstützte Kommunikation.
- Was ist mit den Füßen? Kann sie damit malen? Mit dem Mund?

Gruß
Heidi

ein Touchpad oder per Kamera ist zu wenig "real" für sie, es geht schon drum, dass sie auch "be-greift", was sie da tut.
Füße und Mund sind auch keine Option, leider.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 01.07.2014, 16:39

Hallo,
Mariaa hat geschrieben:Hallo,

wie wäre es denn mit Fingerfarben in der Badewanne, sich selbst anmalen oder auf der Terasse auf einer Tapetenrolle

Viele Grüße

sie kann zuhause nur duschen, und sie kühlt so schnell aus, auch im Sommer, dass das immer schnell gehen muss.
Draußen ist sie zu abgelenkt, sowas geht nur drinnen von der Konzentration her(und wir haben auch eine Holzterrasse, also nicht mal eben aufzuwischen), und Fingerfarben... die wären danach vollflächig in der Kleidung, auf den Augen bzw. der Brille, im Polster vom Therapiestuhl, an der Wand neben dem Esstisch.... hm, das Putzen könnte fünfmal so lange dauern wie das Malen, ob ich mir das antun soll??? ;)
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Beitragvon JanaSnow » 01.07.2014, 16:44

Hallo,

unsere Tochter kann Stifte gut halten, vielleicht habe ich trotzdem eine Idee für Euch.

Wir haben einen Glastisch, darunter eine Beleuchtung mit wechselnder Farbe, außen am Glastisch einen erhöhten Rand aus Holzlatten. Auf der Glasplatte ist Sand. Gerade so viel, dass kein Licht durchscheint, wenn der Sand gut verteilt ist. Auf dieser Fläche kann man toll "malen". Mit den Fingern, Händen, Bürsten, Ketten, Federn,... Macht auch mir Spaß

Oder: GOUCHY-farben (weiß grad nicht genau wie sie heißen. Sind toll ausdrucksstarke Farben)auf alten Untertassen verteilen. Da dann direkt mit den Fingern rein und auf großer Leinwand malen. Da entstehen richtig schöne Kunstwerke. Is halt a bissl Sauerei ;-)


Hoffe, es kommen noch bessere Ideen.

LG
Jana

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Beitragvon Iana » 01.07.2014, 17:15

Hallo,

ich hätte vielleicht auch noch eine Idee.
Es gibt Hilfsmittel, wo der Stift durch eine Schlaufe an der Hand gehalten wird. Deine Tochter müsste ihn also nicht festhalten. Wenn man dann um sie herum quasi eine "Malwand" aufbauen würde (z.B. aus Pappe, irgendetwas, damit sie trotz unwillkürlichen Bewegungen eine Fläche "trifft") und vielleicht einen Filzstift oder ähnliches nimmt, wo es wenig Druck benötigt, könnte das vielleicht funktionieren.
Hier mal ein Link, damit du siehst was ich meine :wink: http://www.rehadat.de/rehadat/RehaBilde ... t=650&Db=0

Ich hoffe, dass das irgendwie hilfreich war.

Viele Grüße
Iana

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Beitragvon Ullaskids » 01.07.2014, 18:10

Ihr habt echt tolle Ideen und macht euch so viele Gedanken, aber ich glaube für meine Tochter ist das noch nicht das Richtige... sie muss auch erst mal verstehen, was "malen" heißt.
Ich weiß, es ist schwierig, da niemand sie real kennt... ihre ausschweifenden Bewegungen macht sie ja nicht, um dort hinzukommen, sondern nur, um sich zu stabilisieren. insofern möchte ich nicht noch Anreize schaffen, dass sie überall ihre Malspuren hinterlässt, das wäre das falsche Signal... es soll schon vor ihr auf dem Tisch was passieren, nur wie, ist die Frage...
Das mit dem Glastisch klingt toll, aber ich glaube, der Sand landet in den Augen und in der Kleidung, das ist was für etwas koordiniertere Bewegungen.
Es ist so schade, sie will so viel machen und weiß nicht wie und versteht aber auch keine Tipps...
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Beitragvon chriz » 01.07.2014, 19:11

Hallo,
die Idee, den Stift/Pinsel oder was auch immer, an der Hand zu fixieren, kam mir auch.
Außerdem habe ich die Vorstellung, ob man die Hände/Handgelenke irgendwie "beschweren" könnte, mit Sandsäckchen o. ä., natürlich nur, wenn sie das angenehm findet! So dass die Hände dann an der Stelle sind, wo das malen stattfinden soll.
LG

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Beitragvon Ullaskids » 01.07.2014, 19:56

Hallo,
chriz hat geschrieben:Hallo,
die Idee, den Stift/Pinsel oder was auch immer, an der Hand zu fixieren, kam mir auch.
Außerdem habe ich die Vorstellung, ob man die Hände/Handgelenke irgendwie "beschweren" könnte, mit Sandsäckchen o. ä., natürlich nur, wenn sie das angenehm findet! So dass die Hände dann an der Stelle sind, wo das malen stattfinden soll.
LG

das kann ich mir nicht so recht vorstellen!?
Sie mag es nicht, wenn ich die Hand festhalte - vermutlich, weil sie nur ihrer selbst erzeugten Stabilität traut. Ob es mit Sandsäckchen anders ist...?
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.


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